Lektüreempfehlungen zur Literaturwissenschaft

Einführung

Ein wesentliches Ziel des Literaturstudiums im Rahmen Ihres Lehramtsstudiums Deutsch ist es, dass Sie selbst den sicheren Umgang mit Texten der Vergangenheit und der Gegenwart lernen. Die Literaturwissenschaft hat eine Reihe von Verfahrensweisen und Hilfsmitteln entwickelt, die es Ihnen ermöglichen, Schwierigkeiten bei der Textlektüre zu überwinden und sich in mündlicher oder schriftlicher Form für andere verständlich über literarische Texte zu äußern. Damit legen Sie eine wesentliche Grundlage für Ihre Ausbildung als Deutschlehrerin oder Deutschlehrer: Wenn Sie für sich selbst geklärt haben, welche Lektüre für Sie schwierig oder reizvoll ist, werden Sie viel leichter diese Überlegungen auch für andere, insbesondere für Schülerinnen und Schüler, anstellen können.

Die folgenden Lektürevorschläge haben wir zusammengestellt, um Sie zum eigenständigen Lesen literarischer Texte zu motivieren und anzuleiten. Mit Hilfe dieser Empfehlungen können und sollten Sie sich während Ihres Studiums einen Überblick über die Geschichte der deutschen Literatur im internationalen Kontext erwerben und diesen durch breit gestreute Kenntnisse der literarischen Texte vertiefen. Ferner ist es wichtig, dass Sie eine gewisse Sicherheit im Umgang mit den für Literatur wichtigen Medien (Zeitung, Rundfunk, Fernsehen, Internet) und mit benachbarten Künsten sowie mit der heutigen Populärkultur (bildende Kunst, Comics, populäre Musik, Film) gewinnen. Durch regelmäßige Teilnahme am kulturellen Leben, also durch den Besuch von Theater- und Musikaufführungen, Lesungen, literarischen Gesprächen und Ausstellungen, bereichern Sie nicht nur Ihre eigene Freizeit, sondern bereiten sich zugleich auf die vielfältigen Anforderungen Ihres künftigen Berufs vor.

Im Rahmen des Studiums des Faches Deutsch für alle Lehrämter ist es daher dringend zu empfehlen, dass Sie sich neben der aktiven Teilnahme an den in den Studien- und Prüfungsordnungen vorgeschriebenen Veranstaltungen ein literarisches Grundwissen erwerben und es kontinuierlich ausbauen. Den Stand Ihres literarischen Wissens sollten Sie in Ihrer individuellen Leseliste festhalten, zu der wir Ihnen gleich noch einige Hinweise geben werden.

Kanon? Ja, aber ...

In früheren Jahrhunderten und noch bis in die 1960er-Jahre hinein war die Vorstellung weit verbreitet, es gebe einen für alle Gebildeten und für alle diejenigen, die es werden wollen, verbindlichen Kanon derjenigen Texte, die man gelesen haben muss. Durch die immense Ausweitung des Gedruckten (also desjenigen, was man lesen könnte, wenn man die Zeit dazu hätte) und durch die Infragestellung althergebrachter Maßstäbe von Wissen und Bildung hält man einen solchen allgemein gültigen Kanon, der auch früher schon problematisch war, da er oft unliebsame, für schwierig oder störend gehaltene Texte oder Autorinnen und Autoren ausschloss, heute meist nicht mehr für möglich und sinnvoll. Trotzdem wird immer wieder, etwa in Umfragen von Zeitungen und Zeitschriften oder in Büchern mit Untertiteln wie „Alles, was man wissen bzw. lesen muss“, der Versuch gemacht, einen Kanon wiederherzustellen. Allgemein verbindlich wird er heute nicht mehr sein können.

Dennoch kann man nicht ganz auf die Vorstellung eines Kanons verzichten, wenn man ihn so versteht, dass es darum geht, für einen bestimmten Bereich der Gesellschaft eine Schnittmenge desjenigen Wissens abzustecken, über das alle diejenigen in etwa verfügen sollten, die sich in diesem Bereich der Gesellschaft erfolgreich kommunizierend und handelnd bewegen wollen. Dass für den Deutschunterricht und das Studium, das auf ihn vorbereitet, die deutschsprachige Literatur in ihren wichtigsten Werken und ihren internationalen Bezügen einen der Kernbereiche dieses Wissens darstellt, dürfte nach wie vor unbezweifelbar sein. Aber welches sind diese wichtigsten Werke? Diese Frage wird man heute nur durch Beispiele, die Vorschlagscharakter haben, beantworten können.

Als solche Vorschläge und Orientierungshilfen sind die folgenden Listen zu verstehen. Soweit konkrete Titel genannt werden, kann jeder Einzelne von ihnen auch durch einen anderen genannten oder nicht genannten gleichwertigen ersetzt werden. Denn zu Recht hat ein wichtiger Literaturwissenschaftler der Gegenwart festgehalten: „Es gibt keinen (keinen!) noch so berühmten Text der deutschen oder der Weltliteratur, zu dem es nicht wenigstens einen Literaturprofessor gibt, der ihn nie selbst gelesen und es dennoch zum professionellen Experten gebracht hat – da kann doch offenbar auch kein einzelnes Werk für einen einzelnen Studierenden unverzichtbar sein.“ (Harald Fricke)

Individuelle Leseliste – Was ist das?

Wichtig ist es, sich selbst immer wieder Klarheit über den Stand des eigenen literarischen Wissens zu verschaffen. Dazu sollten Sie sich zu Beginn Ihres Studiums – angeregt und angeleitet durch das Seminar „Einführung in die Literaturwissenschaft“ – selbst vergewissern, was Sie in der Schule, in der Freizeit und ggf. in der Zeit nach der Schule an literarischen Texten gelesen haben, wo Ihre Vorlieben und wo Ihre Lücken liegen.

Aus dieser Selbstorientierung sollte im Verlauf des Grundstudiums eine individuelle Leseliste hervorgehen, in der Sie – nach deutsch- und fremdsprachiger Literatur, nach Jahrhunderten und nach Gattungen gegliedert – zusammenstellen, was Sie bereits an literarischen Texten gelesen haben, und daraus ein Programm entwickeln, was Sie im weiteren Verlauf Ihres Studiums noch lesen sollten und möchten. Die Lehrenden des Faches Deutsch, insbesondere des Bereichs Literatur, stehen Ihnen dabei in ihren Sprechstunden gern zur Beratung zur Verfügung.

Ihre Leseliste sollten Sie während Ihres Studiums kontinuierlich weiterführen. Bei Studienabschluss sollte sie

– im Bachelor mindestens 60 Titel und

– im Master mindestens 80 Titel

umfassen. Wir empfehlen Ihnen eine breit angelegte Lektüre literarischer Texte.

Bei einigen genannten umfangreichen Titeln (z. B. Bibel, Sammlungen von Erzähltexten wie das „Decamerone“, längere Gedichtsammlungen) ist auch die Lektüre von Teilen der Bücher oder längeren Textauszügen möglich und sinnvoll; das ist nicht im Einzelnen vermerkt. Selbstverständlich sollten in sich zusammenhängende Texte wie Romane und Dramen auch vollständig gelesen werden..

Was soll ich mit den Lektüreempfehlungen anfangen?

Die folgenden Listen sollen Ihnen eine Orientierung geben, in welcher Breite Sie literarische Texte bis zu Ihrem Studienabschluss gelesen haben sollten. Die jeweils genannten Titel sind als Hinweise und Vorschläge konzipiert, die Sie je nach Ihrem Interesse gegen gleichwertige Titel austauschen können. So können Sie statt eines hier genannten Titels einen vom selben Autor verfassten Titel, der derselben Gattung zugeordnet werden kann, lesen (statt Goethes „Iphigenie auf Tauris“ z. B. seinen „Torquato Tasso“) oder einen Titel aus derselben Gattung und etwa derselben Zeit, der von einem anderen Autor stammt (statt Schillers „Räuber“ etwa Lenz‘ „Hofmeister“). Sind in einer Rubrik oder in Nachbarrubriken zwei oder gar drei Texte eines Autors genannt (z. B. drei Romane Goethes und drei Dramen Büchners), so halten wir diese für ganz besonders wichtig.

Darüber hinaus können und sollten Sie individuelle Schwerpunkte in Ihrer Lektüre setzen, die Ihren eigenen Lektüreinteressen und den von Ihnen gewählten Studienschwerpunkten entsprechen. So werden Sie, wenn Ihr Studienschwerpunkt im Lehramt Grundschule liegt, sich stärker auf Kinderliteratur konzentrieren, beim Schwerpunkt Haupt- und Realschule werden Sie im höheren Maße auch Jugendliteratur in Ihre Lektüre einbeziehen. Wenn Sie sich besonders für Kurzgeschichten interessieren und auf diesem Gebiet alles lesen, was Ihnen in die Finger kommt, so können andere Formen der Kurzprosa demgegenüber etwas zurücktreten; Sie sollten sie aber im Sinne Ihrer breit angelegten Ausbildung nicht völlig vernachlässigen. Wenn Sie besonders gern Gedichte der Romantik lesen, so ist es vertretbar, wenn Sie sich weniger mit der Lyrik anderer Epochen beschäftigen, aber auch diese sollten Sie in wichtigen Beispielen kennen.

Welche vertieften Kenntnisse literarischer Texte werden im Bachelor-Studium verlangt?

Sie sollten, wie schon erwähnt, anstreben, dass Ihre individuelle Leseliste am Ende Ihres Bachelor-Studiums mindestens 60 Titel und am Ende ihres Master-Studiums mindestens 80 Titel umfasst.

Die individuelle Leseliste spielt bereits in der mündlichen Prüfung des BM III (Einführung in die Didaktik Deutsch) eine Rolle. In der Prüfung selbst sollten Sie anhand eines Gesprächsprotokolls, welches Sie mit Ihrem Lesetridem angefertigt haben, und Ihres Laufzettels, der unter anderem den Inhalt Ihres Leselistenportfolios dokumentiert, die Kenntnis von fünf literarischen Werken nachweisen können, die Sie selbst zusammengestellt haben und die möglichst breit über die Epochen und Gattungen verteilt sein sollten. Das Gesprächsprotokoll und der Laufzettel sind dem oder der Prüfenden zusammen mit dem Thesenpapier für die Prüfung einzureichen.

Während des weiteren Studiums sollten Sie Ihre Leseliste ausbauen und Ihre literarische Bildung weiter vertiefen, um am Ende Ihres Bachelor-Studiums über angemessene Kenntnisse der deutschsprachigen Literatur zu verfügen. Die gründliche Auseinandersetzung dokumentieren Sie exemplarisch anhand Ihres zweiten Gesprächsprotokolls und des Erinnerungsprotokolls, welche Aufschluss geben über fünf weitere Titel, mit denen Sie sich im Leselistenportfolio beschäftigt haben. Beide Protokolle reichen Sie im VM ein.

