2008

Audience Development, Kulturmanagement, Kulturelle Bildung

Konzeptionen und Handlungsfelder der Kulturvermittlung
Birgit Mandel (Hrsg.)


Schriftenreihe Kulturelle Bildung
vol. 5, München 2008, 205 Seiten ISBN-10 3-86736-035-9 ISBN-13 978-3-86736-035-7

 

In vielen anderen Ländern sind Kulturvermittlung und eine stärkere Orientierung an den potenziellen Nutzern/innen kultureller Angebote, kurz: “Audience Development“, schon seit geraumer Zeit ein zentrales Kriterium öffentlicher Förderpolitik. Auch in Deutschland rückt Kulturvermittlung zunehmend in den Blickpunkt. Damit verbunden sind vielfältige Fragen, auf die dieser Sammelband Antworten geben will:

Mit welchen Zielen agiert Kulturvermittlung, geht es um das Erklären oder um Verkaufen von Kunst oder geht es um Kulturelle Bildung als Schlüsselkompetenz?
Beeinflusst Besucherorientierung die künstlerische Qualität? Welche Wirkungen haben Präsentations- und Kommunikationsformen auf die Zugänglichkeit von Kunst? Ist Eventmarketing für die Kulturelle Bildung nutzbar? Was empfiehlt die Enquête-Kommission Kultur zur Verankerung der Kulturvermittlung in Deutschland? Was können Kulturvermittlungsprozesse in Jugendprojekten von Kulturinstitutionen wie z. B. den Berliner Philharmoniker, aber auch in anderen gesellschaftlichen Kontexten wie in Kitas, Schulen, Krankenhäusern und Vereinen bewirken?

Zur Einführung wird das multidisziplinäre Handlungs- und Forschungsfeld der Kulturvermittlung theoretisch ausdifferenziert. Kulturvermittlung reicht von kulturmanagerialen Ansätzen, in denen es um Distribution und Vermarktung von Kunst und Kultur geht, über bildungsorientierte, pädagogische Konzepte bis hin zu kulturpolitischen Orientierungen, die einen Wirkungstransfer künstlerischer Entwürfe für gesellschaftliches Zusammenleben anstreben.
Gastautoren/innen zeigen an unterschiedlichen Forschungs- und Praxisfeldern, wie innovative Ansätze von Kulturvermittlung aussehen können.

Birgit Mandel liefert mit ihrem Buch eine äußerst lesenswerte Darstellung für „Konzeptionen und Handlungsfelder der Kulturvermittlung“.
KM - Das Monatsmagazin von Kulturmanagement Network Nr. 27 (Januar 2009)

Pocket kultur Nr. 06 Kunst und Gesellschaft von A-Z

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Bundeszentrale für politische Bildung; Auflage: 1. Auflage 2008 (2008)
  • ISBN-10: 3893318895
  • ISBN-13: 978-3893318896

Pocket beackert die Kulturlandschaft! Ob durch Kunst, Sprache, Tradition oder Mode – so vielfältig wie Kultur in der Gesellschaft zum Vorschein kommt, so informativ ist diese Pocket-Ausgabe.

Neben dem Lexikonteil mit wichtigen Begriffen aus Kultur und Gesellschaft bietet Pocket Kultur mehr: In Interviews kommen Kulturschaffende zu Wort. Artikel und Grafiken erklären Hintergründe zu kulturellen Spezialthemen. Ein "Kulturkompass" mit nützlichen Adressen und Links rundet das kleine Lexikon ab. Alles in allem ein "Batzen Kulturgut" im praktischen Hosentaschenformat!

 

„Ohne Kunst wäre das Leben ärmer“

Zur biografischen Bedeutung aktiver Theater-Erfahrung
Vanessa-Isabelle Reinwand


Schriftenreihe Kulturelle Bildung
vol. 8, München 2008, 210 Seiten ISBN-10 3-86736-038-3 ISBN-13 978-3-86736-038-8
16,80 €

Was motiviert Menschen Theater zu spielen und was fasziniert sie daran? Was passiert mit den Akteuren während einer Theateraufführung? Auf welche Art und Weise verknüpfen sich ästhetische Erfahrungen mit Biografie? Und nicht zuletzt: was und wie kann beim aktiven Theaterspiel und bei der Theaterrezeption „für das Leben“ gelernt werden?

Wie künstlerische Tätigkeiten ästhetisch bildend wirken können, zeigt dieses Buch erstmals anhand einer wissenschaftlichen Studie zu theaterpädagogischen Prozessen von Laienschauspielern/Innen im Alter von 18 bis 85 Jahren. Die biografischen Interviews mit ihnen geben interessante Aufschlüsse über die Wahrnehmung und biografische Verarbeitung ästhetischer Erfahrungen. Durch eine empirische Analyse der spezifisch theatralen Situation zwischen Rolle und Selbst wird deutlich, dass gerade in der Differenz dieser Seins-Zustände (Rolle, Figur, Selbst) die ästhetische Bildungsqualität des Theaterspiels liegt.

Pädagogen/innen, die im Feld der ästhetischen Bildung tätig sind, und allen Kulturinteressierten liefert die Untersuchung Einblicke in die eigene „Logik“ ästhetischer Prozesse und ihrer Bildungsqualität.

Auswärtige Kulturpolitik. Dialog als Auftrag – Partnerschaft als Prinzip

Auswärtige Kulturpolitik steht auf dem Prüfstand. In einer global vernetzten Welt, in der neben den ökonomischen auch kulturell und religiös geprägte Konflikte neue Herausforderungen an die Außenpolitik darstellen, stehen Konzepte und Programme zur Diskussion. Das vorliegende Buch diskutiert Schwerpunkte der Auswärtigen Kulturpolitik und zeigt Perspektiven auf. Neben der Überprüfung von Anspruch und Wirklichkeit der Programmarbeit bildet die kulturelle Zusammenarbeit in den auswärtigen Beziehungen Europas sowie die Diskussion um eine engere Verzahnung von Kultur- und Entwicklungspolitik ein Zentrum der Auseinandersetzung. Die Etablierung von Netzwerken und Kooperationsmodellen zwischen Staaten, Mittlerorganisationen und privaten Initiativen ist dabei ein wesentlicher Faktor, um den Stellenwert der Kultur in den internationalen Beziehungen zu stärken. Die Publikation vereint erstmals einzelne Studien zur Auswärtigen Kulturpolitik, die am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim entstanden sind.

Wolfgang Schneider, Felicia Maier, Robert Peise, Nina Lutz, Claudia Schneider, Heike Pfingsten u.a.

Wolfgang Schneider (Hrsg.) • 232 Seiten • 13,00 Euro • ISBN 978-3-89861-941-9 • Bonn / Essen 2008