Unter der Leitung von Prof. Dr. Nathalie Mälzer sind im Rahmen von Lehrveranstaltungen mit Studierenden des Studiengangs "Medientext und Medienübersetzung – MuM" in Kooperation mit dem NDR und dem BR Audioeinführungen zu mehreren Spielfilmen entstanden. Zur Akzeptanz dieser Textsorte wurde eine empirische Studie mit sehbehinderten Menschen durchgeführt.
Audioeinführungen als komplementäres Angebot zu Audiodeskriptionen
Audioeinführung zum Spielfilm "A girl walks home alone at night" von Ana Lily Amirpour (2015)
Die Audioeinführung wurde von Studierenden des Masterstudiengangs MuM erstellt und vom NDR 2015 produziert. Die Einführung kann auf der folgenden Webseite angehört und nachgelesen werden.
Audioeinführung zum Spielfilm "Die Wand" von Julian Pölsler (2012)
Die Audioeinführung wurde von Studierenden des Masterstudiengangs MuM erstellt und vom Bayrischen Rundfunk 2013 produziert, Sprecher: Bernd Benecke. Die knapp 10-minütige Einführung zum Film richtet sich in erster Linie (aber nicht nur) an Sehgeschädigte und kann hier angehört werden.
Empirische Studie zur Audioeinführung
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Audioeinführung und Liveuntertitelung“ wurde mit Studierenden des Masterstudiengangs „Medientext und Medienübersetzung“ eine empirische Studie entwickelt und in Kooperation mit dem Landesbildungszentrum für Blinde Hannover durchgeführt. Die Zielgruppe der Audioeinführung wurde per barrierefreiem (Online)-Fragebogen um Feedback zu der online gestellten Audioeinführung (die sowohl gelesen als auch angehört werden kann) gebeten. Neben der Frage, als wie hilfreich und gelungen diese neue Textsorte angesehen wird, sollen insbesondere strittige Fragen geklärt werden, etwa ob eigens auf die Verknüpfung von Ton und Bild eingegangen werden soll oder ob die Nennung filmtechnischer Aspekte in der Audioeinführung als störend empfunden wird. Die Untersuchung trägt dazu bei, Richtlinien für die Erstellung von Audioeinführungen zu erarbeiten, die den Bedürfnissen und Wünschen von Blinden und Sehgeschädigten gerecht werden.
Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift trans-kom veröffentlicht.
Audioeinführung zum Spielfilm "Das weiße Band" von Michael Haneke (2009)
Darüber hinaus wurde eine Audioeinführung zum Spielfilm "Das weiße Band" von Michael Haneke (2009) verfasst, aber noch nicht produziert. Die Schriftfassung findet man hier.
Aufruf zum Wissenschaftswettbewerb
Sehr herzlich laden wir Sie zur Teilnahme an einem Wissenschaftswettbewerb ein. Wir bitten um die Einsendung wissenschaflicher und essayistischer Beiträge mit Antworten auf die Preisfrage: "Braucht die Translationsforschung einen (neuen) Rhythmusbegriff?" Mehr Infos finden Sie hier.
Conference: The limits of objective audio description
The conference will take place in Hildesheim from October 5-8th, 2022.
Organisators: Nathalie Mälzer (University of Hildesheim) and Eva Schaeffer-Lacroix (Sorbonne University)
Participants: Nina Reviers Belgium, Anna Jankowska Belgium, Gert Vercauteren Belgium, Maria Zimina-Poirot France, Kirsten Berland France, Ekaterina Lapshinova-Koltunski Germany, Saskia Josephine Schulz Germany, Sylvia Jaki Germany, Maria Wünsche Germany,Noura Gzara Germany, Ismini Karantzi Greece, Elena di Giovanni Italy, Anna Matamala Spain, Pilar Orero Spain, Yuchen Liu Spain, Susanne Jekat Switzerland
CfP for JAT: Special Issue on Audiodescription. Beyond Objectivity in Audio Description: New Practices and Perspectives.
