Der Fachbereich 3, Sprach- und Informationswissenschaft, verantwortet die Lehramtsfächer Deutsch und Englisch (Grund-, Haupt- und Realschule) und die angewandt-linguistischen bzw. informationswissenschaftlichen Fächer Interkulturelle Kommunikation, Übersetzungs- und Fachkommunikationswissenschaft und Informationswissenschaft/Sprachtechnologie. Forschungsgegenstände sind die Fachdidaktiken und Themen aus den folgenden fünf Profilelementen:

Ein erheblicher Teil der Forschung erfolgt inter- und transdisziplinär, in Kooperation innerhalb der Universität Hildesheim sowie mit Partnereinrichtungen im In- und Ausland.

Forschungsbereiche der Institute

Institut für deutsche Sprache und Literatur

Institut für englische Sprache und Literatur

Institut für Interkulturelle Kommunikation

Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation

Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie

Forschungskolloquium des Fachbereichs

Am Fachbereich 3 wird sich regelmäßig zu laufenden Forschungsprojekten berichtet. Der Austausch findet im Rahmen des Forschungskolloquiums statt. Dieses findet alle zwei Wochen Dienstags ab 18.05 Uhr in Raum L 068 statt.

Organisation: Prof. Dr. Ulrich Heid, Prof. Dr. Beatrix Kreß, Dr. Edmond Kembou

 

Programm im Sommersemester 2022

17.05.2022

Ulrich Heid, Fritz Kliche, Johannes Schäfer

Computerlinguistische Verfahren für Fragestellungen der Digitalen Geisteswissenschaften

     

21.06.2022

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Titel

     

05.07.2022

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Titel

     

19.07.2022

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Titel

     
     

 

   

Aktueller Vortrag:

Vortragende: Ulrich Heid, Fritz Kliche, Johannes Schäfer

Titel: Computerlinguistische Verfahren für Fragestellungen der Digitalen Geisteswissenschaften

Abstract:

Der Vortrag ist der erste in der geplanten Reihe zu Forschungsarbeiten, Methoden und Werkzeugen sowie Ergebnisbeispielen aus Arbeitsgruppen des Fachbereichs 3.

Wir stellen zunächst die Arbeitsgruppe zur Sprachtechnologie vor und ordnen unsere Forschungen in die Landschaft von Computerlinguistik und Sprachtechnologie ein.

Danach stellen wir Forschungsmethoden vor, von denen wir annehmen, dass sie für Kooperationen im FB3 geeignet sind: korpuslinguistische Datenextraktion, die Anwendung von Transformer-basierten Lernverfahren (BERT, S-BERT) für die Suche nach Textausschnitten mit bestimmten Charakteristika und schließlich laufende Forschungen zum Einbezug von symbolischem Sprachwissen in solche Transformer-Systeme.

Beispielanwendungen und zugehörige Forschungsfragen stammen zum einen aus dem Projekt SOLDISK – Solidaritätsdiskurse in Krisen (VW-Vorab). Hier ist das Ziel, in Texten Aussagen zu Solidarität im Kontext von Migration zu finden. Dazu werden zunächst manuell Belege anhand eines von politikwissenschaftlichen Theorien inspirierten Klassifikationsschemas annotiert; sie dienen als Trainingsmaterial für ein Transformer-System, das dann ähnliche Belege aus neuen Texten extrahieren soll. Andererseits stellen wir Ergebnisse aus den Projekten Detect – then act (EU) und HASEKI (MWK) vor, die sich beide mit der Identifikation von Hassrede befasst haben – und zugleich den Themenhintergrund der Dissertation von J Schäfer darstellen. Auch hier geht es um. Textklassifikation: ist eine Nachricht (z. B. auf sozialen Medien) als Hassrede einzustufen oder nicht? Experimente haben gezeigt, dass die Hinzunahme sprachlichen Wissens und von Metadaten die Klassifikationsleistung verbessert.