BA Philosophie-Künste-Medien

Der Studiengang Philosophie-Künste-Medien richtet sich an Studieninteressierte, die ein theoretisch anspruchsvolles Studium als Vorbereitung auf berufliche Tätigkeiten im Bereich von Kultur und Medien absolvieren wollen. Dazu wird die Philosophie mit einem wissenschaftlich-künstlerischen Fach kombiniert. Neben der Vermittlung grundlegender theoretischer Fertigkeiten und Kenntnisse aus Philosophie und Kulturwissenschaften stehen auch praktische Übungen und Projekte auf dem Programm. Das dient der gezielten Qualifikation für Kultur- und Medienarbeit und weitere Berufsfelder. Der argumentative Umgang mit praktischen Problemen und das Handeln in Entscheidungssituationen werden eingeübt und zugleich philosophisch reflektiert.

International und praxisnah

Von klassischen Philosophie-Studiengängen unterscheidet sich Philosophie-Künste-Medien einerseits durch die klare Orientierung an einem Berufsfeld, die für den späteren Berufseinstieg von Vorteil ist. Sie wird durch die Integration kunst- und medienwissenschaftlicher Studieninhalte, durch die Vermittlung von medienpraktischen Grundkompetenzen und durch praktische Anteile im Bereich der Künste oder der Medien gewährleistet. Unter den philosophischen Lehrangeboten im deutschsprachigen Raum beschreitet das Institut fur Philosophie an der Universität Hildesheim darüber hinaus Neuland durch die Einbeziehung der großen Traditionen asiatischer Philosophie in Forschung und Lehre.

Persönliche Betreuung und aktive Mitgestaltung

Die intensive Kooperation von Studierenden und Lehrenden ermöglicht es Ihnen, an der Entwicklung und bei der Verwirklichung des Studiengangs aktiv mitzuwirken. Gestützt wird diese Kooperation durch zwei zentrale Elemente: Studierende werden über den gesamten Verlauf ihres Studiums im Rahmen eines Mentorensystems personlich betreut. Jede/r Studierende hat einen Mentor oder eine Mentorin, mit der/m alle studienrelevanten Fragen besprochen werden können. Ein zweites Element der Kooperation von Studierenden und Lehrenden ist die Auswertung von einzelnen Lehrveranstaltungen und des gesamten Studiums. Studierende sollen mit ihren Wünschen und ihrer Kritik auf den Lehrbetrieb Einfluss nehmen können. Sie sorgen so dafür, dass eine wechselseitige Abstimmung von Angebot und Nachfrage stattfinden kann.

Berufsfelder & Chancen

Der Studiengang Philosophie-Künste-Medien ist konsekutiv konzipiert. Das Studium kann nach Abschluss des Bachelors direkt mit dem entsprechenden Masterstudiengang fortgesetzt werden. Darüber hinaus eröffnet dieser Bachelor-Studiengang weitere Möglichkeiten. So kann das Hauptfach im Prinzip durch jedes Masterprogramm im Fach Philosophie vertieft werden. Wer sich nach dem Bachelor stärker auf seine Nebenfächer konzentrieren will, kann sein Studium in den Bereichen Kunst- und Medienwissenschaft, Journalistik oder Kulturmanagement weiterführen. Selbstverständlich stellt der Bachelor bereits einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss dar. Dies ermöglicht es, nach dem Bachelor in den Arbeitsmarkt einzutreten — sei es, um auf dem Weg zu einem Masterstudium weitere Erfahrungen zu sammeln, sei es, um sich dort auf Dauer zu etablieren. Der Kultur- und Medienbereich bildet dabei das wichtigste, aber durchaus nicht das einzige Berufsfeld. Ein Abschluss in Philosophie-Künste-Medien ist für viele Karrierewege anschlussfähig — sei es in der Forschung, im Verlagswesen, im Journalismus, bei Rundfunk und Fernsehen oder in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Auch Galerien, Museen, Theater und andere kulturelle Einrichtungen sind mögliche Arbeitgeber, entweder im Rahmen von Tätigkeiten des Kulturmanagements oder auch der Kulturvermittlung und Erwachsenenbildung. Wer im Studium seine künstlerisch-praktischen Fähigkeiten entdeckt und ausbaut, entscheidet sich unter Umständen für eine Karriere als Schriftsteller/in oder für die Filmproduktion.