Was ist ein Lesetridem?

Suchen Sie sich zwei KommilitonInnen, mit denen Sie Ihre Lektüreerfahrungen, die Sie im Rahmen der Arbeit an Ihrem Leselistenportfolio machen, besprechen. Protokollieren Sie zwei dieser Gespräche, bei denen Sie entweder über einen Titel sprechen, den Sie alle gelesen haben, oder sich gegenseitig Ihre Lektüreerfahrungen vorstellen. Die Protokolle geben Antworten auf die Frage, was Sie Neues über Literatur gelernt haben. Fertigen Sie als Einzelperson ein individuelles Erinnerungsprotokoll zu einem Besuch des Literarischen Salons an.

Beachten Sie, dass Sie zu den Literarischen Gesprächen (Dichter Dran! Literarisches Gespräch zu einem Klassiker und zu dem Literarischen Gespräch zu einer Neuerscheinung) vorbereitet erscheinen, d.h. den literarischen Text, der besprochen wird, auch gelesen haben sollten.

Was ist ein Leselistenportfolio?

Bis zum Ende des Bachelorstudiums sollen Sie zu zehn selbst ausgewählten Werken ein Portfolio führen.

Die ausgewählten Werke sollten in Bezug auf Autoren, Epochen und Gattungen variieren.

Variation sollte dabei bedeuten, dass Sie sich an der Literaturgeschichte orientieren, also ausgewählte deutschsprachige Werke aus den Zeiträumen 1600–1700, 1700–1800 und 1800–1900 sowie aus der Zeit von 1900 bis zur Gegenwart vertiefend gelesen haben und qualifiziert zu ihnen Stellung nehmen können.

Variation kann auch bedeuten, dass Sie zusätzlich zu den deutschsprachigen Texten literarische Texte anderer Sprachen im Original oder in deutschen Übersetzungen intensiv gelesen und in ihrem historischen und kulturellen Kontext reflektiert haben.

Variation sollte ebenso bedeuten, dass Sie Ihre Texte gattungsübergreifend auswählen, also sowohl erzählende Texte mittlerer Länge (z. B. Roman oder Erzählung), dramatische Texte (z. B. Tragödie oder Komödie), Gruppen lyrischer Texte (wenigstens fünf Gedichte eines Autors oder einer Autorin) sowie literatur- oder kunsttheoretische Texte berücksichtigen.

Variation sollte auch bedeuten, dass Sie einen älteren (vor 1945 erschienenen) Text der Kinder- und Jugendliteratur und einen nach 1945 zuerst publizierten Text aus diesem Bereich auswählen.

Was ist bei der Gestaltung zu beachten?

I.          Jedem Titel sollten die vollständigen bibliographischen Angaben (AutorIn, Titel, Erscheinungsjahr, Verlag) vorangestellt werden.

II.       Die Auseinandersetzung können Sie unter einem frei wählbaren Aspekt führen. Überlegen Sie, welcher zu Ihrem jeweils ausgewählten Titel und Ihrem Leseinteresse passt, auch hier gilt es die Form der Bearbeitung zu variieren. Vorschläge für solche speziellen Untersuchungsaspekte und -formate sind:

  1. Verfassen einer Rezension
  2. Literaturgeschichtliche und gattungstypologische Einordnung
  3. Überlegungen zu Perspektiven und Figurenkonstellationen
  4. Umsetzungen des literarischen Stoffes in anderen als Printmedien (z.B. Literaturverfilmung [Vergleich Ausgangstext – Film] etc.)
  5. Adaption, d.h. gattungsändernde Bearbeitung bzw. Variation des Gelesenen (z.B. Verfassen einer auf eine bestimmte Textsequenz bezogenen Parodie)
  6. Untersuchung intertextueller Bezüge zwischen einem der gewählten Werke und einem anderen Werk/anderen Werken
  7. Analyse der sprachlichen/stilistischen Gestaltung auch mit Verfahren der Handlungs- und Produktionsorientierung
  8. Motivgeschichtliche Überlegungen (z.B. Bedeutung und Gestaltung des gleichen Motivs bzw. der gleichen Motive bei verschiedenen Autoren / in verschiedenen Epochen)

Wenn Sie gestaltende Aufgaben (Zeichnungen, Collagen, Figurenkonstellationen, gattungsändernde Bearbeitungen, …) wählen, sollten Sie die Arbeiten kommentieren und reflektieren.

III.     Im Anschluss halten Sie jeweils Ihre subjektiven Leseeindrücke und die Einsichten fest, zu denen Sie während der Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Werk gekommen sind.

Warum haben Sie gerade diese Titelauswahl getroffen?

Wieso haben Sie die jeweilige Aufgabe ausgewählt?

Wie lässt sich Ihr Rezeptionsprozess und der Prozess der Aufgabenbearbeitung beschreiben? (Hat sich Ihre Sicht auf den Titel durch die Bearbeitung der jeweiligen Aufgabe verändert? Wie würden Sie Ihren Erkenntnisgewinn beschreiben? Was ist mit Ihnen als LeserIn passiert?)


Nach all diesen einleitenden Hinweisen kommen wir nun endlich zu den Lektüreempfehlungen selbst!

Leseempfehlungen für das Literaturstudium

Einen Überblick über die deutschsprachige Literatur als ganze oder über einzelne Epochen und literarische Richtungen verschafft man sich am besten nicht allein durch die Rezeption von Literaturgeschichten oder gar durch das bloße Auswendiglernen von Namen, Daten und Titeln, sondern durch die Lektüre von Textsammlungen. Besonders empfehlenswert (da mit meist sehr guten Einleitungen zu den Epochen und zu den einzelnen Autoren und Texten versehen) ist folgende umfangreiche Sammlung, in der die Texte in jedem jeweils einer Epoche gewidmeten Band nach Gattungen gegliedert zusammengestellt sind:

Best, Otto F. und Hans-Jürgen Schmitt (Hrsg.): Die deutsche Literatur. Ein Abriß in Text und Darstellung. 17 Bde. Stuttgart: Reclam 1976–2000 

Bei den folgenden Empfehlungslisten gilt die Grundregel: Je näher wir an die Gegenwart herankommen, desto weniger gibt es schon „kanonische“ Texte. Besonders in diesem Bereich können die von uns genannten Titel nur Anregungen sein; hier – aber ebenso bei älteren Texten – möchten wir Sie ermuntern, immer wieder selbst auf literarische Entdeckungsreisen zu gehen und diese Lektüren auch in Ihre individuelle Leseliste aufzunehmen.

1. Erzählende Texte

Bei der Auswahl Ihres Lektüreprogramms im Bereich der Erzähltexte empfiehlt es sich, dass Sie

1) nach Ihren persönlichen Interessen vorgehen,

2) wichtige Texte der deutschen und internationalen Erzählliteratur unabhängig von ihrer unmittelbaren schulischen „Verwertbarkeit“ kennen lernen,

3) Texte lesen, die – oftmals in bearbeiteten Fassungen – in der Schule behandelt werden; diese sollten Sie als künftige Lehrerin oder künftiger Lehrer immer auch in den vollständigen, nicht bearbeiteten Fassungen kennen, um das Ausmaß und die Qualität der Bearbeitungen und Kürzungen beurteilen zu können.

Sie werden feststellen, dass in vielen Fällen alle drei Forderungen gut miteinander zu vereinbaren und zu koordinieren sind.

1.1 Epen

Literatur anderer Sprachen:
Bibel (in der Übersetzung Martin Luthers)
Homer: Ilias und Odyssee
Dante: Die göttliche Komödie

Deutschsprachige Literatur bis 1600:
Das Nibelungenlied
Wolfram von Eschenbach: Parzival
Gottfried von Straßburg: Tristan
Hartmann von Aue: Erec; Iwein

1.2 Romane

Literatur anderer Sprachen:

17. Jhd.
Miguel de Cervantes Saavedra: Don Quichote (in der Übersetzung Ludwig Tiecks)

18. Jhd.
Daniel Defoe: Robinson Crusoe
Charles-Louis de Montesquieu: Persische Briefe
Jonathan Swift: Gullivers Reisen
Voltaire: Candide oder Die Beste der Welten
Jean-Jacques Rousseau: Julie oder Die neue Héloise
Laurence Stern: Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman
Pierre-Ambroise-Francois Choderlos de Laclos: Gefährliche Liebschaften

19. Jhd.
Jane Austen: Emma
Alessandro Manzoni: Die Verlobten
Sir Walter Scott: Ivanhoe
Stendhal: Rot und Schwarz
Alexander Puschkin: Eugen Onegin
Honoré de Balzac: Eugénie Grandet oder Vater Goriot
Charlotte Bronte: Jane Eyre
Emily Bronte: Die Sturmhöhe
Charles Dickens: David Copperfield
Nathaniel Hawthorne: Der scharlachrote Buchstabe
Herman Melville: Moby-Dick
Gustave Flaubert: Madame Bovary
Victor Hugo: Die Elenden
Iwan Turgenjew: Väter und Söhne
Jules Verne: Zwanzigtausend Meilen unter den Meeren
Lewis Carroll: Alice im Wunderland; Alice hinter den Spiegeln
Leo Tolstoi: Anna Karenina
Fjodor M. Dostojewski: Die Brüder Karamasow
Mark Twain: Tom Sawyer
Henry James, Bildnis einer Dame
Robert Luis Stevenson: Die Schatzinsel
Emile Zola: Germinal
Oscar Wilde: Das Bildnis des Dorian Gray

20. Jhd.
Joseph Conrad: Herz der Finsternis
André Gide: Der Immoralist
James Joyce: Ulysses (in der Übersetzung Hans Wollschlägers)
Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
John Dos Passos: Manhattan Transfer
André Breton: Nadja
Virginia Woolf: Zum Leuchtturm
Aldous Huxley: Schöne neue Welt
Henry Miller: Im Wendekreis des Krebses
Ernest Hemingway: Wem die Stunde schlägt
Albert Camus: Der Fremde
George Orwell: 1984
Jerome D. Salinger: Der Fänger im Roggen
Vladimir Nabokov: Lolita
Truman Capote: Frühstück bei Tiffany
Giuseppe Tommasi di Lampedusa: Der Leopard
Doris Lessing: Das goldene Notizbuch
Gabriel García Marquez: Hundert Jahre Einsamkeit
Imre Kertész: Roman eines Schicksallosen
Salmon Rushdie: Mitternachtskinder
Julian Barnes: Flauberts Papagei
José Saramago: Das Todesjahr des Ricardo Reis
Paul Auster: Die New York-Trilogie
Umberto Eco: Der Name der Rose
Michel Houellebecq: Ausweitung der Kampfzone
J. M. Coetzee : Schande

