Besonderheiten des Studiums der Philosophie in Hildesheim

Organisation und Struktur

Vernetzung von Forschung und Lehre

Die Verbindung von Forschung und Lehre ist ein altes Ideal universitärer Bildung. Das Institut für Philosophie verwirklicht dieses Ideal auf verschiedene Weise:

  • In weiterführenden Vorlesungen und Seminaren werden die Forschungsthemen der Lehrenden thematisiert, so dass die Fragen und Erkenntnisse der Forschung direkt in die Lehre hineingetragen werden können.

  • Die Forschungstagungen des Instituts sind für fortgeschrittene Studierende freigegeben und die Teilnahme kann wie die bei einer Lehrveranstaltung angerechnet werden. Wenn Studierende Konferenzen und Tagungen besuchen, ist auch hier eine Anrechnung möglich. Wir wollen Studierende auf diese Weise ermuntern, schon früh einen Eindruck vom aktuellen Forschungsdiskurs zu gewinnen.

  • Im Zuge internationaler Austauschprogramme und Forschungsprojekte übernehmen auswärtige Lehrende Seminare in Landes- und Muttersprache. Stipendiaten, die in Hildesheim forschen, bieten Lehrveranstaltungen zu ihren aktuellen Forschungsthemen an.

  • Das Institut für Philosophie kooperiert in Forschung und Lehre u. a. mit dem Kulturphilosophischen Forschungskolleg Niedersachsen und dem Herder-Kolleg. Zentrum für transkulturelle Kulturforschung. Diese Kollegs bieten insbesondere für Doktoranden ein anregendes Umfeld für ihre Forschung.

Verknüpfung von Philosophie und künstlerischer Praxis

Das philosophische Studienprogramm bietet regelmäßig Veranstaltungen an, in denen das Verhältnis von philosophischer und künstlerischer Praxis thematisiert und aufeinander bezogen wird. Es werden nicht nur philosophische Seminare zur „Künstlerischen Forschung“, zur „Praxis und Theorie der Künste“ oder zur „Philosophie des Films“, sondern auch zur „Phänomenologie der Leiblichkeit“ und „Sinnlichkeit“ angeboten, wobei die Seminare dann auch praktische Übungsteile umfassen können. Diese Angebote sind für all jene besonders interessant, die in ihrem Studium Philosophie und künstlerische Fächer miteinander kombinieren.

Projektsemester

Interkulturelle asiatische Philosophie

Es ist eine Hildesheimer Besonderheit, dass über die europäische Tradition hinaus auch asiatische Traditionen der Philosophie gepflegt werden. Vertreter/innen außereuropäischer Denktraditionen finden hier einen Begegnungsort zur Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern westlicher Philosophie. Umgekehrt bietet sich hier all jenen ein Forum, die aus philosophischem Interesse heraus das außereuropäische Denken einmal kennenlernen möchten. Durch die Einbeziehung der großen Traditionen asiatischer Philosophie in Forschung und Lehre wird eine konsequente Erweiterung des geographischen und kulturellen Horizonts der philosophischen Auseinandersetzung angestrebt.

Forum für Asiatische Philosophie 

Evaluation

Ein wichtiges Element der Kooperation von Studierenden und Lehrenden ist die Evaluation von einzelnen Lehrveranstaltungen und des gesamten Studiums. Studierende können und sollen mit ihren Wünschen und Kritikpunkten auf den Lehrbetrieb Einfluss nehmen. Sie sorgen so dafür, dass eine wechselseitige Abstimmung von Angebot und Nachfrage stattfinden kann. Studierende können auf diese Weise an der Entwicklung des Studiengangs mitwirken und zur Verwirklichung ihrer Wünsche und Ideen beitragen.

Praktikum

Im Laufe des Studiums wird ein sechs- oder zwölfwöchiges Praktikum absolviert, das auch im Ausland durchgeführt werden kann. Das Praktikum sollte möglichst mit dem Studium und den eigenen Schwerpunkten in Verbindung gebracht werden können.

