Lektüreempfehlungen zur Sprachdidaktik

Einführungen

A. Deutschdidaktik (Sprach- und Literaturdidaktik)

Abraham, Ulf/Knopf, Julia (2016) (Hrsg.): Deutsch. Didaktik für die Grundschule (3. unveränderte Auflage). Berlin: Cornelsen.

Abraham, Ulf/Knopf, Julia (2016) (Hrsg.): Deutsch. Didaktik für die Grundschule (3. unveränderte Auflage). Berlin: Cornelsen.

Der Sammelband gliedert sich in sieben Kapitel mit den Schwerpunkten „Lesen und mit Literatur umgehen“, „Texte schreiben und überarbeiten“, „Rechtschreiben“, „Sprache untersuchen/Grammatikunterricht“, „Mündlicher Sprachgebrauch“, „Im Deutschunterricht Medien untersuchen und nutzen“ und „Einschätzen, Rückmelden und Bewerten – Zum Umgang mit Unterrichtsergebnissen“. Diese Themen werden in ihrer didaktischen Grundlage gut verständlich erläutert und darüber hinaus praxisnah und häufig anhand von Beispielen dargestellt. Damit eignet der Band sich gut, um erste Einblicke in verschiedene Bereiche der Deutschdidaktik zu bekommen, auf denen aufgebaut werden kann. Durch die Vielseitigkeit ist es jedoch ausschließlich als Grundlage geeignet und sollte je nach Bedarf durch tiefergreifende Literatur ergänzt werden.

Bredel, Ursula/Pieper, Irene (2015): Integrative Deutschdidaktik. Paderborn: Schoeningh.

Bredel, Ursula/Pieper, Irene (2015): Integrative Deutschdidaktik. Paderborn: Schoeningh.

Die Integrative Deutschdidaktik von Bredel/Pieper ist die Lektüregrundlage für die Vorlesung und für die Seminare im Basismodul III. Der Band umfasst 6 Großkapitel: Lernen im Prozess, Deutsch in der Schule, Mündlichkeit, Schriftlichkeit – Lesen, Schriftlichkeit – Schreiben, Sprach- und Literaturbetrachtung. In jedem Kapitel werden sprach- und literaturdidaktische Perspektiven entfaltet und aufeinander bezogen. Ziel der Darstellung ist es, Konzepte des sprachlichen und literarischen Lernens in der Schule zu konturieren und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten.

Die Einzeldarstellungen arbeiten überall dort, wo es möglich und sinnvoll ist, mit Beispielen (etwa Ausschnitte aus dem Deutschunterricht, Lehrwerksseiten, Texte bzw. Schreibproben von Schüler/innen), um die jeweils aufgerufenen Konzepte zu konkretisieren und ihre Relevanz für den Deutschunterricht aufzuzeigen. In eigenen Erklärsequenzen und Exkursen werden wichtige Begriffe der Sprach- bzw. Literaturdidaktik definiert und in Bezug auf ihre systematische und ihre historische Bedeutung perspektiviert.

An jedes Kapitel schließt sich ein Übungsteil an. Lösungshinweise finden sich im Anhang. Ebenfalls im Anhang befindet sich eine ausführliche Literaturliste sowie ein Register, das eine textinterne Orientierung erlaubt.

Hochstadt, Christiane/Krafft, Andreas/Olsen, Ralph (2015): Deutschdidaktik. Konzeptionen für die Praxis. 2., überarb. u. erw. Aufl. Tübingen: Francke.

Hochstadt, Christiane/Krafft, Andreas/Olsen, Ralph (2015): Deutschdidaktik. Konzeptionen für die Praxis. 2., überarb. u. erw. Aufl. Tübingen: Francke.