We gather contributions that identify, discuss, and go beyond the limits of objectivity in audio description of different cultural products such as film, TV programs, theatre or dance performances, opera, or museum exhibitions. We welcome contributions by both researchers and practitioners. Guest editors: Nathalie Mälzer (SUH), Eva Schaeffer-Lacroix and Maria Wünsche.
Deadline for submission of extended abstracts was 15 March 2022. Find more information here.
Tools für Translatolog*innen“ im Programm Innovative Lehr- und Lernkonzepte: Innovation plus
Bei dem MWK-finanzierten Vorhaben handelt es sich um ein vierphasiges Schulungsprojekt, das eine Train-the-Trainer-Phase beinhaltet, die unmittelbare Auswirkungen auf die kurrikulare Lehre hat. Das Projekt startet 2021, unter der Federführung von Prof. Dr. Nathalie Mälzer.
Mehr Informationen finden Sie hier.
Abgeschlossene Projekte und Veranstaltungen
Smartes Theater im TfN
Im Sommersemester 2019 haben Studierende des Studiengangs Medientext und Medienübersetzung eine Übertitelung für Menschen mit Hörbehinderung für die Boulevardkomödie "Bella Donna" von Stefan Vögel erarbeitet. Die Komödie, inszeniert von April Hailer, wurde ab November 2019 am TfN gezeigt. Den Zuschauern_innen stand die Möglichkeit offen, der Aufführung mit Übertiteln per Smartglasses beizuwohnen. Für die Nutzer_innen der Smartglasses erschienen die Übertitel virtuell im Raum: direkt im Bühnengeschehen schwebend.
Unsere Fragen waren: Wie gefallen den Nutzer_innen der Smartglasses die Übertitel? Tragen sie zum besseren Verständnis des Stückes bei?
Die Ergebnisse der Studie werden zeitnah publiziert.
Kooperationspartner: Panthea und TfN
"WOY": ein inklusiver Woyzeck kam 2019 ins Theaterhaus Hildesheim
Das Projekt Inklusives Theater ging 2019 in eine neue Runde. In Kooperation mit der Regisseurin Manuela Hörr wurde Georg Büchners "Woyzeck" für hörende, gehörlose und schwerhörige Menschen mit einem diversen Schauspielensemble auf die Bühne gebracht. Im Theaterhaus Hildesheim fand am 30. November 2019 die Premiere statt. Es kamen Lautsprache, Gebärdensprache und Übertitel auf der Bühne zum Einsatz. Weitere Aufführungen sind nach corona-bedingter Verschiebung geplant. Eine Handreiche für Theaterschaffende ist in Arbeit.
TV-Gehörlosenübertitel für Kindersendungen
Die Ergebnisse der abgeschlossenen Pilotstudie zur Gehörlosenuntertitelung von TV-Kindersendungen sind online gestellt. Die Hauptstudie wurde abgeschlossen. Am 8. Februar 2019 fand ein Runder Tisch mit allen Kooperationspartnern an der Universität Hildesheim statt. Hier geht es zu der EFRE-geförderten auf zwei Jahre angelegten empirischen Studie. Sie untersucht die derzeit gängige Untertitelungspraxis auf ihre Adäquatheit für die Zielgruppe gehörloser und schwerhöriger Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte, auf den Bedarf der Zielgruppe zugeschnittene Standards für die Untertitelung zu erarbeiten, die von den Kooperationspartnern NDR und KiKA und in der Folge von der gesamten ARD umgesetzt werden können. Entsprechende Handlungsempfehlungen liegen vor.
Projekt Inklusives Theater: weitere Vorstellungen von "Mädchen wie die" im März 2018
Tagung Henri Meschonnics Rhythmuskonzept in Übersetzung und Übersetzungsforschung
Vom 02.–04.10.2019 fand an der Universität Hildesheim die internationale Auftakt-Tagung zum Projekt Rhythmuskonzepte in der Translation und in der Translationswissenschaft statt.
Vom 10.-12. April 2019 trafen sich in Hildesheim internationale Wissenschaftler_innen aus Belgien, Deutschland, Estland und Österreich, um sich über die derzeit entstehende Übersetzung von Henri Meschonnics Monographie "Politique du Rhythme" auszutauschen.