21. Jhd.
Orhan Pamuk: Schnee
J.M.G. Le Clézio: Der Afrikaner
Philip Roth: Jedermann

Deutschsprachige Literatur 1600–1700:
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch

Deutschsprachige Literatur 1700–1800:
Christoph Martin Wieland: Agathon; Die Geschichte der Abderiten
Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werthers; Wilhelm Meisters Lehrjahre
Karl Philipp Moritz: Anton Reiser
Friedrich Hölderlin: Hyperion oder Der Eremit in Griechenland
Friedrich Schlegel: Lucinde

Deutschsprachige Literatur 1800–1900:
Novalis: Heinrich von Ofterdingen
Nachtwachen von Bonaventura
Johann Wolfgang Goethe: Die Wahlverwandtschaften
Gottfried Keller: Der grüne Heinrich
Theodor Fontane: Irrungen Wirrungen; Effi Briest

Deutschsprachige Literatur 1900–1990:
Hermann Hesse: Unterm Rad; Der Steppenwolf
Robert Walser: Der Gehülfe
Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
Heinrich Mann: Der Untertan
Franz Kafka: Der Prozeß; Das Schloß
Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz
Erich Kästner: Fabian
Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen
Elias Canetti: Die Blendung
Klaus Mann: Mephisto
Anna Seghers: Das siebte Kreuz
Robert Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß; Der Mann ohne Eigenschaften
Thomas Mann: Buddenbrooks; Der Zauberberg; Doktor Faustus
Wolfgang Koeppen: Tauben im Gras
Alfred Andersch: Sansibar oder der letzte Grund
Max Frisch: Homo Faber
Günter Grass: Die Blechtrommel
Uwe Johnson: Mutmassungen über Jakob
Heinrich Böll: Ansichten eines Clowns
Martin Walser: Das Einhorn
Sigfried Lenz: Deutschstunde
Christa Wolf: Nachdenken über Christa T.
Jurek Becker: Jakob der Lügner
Peter Handke: Der kurze Brief zum langen Abschied; Die Stunde der wahren Empfindung
Ulrich Plenzdorf: Die neuen Leiden des jungen W.
Ingeborg Bachmann: Malina; Der Fall Franza
Nicolas Born: Die Fälschung
Robert Gernhardt: Ich Ich Ich
Sten Nadolny: Die Entdeckung der Langsamkeit
Irmtraud Morgner: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz; Amanda
Thomas Bernhard: Das Kalkwerk; Alte Meister
Botho Strauß: Der junge Mann
Patrick Süskind: Das Parfum
Christoph Ransmayr: Die letzte Welt
Elfriede Jelinek: Die Klavierspielerin; Lust

Deutschsprachige Literatur seit 1990:
Birgit Vanderbeke: Das Muschelessen, 1990
Ralf Rothmann: Stier, 1991
Robert Schneider: Schlafes Bruder, 1992
Wolfgang Hilbig: Ich, 1993
Adolf Muschg: Der rote Ritter. Eine Geschichte von Parzival, 1993
Marcel Beyer: Flughunde, 1995
Thomas Brussig: Helden wie wir, 1995
Christian Kracht: Faserland, 1995
Bernhard Schlink: Der Vorleser, 1995
Urs Widmer: Im Kongo, 1996
Sibylle Berg: Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot, 1997
Zoë Jenny: Das Blütenstaubzimmer, 1997
John von Düffel: Vom Wasser, 1998 ; Zeit des Verschwindens, 2000
Thomas Meinecke: Tomboy, 1998
Paul Nizon: Hund. Beichte am Mittag, 1998
Peter Stamm: Agnes, 1998 ; An einem Tag wie diesem, 2006
Ingo Schulze: Simple Storys, 1998
Karen Duve: Regenroman, 1999
Arnold Stadler: Ein hinreißender Schrotthändler, 1999
Christoph Peters: Stadt, Land, Fluß, 1999
Inka Parei: Die Schattenboxerin, 1999
Brigitte Kronauer: Teufelsbrück, 2000
Hans-Ulrich Treichel: Tristanakkord, 2000
Andreas Maier: Wäldchestag, 2000
Juli Zeh: Adler und Engel, 2001
Sven Regener: Herr Lehmann, 2001
Wilhelm Genazino: Ein Regenschirm für diesen Tag, 2001
Bodo Kirchhoff: Parlando, 2001
Ulla Hahn: Das verborgene Wort, 2001
Robert Menasse: Die Vertreibung aus der Hölle, 2001
Annette Pehnt: Ich muß los, 2001
Winfried Georg Sebald: Austerlitz, 2001
Monika Maron: Endmoränen, 2002
Markus Werner: Am Hang, 2004
Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon, 2004
Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt, 2005
Katharina Hacker: Die Habenichtse, 2006
Felicitas Hoppe: Johanne, 2006
Jakob Arjouni: Chez Max, 2006
Julia Franck: Die Mittagsfrau, 2007
Ulrich Peltzer: Teil der Lösung, 2007
Urs Augstburger: Graatzug, 2007
Martin Mosebach: Der Mond und das Mädchen, 2007
Dietmar Dath: Die Abschaffung der Arten, 2008
Feridun Zaimoglu: Liebesbrand, 2008
Martin Walser: Ein liebender Mann, 2008
Uwe Tellkamp: Der Turm, 2008
Jenny Erpenbeck: Heimsuchung, 2008
Herta Müller: Herztier 2007; Atemschaukel, 2009

1.3 Novellen, Erzählungen

Literatur anderer Sprachen:
Giovanni Boccaccio: Das Decamerone
Edgar Allan Poe: Die Morde in der Rue Morgue
Nikolaj Gogol: Die Nase oder Der Mantel
Gustave Flaubert: Ein schlichtes Herz
Guy de Maupassant: Fettklößchen oder Der Horla
Leo Tolstoi: Die Kreutzersonate
Anton Tschechow: Die Dame mit dem Hündchen
William Faulkner: Gesammelte Erzählungen
Ernest Hemingway: Der alte Mann und das Meer
Jorge Luis Borges: Der Süden
Fleur Jaeggy: Die Angst vor dem Himmel

Deutschsprachige Literatur 1700–1800:
Friedrich Schiller: Der Verbrecher aus verlorener Ehre

Deutschsprachige Literatur 1800–1900:
Goethe: Novelle
Heinrich von Kleist: Erzählungen
Ernst Theodor Amadeus Hoffmann: Das Fräulein von Scuderi; Der Sandmann
Joseph von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts
Georg Büchner: Lenz
Annette von Droste-Hülshoff: Die Judenbuche
Gottfried Keller: Romeo und Julia auf dem Dorfe
Theodor Storm: Der Schimmelreiter
Gerhart Hauptmann: Bahnwärter Thiel
Arno Holz u. Johannes Schlaf: Papa Hamlet

Deutschsprachige Literatur 1900–1990:
Thomas Mann: Tonio Kröger; Der Tod in Venedig
Franz Kafka: Das Urteil; Die Verwandlung; In der Strafkolonie
Arthur Schnitzler: Fräulein Else; Traumnovelle
Veza Canetti: Die Gelbe Straße
Stefan Zweig: Schachnovlle
Anna Seghers: Der Ausflug der toten Mädchen
Arno Schmidt: Leviathan
Günter Grass: Katz und Maus
Ingeborg Bachmann: Das dreißigste Jahr
Franz Fühmann: Das Judenauto und andere Erzählungen
Johannes Bobrowski: Boehlendorff und Mäusefest
Heinrich Böll: Die verlorene Ehre der Katharina Blum
Martin Walser: Ein fliehendes Pferd
Christa Wolf: Kein Ort. Nirgends
Christoph Hein: Drachenblut

Deutschsprachige Literatur seit 1990:
Irene Dische: Fromme Lügen, 1989
Uwe Timm: Die Entdeckung der Currywurst, 1993
Christoph Hein: Exekution eines Kalbes, 1994
Maxim Biller: Wenn ich einmal reich und tot bin, 1990
Judith Hermann: Sommerhaus, später, 1998
Jenny Erpenbeck: Geschichte vom alten Kind, 1999
Bernhard Schlink: Liebesfluchten, 2000
Friedrich Christian Delius: Bildnis der Mutter als junge Frau, 2001
Günter Grass: Im Krebsgang, 2002
Uwe Timm: Am Beispiel meines Bruders, 2003
Silke Scheuermann: Reiche Mädchen, 2005
Ilma Rakusa: Durch Schnee, 2006
Clemens Meyer: Die Nacht, die Lichter, 2008
Siegfried Lenz: Schweigeminute, 2008

1.4 Kurze Erzählformen

1.4.1. Märchen

Literatur anderer Sprachen:
Märchen aus Tausendundeiner Nacht
Hans Christian Andersen: Märchen
Oscar Wilde: Der glückliche Prinz und andere Märchen
Italo Calvino: Die Braut, die von Luft lebte. Italienische Märchen

Deutschsprachige Literatur 1700–1800:
Ludwig Tieck: Der blonde Eckbert

Deutschsprachige Literatur 1800–1900:
Jacob und Wilhelm Grimm: Kinder- und Hausmärchen
Friedrich de la Motte Fouqué: Undine
Ernst Theodor Amadeus Hoffmann: Nußknacker und Mausekönig
Clemens Brentano: Italienische Märchen
Ludwig Bechstein: Märchen
Wilhelm Hauff: Märchen
Hugo von Hofmannsthal: Das Märchen der 672. Nacht

Deutschsprachige Literatur 1900–1990:
Hermann Hesse: Piktors Verwandlungen
Rafik Schami: Das Schaf im Wolfspelz. Märchen und Fabeln

Deutschsprachige Literatur seit 1990:
Jakob Arjouni: Fünf Märchen, 2003
Luise Rinser: Das Squirrel, 2004

1.4.2. Sagen, Legenden, Fabeln, Parabeln, Gleichnisse, andere Kurzprosa

Wichtige Sammlungen:
Gustav Schwab: Die schönsten Sagen des klassischen Altertums
Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsche Sagen

Literatur anderer Sprachen:
Äsop: Fabeln
Gleichnisse aus dem Neuen Testament
Jean de La Fontaine: Fabeln
Jorge Luis Borges: Die Bibliothek von Babel

Deutschsprachige Literatur 1700–1800:
Christian Fürchtegott Gellert: Fabeln
Gotthold Ephraim Lessing: Fabeln; Ringparabel (aus: Nathan der Weise)

Deutschsprachige Literatur 1900–1990:
Franz Kafka: Das Schweigen der Sirenen; Prometheus; Poseidon; Schakale und Araber; Forschungen eines Hundes; Kleine Fabel; Vor dem Gesetz; Von den Gleichnissen
Robert Musil: Nachlass zu Lebzeiten
Bertolt Brecht: Geschichten vom Herrn Keuner
Elias Canetti: Der Ohrenzeuge
Thomas Bernhard: Ereignisse; Der Stimmenimitator

