Beim Institut für Kulturpolitik angesiedelte Studiengänge

BachelorPlus "Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis - Kulturpolitik im internationalen Vergleich"

Bachelor Plus „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis – Kulturpolitik im internationalen Vergleich“

Eine Studienvariante mit internationalem Fokus

Interessieren Dich der internationale Vergleich von Kulturpolitikmodellen oder die Rolle von Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Transformationsprozesse oder auch internationale künstlerische Koproduktionen sowie internationale Konzepte von Kulturvermittlung, Kulturorganisation & Kulturmanagement?

Bachelor-Studierende der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis, die sich dafür interessieren, ihre Studienkontexte aus einer international vergleichenden Sicht zu vertiefen, können seit 2015 durch die Studienvariante ein fokussiertes Studium absolvieren und hierdurch ein international ausgerichtetes Profil entwickeln und schärfen. Angeboten und begleitet wird die Studienvariante durch das Institut für Kulturpolitik und den UNESCO-Lehrstuhl „Cultural Policy for the Arts in Development“. Die Bewerbung für die Studienvariante erfolgt im 2. Semester, d.h. nach Aufnahme des Studiums der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis in Hildesheim.

Studienprofil / Struktur / Aufbau der Studienvariante

Das Studium umfasst in der Bachelor Plus Studienvariante eine Regelstudienzeit von 8 Semestern (anstatt 6 Semestern im regulären Bachelorstudiengang) und beinhaltet neben der Fortsetzung des Studiums der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis ein internationalisiertes Curriculum an der Universität Hildesheim sowie eine zweisemestrige Partnerlandphase im 5. und 6. Semester. Das internationalisierte Curriculum wird ab dem 3. Semester absolviert und umfasst den Besuch von speziellen Bachelor Plus Kolloquien, die sich der fachlichen und interkulturellen Vor- und Nachbereitung des Auslandsaufenthalts widmen, sowie den Besuch von mind. einer Lehrveranstaltung pro Semester mit internationalem kulturpolitischem Bezug und - je nach individuellem Kenntnissstand - den Besuch von Sprachkursen. Beginnend mit dem 3. Fachsemester bereiten sich die Studierenden auf ihren Aufenthalt im 5. und 6. Semester in einem von aktuell sechs Partnerländern vor. Die Partnerländer und -Partnerhochschulen werden gerade evaluiert, somit unter Umständen auch aktualisiert. Individuelle Ergänzungsvorschläge sind zusätzlich möglich. Bisherige Partner waren diese: 

  • Frankreich: Université Aix-Marseille, Médiation Culturelle de l’Art , Marseille

  • Litauen: Vilnius Academy of the Arts, Vilnius

  • Mexiko: Universidad Autónoma del Estado de México, vers. künstlerische Studiengänge an der Facultad de Artes und der Escuela de Artes Escénicas, Toluca

  • Serbien: University of Arts in Belgrade, Belgrad

  • Südafrika: (neue Partneruniversität derzeit in Beratung) 

  • Türkei: Istanbul Bilgi University, School of Arts and Cultural Management, Istanbul

Während der Partnerlandphase setzen die Studierenden ihr Studium an einer Partnerhochschule fort und absolvieren ein berufsvorbereitendes Praktikum im Bereich Kultur. Dabei wählen sie, ob sie einen Schwerpunkt auf das Studium legen (d.h. zwei Semester Studium + ein kurzes Praktikum) oder eine Gleichgewichtung von Studium und Praktikum (d.h. ein Semester Studium + ein Semester Praktikum/Praktika) vornehmen. Je nach Partnerland gibt es hier unterschiedliche Empfehlungen.

Anhand ihres gewählten Partnerlandes erforschen die Bachelor-Plus-Studierenden internationale kulturelle Beziehungen und widmen sich nach ihrer Rückkehr einer intensiven Reflexion ihres Auslandsaufenthaltes.

