Promotionsprojekte

Promotionsvorhaben

"Touristische und einheimische Kulturnutzung im ländlichen Raum. Begründung eines integrativen Kultur- und Tourismusmanagements" (Katja Drews)

Promotionsvorhaben

Zunehmend erhält der Tourismussektor aufgrund der Realität des demografischen Wandels Bedeutung als Ressourcengeber für die kulturelle Angebotsvorhaltung im ländlichen Raum Deutschlands.

Das Forschungsvorhaben hat zum Ziel, anhand einer differenzierenden Analyse der Kulturnutzung von Touristen und Bewohnern zu beleuchten, inwiefern die Entwicklung kultureller Angebote im ländlichen Raum nicht nur Interessen und Bedürfnissen von Einheimischen und Touristen gleichermaßen entsprechen kann, sondern wie mehr noch das Zusammentreffen von Einheimischen und Touristen im Rahmen gemeinsam erlebter kultureller Angebote an sogenannten „dritten Orten“ die Attraktivität dieser Angebote für beide Seiten erhöhen kann.

Doktorandin

Katja Drews, M.A.

Doktormutter

Prof. Dr. Birgit Mandel

Berufliche Tätigkeit

Kulturreferentin Landkreis Holzminden; Lehrbeauftragte Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim – Holzminden – Göttingen, Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen

Mailkontakt

katja.drews[at]t-online.de

„Kunst. Kultur. Transformation. Rolle und Potenziale von Künstlern als "Agents of Change" im tunesischen Transformationsprozess" (Meike Lettau)

Promotionsvorhaben

Die arabische Revolution als historische Zäsur eröffnete neue Aufgaben, Herausforderungen und Chancen auf dem Gebiet internationaler kultureller Zusammenarbeit und deutscher Auswärtiger Kulturpolitik. Die Umbrüche und der veränderte lokale Kontext erfordern eine Neuorientierung derselben. Zahlreiche Projekte wurden initiiert und auf politischer Ebene Rahmenverträge entwickelt, um aktiv den gesellschaftlichen Transformationsprozess zu begleiten. Künstlern und Kulturakteuren wird eine besondere Rolle zugeschrieben: „Kulturakteure sind nicht nur Seismographen, sondern eben auch Protagonisten der gesellschaftlichen Veränderung“ (Becker/Wetzel 2011, S. 2), wie das Goethe-Institut behauptet.

Ziel der Arbeit ist, eine Theorie zu den Potentialen von Kunst und Künstlern in Transformationsprozessen zu generieren und die Frage zu eruieren, welche Rolle Kulturaktivisten als "Agents of Change" spielen. Ausgehend von der Selbstwahrnehmung von Künstlern und ihrem Schaffen in Transformationsprozessen wird auf einer zweiten Untersuchungsebene die Rolle und der Beitrag deutscher Mittlerorganisationen in diesem Zusammenhang untersucht. Die Erforschung aktueller Entwicklungen in der tunesischen Kulturszene und kulturpolitischer Reformen bildet einen weiteren Themenkomplex.

Ausgangsfrage ist, wie sich das Agieren der Mittlerorganisationen deutscher Auswärtiger Kulturpolitik in Transformationsprozessen verändert und wie beispielsweise die Kulturarbeit des Goethe-Instituts auf die Umbruchsituation in Tunesien mit Projekten und Programmen reagiert hat. Für internationale kulturelle Zusammenarbeit in diesem Kontext gilt es, neue Konzepte und einen veränderten kulturpolitische Rahmen zu schaffen, um auf die Bedürfnisse vor Ort adäquat zu reagieren.

Doktorandin 
Meike Lettau

Doktorvater
Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Mailkontakt
meikelettau[at]gmx.de

„Kulturelle Bildungsformate in internationalen Festivals der Darstellenden Künste" (Nicola Scherer-Henze)

Promotionsvorhaben

Die internationale Festivallandschaft sieht sich einer diversen Gesellschaft gegenübergestellt und möchte eben diese zu ihren Festivals einladen. Im Fokus der Dissertation stehen die Kulturellen Bildungsformate für internationale Nachwuchskünstler*innen der darstellenden Künste. Durch Gruppendiskussionen und Experteninterviews werden hier die verschiedenen Perspektiven auf diese “Begegnungs-Formate” beleuchtet. Welche Settings werden konstruiert, welche Fragen und Themen werden besprochen und wie wird diese Begegnung von den Nachwuchskünstler*innen wahrgenommen? Die erkenntnisleitende Frage ist, welche Internationalitätskonzepte hinter den Settings und den Kommunikationsstrategien stehen. Weiterhin wird untersucht welche Identitätskonzepte in der Selbst- und Fremdwahrnehmung der Nachwuchskünstler*innen wahrgenommen werden.