1.4.3. Historien, Schwänke, Kalendergeschichten, Anekdoten

Deutschsprachige Literatur bis 1600:
Ein Kurtzweilig Lesen von Dil Ulenspiegel
Historia von D. Johann Fausten

Deutschsprachige Literatur 1700–1800:
Gottfried August Bürger: Wunderbare Reisen des Freiherrn von Münchhausen

Deutschsprachige Literatur 1800–1900:
Heinrich von Kleist: Anekdoten
Johann Peter Hebel: Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreundes

Deutschsprachige Literatur 1900–1990:
Bertolt Brecht: Kalendergeschichten
Marie Luise Kaschnitz: Steht noch dahin
Peter Bichsel: Zur Stadt Paris

1.4.4. Kurzgeschichten

Literatur anderer Sprachen:
Edgar Allan Poe: Grotesken und Arabesken
Ernest Hemingway: In unserer Zeit
Raymond Carver: Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden

Deutschsprachige Literatur 1900–1990:
Wolfgang Borchert: Nachts schlafen die Ratten doch
Heinrich Böll: Wanderer, kommst du nach Spa...
Wolfgang Hildesheimer: Lieblose Legenden
Wolfdietrich Schnurre: Eine Rechnung, die nicht aufgeht
Peter Bichsel: Kindergeschichten
Marie Luise Kaschnitz: Eisbären
Reiner Kunze: Die wunderbaren Jahre
Thomas Meinecke: Mode und Verzweiflung

2. Dramatische Texte

2.1. Schauspiele, Tragödien, Trauerspiele

Literatur anderer Sprachen:
Aischylos: Die Orestie; Der gefesselte Prometheus
Sophokles: Antigone; König Ödipus; Ödipus auf Kolonnos
Euripides: Medea; Iphigenie bei den Taurern; Elektra
William Shakespeare: Hamlet; Macbeth; Romeo und Julia
Pedro Calderón de la Barca: Das Leben ist ein Traum
Jean Racine: Phèdre
George Gordon Lord Byron: Manfred
Henrik Ibsen: Nora oder Ein Puppenheim
August Strindberg: Fräulein Julie
Anton Tschechow: Onkel Wanja; Die Möwe
Maxim Gorki: Nachtasyl
Luigi Pirandello: Sechs Personen suchen einen Autor
Jean Cocteau: Orphée
Federico García Lorca: Bluthochzeit
Jean Paul Sartre: Die Fliegen
Jean Anouilh: Antigone
Tennessee Williams: Endstation Sehnsucht
Arthur Miller: Tod eines Handlungsreisenden
Eugène Ionesco: Die kahle Sängerin oder Die Unterrichtsstunde
Samuel Beckett: Warten auf Godot; Endspiel
Edward Albee: Wer hat Angst vor Virginia Woolf ?
Harold Pinter: Die Geburtstagsfeier und andere Stücke

Deutschsprachige Literatur 1700–1800:
Gotthold Ephraim Lessing: Emilia Galotti; Nathan der Weise
Friedrich Schiller: Die Räuber; Kabale und Liebe
Jakob Michael Reinhold Lenz: Die Soldaten
Johann Wolfgang Goethe: Iphigenie auf Tauris

Deutschsprachige Literatur 1800–1900:
Heinrich von Kleist: Penthesilea; Das Käthchen von Heilbronn
Johann Wolfgang Goethe: Faust I und II
Georg Büchner: Woyzeck; Dantons Tod
Friedrich Hebbel: Maria Magdalene
Gerhart Hauptmann: Vor Sonnenaufgang

Deutschsprachige Literatur 1900–1990:
Hugo von Hofmannsthal: Elektra
Frank Wedekind: Frühlings Erwachen
Else Lasker-Schüler: Die Wupper
Karl Kraus: Die letzten Tage der Menschheit
Robert Musil: Die Schwärmer
Bertolt Brecht: Baal; Leben des Galilei
Ödön von Horváth: Geschichten aus dem Wiener Wald
Wolfgang Borchert: Draußen vor der Tür
Hans Henny Jahnn: Medea
Max Frisch: Andorra
Heinar Kipphardt: In der Sache J. Oppenheimer
Peter Weiss: Die Ermittlung
Peter Handke: Publikumsbeschimpfung
Thomas Bernhard: Die Macht der Gewohnheit
Botho Strauß: Trilogie des Wiedersehens
Heiner Müller: Die Hamletmaschine; Verlorenes Ufer. Medeamaterial. Landschaft mit Argonauten
Elfriede Jelinek: Krankheit oder Moderne Frauen

Deutschsprachige Literatur seit 1990:
Botho Strauß: Schlusschor, 1991
Volker Braun: Iphigenie in Freiheit, 1992
Robert Schneider: Dreck, 1993
Rainald Goetz: Jeff Koons, 1998
Gesine Danckwart: Arschkarte, 2000
Dea Loher: Unschuld, 2003

2.2. Komödien, Lustspiele

Literatur anderer Sprachen:
Aristophanes: Die Wolken; Die Vögel
William Shakespeare: Ein Sommernachtstraum; Wie es euch gefällt
Molière: Tartuffe oder Der Betrüger oder Der eingebildete Kranke
Carlo Goldoni: Der Diener zweier Herren
Oscar Wilde: Bunbury
Yasmina Reza: Kunst oder Drei Mal Leben

Deutschsprachige Literatur 1700–1800:
Gotthold Ephraim Lessing: Minna von Barnhelm
Ludwig Tieck: Der gestiefelte Kater

Deutschsprachige Literatur 1800–1900:
Heinrich von Kleist: Der zerbrochne Krug; Amphitryon
Georg Büchner: Leonce und Lena
Christian Dietrich Grabbe: Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung
Johann Nestroy: Der böse Geist Lumpazivagabundus

Deutschsprachige Literatur 1900–1990:
Hugo von Hofmannsthal: Der Schwierige
Marieluise Fleißer: Pioniere in Ingolstadt
Bertolt Brecht: Die Kleinbürgerhochzeit; Herr Puntilla und sein Knecht Matti
Carl Zuckmayer: Der Hauptmann von Köpenick
Elias Canetti: Hochzeit
Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker; Der Besuch der alten Dame
Robert Gernhardt: Die Toscana-Therapie

Deutschsprachige Literatur seit 1990:
Werner Schwab: Die Präsidentinnen, 1990
Marlene Streeruwitz: Elysian Park, 1992
Theresia Walser: King Kongs Töchter, 1998
Dea Loher: Klaras Verhältnisse, 2000

2.3. Hörspiele

Deutschsprachige Literatur 1900–1990:
Günter Eich: Träume
Ingeborg Bachmann: Zikaden; Der gute Gott von Manhattan
Ernst Jandl und Friederike Mayröcker: Fünf Mann Menschen

3. Lyrische Texte

Bei der Zusammenstellung Ihrer Leseliste auf dem Gebiet der Lyrik sollten Sie folgende Gruppen lyrischer Formen mit berücksichtigen:

– Gedichte, die an antiken Formen orientiert sind: Hymnen, Oden, Elegien u. a.
– Gedichte, die an romanischen Formen orientiert sind: Sonette, Terzinen u. a.
– die im deutschen Sprachraum entwickelten Liedformen: Volkslieder, Kirchenlieder u. a.
– Gedichte in metrisch freien Formen: freie Verse, freie Rhythmen
– formexperimentelle Gedichte: Figurendichtung, visuelle Poesie, Lautpoesie u. a.
– Balladen.

Soweit bei den im Folgenden aufgeführten Lyrikerinnen und Lyriker keine Werktitel genannt sind, finden Sie die Gedichte großenteils in Auswahlausgaben (z. B. bei Reclam) oder in Anthologien. Es ist ratsam, sich im Verlauf des Studiums wenigstens eine größere Lyrikanthologie anzuschaffen und in dieser immer wieder zu lesen. Besonders empfehlenswert sind folgende Sammlungen:

Conrady, Karl Otto (Hrsg.): Der Neue Conrady. Das große deutsche Gedichtbuch von den Anfängen bis zur Gegenwart. Erw. u. aktualis. Neuausg. Düsseldorf u. a.: Artemis Winkler 2000

Killy, Walter (Hrsg.): Deutsche Lyrik von den Anfängen bis zur Gegenwart. 10 Bde. München: dtv 2001

Brode, Hanspeter (Hrsg.): Deutsche Lyrik. Eine Anthologie. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1990

Hay, Gerhard u. Sibylle von Steinsdorff (Hrsg.): Deutsche Lyrik vom Barock bis zur Gegenwart. München: dtv 1999

Hilfreich ist auch folgende Interpretationssammlung:

Gedichte und Interpretationen. 7 Bde. Stuttgart: Reclam 1998

Literatur anderer Sprachen:
Sappho: Oden
Pindar: Siegeslieder
Horaz: Oden
Catull: Liebeslyrik
Francesco Petrarca: Sonette
François Villon: Das Große und das Kleine Testament
William Shakespeare: Sonette
John Milton: Das verlorene Paradies
William Wordsworth / Samuel Taylor Coleridge: Lyrische Balladen
Percy Bysshe Shelley: Gedichte
John Keats: Gedichte
Giacomo Leopardi: Gesänge (Canti)
Emily Dickinson: Gedichte
Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen
Paul Verlaine : Gedichte
Arthur Rimbaud: Gedichte
Stéphane Mallarmé: Gedichte
William Butler Yeats: Gedichte
Walt Whitman: Grashalme
T.S. Eliot: Das wüste Land
Federico García Lorca: Gedichte
Ossip Mandelstam: Mitternacht in Moskau
Dylan Thomas: Gedichte
Ezra Pound: Cantos
Robert Frost: Gedichte
E.E. Cummings: Gedichte
Paul Eluard: Gedichte
Louis Aragon: Gedichte
Jacques Prévert: Gedichte
Sylvia Plath: Ariel
Juan Ramón Jiménez: Gedichte
César Vallejo: Gedichte
Pablo Neruda: Der Große Gesang
Octavio Paz: Die großen Gedichte
Pier Paolo Pasolini: Gedichte
Cesare Pavese: Gedichte
Joseph Brodsky: Römische Elegine und andere Gedichte
Allen Ginsberg: Gedichte

Deutschsprachige Literatur bis 1600:
Walther von der Vogelweide: Minnelieder
Wolfram von Eschenbach: Tagelieder
Oswald von Wolkenstein: Lieder
Martin Luther: Kirchenlieder

Deutschsprachige Literatur 1600–1700:
Martin Opitz: Gedichte
Paul Fleming: Deutsche Gedichte
Andreas Gryphius: Gedichte
Christian Hofmann von Hofmannswaldau: Gedichte

