Name: Philine Griem

Titel der Dissertation: Jenseits der Absicht - Über die stille Formung künstlerischer Praxis durch institutionelle Förderlogiken. Eine empirische Analyse der Haupt- und Nebenwirkungen von Stipendien auf Motivation, Autonomie und künstlerische Entwicklung.

Promotionszeitraum: Juni 2023 – Herbst 2025 

Kurzbeschreibung des Forschungsthemas: Das Dissertationsprojekt untersucht das Stipendienwesen in der Kunstförderung als kulturpolitische Intervention mit besonderem Blick auf intendierte Hauptwirkungen – wie künstlerische Ermöglichung, Anerkennung und Professionalisierung – sowie auf mögliche nicht-intendierte, insbesondere motivationale Nebenwirkungen. Diese werden im Rahmen der Selbstbestimmungstheorie (Self-Determination Theory, SDT) analysiert, wobei die Befriedigung oder Frustration der drei psychologischen Grundbedürfnisse Autonomie, Kompetenz und soziale Eingebundenheit (Basic Needs) im Zentrum steht. Analysiert werden sowohl institutionelle Förderverständnisse als auch die Perspektiven geförderter und abgelehnter Künstler:innen sowie relevanter Expert:innen aus dem Feld. Grundlage ist ein Mixed-Methods-Design aus Dokumentenanalysen, Expert:inneninterviews, einer qualitativen Längsschnittstudie mit Stipendiat:innen sowie quantitativen Fragebogenerhebungen.

Kurzvita: Philine Griem ist Kulturwissenschaftlerin und künstlerische Co-Leiterin der Künstlerhäuser Worpswede. In Forschung, Lehre und Praxis arbeitet sie an den Schnittstellen von Kunst, Politik und Gesellschaft. Sie studierte Kulturwissenschaft sowie Philosophie, Literatur und Ästhetik an der Europa-Universität Viadrina und promoviert derzeit zur Rolle von Kunstförderung als Intervention – am Kulturpolitischen Institut der Universität Hildesheim bei Prof. Dr. Julius Heinicke sowie an der ETH Zürich bei Prof. Dr. Philip Ursprung. Neben akademischen Tätigkeiten war sie an verschiedenen kulturellen Projekten beteiligt, u. a. als Mitgründerin des Berliner Kulturorts MenschMeier.

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