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Künstlerische Gastprofessur: Birgit Werres im WS 2012/13

Umgang mit Material

Mit diesem Themenschwerpunkt werden wir in diesem Semester unter den  Gesichtspunkten plastisches Sehen, plastisches Gestalten und plastisches Wahrnehmen arbeiten.

Dabei soll der Materialbegriff der Bildenden Kunst im herkömmlichen (historischen) wie auch im erweiterten (zeitgenössischen) Sinn untersucht und der Umgang mit bildnerischem Material (mit seinen visuellen, haptischen, räumlichen Eigenschaften) erkundet werden.

Wir wollen ein weit gefasstes Spektrum von Material betrachten und zusammen auf Entdeckungsreise gehen. Im Stadtgebiet, auf Baustellen, in Gewerbegebieten, in Betrieben…

Das gemeinsame Erstellen eines Materialarchivs wird als Ausgangspunkt für das plastische Arbeiten im Atelier dienen. Dort setzen wir uns mit plastischen Gestaltungsprozessen, Bild- und Raumfindungen auseinander und erproben diese anhand eigener Arbeiten.

Unter anderem werden uns Fragen beschäftigen wie diese:

Will ich das Material gestalten oder inspiriert mich das Material zu gestalten?

Und wenn ich Material bearbeite, welche ganz unterschiedlichen Möglichkeiten gibt es?

 

Den neuen Atelierraum werden wir als ein experimentelles Labor nutzen und die Ergebnisse am Ende des Semesters präsentieren.

 

14- tägig Fr/Sa

Das erste organisatorische Treffen findet am 02.11.2012 um 14:00 im neuen Atelier (Hohes Haus), Haus 50, Erdgeschoss links, statt.

www.birgitwerres.de

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Künstlerische Gastprofessur von Antje Schiffers 2011/2012

Als Wandermalerin bin ich durch Russland, Kasachstan und Kirgistan gereist und habe Bilder gemalt gegen Kost und Logis. Ich war Botschafterin und Korrespondentin eines Leipziger Museums in Osteuropa und Blumenzeichnerin in Mexiko. Ich habe mich in der Reifenindustrie um eine Anstellung als Werkskünstlerin beworben, so, als ob es eine solche Stelle gäbe. Mit Landwirten wie mit Unternehmensberatern habe ich Tauschgeschäfte gemacht. 2003 habe ich mit Wapke Feenstra und Kathrin Böhm die Künstlerinitiative myvillages.org gegründet. Wir führen den International Village Shop und legen zur Zeit eine Vorratskammer an für ein Festival im Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Seit 2005 arbeite ich gemeinsam mit Thomas Sprenger.

Mein Interesse ist in weiten Teilen identisch mit dem des Ethnografen. Dabei teile ich mit ihm nicht nur die Neugier auf das Andere und Fremde, sondern auch methodologische und erkenntnistheoretische Fragestellungen: die Zweifel an der Erfahrbarkeit dessen, was fremd ist, die Suche nach Methoden der Annäherung an andere Wirklichkeiten wie nach Möglichkeiten ihrer Repräsentation.

 

www.antjeschiffers.de

 

 

www.hauptsachemanhatarbeit.antjeschiffers.de

 

 

www.ichbingernebauer.eu

 

 

www.vorratskammer.myvillages.org

 

 

www.internationalvillageshop.net

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Künstlerische Gastprofessur von Jörg Sasse 2010/2011

Mehr Informationen zu Jörg Sasse

 

Im Sommersemester 2011 bot Jörg Sasse folgende Projekte an:

"Hildesheim in Bildern"

Eine visuelle Recherche über Hildesheim

Wie sehen die Bilder von Hildesheim aus, die zu unterschiedlichen Zeiten von der Stadt gemacht wurden? Wie wirkte sich der jeweilige "Zeitgeist" auf die Bilder aus, wie die Auftraggeber oder die Absicht der Autoren? Welche Quellen können erschlossen werden? Gibt es so etwas wie eine zeitgenössische Sicht auf Gegenwart, und wie zeigt sie sich in zukünftiger Betrachtung?

Mit allen teilnehmenden Studierenden soll eine umfassende Sammlung von Bildern aus Hildesheim erstellt werden. Die Sammlung wird Fragen zur Verwendung von visuellen Quellen aufwerfen, wird dem Unterschied von "absichtslosen" und "beauftragten" Bildern beleuchten, die Frage nach den Unterschieden von Sammlungen und Archiven behandeln und am Ende vermutlich Methoden zur Analyse von Bildbeständen jeneits unseres Themas aufzeigen. Dazu ist es notwendig, sich auf eine ergebnisoffene Suche zu begeben, die in Sackgassen führen könnte oder an einigen Punkten auch scheitern kann.

Teilnahme ab dem dritten Semester. Arbeitsaufwand durchschnittlich ca. 4 SWS plus Vor- und Nachbereitung.

Das Projekt im LSF.

Projektvorstellung fand am Freitag, den 15.4., 15 bis 17 Uhr, in der Moltkestraße statt.


"Alltag in Hildesheim II"

Was ist Alltag und wie sieht Alltag in Bilder aus?

Die uns umgebende Welt ist in ständiger Veränderung, auch oder sogar ganz besonders das, was wir sehen können. Alltag bedeutet auch, sich zu arrangieren mit dem, was uns umgibt, weil wir nicht alles um uns herum aufnehmen können. Deshalb fällt eine Entwicklung oft erst auf, wenn sie innerhalb kurzer Zeit passiert, oder wir länger nicht mehr vor Ort waren. Dennoch gibt es ständige Veränderungen, die sich mischen und überlagern. Und manchmal brauchen wir viel Abstand, um zu erkennen, dass z.B. etwas 'typisch 90er' oder 'typisch 70er' ist. Niemand hat es in einer bestimmten Zeit geplant, was z.B. die Farben der Siebziger sein sollen. Dennoch weckt die Komination von Orange und Braun für viele eine Assoziation mit den Siebzigern. Was könnten die Farben der Gegenwart sein, was die 'typische' Architektur? Welche Dinge wird es in zehn Jahren nicht mehr geben, oder was wird radikal seine Form ändern? Machen wir uns gemeinsam auf die Suche nach dem, was jetzt allzu 'normal' erscheint, um es visuell für die Zukunft sichtbar zu erhalten...

Im zweiten Teil von "Alltag in Hildesheim" soll gefunden werden, was bisher fehlte, und den Spuren nachgegangen werden, die im ersten Teil nur am Rande auftauchten. Dennoch bleibt es beim "Arbeiten im freien Fall": es gilt, gemeinsam und im Prozeß zum gemeinsamen Ergebniss des Sommersemesters zu kommen. Dazu wird es viele gemeinsame Exkursionen mit Kamera in die Stadt geben. Der Umgang mit dem entstehenden Material, wie z.B. das Arbeiten mit Bilddatenbanken zur Analyse von Gemeinsamkeiten und Differenzen im Visuellen werden als notwendiges Handwerkzeug eingesetzt.

Teilnahme ab dem dritten Semester. Genaue Termine auf http://hilde.c42.de (nach Anmeldung), Arbeitsaufwand durchschnittlich ca. 4 SWS plus Vor- und Nachbereitung.

Projektvorstellung fand am Freitag, den 15.4., 17 bis 19 Uhr, in der Moltkestraße statt.

Das Projekt im LSF.