Deutschsprachige Literatur 1700–1800:
Johann Christian Günther: Gedichte
Barthold Heinrich Brockes: Irdisches Vergnügen in Gott
Friedrich Gottlieb Klopstock: Oden (besonders: Der Zürchersee; Frühlingsfeyer)
Johann Gottfried Herder: Stimmen der Völker in Liedern
Gottfried August Bürger: Balladen
Johann Wolfgang Goethe: Gedichte (besonders: frühe Hymnen; Römische Elegien)
Friedrich Schiller: Balladen

Deutschsprachige Literatur 1800–1900:
Friedrich Hölderlin: Oden, Elegien, Hymnen
Karoline von Günderrode: Gedichte
Achim von Arnim und Clemens Brentano: Des Knaben Wunderhorn
Johann Wolfgang Goethe: West-östlicher Divan
Joseph von Eichendorff: Gedichte
Heinrich Heine: Das Buch der Lieder
August von Platen: Sonette; Ghaselen
Eduard Mörike: Gedichte
Annette von Droste-Hülshoff: Gedichte
Conrad Ferdinand Meyer: Gedichte
Theodor Fontane: Balladen
Theodor Storm: Gedichte
Arno Holz: Phantasus
Stefan George: Gedichte
Hugo von Hofmannsthal: Gedichte

Deutschsprachige Literatur 1900–1990:
Christian Morgenstern: Galgenlieder
Rainer Maria Rilke: Neue Gedichte; Duineser Elegien; Die Sonette an Orpheus
Georg Trakl: Gedichte
Georg Heym: Gedichte
Gottfried Benn: Morgue; Statische Gedichte
Mascha Kaleko: Das lyrische Stenogrammheft; Kleines Lesebuch für Große
Else Lasker-Schüler: Hebräische Balladen
Bertolt Brecht: Die Hauspostille; Svendborger Gedichte; Buckower Elegien
Kurt Schwitters: Gedichte
Ingeborg Bachmann: Die gestundete Zeit; Anrufung des Großen Bären
Nelly Sachs: Fahrt ins Staublose
Peter Huchl: Chauseen, Chauseen
Ernst Jandl: Laut und Luise
Erich Fried: Liebesgedichte
Rolf Dieter Brinkmann: Westwärts 1 & 2
Hans Magnus Enzensberger: Die Furie des Verschwindens
Ulla Hahn: Herz über Kopf
Rose Ausländer: Im Atemhaus wohnen
Reiner Kunze: Auf eigene Hoffnung
Sarah Kirsch: Landwege
Robert Gernhardt: Gedichte

Deutschsprachige Literatur seit 1990:
Durs Grünbein: Schädelbasislektion, 1991; Nach den Satiren, 1999; Strophen für übermorgen, 2007
Raoul Schrott: Hotels, 1995
Franz Mon: Wörter voller Worte, 1999
Albert Ostermaier: Heartcore, 2000
Silke Scheuermann: Der Tag an dem die Möwen zweistimmig sangen, 2001
Norbert Hummelt: Zeichen im Schnee, 2001
Michael Lentz: Aller Ding, 2003
Lutz Seiler: Vierzig Kilometer Nacht, 2003
Elke Erb: Gänsesommer, 2005
Jürg Halter: Ich habe die Welt berührt, 2005
Uljana Wolf: kochanie ich habe brot gekauft, 2005
Robert Gernhardt: Später Spagat, 2006
Thomas Kling: Gedichte, 2006
Martin Walser: Das geschundene Tier, 1998 u. 2007
Ann Cotten: Fremdwörterbuchsonette, 2007
Michael Krüger: Unter freiem Himmel, 2007
Ulf Stolterfoht: holzrauch über heslach, 2007
Ulrike Draesner: Gedächtnisschleifen, 1995 u. 2008
Raphael Urweider: Alle deine Namen, 2008
Friedrike Mayröcker: Scardanelli, 2009
Daniela Danz: Pontus. Gedichte, 2009
Björn Kuhligk: Von der Oberfläche der Erde, 2009

4. Kinder- und Jugendliteratur

Einen Überblick über die deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur vom 18. bis zum 20. Jahrhundert bietet: Hans-Heino Ewers u. a. (Hrsg.): Kinder- und Jugendliteratur. Eine Textsammlung. 5 Bde. Stuttgart: Reclam 1980–1994

Erzählende Kinder- und Jugendliteratur bis 1945:
Daniel Defoe: Robinson Crusoe
Jonathan Swift: Gullivers Reisen
Joachim Heinrich Campe: Robinson der Jüngere
Sir Walter Scott: Ivanhoe
James Fenimore Cooper: Lederstrumpf: z.B. Der letzte Mohikaner
Heinrich Hoffmann: Der Struwelpeter
Herman Melville: Moby Dick
Harriet Beecher Stowe: Onkel Toms Hütte
Wilhelm Busch: Max und Moritz
Lewis Carroll: Alice im Wunderland
Charles Dickens: Oliver Twist; Die Abenteuer des Tom Sawyer
Hector Malot: Heimatlos
Johanna Spyri: Heidi
Emmy von Rhoden: Der Trotzkopf
Carlo Collodi: Pinocchio
Karl May: Der Schatz im Silbersee
Rudyard Kipling: Das Dschungelbuch
Selma Lagerlöf: Nils Holgerssons wunderbare Reise mit den Wildgänsen
Kenneth Grahame: Der Wind in den Weiden
Paula Dehmel: Singinens Geschichten
Else Ury: Nesthäkchen
Alan Alexander Milne: Pu der Bär
Walter Benjamin: Rundfunkgeschichten für Kinder
Erich Kästner: Emil und die Detektive; Pünktchen und Anton
Erika Mann: Stoffel fliegt über das Meer
J.R.R. Tolkien: Der kleine Hobbit

Erzählende Kinder- und Jugendliteratur seit 1945:
Anna Maria Jokl: Die Perlmutterfarbe
Rosemary Sutcliff: Robin Hood
J.R.R. Tolkien: Der Herr der Ringe
Roger Duvoisin / Louise Fatio: Der glückliche Löwe
Meindert DeJong: Das Rad auf der Schule
Heinrich M. Denneborg: Jan und das Wildpferd
Hans Peterson: Matthias und das Eichhörnchen
James Krüss: Mein Urgroßvater und ich
Josef Lada: Kater Mikesch
Katherine Allfrey: Delphinensommer
Runer Jonsson: Wickie und die starken Männer
Max Bolliger: David
Enid Blyton: Fünf Freunde; Hanni und Nanni
Pauline Clark: Die Zwölf vom Dachboden
Irina Korschunow: Die Wawuschels mit den grünen Haaren
Isaac B. Singer: Zlateh, die Geiß
Tilde Michels: Kleiner König Kalle Wirsch
Max Kruse: Urmel aus dem Eis
Ursula Wölfel: Feuerschuh und Windsandale; Der rote Rächer; Mond, Mond, Mond; Die grauen und die grünen Felder
John Christopher: Die Wächter
Otfried Preußler: Die kleine Hexe; Der Räuber Hotzenplotz; Das kleine Gespenst; Der kleine Wassermann; Krabat
Reiner Kunze: Der Löwe Leopold
Hans-Joachim Gelberg: Geh und spiel mit dem Riesen
Christine Nöstlinger: Wir pfeifen auf den Gurkenkönig
Dietlof Reiche: Bleisiegelfälscher
Jean Craighead George: Julie von den Wölfen
Ludvik Askenazy: Wo die Füchse Blockflöte spielen
Elfie Donnelly: Servus Opa, sagte ich leise
Judith Kerr: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl; Warten bis der Frieden kommt; Eine Art Familientreffen
Tormod Haugen: Die Nachtvögel
Michael Ende: Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer; Momo; Die unendliche Geschichte
Renate Welsh: Johanna
Ursula Fuchs: Emma oder die unruhige Zeit
Willi Fährmann: Der lange Weg des Lukas B.
Astrid Lindgren: Pippi Langstrumpf; Wir Kinder aus Bullerbü; Karlsson vom Dach; Ronja Räubertochter
Morton Rhue: Die Welle
Jürgen Spohn: Drunter und drüber
Myron Levoy: Der gelbe Vogel
Robert und Almut Gernhardt: Der Weg durch die Wand
Gudrun Mebs: Sonntagskinder
Tilman Röhrig: In dreihundert Jahren vielleicht
Roald Dahl: Sophiechen und der Riese
Dagmar Chidolue: Lady Punk
Els Pelgrom: Die wundersame Reise der kleinen Sofie
Peter Härtling: Das war der Hirbel; Oma; Ben liebt Anna; Krücke
Gudrun Pausewang: Rosinkawiese; Die letzten Kinder von Schewenborn; Die Wolke
Achim Bröger: Oma und ich
Joke van Leeuwen: Deesje macht das schon
Iva Procházková: Die Zeit der geheimen Wünsche
Uwe Timm: Rennschwein Rudi Rüssel
Wolf Spillner: Taube Klara