Doktorandin
Nicola Scherer-Henze

Doktorvater
Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Mailkontakt
Nicola.Scherer[at]gmx.net

„Netzwerke der Nachhaltigkeit? Anspruch und Wirklichkeit der „European Capitals of Culture“ als kulturpolitisches Instrument zur Förderung des Dialogs zwischen den europäischen Kulturen am Beispiel von RUHR.2010 und Marseille (2013)" (Kristina Jacobsen)

Promotionsvorhaben

Den Dialog der europäischen Kulturen zu fördern – dieses Ziel galt als EU-Vorgabe gleichermaßen für die Kulturhauptstädte Europas RUHR.2010 und Marseille 2013.Im Rahmen der Dissertation soll untersucht werden, inwieweit es den lokalen Kulturnetzwerken gelingt, das Programmjahr nach dieser Zielvorgabe, jeweils unterschiedlich interpretiert, umzusetzen. Dazu sollen die kulturpolitischen Zielvereinbarungen und Umsetzungskonzepte im europäischen Mehrebenensystem (EU – Mitgliedsstaat – Region – Stadt) in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit analysiert und verglichen werden. Ziel der Untersuchung ist, durch den Vergleich der ausgewählten Kulturhauptstädte den Status des Förderinstruments "Kulturhauptstadt Europas" in Bezug auf die Nachhaltigkeit seiner Ziele und Konzepte zu erfassen. Anhand der beiden konkreten Beispiele wird damit herausgearbeitet, unter welchen Bedingungen EU policies im Bereich Kulturförderung effektiv sein können. 

Doktorandin
Kristina Jacobsen

Doktorväter
Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Prof. Dr. Olaf Schwencke

Mailkontakt
Kristina.jacobsen[at]gmx.de

„Zukunft gestalten! Untersuchung nachhaltiger Strukturen Soziokultureller Zentren“ (Christian Müller-Espey
)

Promotionsvorhaben

Die Zukunft Soziokultureller Zentren ist alles andere als nachhaltig. Oftmals in alten Fabrikhallen, Bahnhöfen oder Scheunen untergebracht, die selten energetisch saniert sind, sorgen hohe Energieverbräuche und steigende Betriebskosten bei Soziokulturellen Zenten für zunehmenden Kostendruck. Doch auch der gesellschaftliche Druck wächst, verantwortungsbewusster als bisher mit den begrenzten ökonomischen und ökologischen Ressourcen umzugehen.

Ausgehend von der Feststellung, dass für die Soziokultur weder eine Nachhaltigkeitsstrategie noch fundierte Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Ausrichtung vorliegen, geht die qualitative Untersuchung der zentralen Fragestellung nach: Wie können zukunftsweisende Wege Soziokultureller Zentren gestaltet werden?

Untersuchungsgegenstand sind konkrete Indikatoren nachhaltiger Entwicklung, Best Practice-Beispiele und Modellvorhaben einzelner Zentren sowie die Betrachtung von Change Management Prozessen im Kontext nachhaltiger Entwicklung. Zielsetzung ist, Soziokulturellen Akteuren und kulturpolitischen Entscheidungsträgern Orientierungspunkte und Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Ausrichtung Soziokultureller Angebote zur Verfügung zu stellen, subsumiert in einer Nachhaltigkeitsstrategie: wissenschaftlich fundiert und praxistauglich, an konkreten Kriterien messbar, an Beispielen bebildert und vielfach übertragbar.

Doktorand
Christian Müller-Espey

Kultur- und Medienmanager M.A.

Doktorvater
Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Berufliche Tätigkeit
Geschäftsführer Kulturzentrum Lichtburg e.V.

