Umbrüche gestalten

UMBRÜCHE GESTALTEN. Sprachenförderung und -bildung als integrale Bestandteile innovativer Lehrerbildung in Niedersachsen.

Ziel der Initiative UMBRÜCHE GESTALTEN aller niedersächsischen lehrerbildenden Hochschulen ist die Entwicklung eines strukturierten, den gesamten Ausbildungsweg begleitenden verbindlichen Qualifizierungsangebots in den Bereichen Sprachenförderung und DaZ für Lehramtsstudierende aller Fächer und Schulformen.


UMBRÜCHE GESTALTEN bezieht sich auf die äußerst günstigen (bildungs)politischen Rahmenbedingungen: Die Stärkung der Themen Sprachförderung, Mehrsprachigkeit und Umgang mit Heterogenität in der Koalitionsvereinbarung schafft optimale Voraussetzungen, Sprachenförderung und DaZ als Kernelemente in die Ausgestaltung von Heterogenität und Diversität in den Entwicklungsprozess des neuen Lehrerbildungsgesetzes und der neuen Masterverordnung einzubringen.


UMBRÜCHE GESTALTEN in Hildesheim

Das Team in Hildesheim arbeitet gemeinsam mit den Teams in Braunschweig, Osnabrück und Vechta im Bereich Grund-, Haupt- und Realschulen. In Hildesheim setzen wir uns speziell mit den Fächern Deutsch, Mathematik und Sport auseinander und gehen unter anderem der Frage "Wie viel Sprache steckt im Fach Mathematik/Sport?" nach.

 

Projektmitarbeiterinnen

Projektleitung: Prof. Dr. Elke Montanari
Projektkoordination: Lilia Tschudinovski, M.A., wiss. Mitarbeiterin
Abgeordnete Lehrkraft: Ralina Lutter

 

Von links nach rechts: Christina Süßmilch, Birthe Witthöft, Prof. Dr. Elke Montanari, Prof. Dr. Barbara Schmidt-Thieme, Christina Kellner, Ralina Lutter und Luba Merwald


Umsetzung in Hildesheim

SS 2015:

    1. Seminar Bachelor/Master Lehramt „Wie viel Sprache steckt im Fach Mathematik?“

  • 2. Seminar Master Lehramt „Deutsche Grammatik und Lexik“
  • 3. Seminar Bachelor Lehramt „Seiteneinsteiger“
  • 4. Seminar Bachelor Lehramt „Deutsches Sprachdiplom Spring School“
  • 5. Seminar Master „Zweitschrifterwerb“
  • 6. Seminar Bachelor „Einführung in die Sprachdidaktik Deutsch“

WS 2014/15:

  • 1. Seminar Bachelor/Master Lehramt „Wie viel Sprache steckt im Fach Mathematik?“
  • 2. Vorlesung Bachelor Lehramt „Einführung in die Didaktik der Mathematik“ mit Integration des Bereichs Sprache
  • 3. Seminar Master Lehramt „sprachsensibler Fachunterricht“
  • 4. Seminar Bachelor Lehramt „Deutschunterricht mit mehrsprachigen Lernern“

 

Ergebnisse aus den Seminaren

Stimmen der Studierenden:

Frage: Wie kann mir das Wissen über Semiotik im Mathematikunterricht helfen?

Antwort 1: „Ich denke, es ist wichtig, als Lehrkraft zu registrieren, dass nicht zu jeder Bezeichnung gleich etwas Bezeichnetes abrufbar ist. Hier muss man vor allem zwischen sich selbst und den Schülern differenzieren. Nur weil sich bei mir gleich ein Übergang zwischen Bezeichnung und Bezeichnetem einstellt, muss dies bei den Schülern nicht so sein. Dafür sollte man sich im Unterricht genügend Zeit nehmen“ (Student aus dem Seminar „Wie viel Sprache steckt im Fach Mathematik?“)

Antwort 2: „Die Sprache hat eine größere Bedeutung und Kraft im Mathematikunterricht, als mir so bewusst war. Sie kann Unterrichtsgegenstände komplizierter, aber meistens auch einfacher machen. Sie kann anregen oder Assoziationen hervorrufen. Sie ist vielfältig einsetzbar." (Studentin aus dem Seminar „Wie viel Sprache steckt im Fach Mathematik?“)

