MA-Studiengang Erziehungswissenschaft mit den Schwerpunkten Pädagogik der Kindheit / Diversity Education

Die Philosophie reflektiert Zusammenhänge des Lebens und Denkens. Ihre Themen sind die nur scheinbar so selbstverständlichen Grundbegriffe und Prinzipien, Normen und Sachverhalte, an denen wir unser Denken und Handeln jederzeit, wenngleich zunächst meist unreflektiert, orientieren. Das Studium der Philosophie soll selbständiges Denken einüben und die Fähigkeit zur Kritik gewohnter Denk- und Verhaltensweisen ausbilden.

Für zukünftige Erziehungswissenschaftler und Erziehungswissenschaftlerinnen bietet das Begleitfach Philosophie in dieser Hinsicht die Chance, sich neue Perspektiven zu erschließen und die eigene Weltsicht zu reflektieren – eine Fähigkeit, die für das spätere Tätigkeitsfeld sehr hilfreich ist.

Ein geschärfter Blick für Problemstellungen mit der Fähigkeit, begründete Kritik zu denken und zu formulieren, ist für Erziehungswissenschaftler/-innen, egal in welcher Institution sie arbeiten, von großem Interesse. Dieser kritische Blick wird in Philosophieveranstaltungen geschult, beispielsweise in Seminaren, die das Verhältnis von Pädagogik und Philosophie thematisieren. In der Philosophie wird versucht, die Zusammenhänge von Kultur, Ethik und Gesellschaft transparent zu machen, immer mit dem Anspruch, dass kulturelle, soziale, ethische und politische Prozesse nicht einfach beschrieben, sondern kritisch auf ihre normativen Grundlagen hin befragt werden. Das Studium der Philosophie ist daher für Menschen, die eine Arbeit mit unmittelbarer Verantwortung für Menschen anstreben, sehr zu empfehlen.

 

Studienanforderungen (MA-ERZ)
gem. Studienordnung für den Studiengang „Erziehungswissenschaften mit den Schwerpunkten Pädagogik der Kindheit/Diversity Education M.A.“ vom 12.10.2012 (StO_MA-ERZ_12-10-12)

Im Studiengang Erziehungswissenschaften mit den Schwerpunkten Pädagogik der Kindheit/Diversity Education M.A. kann Philosophie im Rahmen des Studium Generale nach einem individuellen Studienplan studiert werden. Die Wahl der Veranstaltungen hängt davon ab, ob das Fach Philosophie bereits im Bachelorstudium als Begleitfach studiert worden ist. Ist das nicht der Fall, werden i.d.R. Module aus dem Bachelorbereich belegt, sind bereits Vorkenntnisse vorhanden, können auch Module aus dem Masterbereich belegt werden. Die folgenden zwei Varianten sind lediglich Vorschläge für einen möglichen Studienplan:

 

Philosophie im Studium Generale ohne Vorkenntnisse
Umfang: 10 Leistungspunkte (LP) in zwei Modulen (M)
Präsenzstudium: 6 Semesterwochenstunden (SWS)

Wird Philosophie im Rahmen des Studium Generale ohne Vorkenntnisse studiert, werden die Leistungspunkte in drei Veranstaltungen erbracht (je 2 SWS). Dabei werden jeweils 3 LP in zwei Veranstaltungen aus einem der Themenmodule sowie 4 LP in einer Veranstaltung aus dem Modul (M 8) „Schlüsselkompetenzen“ erbracht. Die Veranstaltungen des Themenmoduls können aus folgenden Modulen des Bachelor-Bereichs gewählt werden:

M 1:    Philosophie und Erziehung (B.A. Modul)

M 3:    Erkennen und Versehen (B.A. Modul)

M 4:    Individuum und Gesellschaft (B.A. Modul)

M 5:    Wahrnehmung und Künste (B.A. Modul)

M 6:    Kultur und Medien (B.A. Modul)

M 7:    Texte und Positionen (B.A. Modul)

Das Modul (M 2) „Logik der Sprache“ kann in dieser Studienvariante nicht belegt werden.

Das gewählte Themenmodul besteht aus zwei Veranstaltungen: einer Vorlesung und einem Seminar oder zwei Seminaren (jeweils 2 SWS, 3 LP) und wird mit dem erfolgreichen Besuch der Veranstaltungen abgeschlossen.

Zusätzlich zum Themenmodul (aus M 1, M 2 bis M 7) ist das Aufbaumodul (M 8) „Schlüsselkompetenzen“ zu absolvieren. Es besteht aus einer Veranstaltung (2 SWS), die aus dem Angebot des Instituts für Philosophie frei gewählt werden kann.

M 8:    Schlüsselkompetenzen (B.A. Modul)

Empfohlen wird der Besuch der Ringvorlesung „Philosophisches Kolloquium“.  Das Modul wird mit dem erfolgreichen Besuch dieser Veranstaltung abgeschlossen. Dafür werden 4 Leistungspunkte vergeben. Die erhöhten Leistungsanforderungen (4 statt 3 LP) sind mit dem Dozenten abzusprechen.

Die konkreten Anforderungen für die zu erbringenden Leistungsnachweise und Modulabschlüsse sind jeweils mit den Lehrenden abzuklären. Die näheren Regelungen entnehmen Sie bitte der für Sie gültigen Studien- und Prüfungsordnung (siehe „Philosophie als Nebenfach“, Kap. 4.1).

 

 

Philosophie im Studium Generale mit Vorkenntnissen
Umfang: 10 Leistungspunkte (LP) in einem Master-Modul
Präsenzstudium: 4 Semesterwochenstunden (SWS)

Wird Philosophie mit Vorkenntnissen aus dem Begleitfaches im Bachelor-Studium studiert, werden die Leistungspunkte in einem der folgenden Module des Master-Bereichs erbracht (M 2 bis M5):

M 2:    Zeichen und Wirklichkeit (M.A. Modul)

M 3:    Ethik und Politik (M.A. Modul)

M 4:    Philosophie der Künste (M.A. Modul)

M 5:    Methoden interkulturellen Philosophierens (M.A. Modul)

Das gewählte Mastermodul besteht aus zwei Veranstaltungen: einer Vorlesung und einem Seminar oder zwei Seminaren (jeweils 2 SWS, 5 LP) und wird mit dem erfolgreichen Besuch der Veranstaltungen abgeschlossen.

Die konkreten Anforderungen für die zu erbringenden Leistungsnachweise und Modulabschlüsse sind jeweils mit den Lehrenden abzuklären. Die näheren Regelungen entnehmen Sie bitte der für Sie gültigen Studien- und Prüfungsordnung (siehe „Philosophie als Nebenfach, Kap. 4.1).

 

Ansprechpartner für die Fachstudienberatung: