Melanie Hinz

Forschungsinteressen- und schwerpunkte

  • Theater aus der Perspektive der Geschlechterforschung
  • Theater und Sexualität
  • Gendersensible Theaterpädagogik
  • Analyse von Probenprozessen
  • Körperinszenierungen – Körpertheorien
  • Performativitätsdiskurse im Gegenwartstheater

Promotionsprojekt: Theater und Prostitution. Eine Diskursanalyse. (Betreuung durch Prof. Dr. Annemarie Matzke)

Vita

Theorie

Melanie Hinz hat Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim studiert und ist seit 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medien und Theater mit dem Schwerpunkt „Theater und Geschlechterforschung“ in Theorie und Praxis. In ihrer Diplomarbeit hat sie sich mit der Wahrnehmung eines weiblichen/männlichen Regieblicks in den „Emilia Galotti“-Inszenierungen von Andrea Breth und Michael Thalheimer befasst. Zurzeit schreibt sie an ihrer Doktorarbeit über das Verhältnis von Theater und Prostitution seit dem 18. Jahrhundert bis heute aus einer gendertheoretischen Sicht.

Praxis

Als Regieassistentin, Dramaturgin, Theaterpädagogin, Performerin und Regisseurin hat sie seit 2000 in verschiedenen Projekten im freien, universitären und institutionellen Theater mitgearbeitet: u.a. bei den Produktionen Parzival (2001), Barbette (2002), „Das Käthchen von Heilbronn“ (2003) am Stadttheater Hildesheim, „Wunschjagd“ vom freien Theater nordlichten (2002), am Staatstheater Kassel bei Jo Fabians Dalí-Projekt (2004), bei 3k Theaterwerkstatt in Mühlhausen: „Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt“, (ausgezeichnet mit einem Preis für Entwicklungsarbeit durch den Bundespräsidenten 2006).

Ihre Genderperformance „BodyCheck“ wurde 2008 mit dem 2. Platz beim „Körber Studio Junge Regie“ geehrt.

 

Seit 2005 ist sie Gründungsmitglied des Performance-Kollektivs Fräulein Wunder AG (www.fraeuleinwunderag.net), das 2008 zu „Freischwimmer. Plattform für junges Theater“ mit ihrer Produktion „(I can’t get no) SATISFACTION“ eingeladen wurde und seit 2010 die Konzeptionsförderung des Landes Niedersachsen erhält.

Zuletzt hat Melanie Hinz an der Bürgerbühne des Staatsschauspiel Dresden „FKK. Eine Frauenkörperkomödie“ mit 17 Dresdnerinnen inszeniert.

 

Projekte (Auswahl)

  • 2010: „Die Schlacht am Tegeler Weg. Ein 68er-Reenactment“ (Leitung zusammen mit Ulf Otto/ Projektsemesterprojekt zum Thema „Glauben machen“ an der Universität Hildesheim)
  • 2010: „FKK. Eine Frauenkörperkomödie“ mit 17 Dresdner Bürgerinnen am Staatsschauspiel Dresden (Konzept/Regie zusammen mit Sinje Kuhn)
  • 2009: „Power of Pussy. Eine unendliche Geschichte des Feminismus“. Von der Fräulein Wunder AG (Konzept/Regie/Performance). Koproduktion mit Lofft Leipzig, Theaterhaus Hildesheim und Kühlhaus Flensburg
  • 2008: „(I can’t get no) SATISFACTION“ von der Fräulein Wunder AG (Konzept/Regie/Performance), eingeladen zu „Freischwimmer. Plattform für junges Theater“ von Kampnagel Hamburg, Gessnerallee Zürich, FFT Düsseldorf, Sophiensaele Berlin und brut Wien
  • 2006: „Pimp my Town – Hildesheim“. Stadtraumperformance von der Fräulein Wunder AG (Konzept/Regie/Performance), eingeladen zum Raumsaugerfestival Hildesheim von Stadttheater Hildesheim, Kunstverein und tanzsehen selber tanzen
  • 2006: „Bodycheck. Eine Genderperformance“ (Leitung zusammen mit Sinje Kuhn, Claudia Mayer und Marc-Oliver Krampe/ Projektsemesterprojekt zum Thema „Kollektivkörper“ an der Universität Hildesheim), eingeladen zum Körber Studio junge Regie 2008, zur Tagung „Performativität und Performance. Geschlecht in Musik, Bildender Kunst, Theater und Neuen Medien des ZiF Hildesheim und zum Performance-Festival transeuropa 2006
  • 2004: „Freischwimmen! Mit Medea im Blutbad“ (Konzept/Regie/ Diplomprojekt an der Universität Hildesheim im Projektsemester „Antike intermedial“.

Publikationen

Herausgaben

  • zusammen mit Jens Roselt (Hg.): "Chaos und Konzept. Proben und Probieren im Theater." (erscheint im März 2011 im Alexander Verlag Berlin)

Artikel

  • „Geschlecht als Performance im Theater, Alltag und Medien“, in: Hruschka, Ole/, Post, Doris/, Wartemann, Geesche (Hg.): Theater und politische Bildung. Bundeszentrale für Politische Bildung. (erscheint im Frühjahr 2011)
  • „Vorspiel und Nachahmung auf Probe“, in: Dies./Jens Roselt (Hg.): Chaos und Konzept. Proben und Probieren im Theater. Erscheint im März 2011.
  • „Blinde Flecke. Möglichkeiten und Grenzen der Wahrnehmung eines weiblichen/männlichen Regieblicks im Theater“, in: Franziska Bergmann, Franziska Eder/ Irina Gradinari (Hg).: Geschlechter-Szene. Repräsentation von Gender in Literatur, Film, Performance und Theater. Freiburg 2010, S. 66-83.
  • „Sex, Gender und Desire: Shakespeares transvestitische Theaterpraxis und Constanza Macras und Thomas Ostermeiers Tanztheater-Inszenierung Ein Sommernachtstraum“, in: Ole Hruschka (Hg): Shakespeare revisted. Hildesheim/Zürich/New York 2009, S. 93-110.
  • „Kollektive Körperpraktiken und erlaubte Fouls. Das Theaterprojekt Bodycheck als szenisch-theatrale Auseinandersetzung mit Gendertheorien und einem alltäglichen Doing Gender“, in: Martina Oster, Waltraud Ernst, Marion Gerards (Hg.): Performativität und Performance. Geschlecht in Musik, Theater und Medienkunst. Hamburg 2008, S. 67-75.

Selbstständige Publikationen

  • Unveröffentlicht: Melanie Hinz: "Weiblicher und männlicher Blick. Andrea Breths und Michael Thalheimers Inszenierungen von Lessings „Emilia Galotti“." Diplomarbeit Universität Hildesheim 2006.

Tagungen/ Festivals

  • Organisation und Durchführung der Tagung „Chaos und Konzept. Poetiken des Probierens im Theater (zusammen mit Jens Roselt) 2009, Universität Hildesheim
  • Wissenschaftliche Begleitung des studentischen Performance-Festival transeuropa 2009, Universität Hildesheim