Mailkontakt
christian[at]lichtburg-wetter.de

„Landesbühnen als Modell für eine Theaterreform – eine kulturpolitische Untersuchung von Konzepten zur Partizipation in den Darstellenden Künsten“ (Katharina Schröck)

Promotionsvorhaben

Das deutsche Theatersystem ist in seiner Struktur einmalig; oftmals wird zur groben Beschreibung die Begrifflichkeit „Duales System“ gewählt – öffentlich getragene Theater auf der einen Seite koexistierend mit den so genannten „Freien Theatern“ andererseits. Im Zuge der nunmehr seit Jahren andauernden Theaterdebatte und den Diskursen zu einer (deutschen) Theaterkrise wurde und wird diese Systemkonstruktion, welche aus eben diesen zwei Säulen zu bestehen scheint, intensiv diskutiert. Die Landesbühnen sind ein elementares Konstrukt innerhalb dieser Theaterlandschaft, aber als solche selten Bestandteil der öffentlichen Debatte. Die Situation einzelner Institutionen in Zusammenhang mit Existenzbedrohung und inhaltlichen Problemen wird zwar teilweise diskutiert, doch eine größere Betrachtung der Landesbühnen und eine Einordnung ihrer Besonderheiten in das bestehende Theatersystem wurde bislang nicht durchgeführt.

Bei den – per definitionem so genannten und im deutschen Bühnenverein als eigene Gruppe zusammengeschlossenen – Landesbühnen handelt es sich um öffentlich getragene Theaterinstitutionen, denen als kulturpolitische Maxime eine Distribution der Theaterkunst in (kultur-)periphere Gebiete und insbesondere eine Bespielung ensembleloser Gemeinden bzw. Theater aufgetragen wurde. Strukturell sind die Landesbühnen sehr unterschiedlich aufgestellt: eine Verallgemeinerung gelingt nicht durch eine Klassifikation der Betriebsform oder der vertraglichen Regelungen. Die Einrahmung dieser Institutionen ist also ein ideelles Konstrukt, verknüpft mit einem kulturpolitischen Auftrag im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen Verankerung. Die deutschen Landesbühnen sollen Stadttheater für ihren Stammsitz sein und zeitgleich als reisendes Theater in ganz unterschiedlichen Regionen Identifikation stiften und kulturelle Bildung ermöglichen. Um als kulturpolitisches Instrument zur Theater-Verbreitung zu fungieren, müssen die Theater durch geeignete Rahmenbedingungen zur Erfüllung dieser Aufgabe befähigt werden und sollten zudem in ihrer Struktur ihren Handlungsauftrag der theatralen Grundversorgung als grundsätzliches Leitbild festgelegt haben.

Die angestrebte empirische Untersuchung soll die Landesbühnenlandschaft darstellen und anhand einzelner Fallbeispiele überprüfen, ob und wie die Landesbühnen mit ihrer besonderen theaterpolitischen Konstruktion zwischen Stadttheater und Wanderbühne und mit der konzeptionellen Verankerung von Partizipation als Prinzip als Impulsgeber für eine Reform des Theatersystems fungieren könnten. Ziel der wissenschaftlichen Arbeit ist nicht eine kritische Betrachtung der Landesbühnen mit der Absicht, ihre Hinfälligkeit oder ihr Scheitern aufzudecken, sondern eine Suche nach möglichen Zukunftsmodellen des Konstruktes „Landesbühne“.

Die am Beispiel der Landesbühnen durchgeführte Reflexion könnte, im Zusammenhang mit den aus der Untersuchung gewonnenen Erkenntnissen über die Strukturen und mögliche Strukturveränderungen, ihren Teil zu einer generellen Agenda der Theaterpolitik beitragen. Maßgeblich ist dabei die Betrachtung der Konzepte zur Partizipation, konzentriert angelegt im Modell der Landesbühnen, da dieses kulturpolitische Konstrukt im Zusammenhang mit der Debatte um Kulturfinanzierung den haushaltspolitischen Überlegungen mit gesellschaftspolitischen Argumenten begegnen kann.

Doktorandin
Katharina Schröck

Doktorvater
Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Berufliche Tätigkeit
Mitarbeiterin im Kulturamt Frankfurt am Main, Fachbereich Kulturförderung- und information, Darstellende Kunst

Mailkontakt
k.schroeck[at]web.de

„Deutschlands auswärtige Kulturpolitik im multilateralen Kontext des „UNESCO-Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“ “ (Constanze Metzger)

Promotionsvorhaben

Das UNESCO Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt (i. F. Welterbekonvention) ist eines der bedeutendsten normativen Kulturinstrumente im multilateralen Umfeld. In Artikel 7 der Welterbekonvention wird die „Einrichtung eines Systems internationaler Zusammenarbeit“ als Ziel genannt.