Aufbau des Studiums

Der Bachelorstudiengang Philosophie-Künste-Medien setzt sich aus insgesamt vier Studienbereichen zusammen:

  1. dem Studienbereich Philosophie [Hauptfach]
  2. einem wissenschäftlich-künstlerischen Studienbereich, wahlweise Literatur, Theater, Medienwissenschaft, Bildende Kunst oder Musik,
  3. dem Studienbereich Kulturorganisation und
  4. dem Studienbereich Schlüsselqualifikationen.

Die Studienstruktur im Bachelor-Studiengang ist modular aufgebaut, d.h. thematisch zusammengehorige Lehrveranstaltungen bilden Module mit klar definierten Lernzielen. Prüfungen erfolgen studienbegleitend zum Ende des Semesters oder eines Studieniahres. Für die erbrachten Studienleistungen (z.B. die erfolgreiche Teilnahme an Lehrveranstaltungen, eine bestandene Klausur oder Hausarbeit) erhalten Sie nach Arbeitsaufwand sogenannte Leistungspunkte [LP]. Um Ihr Studium erfolgreich mit dem Bachelor of Arts abzuschließen, benötigen Sie insgesamt 180 Leistungspunkte.

Zusammensetzung der Studienbereiche

Studienbereich Philosophie

Beinhaltet Module zur Logik der Sprache, zum Umgang mit Grundfragen der Erkenntnistheorie und theoretischen Philosophie sowie zu den Grundlagen der praktischen Philosophie. Weitere Module sind der Ästhetik, Wahrnehmungslehre und Kunstphilosophie, der Kultur und den Medien sowie der Lektüre und Diskussion von aktuellen und klassischen philosophischen Texten gewidmet. Das Studienabschlussmodul (Bachelorarbeit, Bachelorkolloquium) zählt ebenfalls zu diesem Bereich. Der Studienbereich umfasst zusammen 9 Module, in denen insgesamt 90 Leistungspunkte [LP] erzielt werden müssen.

Wissenschaftlich-künstlerischer Studienbereich

Als wissenschaftlich-künstlerisches Nebenfach kann eines der folgenden fünf Fächer gewählt werden: Literatur, Theater, Medienwissenschaft, Bildende Kunst, Musik. Das Studium im Nebenfach verbindet sowohl theoretische als auch praktische Elemente, die sich je nach gewähltem Fach auf vier bis fünf Module verteilen. Davon ist eines jeweils ein interdisziplinäres Projektmodul, das in jedem zweiten Sommersemester [Proiektsemester] angeboten wird. Dieser Bereich umfasst 42 Leistungspunkte.

Studienbereich Kulturorganisation

Der Studienbereich Kulturorganisation setzt sich aus drei Modulen mit insgesamt 24 LP zusammen. Obligatorisch ist ein Basismodul mit Veranstaltungen zur Kulturpolitik. Anschließend besteht die Wahl zwischen Aufbaumodulen zur Kulturpolitik, zum Kulturmanagement oder zur Theorie und Praxis der Kultumermittlung. Ferner kann zwischen Modulen gewählt werden, in denen Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre oder der Organisationspädagogik vermittelt werden.

Studienbereich Schlüsselqualifikationen

Der Studienbereich »Schlüsselqualifikationen« soll den Studierenden die Möglichkeit geben, ihr Profil nach eigener Wahl zu entwickeln. Denkbar ist zum Beispiel der Erwerb weiterer Qualifikationen in Sprachkursen, im EDV-Bereich, in Präsentationstechniken, aber auch die Vertiefung eines Moduls im Bereich Kulturpolitik und Kulturmanagement. Verbindlicher Bestandteil dieses Studienbereichs ist ein berufsorientierendes Praktikum mit einer Dauer von einmal 12 Wochen oder zweimal 6 Wochen. Insgesamt müssen in diesem Bereich 24 LP erreicht werden.

Auslands- und Auswärtssemester

Die Studierenden werden darin unterstützt, ein Semester im Ausland oder an einer anderen deutschen Universität zu studieren. Es bestehen derzeit Kooperationen mit folgenden Universitäten: Rom [Italien], Montpellier [Frankreich], Poznan [Polen], Thessaloniki [Griechenland], Cork [Irland] und San Sebastian [Spanien]. 

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