Die zweite, überarbeitete und erweiterte Auflage gliedert sich in fünf Großkapitel. Die Kapitelstruktur ist an die Kompetenzbereiche der Bildungsstandards angelehnt. Dabei sind die Kapitel nicht streng nach Sprach- und Literaturdidaktik getrennt, sondern enthalten jeweils Ausführungen zu beiden didaktischen Teilbereichen. Bei dieser Einführung handelt es sich nicht um eine Einführung im klassischen Sinne, sondern sie fokussiert auf deutschdidaktische Konzeptionen und blendet bewusst andere Bereiche der Deutschdidaktik (Einführung in die Disziplin und ihre Grundlagen, Lern- und Erwerbsprozesse, Methoden etc.) aus. Zudem zeichnet sie sich durch eine starke Praxisorientierung aus. Daher kann diese Einführung in die Konzeptionen der Deutschdidaktik die Lektüre anderer Einführungsbücher zu Grundlagen und Methoden der Sprach- und Literaturdidaktik nicht ersetzen. Aufgrund der speziellen Ausrichtung ist sie als Begleitlektüre zur Vorlesung und zum Seminar im Modul „Einführung in die Deutschdidaktik“ nicht geeignet, kann jedoch als vertiefende Lektüre zu einzelnen Themenbereichen herangezogen werden. Die einzelnen Kapitel sind nach einem festen Muster aufgebaut: Nach einer kurzen Einführung in den Kompetenzbereich erfolgt die Darstellung und anschließende Problematisierung der einzelnen Konzeptionen. Zudem enthalten die Kapitel vielfältige Übungsaufgaben und Literaturempfehlungen zur Vertiefung. Auf der Internetseite der UTB Verlagsgemeinschaft stehen darüber hinaus zusätzliche Materialien zum Download bereit.

Köhnen, Ralph (2011) (Hrsg.): Einführung in die Deutschdidaktik. Stuttgart/Weimar: Metzler.

Köhnen, Ralph (2011) (Hrsg.): Einführung in die Deutschdidaktik. Stuttgart/Weimar: Metzler.

Die Einführung stellt in fünf Kapiteln die Grundlagen und Methoden der Sprach-, Literatur- und Mediendidaktik dar. Besonders hervorzuheben ist das umfangreiche Kapitel zur Entwicklungspsychologie im Kindes- und Jugendalter, welches den methodisch-didaktischen Ausführungen vorangestellt ist und einen guten Überblick über Lernprozesse und Entwicklungsphasen bietet. Das zweite Kapitel thematisiert deutschdidaktische Grundlagen für den Unterricht in der Grundschule. Angelehnt an die Kompetenzbereiche, die in den Bildungsstandards ausgewiesen werden, enthält es sowohl sprach- als auch literaturdidaktische Ansätze. Es zeichnet sich durch seinen speziellen Zuschnitt auf die Schulform Grundschule aus und bietet einen didaktischen Gesamtüberblick. Das dritte Kapitel widmet sich der Sprachdidaktik als eigenständige Disziplin und umfasst die folgenden Bereiche: mündliche Kommunikation, schriftliche Kommunikation, Lesen und Sprachreflexion. Das umfangreiche Kapitel stellt Grundbegriffe sowie zentrale Methoden vor und bietet zudem zahlreiche Beispiele aus der Unterrichtspraxis. Es eignet sich gut als begleitende Lektüre zur Vorlesung und zum Seminar im Modul „Einführung in die Deutschdidaktik“. Neben der Literaturdidaktik wird auch der Mediendidaktik ein eigenständiges Kapitel gewidmet. Aufgrund großer struktureller Unterschiede zur Vorlesung ist das Kapitel zur Literaturdidaktik als begleitende Lektüre nicht geeignet, es bietet sich jedoch als vertiefende Lektüre zur Gattungsdidaktik an. Übungsaufgaben zu den einzelnen Kapiteln sind im Buch selbst nicht enthalten, allerdings werden auf der Internetseite des Springer Verlags ergänzende Zusatzmaterialien zum Download angeboten.

Lange, Günter/Weinhold, Swantje (2012) (Hrsg.): Grundlagen der Deutschdidaktik: Sprachdidaktik – Mediendidaktik – Literaturdidaktik (5. unveränderte Auflage). Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.

Lange, Günter/Weinhold, Swantje (2012) (Hrsg.): Grundlagen der Deutschdidaktik: Sprachdidaktik – Mediendidaktik – Literaturdidaktik (5. unveränderte Auflage). Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.