Erzählende Kinder- und Jugendliteratur seit 1990:
Anatoli Pristawkin: Wir Kuckuckskinder, 1990
Valérie Dayre: Lilis Leben eben, 1991 (dt. 2005)
Jostein Gaarder: Sophies Welt, 1991 (dt. 1993)
Franz Hohler: Der Riese und die Erdbeerkonfitüre, 1993
Henning Mankell: Der Hund, der unterwegs zum Stern war, 1992
Walter Moers: Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär, 1994
Ulf Stark: Kannst du pfeifen, Johanna, 1993
Peter Pohl / Kinna Gieth: Du fehlst mir, du fehlst mir !, 1994
Jürg Schubiger: Als die Welt noch jung war, 1995
Paul Maar: Eine Woche voller Samstage, 1973; Anne will ein Zwilling werden, 1982; Lippels Traum, 1984; Der Buchstabenfresser, 1996
Richard van Camp: Die ohne Segen sind, 1996
Mats Wahl: Winterbucht, 1996; Emma und Daniel, 1997
Per Nilsson: So Lonely, 1997
Ernst Jandl und Norman Junge: Fünfter sein, 1997
Uri Orlev: Die Flaschenpost, 1988; Julek und die Dame mit dem Hut, 1997
Sheila Och: Karel, Jarda und das wahre Leben, 1997
Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen, 1997 (dt. 1998) (und Folgebände)
Bart Moeyaert: Bloße Hände, 1998
Irene Dische: Zwischen zwei Scheiben Glück, 1998
Jutta Bauer: Die Königin der Farben, 1998
Tahar Ben Jelloun: Papa, was ist ein Fremder, 1998
Benno Pludra: Siebenstorch, 1991 ; Jakob heimatlos, 1999
Ted van Lieshout: Bruder, 1999
Annika Thor: Eine Insel im Meer, 1999
Charlotte Kerner: Blueprint, 1999
Wolf Erlbruch: Nachts, 1999
Bjarne Reuter: Hodder der Nachtschwärmer, 1999
Jon Fosse. Schwester, 2000
Jutta Richter: Der Tag, an dem ich lernte, die Spinnen zu zähmen, 2000
Alexa Hennig von Lange: Ich habe einfach Glück, 2001
Mirjam Pressler: Bitterschokolade, 1980; Stolperschritte, 1981; Novemberkatze, 1982; Shylocks Tochter, 1999; Malka Mai, 2001
Klaus Kordon: Wie Spucke im Sand, 1987; Die Zeit ist kaputt, 1994; Krokodil im Nacken, 2002
Dorota Maslowska: Schneeweiß und Russenrot, 2002 (dt. 2004)
Philip Ardagh: Schlimmes Ende, 2002
Holly-Jane Rahlens: Prinz William, Maximilian und ich, 2002
Cornelia Funke: Die wilden Hühner, 1993; Herr der Diebe, 2000; Tintenherz, 2003
Per Olov Enquist: Großvater und die Wölfe, 2003
Maritgen Matter: Ein Schaf fürs Leben, 2003
Graham Gardner: Im Schatten der Wächter, 2004
Do van Ranst: Wir retten Leben, sagt mein Vater, 2004 (dt. 2006)
Frank Cottrell Boyce: Millionen, 2004
Zoran Drvenkar: Niemand so stark wie wir, 1999; Touch the flame, 2001; Die Kurzhosengang, 2004
Markus Zusak: Der Joker, 2002 (dt. 2006); Die Bücherdiebin, 2005
Dolf Verroen: Wie schön weiß ich bin, 2005
Guus Kuijer: Erzähl mir von Oma, 1982; Wir alle für immer zusammen, 2001; Das Buch von allen Dingen, 2006
Tamara Bach: Marsmädchen, 2004; Jetzt ist Hier, 2007
Paula Fox: Ein Bild von Ivan, 2007
Meg Rosoff: So lebe ich jetzt, 2005; Was wäre wenn, 2006 (dt. 2007); Damals, das Meer, 2007 (dt. 2009)
Heinz Janisch: Finns Land, 2008
Albert Wendt: Betti Kettenhemd, 2008
Sally Nicholls: Wie man unsterblich wird, 2008
Andreas Steinhöfel: Die Mitte der Welt, 1998 ; Der mechanische Prinz, 2003; Rico, Oskar und die Tieferschatten, 2008
Kirsten Boie: Nicht Chicago. Nicht hier, 1999; Geschichten aus dem Möwenweg, z.B. Ein neues Jahr im Möwenweg, 2008
Kevin Brooks: Martyn Pig, 2002; Lucas, 2003 (dt. 2005); The Road of the Dead, 2008
Shaun Tan: Geschichte aus der Vorstadt des Universums, 2008
Jacob van der Hoeden: Lienekes Hefte, (dt. 2009)
Suzanne Collins: Die Tribute von Panem, 2009
Unni Lindell: Bella Buuuh und die Nachtschule, 2009
Gabi Kreslehner: Charlottes Traum, 2009
Benigna Werthen: Elin und das Geheimnis des Waldes, 2009

Schauspiele und Hörspiele für Kinder und Jugendliche:
James Matthew Barrie: Peter Pan
Walter Benjamin u. Ernst Schoen: Das kalte Herz. Hörspiel nach Wilhelm Hauff
Friedrich Karl Waechter: Schule mit Clowns
Paul Maar: Kikerikiste, F.A.U.S.T., Klaras Engel

Kinder- und Jugendlyrik:

Gedichte z. B. von Matthias Claudius, Clemens Brentano, Wilhelm Busch, Paula u. Richard Dehmel, Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz, Bertolt Brecht, Erich Kästner, Josef Guggenmos, James Krüss, Ernst Jandl, Peter Rühmkorf, Robert Gernhardt

Empfehlenswert sind folgende Anthologien der Jugendlyrik:

Heinz-Jürgen Kliewer u. Ursula Kliewer (Hrsg.): Jugendlyrik. Stuttgart: Reclam 2000
Sascha Verlan (Hrsg.): Rap-Texte. Stuttgart: Reclam 2000

5. Sachtexte

5.1. Literatur- und kunsttheoretische Texte

Literatur anderer Sprachen:
Platon: Symposion
Aristoteles: Poetik
Horaz: Ars Poetica
Virginia Woolf: Essays zur Literatur
René Wellek und Austin Warren: Theorie der Literatur
Jean-Paul Sartre: Was ist Literatur?
Roland Barthes: Mythen des Alltags
Umberto Eco: Das offene Kunstwerk
Michel Foucault: Schriften zur Literatur
Jacques Derrida: Randgänge der Philosophie

Deutschsprachige Literatur 1600–1700:
Martin Opitz: Buch von der deutschen Poeterey

Deutschsprachige Literatur 1700–1800:
Johann Joachim Winckelmann: Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst
Johann Christoph Gottsched: Versuch einer Critischen Dichtkunst vor die Deutschen
Johann Gottfried Herder u. a.: Von deutscher Art und Kunst
Johann Wolfgang Goethe: Zum Schäkespears Tag
Friedrich Schiller: Über die ästhetische Erziehung des Menschen
Friedrich Schlegel: Gespräch über die Poesie; Fragmente

Deutschsprachige Literatur 1800–1900:
Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Vorlesungen über die Ästhetik (in Auszügen)
Gustav Freytag: Die Technik des Dramas
Friedrich Nietzsche: Die Geburt der Tragödie aus dem Geist der Musik

Deutschsprachige Literatur 1900–1990:
André Jolles: Einfache Formen
Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit
Wolfgang Kayser: Das sprachliche Kunstwerk
Emil Staiger: Grundbegriffe der Poetik
Käte Hamburger: Die Logik der Dichtung
Eberhard Lämmert: Bauformen des Erzählens
Peter Szondi: Theorie des modernen Dramas
Volker Klotz: Geschlossene und offene Form im Drama
Theodor W. Adorno: Noten zur Literatur
Hans Robert Jauß: Literaturgeschichte als Provokation

5.2. Essays, Reden, Aphorismen

Literatur anderer Sprachen:
Michel de Montaigne: Essais

Deutschsprachige Literatur 1700–1800:

Friedrich Schleiermacher: Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern
Novalis: Die Christenheit oder Europa

Deutschsprachige Literatur 1800–1900:
Friedrich Nietzsche: Unzeitgemäße Betrachgungen; Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten; Menschliches Allzumenschliches

Deutschsprachige Literatur 1900–1990:
Hugo von Hofmannsthal: Ein Brief des Lord Chandos
Sigmund Freud: Das Unbehagen in der Kultur
Thomas Mann: Deutschland und die Deutschen
Theodor W. Adorno: Minima Moralia
Hans Magnus Enzensberger: Einzelheiten
Botho Strauß: Paare, Passanten

5.3. Briefe, Biografien, Autobiografien, Tagebücher

Literatur anderer Sprachen:
Augustinus: Confessiones
Jean-Jacques Rousseau: Bekenntnisse
Fernando Pessoa : Das Buch der Unruhe

Deutschsprachige Literatur 1700–1800:
Johann Wolfgang Goethe u. Friedrich Schiller: Briefwechsel 

Deutschsprachige Literatur 1800–1900:
Karoline von Günderrode: Der Schatten eines Traumes
Johann Wolfgang Goethe: Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit

Deutschsprachige Literatur 1900–1990:
Franz Kafka: Tagebücher; Brief an den Vater
Walter Benjamin: Berlinger Kindheit um 1900; Deutsche Menschen. Eine Folge von Briefen
Klaus Mann: Der Wendepunkt
Elias Canetti: Die gerettete Zunge; Fackel im Ohr; Das Augenspiel
Bernward Vesper: Die Reise
Thomas Bernhard: Die Ursache; Ein Kind

5.4. Reiseberichte, Reportagen

Deutschsprachige Literatur 1700–1800:
Georg Forster: Reise um die Welt

Deutschsprachige Literatur 1800–1900:

Johann Wolfgang Goethe: Italienische Reise

Deutschsprachige Literatur 1900–1990:
Egon Erwin Kisch: Reportagen
Elias Canetti: Die Stimmen von Marrakesch
Wolfgang Koeppen: Nach Russland und anderswohin
Rolf Dieter Brinkmann: Rom. Blicke
Wolfgang Büscher: Berlin-Moskau:eine Reise zu Fuß

5.5. (Sach)texte aus anderen Disziplinen

Hier können wir nur Beispiele nennen für Texte, die Sie sinnvollerweise zur Ergänzung und Bereicherung Ihres Literaturstudiums lesen könnten:

Immanuel Kant: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?
Karl Marx: Pariser Manuskripte
Jacob Burckhardt: Die Kultur der Renaissance in Italien
Sigmund Freud: Die Traumdeutung
Claude Lévi-Strauss: Traurige Tropen
Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht
Blaise Pascal: Gedanken
Niccolo Machiavelli: Der Fürst

6. Weiterführende Leselisten

Reichen Ihnen die oben stehenden Listen nicht aus? Benötigen Sie weitere Hinweise und Orientierungshilfen für Ihre Lektüre? Dann empfehlen wir Ihnen folgende publizierte Leselisten:

Griese, Sabine u.a. (Hrsg.): Die Leseliste. Kommentierte Empfehlungen. Stuttgart: Reclam 1994 [enthält kurze Charakterisierungen der Texte und auch zahlreiche Titel aus anderen Sprachen]

Segebrecht, Wulf: Was sollen Germanisten lesen? Ein Vorschlag. 2., überarb. u. erw. Aufl. Berlin: E. Schmidt 2000 [beschränkt sich auf deutschsprachige Literatur, führt auch viele Anthologien auf]

Standardwerke der Literaturwissenschaft

Auch wenn die Lektüre der literarischen Texte im Zentrum Ihres literaturwissenschaftlichen und literaturdidaktischen Studiums stehen sollte, kommen Sie um die Auseinandersetzung mit literaturwissenschaftlicher Forschungsliteratur während Ihres Studiums und auch während Ihrer späteren Tätigkeit als Deutschlehrerin oder Deutschlehrer nicht herum: Kein Text erschließt sich ganz „von selbst“; wir sind immer wieder auf Hintergrundinformationen und Interpretationen zu den Texten angewiesen. Diese literaturwissenschaftlichen Texte über Texte aber sind niemals ganz objektiv, sondern sie sind stets durch einen bestimmten methodischen Zugriff auf den Text geprägt. Wenn wir also nicht einer bestimmten Interpretation, die möglicherweise sehr einseitig ist, ungeprüft folgen und sie bloß reproduzieren wollen, müssen wir selbst die Fähigkeit entwickeln, literaturwissenschaftliche Methoden zu erkennen und sie reflektiert anzuwenden. Im Verlauf Ihres Studiums sollten Sie anstreben, sich einen Überblick nicht nur über die deutschsprachige Literatur im internationalen Kontext, sondern auch über die wichtigsten Arbeitsgebiete, Grundprobleme und Methoden der Literaturwissenschaft zu verschaffen. Zumal im Studium des Faches Deutsch als Langfach wird von Ihnen in der PVO auch die „Kenntnis der Theorie der Gattungen und Textsorten“ sowie die „Fähigkeit zur literaturtheoretisch und methodisch reflektierten Analyse und Interpretation von Texten“ erwartet. Die wichtigsten Orientierungshilfen auf diesem Gebiet gibt Ihnen der Kurs „Einführung in die Literaturwissenschaft“. Dort lernen Sie auch die Grundlagenwerke der Literaturwissenschaft und den Umgang mit ihnen kennen. Sie erfahren ferner, wie Sie systematisch Forschungsliteratur zu einem bestimmten Thema ermitteln (bibliografieren). Die wichtigsten Titel zu diesen Grundproblemen sind im Folgenden zusammengestellt. Sie sollten sie auch in den weiteren von Ihnen besuchten literaturwissenschaftlichen und literaturdidaktischen Seminaren zu Rate ziehen, denn eine solide literaturwissenschaftliche Grundlegung hilft Ihnen bei jeder literaturdidaktischen Reflexion und jeder Stunde Literaturunterricht. Schließlich dienen diese Standardwerke Ihnen zur Rekapitulation und Ergänzung des Grundlagen- und Überblickswissens im Rahmen der Examensvorbereitung.