Mit der Bachelorarbeit, in der sich die Studierenden der Studienvariante Bachelor Plus intensiv mit einem kulturpolitischen und künstlerischen Gegenstand mit internationalem Bezug auseinandersetzen, runden sie ihr fokussiertes Bachelor-Studium ab.

Bewerbung und Zulassung

Voraussetzung für ein Studium der Bachelor Plus Studienvariante ist eine bestandene Eignungsprüfung im Studiengang Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis sowie die Absolvierung der ersten zwei Fachsemester in Hildesheim. Je nach Partnerland müssen bei Bewerbung Sprachkompetenzen in Englisch, Französisch oder Spanisch nachgewiesen werden, die mindestens B1, idealerweise B2 entsprechen. Als Nachweis dient bspw. das Abiturzeugnis.

Die Bewerbung umfasst eine ausgefüllte Formularvorlage, ein Motivationsschreiben von bis zu vier Seiten, welches auf die Erstwahl des Partnerlandes eingeht, einen Lebenslauf, der erste internationale Erfahrungen aufweisen kann, einen Nachweis über den Besuch eines internationalen Seminars und eines vorbereitenden Kolloquiums zur Bewerbung, eine Erklärung zu den mündlichen und schriftlichen Sprachkompetenzen (bspw. Abiturzeugnis) sowie evtl. weitere Zeugnisse und Zertifikate.

Die Bewerbung erfolgt in einer PDF Datei per Mail an kupo-international[at]uni-hildesheim.de. Als Dateiname ist zu verwenden: Bewerbung_BA Plus_20XX_Nachname_Vorname

Die Bewerbungsfrist endet zum 01.07. eines jeden Jahres.

Hier finden Sie den Antrag auf Aufnahme in die StudienvarianteErläuterungen zu den erforderlichen Anlagen sowie die Auswahlordnung.

Am Institut für Kulturpolitik wird die Studienvariante vom Programmleiter Prof. Dr. Julius Heinicke, vom Programmbeauftragten Dr. Daniel Gad und von der Programmkoordinatorin Pia Wagner, die Ihnen unter kupo-international(at)uni-hildesheim.de für Fragen zur Verfügung steht, betreut.

Detaillierte Informationen zur Studienvariante "Kulturpolitik im internationalen Vergleich" liefert der Bachelor Plus Guide.

Hier finden Sie außerdem die Broschüre der Studienvariante, eine anschauliche Powerpoint sowie eine schematische Übersicht zur Studienstruktur.

Unser Image-Film liefert einen zusätzlichen Einblick in die Studienatmosphäre.

Kulturvermittlung

In der Verschränkung von eigener künstlerischer Praxis mit kunst- und kulturwissenschaftlichen sowie kulturpolitischen und kulturorganisatorischen Inhalten befähigen die Hildesheimer Studiengänge ihre Absolvent*innen zum Analysieren, Konzipieren, Initiieren, Organisieren und Vermitteln kultureller Prozesse.

Die im Studiengang dominierende Form der Projektarbeit mit „Ernstfallcharakter“ im Rahmen eines eigenen Projektsemesters sowie verpflichtende Praktika in unterschiedlichen kulturellen Einrichtungen sorgen für einen hohen Praxisbezug. Die Kooperation mit über 1500 Kultur-Institutionen deutschlandweit und im Ausland gewährleistet dabei vielfältige berufsspezifische Einblicke und Kontakte zu den Akteuren kultureller Praxis.

Der Zugang zum Studium ist geregelt durch eine künstlerische Eignungsprüfung in einer der als Hauptfach zu wählenden Kunstbereiche Theater, Literatur, Film, Medien und Populäre Kultur, Bildende Kunst oder Musik.

Bewerbungsschluss für die Annahme im Masterstudiengang Kulturvermittlung für das WS 2020/21 ist der 1.5. 2020 (Weitere Angaben finden Sie hier).