Der Sammelband gliedert sich – wie aus dem Titel zu entnehmen – in die drei Abschnitte „Sprachdidaktik“, „Mediendidaktik“ und „Literaturdidaktik“. In ersterem sind Artikel zum Schriftspracherwerb und Aufsatzunterricht – Texte schreiben, zur mündlichen Kommunikation, zum Grammatikunterricht und Rechtschreiben, zu Deutsch als Zweitsprache und zum Sprachbuch zu finden. Zwar wird weitestgehend versucht, sowohl die Primarstufe als auch die Sekundarstufe I aufzuarbeiten, jedoch ist – der Thematik geschuldet – ein Schwerpunkt auf die Primarstufe erkennbar. Von dieser werden die zentralen Themen grundlegend aufgearbeitet. Etwas knapp geraten ist leider der Abschnitt der Mediendidaktik. Hier ist lediglich ein Aufsatz zu neuen Medien im Deutschunterricht zu finden. Dieser gibt zwar einen kleinen Einblick in die Thematik, wird dieser aber – insbesondere im Hinblick auf ihre Aktualität – nicht gerecht. Es folgt der dritte Abschnitt, welcher sich der Literaturdidaktik widmet. Es werden die Themen Lesesozialisation, Kinder- und Jugendliteratur, epische und lyrische Texte und deren Didaktik, Konzepte der Dramendidaktik, Gebrauchstexte und deren Didaktik und das Lesebuch behandelt. Damit bietet auch dieser Abschnitt einen guten Überblick über die Schwerpunkte der Literaturdidaktik, welcher nun einen Schwerpunkt auf die Sekundarstufe I legt. Insgesamt bietet das Handbuch einen guten ersten Einblick in die Themen der Deutschdidaktik. Sehr hilfreich sind fettgedruckte Texte im Literaturverzeichnis, welche eine vertiefende Beschäftigung auf einfache Art ermöglichen.

B. Sprachdidaktik

Budde, Monika/Riegler, Susanne/Wiprächtiger-Geppert, Maja (2012). Sprachdidaktik (2., aktualisierte Auflage). Berlin: Akademie Verl.

Budde, Monika/Riegler, Susanne/Wiprächtiger-Geppert, Maja (2012). Sprachdidaktik (2., aktualisierte Auflage). Berlin: Akademie Verl.

Die zweite, aktualisierte Auflage aus 2012 umfasst drei Themenblöcke: Einen ersten Teil einführenden Charakters, der den Gegenstand der Sprachdidaktik umreißt (Kapitel 1-3), einen zweiten Teil, der sich an den durch das Kerncurriculum vorgegebenen Kompetenzen orientiert (Kapitel 4-9) sowie einen dritten Teil zur Konzeption und Planung von Unterricht sprachdidaktischen Inhalts (Kapitel 10-14). Mit Kapitel 15 bieten die AutorInnen ein „Servicekapitel“, in dem weiterführende Lektürehinweise und bibliografische Hilfsmittel angeführt werden.

Alle Kapitel enthalten fünf Fragen und Anregungen zur eigenständigen Auseinandersetzung mit den wichtigsten im Kapitel dargelegten Konzepten, knapp kommentierte Lektüreempfehlungen sowie fettgedruckte Schlagwörter am Rand des Textes zur schnellen Orientierung des Lesenden.

Es ist kein Vorwissen erforderlich, um mit dieser Einführung in die Sprachdidaktik arbeiten zu können. Jedoch bleibt die Auseinandersetzung mit den zentralen (Denk-)Modellen der Sprachdidaktik an vielen Stellen zu oberflächlich, um einen tatsächlichen Erkenntnisgewinn erzielen zu können. Zu selten werden Beispiele aus Lern-Lehr-Prozessen konsequent analysiert und die Genese der Modelle aus wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive bleiben weitgehend unbeachtet. Somit ergibt sich eine eher glossarartige Struktur als eine argumentativ-kritische Darlegungen der Sprachdidaktik als Wissenschaftsdisziplin.

Für die Studierenden an der SUH ist das Werk somit nur eingeschränkt zu empfehlen und bedarf einer sorgfältigen Vertiefung innerhalb eines Seminar- oder Vorlesungskontextes.

Haueis, Eduard (2007): Unterricht in der Landessprache. Beiträge zur Orientierung des didaktischen Denkens. Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.

Haueis, Eduard (2007): Unterricht in der Landessprache. Beiträge zur Orientierung des didaktischen Denkens. Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.