a) Einführungen in die Literaturwissenschaft und ihre Arbeitstechniken

Allkemper, Alo u. Norbert Otto Eke: Literaturwissenschaft. Paderborn: Fink/UTB basics 2004 [mit kurzer deutscher Literaturgeschichte, Übungsfragen und –antworten]

Arnold, Heinz Ludwig u. Heinrich Detering (Hrsg.): Grundzüge der Literaturwissenschaft. 5. Aufl., München: dtv 2003 [umfassender Überblick über literarische Gattungen und literaturwissenschaftliche Methoden, eher zur Vertiefung als zur Einführung geeignet]

Bauer, Karl W. (Hrsg.): Grundkurs Literatur- und Medienwissenschaft. Primarstufe. 3., überarb. u. erw. Neuaufl. München: Fink/UTB 1998

Brackert, Helmut u. Jörn Stückrath (Hrsg.): Literaturwissenschaft. Ein Grundkurs. Erw. Ausg. Reinbek: Rowohlt 1997 [umfassender Überblick über Formen und Institutionen der Literatur sowie über Grundfragen und Positionen der Literaturwissenschaft; zur Vertiefung, nicht zur Einführung empfehlenswert]

Fricke, Harald u. Rüdiger Zymner: Einübung in die Literaturwissenschaft. Parodieren geht über Studieren. 4., korrig. Aufl. 2000. Paderborn u. a.: Schöningh/UTB 2000 [Einführung in die literaturwissenschaftliche Terminologie mit zahlreichen praktischen Übungen]

Jeßing, Benedikt: Arbeitstechniken des literaturwissenschaftlichen Studiums. Stuttgart: Reclam 2001 [gute Anleitung zum Konzipieren und Verfassen von Hausarbeiten]

Jeßing, Benedikt u. Ralph Köhnen: Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Stuttgart; Weimar: Metzler 2003 [solide Einführung mit Kapiteln zum Thema Literatur und andere Künste und zur Literaturtheorie sowie einer kurzen deutschen Literaturgeschichte]

Klausnitzer, Ralf: Literaturwissenschaft. Begriffe – Verfahren – Arbeitstechniken. Berlin; New York: de Gruyter 2004 [klärt Grundbegriffe und Grundfragen der Literaturwissenschaft]

Koch, Hans-Albrecht: Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Eine praxisorientierte Einführung für Anfänger. Darmstadt: Wiss. Buchges. 1997

Moennighoff, Burkhard u. Eckhardt Meyer-Krentler: Arbeitstechniken Literaturwissenschaft. 11., korr. u. aktualis. Aufl. München: Fink/UTB 2001 [beste Einführung in die „Formalia“ wissenschaftlichen Arbeitens]

Neuhaus, Stefan: Grundriss der Literaturwissenschaft. Tübingen; Basel: Francke/UTB 2003 [mit Kapiteln zu Medien, literarischer Wertung, kurzer deutscher Literaturgeschichte]

Plachta, Bodo: Editionswissenschaft. Eine Einführung in Methode und Praxis der Edition neuerer Texte. Stuttgart: Reclam 1997

Schneider, Jost: Einführung in die moderne Literaturwissenschaft. Bielefeld: Aisthesis 2000

Vogt, Jochen: Einladung zur Literaturwissenschaft. München: Fink/UTB 2002 [locker geschrieben, leicht zu lesen, begrifflich teilweise etwas unscharf; Ergänzungsprogramm im Internet]

b) Hilfsmittel zur Suche von Forschungsliteratur

Blinn, Hansjürgen: Informationshandbuch Deutsche Literaturwissenschaft. Mit Internet- und CD-ROM-Recherchen. 4., völlig neu bearb. u. stark erw. Ausg. Frankfurt/M.: Fischer 2001

Jeßing, Benedikt: Bibliographieren für Literaturwissenschaftler. Stuttgart: Reclam 2003

Raabe, Paul: Einführung in die Bücherkunde zur deutschen Literaturwissenschaft. 11., völlig neubearb. Aufl. Stuttgart; Weimar: Metzler 1994 [verzeichnet die wichtigsten Nachschlagewerke, Bibliografien und Zeitschriften des Fachs und zeigt, wie man sich das in ihnen enthaltene Wissen erschließt]

Zelle, Carsten: Kurze Bücherkunde für Literaturwissenschaftler. Tübingen; Basel: Francke/UTB 1998

c) Einführungen in die Theorie und Analyse literarischer Gattungen

Asmuth, Bernhard: Einführung in die Dramenanalyse. 5., aktualis. Aufl. Stuttgart; Weimar: Metzler 1997

Burdorf, Dieter: Einführung in die Gedichtanalyse. 2., überarb. u. aktualis. Aufl. Stuttgart; Weimar: Metzler 1997

Martinez, Matias u. Michael Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie. 3., durchges. Aufl. München: Beck 2002

Moennighoff, Burkhard: Metrik. Stuttgart: Reclam 2004

Vogt, Jochen: Aspekte erzählender Prosa. Eine Einführung in Erzähltechnik und Romantheorie. 8., durchges. u. aktualis. Aufl. Opladen; Wiesbaden: Westdt. Vlg. 1998

Pfister, Manfred: Das Drama. 11., unv. Nachdr. Stuttgart: UTB 2008

d) Literaturtheorie und literaturwissenschaftliche Methoden

Biti, Vladimir: Literatur- und Kulturtheorie. Ein Handbuch gegenwärtiger Begriffe [kroat. 1997]. Reinbek: Rowohlt 2001

Bogdal, Klaus-Michael: Neue Literaturtheorien. Eine Einführung. 2., neubearb. Aufl. Opladen: Westdt. Vlg. 1997

Culler, Jonathan: Literaturtheorie. Eine kurze Einführung [engl. 1997]. Stuttgart: Reclam 2002

Eagleton, Terry: Einführung in die Literaturtheorie [engl. 1983]. Stuttgart; Weimar: Metzler 1994

Nünning, Ansgar (Hrsg.): Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie. Ansätze – Personen – Grundbegriffe. 2., überarb. u. erw. Auflage. Stuttgart; Weimar: Metzler 2001

Gutzen, Dieter u. a.: Einführung in die neuere deutsche Literaturwissenschaft. Ein Arbeitsbuch. 6., neugefaßte Aufl. 1989. Berlin: E. Schmidt 1989 [etwas veraltet, führt aber solide in die Analyse der verschiedenen Gattungen und in einige Methoden ein]

Schutte, Jürgen: Einführung in die Literaturinterpretation. 4., aktualis. Aufl. Stuttgart; Weimar 1997 [führt in Analyse, Interpretation und wichtige Methoden ein]

Warning, Rainer (Hrsg.): Rezeptionsästhetik. Theorie und Praxis. 4., unveränd. Aufl. München: Fink/UTB 1994

e) Poetik und Rhetorik

Göttert, Karl Heinz: Einführung in die Rhetorik. Grundbegriffe – Geschichte – Rezeption. 3. Aufl. München: Fink/UTB 1998

Ottmers, Clemens: Rhetorik. Stuttgart; Weimar: Metzler 1996

Plett, Heinrich F.: Systematische Rhetorik. München: Fink/UTB 2000

Ueding, Gert (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Tübingen: Niemeyer 1992 ff. [umfassendes Nachschlagewerk, nur in der Bibliothek zu konsultieren]

Ueding, Gert u. Bernd Steinbrink: Grundriß der Rhetorik. Geschichte – Technik – Methode. 3., überarb. u. erw. Aufl. Stuttgart; Weimar 1994

f) Literaturgeschichten

Beutin, Wolfgang u. a.: Deutsche Literaturgeschichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. 6., verb. u. erw. Aufl. Stuttgart; Weimar: Metzler 2001

Brenner, Peter J.: Neue deutsche Literaturgeschichte. Vom „Ackermann” zu Günter Grass. Tübingen: Niemeyer 1996.

de Boor, Helmut u. Richard Newald (Hrsg.): Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart. München: Beck 1949 ff. [z. T. grundlegende Neubearbeitungen; noch nicht vollständig]

Freund, Winfried: Deutsche Literatur. DuMont Schnellkurs. Köln: DuMont 2000 [handlicher Überblick mit farbigen Abbildungen]

Glaser, Horst Albert (Hrsg.): Deutsche Literatur. Eine Sozialgeschichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. 9 Bde. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1980–1995 (Abschlussbd.: Stuttgart; Wien: P. Haupt/UTB 1997)

Gnüg, Hiltrud u. Renate Möhrmann (Hrsg.): Frauen Literatur Geschichte. Schreibende Frauen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 2., vollst. neu bearb. u. erw. Aufl. Stuttgart; Weimar: Metzler 1999

Grimminger, Rolf (Hrsg.): Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. München: Hanser u. dtv 1980 ff.

