Forschungskolloquium

Forschungskolloquium des FB 3

Dienstags ab 18.05 Uhr (außer am 28.11.: ab 18.15 Uhr)

in Raum L068 (abwechselnd mit dem Kolloquium des IdSL)

Koordination: Prof. Dr. Bettina Kluge, Prof. Dr. Annette Sabban

Programm im Wintersemester 2017/2018

14.11.2017 Prof. Dr. John A. Bateman, Bremen Die korpusbasierte Untersuchung von Multimodalität in neuen (und alten) Medien
28.11.2017 Prof. Dr. Elke Montanari Mehrsprachigkeit im Unterrichtsdiskurs am Beispiel neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler
12.12.2017 Prof. Dr. Nathalie Mälzer und Frau Wünsche tba, zur Pilotstudie im EFRE-Projekt, TV-Gehörlosenübertitel für Kindersendungen
23.01.2018 Prof. Dr. Sören Ohlhus Sprachliche und fachliche Lernprozesse in der multimodalen Interaktion
30.01.2018 Frau Cornelia Müller, Frankfurt/Oder Multimodale Metaphorik im Tanztraining: zur Temporalität von Bedeutungskonstitution in der Interaktion

Aktueller Vortrag:

Dienstag, 14.11.2017, 18.05 Uhr in L068: 

Vortragender: Prof. Dr. John A. Bateman, Universität Bremen

Die korpusbasierte Untersuchung von Multimodalität in neuen (und alten) Medien

Mit der zunehmenden Bedeutung der sogenannten ‚neuen’ Medien – d.h. der Medien, die sich auf verschiedene Formen von digitalen Repräsentationen und computergestützten Produktions- und Rezeptionsmöglichkeiten gründen – hat sich gezeigt, dass eine sinnvolle Auseinandersetzung mit Dokumenten aller Art eine Erweiterung über das rein ‚Textuelle’ hinaus benötigt. Fragen, wie man Beziehungen zwischen Text und Bild und zwischen Dokumenten und ihren Nutzern charakterisieren soll, haben inzwischen eine hohe Priorität in der Forschungsagenda. Trotz dieses wachsenden Bewusstseins für die potenziellen Auswirkungen der Multimodalität bleiben die prinzipiellen theoretischen und praktischen Ansätze, die derzeit für die Beschreibung von Dokumenten und deren Inhalt verwendet werden, überwiegend der monomodalen Welt des geschriebenen Wortes verhaftet. In diesem Vortrag schildere ich Beschreibungsinstrumentarien, die es erlauben, erprobte Methoden aus der Korpuslinguistik auch gewinnbringend für multimodale Artefakte anzuwenden. Dadurch werden multimodale Artefakte empirischen Studien verschiedenster Art zugänglich gemacht. Der Vortrag wird Prinzipien der multimodalen Sinnstiftung sowie Beispiele von korpusorientierten Untersuchungen aufzeigen und einige damit verbundene Forschungsherausforderungen und Analysemöglichkeiten erläutern.