Das Buch versammelt fünf Beiträge, die zwar in Zusammenhang stehen, jedoch auch unabhängig voneinander gelesen werden können. Im ersten Beitrag geht Haueis der Frage nach, welche Varietät vor dem Hintergrund einer heterogenen Schülerschaft Gegenstand und Ziel elementarer sprachlicher Bildung sein sollte. Die beiden folgenden Kapitel fokussieren den Schriftspracherwerb und setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass es jeweils um jene besonderen Anforderungen beim Erlernen einer Alphabetschrift geht, die über ein naives Verständnis der Schrift als Abbild der gesprochenen Sprache hinausgehen. Im vierten Teil diskutiert Haueis den Grammatikunterricht und geht dabei besonders auf die Frage der für den Grundschulunterricht relevanten Wissensbestände und für das erfolgreiche sprachliche Lernen relevanten Wissensformen ein. Der letzte Beitrag schließlich widmet sich dem Literalitätserwerb im Sinne eines übers Einzelwort hinausgehenden Akt der Bedeutungskonstruktion und den damit verbundenen Anforderungen.

Obwohl es sich zweifellos um ein Grundlagenwerk der Sprachdidaktik handelt, hat das Buch keinen einführenden Charakter. Grundlegend ist es insofern, als dass es didaktisches Denken orientieren will, indem es über „Voraussetzungen Bedingungen und Folgen“ der Ausrichtung des landessprachlichen Unterrichts informiert. Um dies zu leisten, nimmt Haueis einerseits eine Reihe von Begriffen, Konzepten und Diskurssträngen auf; andererseits formuliert er seine Kritik und seine Konzepte vor dem Hintergrund einer tradierten schulischen Praxis. Ohne deren wenigstens rudimentäre Kenntnis kann sich die Lektüre des Buches schwierig gestalten. Es richtet sich demnach vorwiegend an Studierende in höheren Semestern sowie Lehrende an Schulen und Hochschulen. Dennoch ist seine Lektüre allen, die an Grundfragen des sprachlichen Lernens im Unterrichtskontext interessiert sind, zu empfehlen.

Neuland, Eva/Peschel, Corinna (2013): Einführung in die Sprachdidaktik. Stuttgart: Metzler.

Neuland, Eva/Peschel, Corinna (2013): Einführung in die Sprachdidaktik. Stuttgart: Metzler.

Die Einführung ist in drei große Kapitel unterteilt, die entweder hintereinander oder einzeln gelesen und bearbeitet werden können. Im einführenden Kapitel I wird zum einen die Entwicklungsgeschichte der Sprachdidaktik im Rahmen der Deutschdidaktik von der Nachkriegszeit bis zur Jahrtausendwende nachgezeichnet. Zum anderen werden aktuelle Konturen der Sprachdidaktik aufgezeigt. Es folgt das zentrale Kapitel II zur den Arbeitsfeldern und Lernbereichen des Deutschunterrichts. Diese werden in vier Unterkapiteln (mündlicher Sprachgebrauch, schriftlicher Sprachgebrauch, Reflexion über Sprache, Textrezeption) präsentiert. Eine Besonderheit der Publikation stellt das letzte Kapitel III dar. Hier werden in fünf Unterkapiteln folgende ausgewählte Schwerpunkte behandelt: 1. Norm und Wandel, 2. Variationen im heutigen Deutsch, 3. Mehrsprachigkeit in der Schule, 4. Kommunikation im Unterricht, 5. Neue Medien. Die Einführung beinhaltet keine Übungen. Die einzelnen Teilkapitel der Publikation enden jeweils mit umfangreichen Lektüreempfehlungen. Zudem findet sich abschließend ein Anhang, welcher eine thematisch gegliederte Übersicht über ausgewählte Grundlagenwerke und Zeitschriften, ein Bildquellenverzeichnis und ein Sachregister beinhaltet. Der Einführungsband setzt grundlegende sprachwissenschaftliche Kenntnisse voraus. Er richtet sich vor allem an Studierende auf Master-Niveau und gegebenenfalls an fortgeschrittene B.A.-Studierende. Als Begleitlektüre zur Lehrveranstaltung „Einführung in die Deutschdidaktik“ im Basismodul ist er für Studierende der SUH somit weniger geeignet.

Ossner, Jakob (2008): Sprachdidaktik Deutsch. Paderborn: UTB.

Ossner, Jakob (2008): Sprachdidaktik Deutsch. Paderborn: UTB.