Meid, Volker: Das Reclam Buch der deutschen Literatur. Mit 606 ein- und mehrfarbigen Abbildungen. Stuttgart: Reclam 2004

Schlaffer, Heinz: Die kurze Geschichte der deutschen Literatur. München; Wien: Hanser 2002 [provozierende, nur 158 Seiten umfassende Darstellung, die die deutsche Literatur im Wesentlichen auf die Jahrzehnte 1770–1830 und 1900–1950 beschränkt sieht und nicht zur Einführung, wohl aber zur Auseinandersetzung für Fortgeschrittene geeignet ist]

Schnell, Ralf: Geschichte der deutschsprachigen Literatur seit 1945. Stuttgart; Weimar: Metzler 1993. Ungekürzte Sonderausg. 2000 [im Anhang hilfreiche bio-bibliografische Angaben zu einzelnen Autoren]

g) Autorenlexika

Arnold, Heinz Ludwig (Hrsg.): Kritisches Lexikon zur deutschen Gegen­wartslitera­tur. München: edition Text und Kritik 1984 ff. [Loseblatt-Sammlung, wird laufend ergänzt; auch als CD-ROM und gebührenpflichtig unter http://www.klgonline.de/]

Arnold, Heinz Ludwig (Hrsg.): Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur. München: edition Text und Kritik 1984 ff. [Loseblatt-Sammlung, wird laufend ergänzt]

Brauneck, Manfred: Autorenlexikon deutschsprachiger Literatur des 20. Jahrhunderts. Überarb. u. erw. Neuausg. Reinbek: Rowohlt 1995

Grimm, Gunter E. u. Frank Rainer Max (Hrsg.): Deutsche Dichter. Leben und Werk deutschsprachiger Autoren vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 8 Bde. Stuttgart: Reclam 1988–1993

Killy, Walther: Literatur Lexikon. Autoren und Werke deutscher Sprache. 15 Bde. Gütersloh; München: Bertelsmann 1988–1993 [auch als CD-ROM: Directmedia Publ., Digitale Bibl. 9]

Lutz, Bernd (Hrsg.): Metzler Autoren Lexikon. Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 2., überarb. u. erw. Ausg. Stuttgart; Weimar: Metzler 1997

Wilpert, Gero von (Hrsg.): Lexikon der Weltliteratur. 4 Bde. München: dtv 1997 [Bd. 1. u. 2: Autoren; auch als CD-ROM: Directmedia Publ., Digitale Bibl. 13]

h) Werklexika

Jens, Walter (Hrsg.): Kindlers Neues Literaturlexikon. 21 Bände. München: Kindler 1988-1996. [international ausgerichtet unter Berücksichtigung anonymer Werke; ergänzend Artikel zu unterschiedlichen Nationalliteraturen]

Meid, Volker: Metzler Literatur Chronik. Werke deutschsprachiger Autoren. 2., erw. Aufl. Stuttgart; Weimar 1998

Wilpert, Gero von (Hrsg.): Lexikon der Weltliteratur. 4 Bde. München: dtv 1997 [Bd. 3. u. 4: Werke; auch als CD-ROM: Directmedia Publ., Digitale Bibl. 13]

i) Begriffs- und Sachlexika

Borchmeyer, Dieter u. Viktor Žmegač (Hrsg.): Moderne Literatur in Grundbegriffen. 2., neu bearb. Aufl. Tübingen: Niemeyer 1994 [ausführliche und meist informative Artikel besonders zu Gattungen und literarischen Bewegungen seit dem späten 19. Jahrhundert]

Braak, Ivo u. Martin Neubauer: Poetik in Stichworten. Literaturwissenschaftliche Grundbegriffe. Eine Einführung. 7., überarb. u. erw. Auf­l. Kiel: Hirt 1990.

Meid, Volker (Hrsg.): Sachlexikon Literatur. München: dtv 2000 [zuerst als Bd. 13 u. 14 des von Walther Killy hrsg. „Literatur Lexikons” erschie­nen]

Meid, Volker: Sachwörterbuch zur Literatur. Stuttgart: Reclam 1999 [auch auf CD-ROM bei Reclam: Elektronisches Sachwörterbuch zur Literatur]

Schweikle, Günther und Irmgard (Hrsg.): Metzler Literatur Lexikon. Begriffe und Definitionen. 2., überarb. Auflage. Stuttgart: Metzler 1990

Ricklefs, Ulfert (Hrsg.): Fischer Lexikon Literatur. 3 Bde. Frankfurt/M.: Fischer 1996 [enthält etwa 80 handbuchartige Artikel, die gut in die Gebiete der Literatur und ihre Geschichte einführen]

Weimar, Klaus u. a. (Hrsg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Neu­bearbeitung des Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte. 3 Bde. Ber­lin; New York: de Gruyter 1997-2003 [klärt die heutige Verwendung literaturwissenschaftlicher Begriffe]

Wilpert, Gero von: Sachwörterbuch der Literatur. 8., erw. u. verb. Aufl. Stuttgart: Kröner 2001 [gute Literaturangaben, sachlich z. T. etwas veraltet]

j) Stoff- und Motivlexika

Daemmrich, Horst S. und Ingrid G. Daemmrich: Themen und Motive in der Lite­ratur. Ein Handbuch. 2., überarb. und erw. Aufl. Tübingen; Basel: Francke 1995

Frenzel, Elisabeth: Motive der Weltliteratur. Ein Lexikon dichtungsgeschichtlicher Längsschnitte. 4., überarb. und erw. Auf­l. Stuttgart: Kröner 1992

Frenzel, Elisabeth: Stoffe der Weltliteratur. Ein Lexikon dichtungsgeschichtlicher Längsschnitte. 9., überarb. u. erw. Auf­l. Stuttgart: Kröner 1998

Butzer, Günter; Jacob, Joachim: Metzler Lexikon literarischer Symbole. Stuttgart/Weimar: J.B. Metzler 2008

k) Kinder- und Jugendliteratur

Baumgärtner, Alfred C. u. Heinrich Pleticha (Hrsg.): Kinder- und Jugendliteratur: Autoren, Illustratoren, Verlage, Begriffe. Meitingen: Corian 1995 ff. [Lose­blatt-Sammlung, wird jährlich aktualisiert]

Brüggemann, Theodor u. a. (Hrsg.): Handbuch zur Kinder- und Jugendliteratur. Stuttgart; Weimar: Metzler 1982 ff.

Doderer, Klaus (Hrsg.): Lexikon der Kinder- und Jugendliteratur. 5 Bde. Weinheim; Basel: Beltz 1974–1981 u. ö.

Ewers, Hans-Heino: Literatur für Kinder und Jugendliche. Eine Einführung. München: Fink/UTB 2000

Heidtmann, Horst: Kindermedien. Stuttgart; Weimar: Metzler 1992

Hurrelmann, Bettina (Hrsg.): Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur. Frankfurt/M.: Fischer 1995

Kümmerling-Meibauer, Bettina: Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur. Ein internationales Lexikon. 2 Bde. Stuttgart; Weimar: Metzler 1999

Lange, Günter: Taschenbuch der Kinder- und Jugendliteratur. 2 Bde. Hohengehren: Schneider 2000

Wild, Reiner (Hrsg.): Geschichte der deutschen Kinder- und Jugendliteratur. Stutt­gart: Metzler 1990

l) Theater

Brauneck, Manfred (Hrsg.): Theaterlexikon. Begriffe und Epochen, Bühnen und Ensembles. 3., vollst. überarb. u. erw. Neuausg. Reinbek: Rowohlt 1992.

Fischer-Lichte, Erika: Kurze Geschichte des deutschen Theaters. Tübingen; Basel: Francke/UTB 1999

m) Medien

Hickethier, Knut: Film- und Fernsehanalyse. 3., überarb. Aufl. Stuttgart; Weimar: Metzler 2001

Jacobsen, Wolfgang u. a.: Geschichte des deutschen Films. Stuttgart; Weimar: Metzler 1993

Monaco, James: Film verstehen. Kunst - Technik - Sprache - Geschichte und Theo­rie des Films und der neuen Medien. Überarbeitete und erweiterte Neuaus­gabe. Reinbek: Rowohlt Taschenbuch Verlag 2001

Schnell, Ralf: Medienästhetik. Zur Geschichte und Theorie audiovisueller Wahrnehmungsformen. Stuttgart; Weimar: Metzler 2000

Schnell, Ralf (Hrsg.): Metzler Lexikon Kultur der Gegenwart. Themen und Theorien, Formen und Institutionen seit 1945. Stuttgart; Weimar: Metzler 2000

n) Wichtige Nachschlagewerke aus Nachbardisziplinen

Die hier genannten umfangreichen Nachschlagewerke werden Sie nur in der Bibliothek konsultieren können. Da sie noch nicht vollständig erschienen sind, müssen Sie in einigen Fällen auf die älteren Auflagen oder auf im Bibliotheksregal benachbarte Werke zurückgreifen.

Betz, Hans Dieter (Hrsg.): Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft. 4., völlig neu bearb. Aufl. Tübingen: Mohr-Siebeck 1998 ff.

Cancik, Hubert u. a. (Hrsg.): Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike. Stuttgart; Weimar: Metzler 1996 ff.

Finscher, Ludwig (Hrsg.): MGG – Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Stuttgart: Bärenreiter/Metzler 1994 ff.

Ritter, Joachim u. a. (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Philosophie. Basel: Schwabe 1971 ff.

Immer wieder werden Sie in der Literatur mit Namen und Daten aus der Antike konfrontiert. Um diese zu klären, benötigen Sie ein handliches Nachschlagewerk. Empfehlenswert ist z. B.:

Hiltbrunner, Otto unter Mitarb. v. Marion Lausberg: Kleines Lexikon der Antike. 6., völlig neubearb. u. erw. Aufl. Tübingen; Basel: Francke 1995

o) Literaturwissenschaftliche Zeitschriften und Jahrbücher

Ein großer Teil wichtiger Forschungsbeiträge findet sich in literaturwissenschaftlichen Zeitschriften und Jahrbüchern. Wie Sie die Aufsätze in älteren Zeitschriftenbänden ermitteln, erfahren Sie im Einführungskurs Literaturwissenschaft und in den oben genannten „Hilfsmitteln zur Suche von Forschungsliteratur“. Bitte beachten Sie, dass sich bei den gebundenen Zeitschriften im hinteren Bereich des Erdgeschosses der Bibliothek auch zahlreiche Jahrbücher und ältere Zeitschriften finden, von denen keine aktuellen Hefte im Zeitschriftenregal im vorderen Bereich ausliegen. Folgende in der Bibliothek vorhandene Zeitschriften und Jahrbücher sind für das Literaturstudium wichtig:

Arbitrium. Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft
Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte (DVjs)
Euphorion
German Studies Review
Germanisch-Romanische Monatsschrift (GRM)
Goethe-Jahrbuch (bis 1983 vorhanden)
Hölderlin-Jahrbuch
die horen
Internationales Archiv für Sozialgeschichte der Literatur (IASL)
Jahrbuch der deutschen Schillergesellschaft [nicht nur für Schiller, sondern allgemein zur Literatur um 1800 wichtig]
Jahrbuch des Freien Deutschen Hochstifts (bis 1983 vorhanden)
Kleist-Jahrbuch
Literaturwissenschaft und Linguistik (LiLi)
Neue Rundschau
Referatedienst zur Literaturwissenschaft
Rhetorik. Ein internationales Jahrbuch
Sprache und Literatur (SuL)
Text + Kritik
Weimarer Beiträge
Wirkendes Wort (WW)
Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft
Zeitschrift für deutsche Philologie (ZfdPh)