2010

Sigrid Bekmeier-Feuerhahn, Karen van den Berg, Steffen Höhne, Rolf Keller, Birgit Mandel, Martin Tröndle, Tasos Zembylas (Hg.)

Theorien für den Kultursektor

Jahrbuch für Kulturmanagement 2010


2010, 376 S., kart., 32,80 €
ISBN 978-3-8376-1641-5
Reihe Jahrbuch für Kulturmanagement

Das Jahrbuch für Kulturmanagement initiiert und fördert einen übergreifenden Diskurs im Kulturmanagement im Hinblick auf die methodologische und theoretische Fundierung des Faches. Als referiertes Journal positioniert es das Fach Kulturmanagement im Kontext übergreifender akademischer Debatten. Dabei werden insbesondere Problemstellungen innerhalb des deutschsprachigen Raumes fokussiert und mit internationalen Beiträgen und Fragestellungen verknüpft.
Das zweite Jahrbuch versammelt übergeordnete Forschungsansätze aus dem Kultursektor (Systemtheorie, Feldtheorie, Production-of-Culture-Ansatz etc.), die unter dem Aspekt ihrer Relevanz für das Kulturmanagement in Theorie und Praxis kritisch analysiert werden.

Kulturpolitik für Kinder

Eine Studie zum Recht auf ästhetische Erfahrung und künstlerische Praxis in Deutschland

Wolfgang Schneider


Schriftenreihe Kulturelle Bildung
vol. 11, München 2010, 180 Seiten ISBN-10 3-86736-309-9 ISBN-13 978-3-86736-309-9

"Kinder haben ein Recht auf Kunst und Kultur!“ So steht es zumindest in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Doch wenn in Deutschland von Kultur die Rede ist, geht es meist nicht um Kinder. Und wenn von Kindern gesprochen wird, geht es meist nicht um Kultur. Eine Studie des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim hat jetzt erstmals untersucht, welche Rolle die junge Generation in der Kulturpolitik der Länder spielt. Eine erste Erkenntnis ist, dass Kinder als Zielgruppe vor allem im Zusammenhang mit Kultureller Bildung Berücksichtigung finden. Zumeist wird Kulturpolitik als Querschnittsaufgabe angesehen und offenbart zwei Seiten einer Medaille: die ästhetische Erfahrung, also die Teilhabe an Theater, Literatur, Bildender Kunst, Medien und Musik sowie die künstlerische Praxis, also die kulturpädagogischen Programme der Kultur- und Bildungseinrichtungen. Ergebnis der Studie ist auch ein klares Plädoyer für eine eigenständige Konzeption einer Kulturpolitik für Kinder, ihrer Umsetzung auf kommunaler und regionaler Ebene sowie in der schulischen und außerschulischen Kulturellen Bildung.

Äußerst wertvoll ist das Buch für alle an Kultur und somit auch an Kulturpolitik Interessierten, da hier die wichtigsten kulturpolitischen Texte in Auszügen versammelt sind, in denen Kinder eindeutig als Zielgruppe zu identifizieren sind... Außerdem werden drei Beispiele von Ländern vorgestellt (Hamburg, München, Berlin), die die praktische Umsetzung der Forderungen verdeutlichen.
Insofern liefert das Buch einen wichtigen Beitrag, um Konzeptionen für künstlerische und kulturelle Projekte für Kinder effizient auf der Grundlage von Gesetzen und politischen Absichtserklärungen und kulturpolitischen Dokumenten basieren zu können und so dazu beizutragen, das „Recht der Kinder auf Kunst und Kultur“ (UN-Kinderrechtskonvention) in unserer Gesellschaft umsetzen zu können.

Prof. Maria Schleiner (Dortmund), socialnet.de

Kulturelle Bildung braucht Kulturpolitik: Hilmar Hoffmanns "Kultur für alle" reloaded.

Wolfgang Schneider (Hrsg.)

"Hilmar Hoffmann gilt als Grand Seigneur der Kulturpolitik. Ob als
Direktor der Volkshochschule Oberhausen, als Frankfurter Kulturdezernent
oder als Präsident des Goethe-Instituts, er hat Kulturpolitikgeschichte
geschrieben. Mit seinem Buch Kultur für alle begründete er eine Theorie
der Kulturellen Bildung und gestaltete sie in der Praxis. Anlässlich
seines 85. Geburtstages widmet das Institut für Kulturpolitik der
Universität Hildesheim seinem Ehrendoktor eine Festschrift, die aus
unterschiedlichen Blickwinkeln die Programmatik von gestern auf ihre
Tauglichkeit für morgen diskutiert." (Prof. Dr. Wolfgang Schneider)

Mit Beiträgen von Yuki Akino, Carolin Berendts, Jan Büchel, Mareike
Elbertzhagen, Hans-Dietrich Genscher, Doreen Götzky, Sina Haberkorn,
Luisa Heese, Alexander Henschel, Thomas Kaestle, Susanne Keuchel, Sabine
Knoll, Dieter Kramer, Reiner Küppers, Birgit Mandel, Vanessa-Isabelle
Reinwand, Thomas Renz, Wolfgang Schneider, Joerg Schumacher, Olaf
Schwencke, Wolfgang Thierse, Bernd Wagner, Aron Weigl.


Hildesheim: Universitätsverlag, 2010. 290 S. (Hildesheimer
Universitätsschriften ; 23)
ISBN-10 3-934105-35-1  bzw. ISBN-13 978-934105-35-5