Der Einführungsband in die Sprachdidaktik Deutsch von Ossner widmet sich in acht Kapiteln den wichtigsten Bereichen der Sprachdidaktik und stellt dabei deutschdidaktisches Wissen bereit, das für den Aufbau von fachlicher, personaler und von Evaluations- sowie Entwicklungskompetenz erforderlich ist.

Nach einer ausführlichen Einleitung, in der in die Bereiche Können und Wissen, Kompetenzen, Didaktik und Methodik sowie in verschiedene Wissensarten eingeführt wird, folgt eine Darstellung der Struktur des Faches Deutsch in Kapitel 2. Hierbei wird nach einer Vorstellung der Arbeitsbereiche des Fachs ein analytisches Kompetenzmodell für die Deutschdidaktik vorgestellt. Den Abschluss des Kapitels bildet ein kurzer Einblick in den integrativen Deutschunterricht, in dem die Handlungsfelder des Sprach- und Literaturunterrichts (und darin aufgehend der Sprach- und Literaturdidaktik) gemeinsam betrachtet werden. Kapitel 3 geht auf Mehrsprachigkeit und Sprachbewusstheit ein und beinhaltet auch einen kurzen Abriss zu Diagnose und Förderung im Kontext der Zweisprachigkeit. Kapitel 4 und 5 behandeln die Thematik der Mündlichkeit und der Schriftlichkeit, wobei letztere in Texte schreiben, Motorisches Schreiben und Rechtschreiben unterteilt wird. Kapitel 6 behandelt unter dem Titel Sprache thematisieren wichtige fachliche Inhalte, didaktisch-methodische Kompetenz und Diagnose, Beurteilungs- und Förderkompetenz. In Kapitel 7 wird die Arbeit mit einem Schulbuch exemplarisch für integrierten Deutschunterricht dargestellt. Kapitel 8 listet wichtige Literatur für das Lehramt Deutsch auf. Ossner arbeitet im gesamten Buch an vielen Stellen mit Beispielen zur Veranschaulichung des jeweils beschriebenen Inhalts. Den Abschluss jedes Kapitels bilden eine Zusammenfassung der wichtigsten Kapitelinhalte sowie Aufgaben für den/die Leser/in zur Überprüfung des eigenen Lernfortschritts. Lösungen zu den Aufgaben sind am Ende des Buches angehängt.

Steinig, Wolfgang/Huneke Hans-Werner (2015): Sprachdidaktik Deutsch. Eine Einführung. 5., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Berlin: ESV.

Steinig, Wolfgang/Huneke Hans-Werner (2015): Sprachdidaktik Deutsch. Eine Einführung. 5., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Berlin: ESV.

Die 5., aktualisierte Auflage ist in 10 Großkapitel gegliedert. Kapitel 1 und 2 widmen sich konzeptionellen und historischen Fragestellungen, die Kapitel 3 bis 8 beziehen sich auf die sprachbezogenen Lernbereiche des Deutschunterrichts (Miteinander sprechen, Schriftsprache erwerben, Schreiben, Rechtschreiben, Sprachreflexion, Lesen). Ein eigenes Kapitel (Kap. 9) ist der Mehrsprachigkeit gewidmet. Kapitel 10 befasst sich mit den konkreten Herausforderungen bei der Planung und Durchführung des Deutschunterrichts. Jedes Kapitel endet mit einer knappen Zusammenfassung und Empfehlungen für die weitere Lektüre. Übungsaufgaben gibt es nicht.
Die vorliegende Einführung eignet sich vor allem für Leser/innen, die die Entwicklung der Sprachdidaktik hin zu einer wissenschaftlichen Disziplin nachvollziehen wollen, die auch kultur- und bildungspolitisch perspektiviert wird.

Besonders hervorzuheben ist der ausführliche Anhang, der neben der obligatorischen Literaturliste auch eine Auswahl von Arbeitsmitteln zum Sprachunterricht, ein Glossar und ein Sachregister enthält.

Gegenüber den ersten Auflagen weist die Auflage von 2015 erhebliche Erweiterungen und Differenzierungen sowie zahlreiche Verbesserungen auf. Die Lektüre älterer Auflagen ist deshalb nicht zu empfehlen.

