Ziele des Studiengangs

Ziele des Studiengangs "Philosophie - Künste - Medien"

Allgemeine Zielsetzung

Der Grundgedanke des Studiengangs

Der BA-Studiengang Philosophie – Künste – Medien (PKM) verbindet den Erwerb grundlegender, theoretischer Fähigkeiten und Kenntnisse mit einer beruflichen Qualifikation im Bereich von Philosophie und Künsten (Literatur, Theater, Bildende Kunst, Musik oder Medien). Er richtet sich vor allem an Studierende, die die Praxis von der Theorie her angehen, also sich mit einem dezidiert theoretischen Schwerpunkt auf eine (leitende) Tätigkeit im Bereich von Kultur oder Medien vorbereiten wollen.

Der BA-Studiengang Philosophie – Künste – Medien setzt einen Schwerpunkt in der Aneignung theoretischer Perspektiven auf die Praxis und verbindet diesen Schwerpunkt mit dem Erwerb von praktischen und organisatorischen Fähigkeiten für die Kultur- und Medienarbeit. Einerseits geht es also um die Vermittlung grundlegenden philosophischen und kulturwissenschaftlichen Wissens, andererseits um den beruflichen Gebrauch dieses Wissens auf dem Gebiet der Kultur und Medien. Der argumentative Umgang mit praktischen Problemen und das Handeln in kulturellen Entscheidungssituationen wird eingeübt und zugleich philosophisch reflektiert.

Die Ausbildung zielt so auf eine für Kultur- und Medientätigkeit attraktive Verbundqualifikation: Eine explizit theoretische Grundlage wird mit praktischen Kompetenzen für die Kultur- und Medienarbeit kombiniert.

Unterschied zu anderen Studiengängen in Philosophie

Von klassischen Philosophie-Studiengängen unterscheidet sich PKM durch die klare Orientierung an einem Berufsfeld. Diese Orientierung soll zu einem wesentlichen Vorteil der Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt führen. Sie wird durch die Integration kulturwissenschaftlicher Studieninhalte und durch praktische Anteile im Bereich der Künste oder der Medien gewährleistet. Von einem praxisorientierten kulturwissenschaftlichen Studiengang unterscheidet sich Philosophie – Künste – Medien durch den Erwerb philosophischer und theoretischer Grundlagen kulturellen Wissens und kultureller Praxis.

 

 

Ausbildungsziele und Kompetenzen

 Wozu Philosophie studieren?

  • Um philosophische Fragen und Antworten kennenzulernen: Die Studierenden werden auf exemplarische Weise mit philosophischen Problemen und ihren Traditions- und Denkzusammenhängen vertraut gemacht. Ziel ist es, Kenntnisse philosophischer Gegenstände, Fragestellungen und Erkenntnisinteressen samt ihrer geschichtlichen, sozialen und politischen Zusammenhänge zu erlangen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auch auf kulturtheoretischen, interkulturellen und interdisziplinären Fragestellungen.
  • Um selbstständiges, kritisches Denken und Urteilen zu lernen: Die Philosophie hegt den Anspruch, unsere gewohnten Denk- und Handlungsweisen zu reflektieren. Das Studium bildet die Fähigkeit zur systematischen Überprüfung von Werten und Überzeugungen aus und versetzt so in die Lage, Lebensgewohnheiten aus kritischer Distanz zu betrachten.
  • Um klares Denken und Sprechen zu lernen: Die Studierenden lernen, die eigenen Meinungen und Forderungen zu erläutern und zu begründen, die Perspektive des Gesprächspartners nachzuvollziehen und zwischen konkurrierenden Positionen argumentativ zu vermitteln. Dazu gehört auch, sich der eigenen Vorannahmen bewusst zu werden und zu prüfen, welche eigenen und fremden Annahmen sich ergänzen oder widersprechen. Die Genauigkeit im sprachlichen Ausdruck ist wichtig, um auch komplexe Probleme analysieren zu können.
  • Um philosophische Texte verstehen zu können: Philosophische Probleme oder Fragestellungen können je nach Autor, Denkweise, Tradition und Interesse sprachlich und argumentativ sehr unterschiedlich formuliert und gestaltet sein. Deshalb soll im Studium die Sprache der Philosophie erlernt und die hermeneutische Fähigkeit ausgebildet werden, ganz unterschiedliche Autoren und Texte verstehen zu können.
  • Um philosophische Texte schreiben zu können: Auch das Schreiben eigener Texte wird im Philosophie-Studium eingeübt. Dabei geht es darum, die akademischen Regeln des Faches kennenzulernen, um sprachliche und argumentative Fähigkeiten, um Kenntnisse zu den Anforderungen der verschiedenen akademischen und wissenschaftlichen Genres, um Verständlichkeit, Präzision und Fachterminologie, aber auch um Rhetorik und Stilistik.
  • Um die eigene Persönlichkeit zu bilden: Im Umgang mit der Philosophie wird sich der persönliche Bildungsprozess und die Vorstellung davon, wer wir sind und sein wollen, verändern. Das im Studium vermittelte Wissen kann dabei als grundlegende geistesgeschichtliche Bildung in individuellen Lebensentwürfen existentielle Impulse und handlungsorientierende Kraft entfalten. Die im Studium erworbenen Kompetenzen der Reflexion, Argumentation, Kritik und Kreativität können Entscheidungssituationen und Konflikte erleichtern und in sozialen Beziehungen und moralischen Fragen hilfreich sein.
  • Um über kulturelle und diskursive Grenzen hinweg erfolgreich miteinander zu kommunizieren: Durch die Auseinandersetzung mit kulturtheoretischen und interkulturellen Diskursen werden die Studierenden für die Potenziale und Schwierigkeiten sensibilisiert, die mit transkulturellen Dialogen verbunden sind. Sie entwickeln dadurch ein kommunikatives Gespür, das für Tätigkeiten in interkulturellen Zusammenhängen hilfreich ist. Diese Kompetenz hilft auch dabei, für Impulse anderer Diskurse offen zu sein und sich der Möglichkeiten und Grenzen von interdisziplinärer Verständigung bewusst zu werden.
  • Um sich beruflich zu qualifizieren: Die im Studium der Philosophie erworbenen Fähigkeiten sind wissenschaftliche, fachliche und überfachliche Kompetenzen und Einstellungen, die in besonderer Weise für das Berufsleben qualifizieren: Kritisches Vermögen, sprachliche Kompetenz, die Kenntnis von Traditionen und die Fähigkeit zur argumentativen Bewältigung von Dissens, die für Beratungs- und Vermittlungstätigkeiten in gesellschaftlichen Konfliktsituationen hilfreich ist. Ausgebildet wird auch die Fähigkeit, sich in komplexen neuen Situationen und Arbeitsfeldern rasch zu orientieren. Im Umgang mit Entscheidungen und Krisen – seien sie technologisch, moralisch oder kulturell – ist die erworbene Entscheidungskompetenz wertvoll. Das Philosophie-Studium möchte die Möglichkeit eröffnen, an der durchdachten Gestaltung der sozialen, politischen und kulturellen Wirklichkeit mitzuwirken.