Die Tagungsakten erscheinen im Herbst 2021.
„Sichtbarmachen“ – Inklusion im Museum.
Ein Projekt zur Erstellung von Audioguides für Sehende und Sehgeschädigte im RPM 2015 findet in Hildesheim das Jubiläum „1200 Jahre Hildesheim“ statt. Anlässlich dieses Jubiläums wird Ende März die Leitausstellung „Die Wurzeln der Rose“ im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim eröffnet. Im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit dem RPM und dem Radio Tonkuhle, in das Studierende des Studiengangs „Medientext und Medienübersetzung“ über zwei Lehrveranstaltungen eingebunden waren, wurden Texte entwickelt, die für Sehende, Sehgeschädigte und Blinde gleichermaßen die Spuren der Vergangenheit erlebbar machen.
Audioeinführung zum Spielfilm "A girl walks home alone at night"
Die Audioeinführung wurde von Studierenden des Masterstudiengangs MuM erstellt und vom NDR 2015 produziert. Die Einführung kann auf der folgenden Webseite angehört und nachgelesen werden.
Empirische Studie zur Audioeinführung zum Spielfilm "Die Wand" von Julian Pölsler (2012)
Die Audioeinführung wurde von Studierenden des Masterstudiengangs MuM erstellt und vom Bayrischen Rundfunk 2013 produziert, Sprecher: Bernd Benecke. Die knapp 10-minütige Einführung zum Film richtet sich in erster Linie (aber nicht nur) an Sehgeschädigte und kann hier angehört werden. Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Audioeinführung und Liveuntertitelung“ wurde mit Studierenden des Masterstudiengangs „Medientext und Medienübersetzung“ eine empirische Studie entwickelt und in Kooperation mit dem Landesbildungszentrum für Blinde Hannover durchgeführt. Die Zielgruppe der Audioeinführung wurde per barrierefreiem (Online)-Fragebogen um Feedback zu der online gestellten Audioeinführung (die sowohl gelesen als auch angehört werden kann) gebeten. Neben der Frage, als wie hilfreich und gelungen diese neue Textsorte angesehen wird, sollen insbesondere strittige Fragen geklärt werden, etwa ob eigens auf die Verknüpfung von Ton und Bild eingegangen werden soll oder ob die Nennung filmtechnischer Aspekte in der Audioeinführung als störend empfunden wird. Die Untersuchung trägt dazu bei, Richtlinien für die Erstellung von Audioeinführungen zu erarbeiten, die den Bedürfnissen und Wünschen von Blinden und Sehgeschädigten gerecht werden.
Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift trans-kom veröffentlicht.
Darüber hinaus wurde eine Audioeinführung zum Spielfilm "Das weiße Band" von Michael Haneke (2009) verfasst. Die Schriftfassung findet man hier.
Qualitätsstudie zur Liveuntertitelung des "Kanzlerduells" durch die ARD – Das Erste
Im Rahmen des vergangenen Wahlkampfes fand das sogenannte „Kanzlerduell“ statt, das von der ARD - Das Erste für Hörgeschädigte live untertitelt wurde. Was ändert sich, wenn man die Statements der Kanzlerkandidaten nur liest und nicht hört? Welche Abweichungen lassen sich in den Aussagen möglicherweise feststellen? Sind die Untertitel inhaltlich korrekt? Diesen und weiteren Fragen soll in einer Qualitätsstudie, die gemeinsam mit Studierenden des Masterstudiengangs MuM entwickelt wird, auf den Grund gegangen werden. Das Forschungsprojekt wird in Kooperation dem der ARD – Das Erste durchgeführt, die uns das Video- und Untertitelmaterial für diese Studie zur Verfügung stellt. Da es bislang nur sehr wenig Literatur und kaum Qualitätsstudien zur Liveuntertitelung gibt, bewegt sich auch diese Studie auf einem neuen Forschungsgebiet.
Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift trans-kom veröffentlicht.