C. Deutsch als Zweitsprache/Mehrsprachigkeit

  • Geist, Barbara/Krafft, Andreas (2017): Deutsch als Zweitsprache. Sprachdidaktik für mehrsprachige Klassen. Tübingen: Narr.
  • Harr, Anne-Katharina/Liedke, Martina/Riehl, Claudia Maria (2018): Deutsch als Zweitsprache. Migration – Spracherwerb – Unterricht. Stuttgart: Metzler.
  • Jeuk, Stefan (2013): Deutsch als Zweitsprache in der Schule. Grundlagen – Diagnose – Förderung. 2., aktualisierte Auflage. Stuttgart: Kohlhammer.
  • Rösch, Heidi (2011): Deutsch als Zweit- und Fremdsprache. Berlin: Akademie Verl.

Klassiker:

  • Helmers, Hermann (1966): Didaktik der deutschen Sprache: Einführung in die Theorie der muttersprachlichen und literarischen Bildung. Stuttgart: Klett.

Handbücher, Überblicksdarstellungen, Lexika

  • Barkowski, Hans/Krumm, Hans-Jürgen (Hrsg.) (2010): Fachlexikon Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. 1. Aufl. Tübingen: Francke.
  • Bredel, Ursula/Günther, Hartmut/Klotz, Peter/Ossner, Jakob/Siebert-Ott, Gesa (Hrsg.) (2006): Didaktik der deutschen Sprache 1/2: Ein Handbuch: 2 Bände. 2. korr. Aufl. Paderborn u.a.: Schöningh.
  • Frederking, Volker/Huneke, Hans-Werner (2010-): Taschenbuch des Deutschunterrichts. [Neuausg., versch. Aufl.]. Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.
  • Kilian, Jörg/Brouër, Birgit/Lüttenberg, Dina (2016): Handbuch Sprache in der Bildung. Berlin et al.: De Gruyter.
  • Kliewer, Heinz-Jürgen/Pohl, Inge (Hrsg.) (2006-): Lexikon Deutschdidaktik. Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.
  • Krumm, Hans-Jürgen/Fandrich, Christian/Hufeisen, Britta/Riemer, Claudia (2010): Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Ein internationales Handbuch. Berlin et al.: De Gruyter.
  • Ulrich, Winfried (Hrsg.): Deutschunterricht in Theorie und Praxis (DTP); Handbuch zur Didaktik der deutschen Sprache und Literatur in elf Bänden. Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.

Sprechen und Zuhören

  • Becker-Mrotzek, Michael/Vogt, Rüdiger (2009): Unterrichtskommunikation. Linguistische Analysemethoden und Forschungsergebnisse. 2., bearb. und aktualisierte Aufl. Berlin: De Gruyter.
  • Honnef-Becker, Irmgard/Kühn, Peter (2019): Sprechen und Zuhören im Deutschunterricht. Bildungsstandards – Didaktik – Unterrichtsbeispiele. Tübingen: Narr.
  • Huneke, Hans-Werner/Frederking, Volker/Krommer, Axel/Meier, Christel Erika (Hrsg.): Sprach- und Mediendidaktik. [Neuausg.], 2., neu bearb. und erw. Aufl. Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren (Taschenbuch des Deutschunterrichts, / Volker Frederking/ Hans-Werner Huneke/Axel Krommer/Christel Meier (Hrsg.) ; Bd. 1) (darin vor allem die Beiträge von Auer/Spiekermann, Kotthoff, Steinig und Vogt).

Klassiker:

  • Drach, Erich (1922): Sprecherziehung: die Pflege des gesprochenen Wortes in der Schule. Frankfurt a.M.: Diesterweg.

Schreiben: Texte schreiben

  • Becker-Mrotzek, Michael/Grabowski, Joachim/Steinhoff, Torsten (Hrsg.) (2017): Forschungshandbuch empirische Schreibdidaktik. Münster, New York: Waxmann.
  • Böttcher, Ingrid/Becker-Mrotzek, Michael (2012): Texte bearbeiten, bewerten und benoten. 4., überarb. Neuaufl. Berlin: Cornelsen.
  • Fix, Martin (2008): Texte schreiben. Schreibprozesse im Deutschunterricht. 2. Aufl. Paderborn: Schöningh.

