Der Fachbereich 3, Sprach- und Informationswissenschaft, verantwortet die Lehramtsfächer Deutsch und Englisch (Grund-, Haupt- und Realschule) und die angewandt-linguistischen bzw. informationswissenschaftlichen Fächer Interkulturelle Kommunikation, Übersetzungs- und Fachkommunikationswissenschaft und Informationswissenschaft/Sprachtechnologie. Forschungsgegenstände sind die Fachdidaktiken und Themen aus den folgenden fünf Profilelementen:

Ein erheblicher Teil der Forschung erfolgt inter- und transdisziplinär, in Kooperation innerhalb der Universität Hildesheim sowie mit Partnereinrichtungen im In- und Ausland.

Forschungsbereiche der Institute

Institut für deutsche Sprache und Literatur

Institut für englische Sprache und Literatur

Institut für Interkulturelle Kommunikation

Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation

Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie

Forschungskolloquium des Fachbereichs

Am Fachbereich 3 wird sich regelmäßig zu laufenden Forschungsprojekten berichtet. Der Austausch findet im Rahmen des Forschungskolloquiums statt. Dieses findet alle zwei Wochen Dienstags ab 18.05 Uhr statt.

Derzeit findet das Forschungskolloquium als BBB-Videokonferenz statt.

Koordination: Maria Wünsche

Programm im Sommersemester 2021

20.04.2021 Maribel Pazos Gomez Die Verwendung von geschlechtergerechter Sprache beim Konsekutivdolmetschen Spanisch<>Deutsch
04.05.2021 Vortragende_r Titel
18.05.2021 Vortragende_r Titel
01.06.2021 Sofia Dalkeranidou (IÜF) Titel
15.06.2021 Anna Rosa Schlechter (Gastpromovierende an der SUH, Institut für Judaistik, Universität Wien) Titel
29.06.2021 Isabel Schwenk (Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur) Titel
13.07.2021 Vortragende_r Titel
An einem Vortrag Interessierte können sich bitte bei Frau Maria Wünsche (wuensche@uni-hildesheim.de) melden.

Aktueller Vortrag: "Die Verwendung von geschlechtergerechter Sprache beim Konsekutivdolmetschen Spanisch<>Deutsch"

Dienstag, 20.04.2021, 18.05 Uhr per BBB-Videokonferenz: 

Maribel Pazos Gomez:

Abstract:

Bei der Verdolmetschung müssen sich Dolmetscher:innen zunehmend mit einer sehr unterschiedlichen Referenzierung auseinandersetzen. Die verschiedenen Ansätze einer Definition von geschlechtergerechter Sprache und das sozial-kulturelle Verständnis sorgen für ein Spannungsverhältnis zwischen den Vorgaben der sprachnormierenden Institutionen und der Intentionsvermittlung. Daher ist es notwendig, die Referenzierung an den Kontext, das Zielpublikum und an die Intention anzupassen.

Das Ziel der präsentierten Untersuchung ist es zu beantworten, inwiefern die verschiedenen Ansätze geschlechtergerechter Sprache beim Verdolmetschen korrekt umgesetzt werden. Dazu wurde ein Experiment durchgeführt, bei dem die Dolmetscher:innen online eine konsekutive Verdolmetschung zweier Reden durchführten. Dabei wurde in einer Rede eine nicht binäre direkte und indirekte Referenzierung verwendet, bei der anderen Rede das generische Maskulinum und die Beidnennung. Als Versuchspersonen nahmen insgesamt 34 professionell tätige Dolmetscher:innen teil.  Die Aufnahmen werden derzeit gemäß den Vorgaben von GAT 2 transkribiert und sollen auf Vollständigkeit, Genauigkeit, Verständnis und Ausgangstexttreue hinsichtlich der geschlechtergerechten Sprache untersucht werden.

Nach erster Sichtung der Transkriptionen werden spezifische Referenzierungen zum Teil ignoriert und die eigene, routinemäßige Sprache setzt sich durch. Der Fokus liegt oftmals stärker beim Inhalt und nicht bei der Referenzierung, was auch auf die jeweilige persönliche Haltung und auf die selbstentwickelte, individuelle Notizentechnik zur Verdolmetschung zurückzuführen ist. Es ist daher die Relevanz der Notizentechnik und der Routinisierung zu prüfen, die bei einer Veränderung, wie beispielsweise der Inklusion weiterer Optionen geschlechtergerechter Sprache, eine gewisse Hürde darstellen können.