Das Promotionsvorhaben basiert auf der Annahme, dass das Interesse der Vertragsstaaten darin besteht, den nationalen Kulturstätten durch die globale Marke der Welterbekonvention Sichtbarkeit zu verleihen. Es wird angenommen, dass die nationalen Interessen zu einer disproportionierten, eurozentrierten Welterbeliste geführt haben, da Vorschläge für die Welterbestätten ressourcenaufwändig sind. Es wird ebenso angenommen, dass durch die Popularität der Welterbekonvention und ihre weltweite Umsetzung Kulturstätten bewahrt werden und die Konvention somit eine wichtige Rolle im Kulturschutz einnimmt. Das Spannungsfeld zwischen globalen Zielen und nationalen Interessen soll untersucht werden. Auch die Frage, welche positiven Wechselwirkungen es zwischen nationalen Interessen und globalen Zielen gibt, soll im Rahmen des Promotionsvorhabens beantwortet werden.

Am Beispiel der Welterbestätte Muskauer Park / Park Mużakowski soll die transnationale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und einem anderen Vertragsstaat analysiert werden. Ein weiteres Fallbeispiel soll die Schwierigkeiten der transnationalen Zusammenarbeit verdeutlichen. Ziel ist es, die deutsche Auswärtige Kulturpolitik im Rahmen der Umsetzung der Welterbekonvention zu untersuchen und kulturpolitische Empfehlungen zu formulieren, um an der Konvention mitzuwirken und die kulturelle Zusammenarbeit der Vertragsstaaten zu verbessern.

Doktorandin
Constanze Metzger

Doktorvater
Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Berufliche Tätigkeit                                                                                                                    Angestellte im Welterbezentrum der UNESCO 

Mailkontakt
c.metzger[at]unesco.org

„Kulturpolitik für kulturelle Vielfalt – Rezeption und Implementierung der UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in Deutschland“ (Annika Holland)

Promotionsvorhaben

Die vorliegende Arbeit analysiert die politische Diskussion um kulturelle Vielfalt und zeigt, wie der Schutz und die Förderung kultureller Vielfalt zu einer offensichtlichen und dringlichen Aufgabe verschiedener Politikfelder wurden. Das Dissertationsprojekt geht dabei den Fragen nach, welche Wirkungen und Relevanz die Konvention in Bezug auf die Politik und Zivilgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland hatte. So wurde beispielsweise nach der Bundestagswahl im Jahre 2005 die Umsetzung der UNESCO-Konvention - und damit der Schutz und die Förderung kultureller Vielfalt und Interkulturalität sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene - im Koalitionsvertrag als Regierungsziel erklärt. Gegenstand der vorliegenden Untersuchung sind daher vor allem zwei Fragen: Worüber wurde in den vergangenen neun Jahren seit Verabschiedung der Konvention, also während der Zeitspanne 2005 bis 2014, in der bundesdeutschen Politik diskutiert? Was hat sich in den Bereichen Akzeptanz kultureller Vielfalt und Integration tatsächlich verändert?

Doktorandin
Annika Holland

Doktorvater / Doktormutter
Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss

Mailkontakt
annika-holland[at]web.de

„Soziokultur – Kulturpolitik ‚von unten‘? Untersuchungen zur Historiographie und Phänomenologie einer Programmformel und Praxisform der kulturellen Demokratisierung“ (Tobias Knoblich)

Promotionsvorhaben

Die Dissertation befasst sich mit der Frage, wie das Konzept Soziokultur in Deutsch­land die Kulturpolitik prägte und zu einem Medium der Erneuerung wurde, wie es bei der Formierung von Praxisformen/Institutionen Anwendung fand und wie schließlich eine veränderte Kulturpolitik reflexiv auf Soziokultur zurückwirkt, ihre Versprechen und Erfolge verstärkt oder für andere Praxisfelder adaptiert. Soziokultur ist eine Pro­grammformel und eine Praxisform. Sie operiert neben und mit anderen Teilhabe- und Teilnahmepostulaten bzw. Leitformeln (etwa „Kultur für alle“ oder „Bürgerrecht Kul­tur“). Ihre große Geste und die differenten Praxisausprägungen (insbesondere nach 1990) machen es schwer, sie generalisierend zu erfassen. Daher ist es wichtig, den Begriff sowohl ideen- als auch praxisgeschichtlich zu befragen und nach dem Woher und Wohin der mit ihm transportierten kulturpolitischen und demokratietheoretischen Vorstellungen zu fahnden. Ferner ist zu untersuchen, wie sich das anfangs bewe­gungsförmige gesellschaftliche Feld verändert hat und ob Begriffe obsolet oder zu­min­dest wirkungsschwächer werden.