 

Breites Verständnis von Kulturvermittlung

Dem Studiengang liegt ein breites Verständnis von Kulturvermittlung zugrunde, das nicht nur die Vermittlung zwischen künstlerischer Produktion und Rezeption umfasst, sondern die Gestaltung kultureller Kontexte einschließlich kulturpolitischer Rahmenbedingen wie die Anregung zu kulturellen Selbstbildungsprozessen.

Dabei lassen sich das u.a. folgende Funktionen und Ziele unterscheiden:

  • Kulturpolitik: Entwicklung und Reflexion von kultur- und gesellschaftspolitischen Strukturen und Rahmenbedingungen, mit denen das kulturelle Leben gesteuert und Teilhabe ermöglicht wird

  • Vermittlung der Künste: Entwicklung eines Kunstverständnis und der Wertschätzung für bestimmte Kunstformen durch Vermittlung von Fach-/Hintergrundwissen/Codes der Rezeption

  • Kulturmarketing, PR und Audience Development: Erhöhung der Aufmerksamkeit und Nachfrage für Kunst und Kultur; Steuerung der Images von Kunst und Kultureinrichtungen; Gewinnung von mehr oder anderem Publikum

  • Vermittlung künstlerischer Techniken und Kompetenzen: Förderung von künstlerisch-ästhetisches Gestaltungsvermögen

  • Kulturelle Bildung: Selbstbildungsprozess in Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur, bei dem ästhetische Differenzerfahrungen emotional, sinnlich erlebt und bewusst reflektiert werden und zur Erweiterung eigener Perspektiven führen

  • Kulturpädagogik Professionelle Anregung dieser Selbstbildungsprozesse und Förderung kultureller Ausdrucksmöglichkeiten im Sinne von Empowerment

 

Wachsender Stellenwert von Kulturvermittlung

Kulturvermittlung hat in den vergangenen Jahren nicht nur innerhalb der Kulturinstitutionen, sondern darüber hinaus im Bildungssektor, in sozial-gesellschaftlichen Bereichen ebenso wie in Wirtschaftsunternehmen stark an Bedeutung gewonnen.

Nicht nur im Zuge der Ganztagsschule entstanden in den letzten Jahren viele neue Kooperationsprojekte zwischen Kultur- und Bildungseinrichtungen. Auch in den eher traditionellen Kulturinstitutionen haben Museumsvermittlung, Theaterpädagogik oder Konzertvermittlung deutlich finanzielle und personelle Aufwertung erfahren. Vielerorts sind spannende neue Vermittlungsformate und partizipative Projekte entstanden, in denen neue Besuchergruppen Kulturprogramme aktiv mitgestalten können, darunter auch indirekte Formate im Bereich des Aufmerksamkeitsmanagements. Aufgrund des zunehmenden kulturellen Wandels stellen sich der Kulturvermittlung ebenso neue Aufgaben in postkolonialen und divers-/transkulturellen Kontexten und schaffen innovative Arbeitsfelder.

Auch außerhalb des Kultursektors hat die Vermittlungsarbeit mit künstlerischen Mitteln inzwischen etwa in vielen privaten Unternehmen Eingang gefunden, z.B. in die Weiterbildung von Auszubildenden.

Kulturpolitik spielt eine entscheidende Rolle in der Vorgabe von Zielen und der Gestaltung von Rahmenbedingungen für Kulturvermittlung und kulturelle Bildung, die kulturelle Teilhabe erhöhen können.

Die Studierenden beschäftigen sich im Institut für Kulturpolitik sowohl mit den unterschiedlichen Ansätzen von Kulturvermittlung und Kultureller Bildung wie auch mit diesen kulturpolitischen Steuerungsprozessen,mit Wechselbeziehungen von Kulturpolitik zu anderen Politikbereichen wie Jugend und Soziales. Auch im internationalen Vergleich wird analysiert, wie sich bestimmte Policy-Konzepte auf die Kulturlandschaft und insbesondere den Stellenwert von Kulturvermittlung auswirken.

Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler spielen als Moderatoren zwischen künstlerischer Produktion und Rezeption sowie zwischen Kunstsektor und anderen gesellschaftlichen Bereichen eine zentrale Rolle. Sie sorgen dafür, dass Kunst ihr gesellschaftliches Potential entfalten kann.

 

Kulturvermittlung in internationalen Kontexten

Kulturvermittlung spielt eine wichtige Rolle innerhalb internationalen Beziehungen. Die UNESCO Convention on the Protection and the Promotion of the Diversity of Cultural Expressions aus dem Jahre 2005 wirft Fragen der Kulturvermittlung auf und weist deren Akteur*innen wichtige Aufgabenfelder zu, denen sich auch das Institut für Kulturpolitik und das Team des UNESCO-Chairs in Kooperationen mit dem Goethe-Institut und dem Institut für Auslandsbeziehungen stellen.

 

Langjährige Erfahrung in der Qualifizierung für Kulturvermittlung

Die Hildesheimer kulturwissenschaftlichen Studiengänge (1978 als Diplomstudiengang Kulturpädagogik entstanden, seit 2009/2010 auf Bachelor und Master umgestellt) haben seit vier Jahrzehnten Erfahrungen in der professionellen Qualifizierung von Kulturvermittler*innen und ein breites Netzwerk an Absolvent*innen deutschlandweit in relevanten Einrichtungen. Der  Masterstudiengang Kulturvermittlung knüpft  an diese Erfahrungen an und trägt dazu bei, die Forschungsaktivitäten für die noch relativ junge Wissenschaftsdisziplin zu intensivieren und die Entwicklung innovativer Formate für die Praxis der Kulturvermittlung voranzutreiben.

Nach wie vor einzigartig in Deutschland ist der Hildesheimer Ansatz, in den Künsten für die Kulturvermittlung im weitesten Sinne zu qualifizieren.

Vermittlung bezeichnet sowohl Tätigkeiten in direkter Anbindung an künstlerische Institutionen etwa in der Bereichen Dramaturgie, Kuratieren, Lektorieren wie auch kulturmanageriale Tätigkeiten z.B. in den Bereichen Kulturmarketing oder Festivalmanagement bis zu kulturpädagogischen Tätigkeiten in unterschiedlichen Feldern der kulturellen Bildung wie z.B. in der Theater- oder Konzertpädagogik, in Jugendkunstschulen oder Soziokulturelle Zentren.

Doppelmaster Kulturvermittlung/Médiation culturelle des arts

Deutsch-Französischer Doppelmaster Kulturvermittlung / Médiation culturelle des arts

Herzlich willkommen auf den Seiten des deutsch-französischen Doppelmasters Kulturvermittlung / Médiation culturelle des arts, der seit 2001 von der Universität Hildesheim und der Aix-Marseille Université angeboten wird. Unser binationaler Studiengang wird durch die Deutsch-Französische Hochschule in Saarbrücken gefördert, ebenso wie unser daran angeschlossenes internationales Promotionskolleg Kulturvermittlung / Médiation culturelle de l'art, das Ihnen u.a. die Möglichkeit einer deutsch-französischen Promotion bietet.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und wünschen eine anregende Lektüre! Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne per Mail oder telefonisch an die Programmbeauftragte Pia Wagner wenden.

Informationen der zentralen Studienberatung der Universität Hildesheim erhalten Sie hier.

In diesem Sinne: Bonne découverte! 


In diesen Studiengängen bildet das Fach Kulturpolitik den Schwerpunkt:

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Abschluss

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Bachelor Plus „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis – Kulturpolitik im internationalen Vergleich“

 

Kulturvermittlung

B.A.

 

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BA Plus

 

KV

Deutsch-französischer Studiengang Kulturvermittlung /
Médiation Culturelle de l’Art

M.A.

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Diese Studiengänge enthalten das Fach Kulturpolitik:

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Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis - Bachelor (B.A.) B.A.

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Szenische Künste B.A.

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Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus

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Philosophie - Künste - Medien B.A.

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Inszenierung der Künste und Medien M.A.

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