Forschungskolloquium

Forschungskolloquium des FB 3

Dienstags ab 18.05 Uhr 

in Raum L068 (abwechselnd mit dem Kolloquium des IdSL)

Koordination: Maria Wünsche und Dr. Marco Agnetta

Programm im Sommersemester 2020

21.04.2020 Vortragende_r Titel
05.05.2020 Vortragende_r Titel
19.05.2020 Vortragende_r Titel
09.06.2020 Vortragende_r Titel
23.06.2020 Vortragende_r Titel
07.07.2020 Vortragende_r Titel
An einem Vortrag Interessierte können sich bitte bei Dr. Agnetta (agnetta@uni-hildesheim.de) melden.

Aktueller Vortrag: Automatisierte Erkennung von Hate Speech

Dienstag, 04.02.2020, 18.05 Uhr in L068: 

Thomas Mandl, Johannes Schäfer und Sylvia Jaki zur "Automatisierten Erkennung von Hate Speech"

Automatisierte Erkennung von Hate Speech Polarisierung und Hate Speech kennzeichnen die aktuelle Kommunikation in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter, vor allem, wenn es um politische Themen wie Einwanderung, Gleichstellung oder Klimaschutzpolitik geht. Aufgrund der Datenmengen, die Posts und Kommentare täglich generieren, ist eine manuelle Sichtung sprachlicher Entgleisungen weitestgehend unmöglich. Um dieses Problem zu lösen, wird derzeit intensiv an Systemen gearbeitet, die automatisiert Hate Speech und ähnliche Phänomene erkennen könnten.

In diesem Vortrag werden wir unsere Ansätze zur automatischen Erkennung von Hate Speech sowie Möglichkeiten deren Anwendung vorstellen. Im ersten Teil des Vortrags wird Johannes Schäfer seine Teilnahme bei den letzten beiden GermEval Shared Tasks on the Identification of Offensive Language (2018 und 2019) reflektieren, bei denen anhand von deutschsprachigen Twitter-Daten gearbeitet wurde, und dabei insbesondere auf die Eignung von Convolutional Neural Networks eingehen. Im zweiten Teil wird Thomas Mandl von der Shared Task HASOC (Hate Speech and Offensive Content Identification in Indo-European Languages) berichten, die er 2019 im Rahmen der FIRE Konferenz mitorganisiert hat. Dabei stehen die Ergebnisse für mehrere Sprachen und eine Analyse der Ergebnisse im Fokus.

Im letzten Teil des Vortrags werden exemplarisch einige Möglichkeiten aufgezeigt, wie die automatische Erkennung von Hate Speech im Rahmen praxisorientierter Forschung genutzt werden kann. Hierfür wird Sylvia Jaki als Beispiel das EU-Projekt DeTACT (2019-2021) heranziehen, an dem die Universität Hildesheim derzeit beteiligt ist und das Detektionssysteme auf verschiedene Art und Weise einsetzt. Die anschließende Diskussion soll bewusst offen gehalten sein und den Anwesenden ermöglichen, sich über Hate Speech, deren automatische Erkennung sowie praktische Anwendungsmöglichkeiten für Detektionssysteme auszutauschen.