Antwort 3: „Mathematische Bezeichnungen, die man als LP [Lehrperson]verwendet müssen im Unterricht und in den Köpfen der SuS [Schülerinnen und Schüler] mit Inhalten & Vorstellungen gefüllt werden, wobei die Problematik besteht, dass viele abstrakt sind. Es muss also eine gemeinsame Sprache über Mathematik entwickelt werden, um fehlerlos zu kommunizieren“ (Studentin aus dem Seminar „Wie viel Sprache steckt im Fach Mathematik?“)

 

 

 

Gastvortrag "Wie viel Sprache steckt im Fach Mathematik? - Ein Beispiel für das sprachsensible Unterrichten im Fach" von Christina Kellner an der Universität Vechta am 05.05.2015.

 

Umbrüche gestalten in Vechta und Hildesheim: Wilfried Wittstruck, Christina Kellner, Frauke Gruben

 

Tagungen

Per un modello sistemico della educazione permanente

SIPED: Jahrestagung der Società Italiana di Pegagogia

Free University of Bolzano / Italy

Elke Montanari (scientific comittee, Gutachterkomittee)

Vortrag auf dem 2. Gatower Linguistischen Kolloquium, FU Berlin
21.03.2016
Elke Montanari, Barbara Graßer, Roman Abel: Bilingualer Wortschatzerwerb: Overlap im Symbolfeld

Vortrag auf dem 14. Workshop Interkulturelle Kommunikation und Interkulturelles Lernen, Universität Dresden
13.05.2016
Lilia Tschudinovski, Roman Abel: Konzepte zu alltäglichen Gegenständen im Russischen und Deutschen bei bilingualen Sprechern

Vortrag auf der 12. Internationalen Tagung zur Funktionalen Pragmatik, Universität Utrecht, Niederlande
14.07.2016
Elke Montanari, Barbara Graßer, Roman Abel: Mehrsprachiger Wortschatz in Handlungsbereichen

Vortrag auf der Tagung Potenziale von Herkunftssprachen, Universität Leipzig
10.09.2016
Elke Montanari, Lilia Tschudinovski, Barbara Graßer, Roman Abel: Die Herkunftssprache Russisch im bilingualen Erwerb im Grundschulalter

Vortrag auf dem Europäischen Tag der Sprachen, Università degli Studi di Modena e Reggio Emilia, Italien
26.09.2016
Elke Montanari: Insegnare le lingue: didattica del multilinguismo all’università e nella scuola

Vortrag auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Angewandte Linguistik, Universität Koblenz-Landau
29.09.2016
Michael H. Daller, Elke Montanari, Jeanine Treffers-Daller, Fatih Bayram: Schulische Spracherwerbsbiographien – der Wortschatz bilingualer Schüler

Vortrag auf dem Europäischen Tag der Sprachen (Giornata europea delle lingue): Insegnare le lingue e valutare le competenze: alla ricerca di buone pratiche, Università degli Studi di Modena e Reggio Emilia, Italien
26.09.2016
Elke Montanari: Insegnare le lingue: didattica del multilinguismo all’università e nella scuola

 

Lehrerfortbildungen

Zweitägige Fortbildung an der KGS Kronsberg zum Thema „Sprachsensibler Fachunterricht“
28.04.2016 und 08.09.2016
Ralina Lutter

Fortbildung an der KGS Lamspringe zum Thema „Umgangssprache/ Bildungssprache“
26.10.2016
Ulrike Bohle

 

UMBRÜCHE GESTALTEN in Niedersachsen

Das niedersächsische Projekt wird gefördert durch das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache. Das Mercator-Institut ist ein von der Stiftung Mercator initiiertes und gefördertes Institut der Universität zu Köln. Aktiv unterstützt und gefördert wird das Projekt zudem vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und vom Niedersächsischen Kultusministerium, mit dem die Projektpartner auch über das DaZNet, dem Netzwerk aller Akteure für Deutsch als Zweit- und Bildungssprache, Mehrsprachigkeit und Interkulturelle Kompetenz kooperieren.

"Umbrüche gestalten" ist ein Verbundprojekt aller lehrerbildenden Hochschulen in Niedersachsen; zum Verbundprojekt geht es HIER.

Förderzeitraum: 1.3.2014 – 28.2.2017