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Möglichkeiten und Angebote

Sommerakademie für asiatische Philosophie

In jedem Sommer findet direkt nach der Vorlesungszeit die „Sommerakademie für asiatische Philosophie“ als Blockseminar statt. Die Themen der Sommerakademie wechseln in jedem Jahr zwischen japanischer, chinesischer und indischer Philosophie. Als Lehrende werden Spezialisten für asiatische Philosophie eingeladen, mit denen auf der Domäne Marienburg in entspannter Atmosphäre Texte aus Bereichen wie dem Zen-Buddhismus, dem Daoismus, der chinesischen, japanischen und indischen Ästhetik, dem Yoga oder dem Konfuzianismus gelesen und diskutiert werden. Je nach Anlage des Seminars können dabei auch praktische Übungen einbezogen werden.

Sommerakademie

Wochenend- und Blockseminare

In jedem Wintersemester wird ein Wochenendseminar im St. Jakobushaus Goslar angeboten, das sich der intensiven gemeinsamen Lektüre eines wichtigen philosophischen Werks widmet. Diese Seminarform mit langjähriger Tradition hat sich bei Studierenden und Lehrenden als eine gelungene Abwechslung zum gewöhnlichen Studienalltag bewährt, weil sie Raum und Zeit für Diskussionen bietet, die in den wöchentlich stattfindenden Seminaren oft keinen Platz finden. Daher werden sowohl im Winter- als auch im Sommersemester nach Möglichkeit noch weitere Blockveranstaltungen angeboten, um den Austausch und das Gespräch zwischen Studierenden und Lehrenden zu fördern.

Bilder und Eindrücke aus St. Jakobus

Das Philosophische Kolloquium

Das Institut für Philosophie veranstaltet seit fast 50 Jahren ein Philosophisches Kolloquium, das allen Studierenden und philosophisch Interessierten, sowohl Mitgliedern und Angehörigen der Universität als auch Gästen offen steht. Das Kolloquium ist in Form einer Ringvorlesung organisiert, bei der in der Vorlesungszeit jede Woche Donnerstagabend, 18 Uhr, ein/e andere/r Referent/-in zu einem Thema spricht, das von Semester zu Semester wechselt. Die Veranstaltung ist interdisziplinär konzipiert. Die Referierenden des Kolloquiums sind Lehrende des Instituts für Philosophie, Kolleg(inn)en aus der Universität oder kommen von außerhalb. Wir laden auswärtige Referentinnen und Referenten jeglichen geographischen und akademischen Hintergrunds ein.
Als primäres Publikum sollen sich vor allem die Studierenden angesprochen fühlen, die Vorträge zu besuchen und sich an der Diskussion aktiv zu beteiligen.

Philosophisches Kolloquium

Regelmäßige Lektüreseminare zu philosophischen Klassikern

In der Lehre des Hildesheimer Instituts für Philosophie wird großer Wert auf eine historische Fundierung des philosophischen Wissens gelegt. Um dieses Wissen zu vermitteln, werden zum einen philosophiegeschichtliche Überblicksvorlesungen gehalten, zum anderen werden jeweils über ein Jahr hinweg philosophische Klassiker gelesen wie Heideggers Sein und Zeit, Hegels Phänomenologie des Geistes, Kants Kritik der reinen Vernunft oder Merleau-Pontys Phänomenologie der Wahrnehmung. Im Rahmen dieser intensiven Klassikerlektüre können sowohl BA- als auch MA-Arbeiten vorbereitet und entwickelt werden.

Auslands- und Auswärtssemester

Die Studierenden werden darin unterstützt, eines der sechs Studiensemester im Ausland zu studieren. Das Institut für Philosophie hat insgesamt neun Partnerhochschulen im europäischen Raum, mit denen eine ERASMUS-Kooperation besteht. Des Weiteren pflegt die Universität Kontakte zu außereuropäischen Hochschulen.

Hier finden Sie Links zu den Seiten des akademischen Auslandsamts:

Das Mentorensystem

Innerhalb des Studiengangs PKM wird eine intensive Kooperation von Studierenden und Lehrenden gepflegt. Die Studierenden werden über den gesamten Verlauf ihres Studiums hinweg im Rahmen eines Mentorensystems individuell betreut. Jede/r Studierende hat eine/n Mentor/in, mit dem/der alle studiengangsrelevanten Fragen besprochen werden können.