Klassiker:

  • Hayes, John/Flower, Linda (1980): Identifying the organization of writing processes. In: Lee W. Gregg und Erwin Ray Steinberg (Hrsg.): Cognitive processes in writing. Hillsdale, NJ: Erlbaum, S. 3–30.
  • Ludwig, Otto (1988): Der Schulaufsatz. Seine Geschichte in Deutschland. Berlin: De Gruyter.
  • Scardamalia, Marlene/Bereiter, Carl (1987): Knowledge telling and knowledge transforming in written composition. In: Rosenberg Sheldon (Hrsg.): Disorders of first-language development. New York: Cambridge University Press, S. 142-175.
    → Leicht gekürzte Übersetzung in: Stephanie Dreyfürst/Nadja Sennewald (Hrsg.) (2014): Schreiben. Grundlagentexte zur Theorie, Didaktik und Beratung. Opladen: Budrich, S. 87–93.

Schreiben: Richtig schreiben (Orthographiedidaktik)

  • Huneke, Hans-Werner (Hrsg.) (2005): Geschriebene Sprache. Strukturen, Erwerb, didaktische Modellbildungen. Heidelberg: Mattes
  • Müller, Astrid (2017): Rechtschreiben lernen. Die Schriftstruktur entdecken: Grundlagen und Übungsvorschläge. 2., überarbeitete Auflage. Seelze: Klett Kallmeyer.
  • Ossner, Jakob (2010): Orthographie. System und Didaktik. Paderborn: Schöningh.

Klassiker:

  • Riehme, Joachim (1974): Probleme und Methoden des Rechtschreibunterrichts. Unter Mitarbeit von Marianne Heidrich und Gerhard Dathe. Berlin: Volk und Wissen.

Sprache und Sprachgebrauch untersuchen

  • Bredel, Ursula (2013): Sprachbetrachtung und Grammatikunterricht. 2., durchgesehene Auflage. Paderborn u.a.: Schöningh.
  • Granzow-Emden, Matthias (2013): Deutsche Grammatik verstehen und unterrichten. Tübingen: Narr.
  • Peyer, Ann (2011): Sätze untersuchen. Lernorientierte Sprachreflexion und grammatisches Wissen. Seelze: Kallmeyer.

Klassiker:

  • Boettcher, Wolfgang/Sitta, Horst (1981): Der andere Grammatikunterricht. 2. korr. Aufl. München: Urban & Schwarzenberg.
  • Eisenberg, Peter/Menzel, Wolfgang (1995): Grammatik-Werkstatt. In: Praxis Deutsch, S. 14-26.
  • Glinz, Hans (1952): Die innere Form des Deutschen. Eine neue deutsche Grammatik. Bern: Francke.
  • Köller, Wilhelm (1997): Funktionaler Grammatikunterricht. Tempus, Genus, Modus: Wozu wurde das erfunden? Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.

Lesen

  • Christmann, Ursula/Groeben, Norbert (1999). Psychologie des Lesens. In: B. Franzmann, K. Hasemann, D. Löffler & E. Schön (Hrsg.), Handbuch Lesen. München: Saur, S. 145-223.
  • Noack, Christina (2010). Orthographie als Leserinstruktion. Die Leistung schriftsprachlicher Strukturen für den Dekodierprozess. In: U. Bredel, G. Hinney & Müller, A. (Hrsg.), Schriftsystem und Schrifterwerb: linguistisch – didaktisch – empirisch. Tübingen: Niemeyer, S. 151-170.
  • Rautenberg, Iris/Reißig, Tilo (Hrsg.) (2015): Lesen und Lesedidaktik aus linguistischer Perspektive. Frankfurt a.M. u.a.: Peter Lang.
  • Brücke zur Literaturdidaktik: Rosebrock, Cornelia/Nix, Daniel (2017): Grundlagen der Lesedidaktik und der systematischen schulischen Leseförderung. 8., korrigierte Auflage. Baltmannsweiler: Schneider.

Klassiker:

  • Ickelsamer, Valentin (1527): Die rechte Weis auf kürzest Lesen zu lernen. Erfurt

Zeitschriften

Unter den folgenden Zeitschriften befinden sich solche, die eher forschungsorientierte und solche, die eher anwendungsorientierte Beiträge publizieren.

  • DaZ Grundschule: Deutsch als Zweitsprache: Ideen und Materialien. München: Cornelsen.
  • DaZ Sekundarstufe: Deutsch als Zweitsprache: Konzepte und Materialien. München: Cornelsen.
  • Der Deutschunterricht: Beiträge zu seiner Praxis und wissenschaftlichen Grundlegung. Seelze: Friedrich.
  • Didaktik Deutsch: Halbjahresschrift für die Didaktik der deutschen Sprache und Literatur. Baltmannsweiler: Schneider.
  • Deutsch differenziert: Zeitschrift für die Grundschule. Braunschweig: Westermann.
  • Deutsch: Unterrichtspraxis für die Klassen 5 bis 10. Seelze: Friedrich.
  • Deutschunterricht: Zeitschrift für den Deutschunterricht in Sek. I und Sek. II. Braunschweig: Westermann.
  • Grundschule Deutsch. Seelze: Friedrich.
  • Fremdsprachen lehren und lernen (FLuL): Zur Theorie und Praxis des Sprachenunterrichts an Hochschulen. Tübingen: Narr.
  • Praxis Deutsch: Zeitschrift für den Deutschunterricht. Seelze: Friedrich
  • Praxis Fremdsprachenunterricht: Die Zeitschrift für das Lehren und Lernen fremder Sprachen. München: Cornelsen.

Weitere Zeitschriften zur Sprachdidaktik und zum Zweitspracherwerb finden Sie über den Bibliothekskatalog.

Hinweise auf Forschungsmethoden in Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik

Die folgende Auswahl ist äußerst selektiv und spiegelt natürlich nicht sämtliche Methoden der Forschungsgebiete wider.

  • Albert, Ruth/Marx, Nicole (2016): Empirisches Arbeiten in Linguistik und Sprachlehrforschung: Anleitung zu quantitativen Studien von der Planungsphase bis zum Forschungsbericht. 3. Aufl. Tübingen: Narr Francke Attempto.
  • Boelmann, Jan (Hrsg.) (2019): Empirische Forschung in der Deutschdidaktik. Band 1: Grundlagen. Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren.
  • Boelmann, Jan (Hrsg.) (2018): Empirische Forschung in der Deutschdidaktik. Band 2: Erhebungs- und Auswertungsverfahren. Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren.
  • Boelmann, Jan (Hrsg.) (2018): Empirische Forschung in der Deutschdidaktik. Band 3: Forschungsfelder der Deutschdidaktik. Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren.
  • Gries, Stefan Thomas (2008): Statistik für Sprachwissenschaftler. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
  • Lemnitzer, Lothar/Zinsmeister, Heike (2006): Korpuslinguistik. Eine Einführung. Tübingen: Narr.
  • Settinieri, Julia/Demirkaya, Sevilen/Feldmeier, Alexis/Gültekin-Karakoç, Nazan/Riemer, Claudia (Hrsg.) (2014): Empirische Forschungsmethoden für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Eine Einführung. Paderborn: Schöningh.

Transkriptionsverfahren

  • Ehlich, Konrad/Rehbein, Jochen (1976) Halbinterpretative Arbeitstranskriptionen (HIAT). In: Linguistische Berichte 45, 21-41.
  • Ehlich, Konrad/Rehbein, Jochen (1979) Erweiterte halbinterpretative Arbeitstranskriptionen (HIAT2); Intonation. In: Linguistische Berichte 59, 51-75.
  • EXMARaLDA: https://exmaralda.org/de/ [abgerufen am 27.11.2019].
  • Schmidt, Thomas/Schütte, Wilfried/Winterscheid, Jenny (2015): cGAT. Konventionen für das computergestützte Transkribieren in Anlehnung an das Gesprächsanalytische Transkriptionssystem 2 (GAT2). Unter: https://ids-pub.bsz-bw.de/frontdoor/index/index/docId/4616 [abgerufen am 27.11.2019].
  • Selting et al. (2009): Gesprächsanalytisches Transkriptionssystem 2 (GAT 2). In: Online-Zeitschrift zur verbalen Interaktion 10, 353-402, Unter: http://www.gespraechsforschung-ozs.de/heft2009/px-gat2.pdf [abgerufen am 27.11.2019].

Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten

Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten erhalten Sie beim Lese- und Schreibzentrum der Universität Hildesheim.