Doktorand
Tobias Knoblich

Doktorvater
Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Mailkontakt
tobias.knoblich[at]erfurt.de

„Gedenkstätte in Bewegung. Potenziale, Chancen, Barrieren und Grenzen kulturtouristischer Konzepte für Gedenkstätten“ (Sarah Bieleke)

Promotionsvorhaben

Gedenkstätten stehen vor einer Phase des Umbruchs, denn zum einen wird der nahende Verlust der Zeitzeugen eine Veränderung von Geschichtsvermittlung notwendig machen und zum anderen wird die öffentliche Förderung in Zukunft geringer ausfallen und die Gedenkstätten zwingen, weitere Finanzierungsmöglichkeiten zu nutzen. Individuell reisende Erwachsene und Senioren sind aktuell die kleinste Besuchergruppe in Gedenkstätten, stellen aber die größte Gruppe der nationalen Kulturtouristen dar. Ziel des Vorhabens ist es, Erfolgskriterien für die Umsetzung kulturtouristischer Strategien zu entwickeln, um diese Zielgruppe als Besucher für die Gedenkstätten zu gewinnen. Durch qualitative (Experteninterviews) und quantitative (Besucherumfragen) Forschungsmethoden soll das Potential von Gedenkstätten für die Anwendung kulturtouristischer Konzepte evaluiert werden. Auf Basis der Ergebnisse und einer Gegenüberstellung mit internationalen Best Practice Beispielen werden Handlungsempfehlungen für die Konzeption und Nutzung kulturtouristischer Strategien für Gedenkstätten in Deutschland entwickelt.

Doktorandin
Sarah Bieleke

Doktormutter/Doktorvater
Prof. Dr. Birgit Mandel/Prof. Dr. Oliver Rump

Mailkontakt
sarah.bieleke[at]gmx.de

Kreativwirtschaft in NRW Analyse der staatlichen Förderung von Kleinstunternehmen der Design- und Musikwirtschaft (Philipp Budde)

Promotionsvorhaben

Kaum eine Branche ist so vielseitig wie die Kreativwirtschaft. Dieser Wirtschaftszweig setzt sich aus elf verschiedenen Teilbereichen zusammen, die von Architektur bis hin zum freischaffenden Künstler reichen. Diese Vielseitigkeit allein ist schon Grund genug, davon auszugehen, dass sich die Branchen im permanenten Wandel befinden und somit auch Förderinstrumente ständig justiert werden sollten.
Schon heute zeigt sich, dass eine Stärkung der Kreativwirtschaft nicht ohne Weiteres realisierbar und nicht für jede Region gleichermaßen sinnvoll ist. Förderkonzepte müssen dem jeweiligen Kontext angepasst werden. Die Kreativbranchen folgen einer eigenen Logik und sind nicht unmittelbar mit anderen Wirtschaftsbranchen zu vergleichen. Hinzu kommt, dass bis heute Forschung und Wissenschaft zahlreiche Wissenslücken aufweisen - insbesondere wenn es darum geht, fundierte, empirische Befunde vorzuweisen. Darüber hinaus fehlen exaktes Monitoring und eine Überprüfung der Maßnahmen, um ggf. Verbesserungen durchzuführen und auf sich verändernde Rahmenbedingungen zu reagieren.
Genau an diesen Problemstellen setzt die geplante Untersuchung an: Ziel ist es, zukunftsfähige Förderstrategien zu entwickeln, die den Erhalt und Ausbau der Kreativunternehmen nachhaltig vorantreiben und Fehlinvestitionen öffentlicher Gelder verringern. Exemplarisch werden die Aktivitäten zur Stärkung der Kreativbranchen, des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen untersucht. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen Kleinstunternehmen aus der Design und Musikwirtschaft, hierzu zählen selbständige Unternehmer sowie Firmen, die bis zu zehn Mitarbeiter beschäftigen. Mittels zahlreicher Expertengespräche soll beispielhaft ermittelt werden, inwiefern bisherige Fördermaßnahmen zielführend sind und welche Aspekte für eine nachhaltig angelegte Stärkung der Brachen zu berücksichtigen wären. Die Gegenüberstellung der verschiedenen Perspektiven von staatlichen Förderern, Unternehmen und außenstehenden Experten verspricht ein umfassendes Abbild der bisherigen Aktivitäten der öffentlichen Hand.

Doktorand
Philipp Budde

Doktormutter/Doktorvater
Prof. Dr. Birgit Mandel/Prof. Dr. Oliver Scheytt

Berufliche Tätigkeit
Selbständiger Event- Kulturmanager / Musikredakteur

Mailkontakt
budde.philipp[at]gmail.com

Die Auswirkungen der Organisationsautonomie auf die Kulturförderung in der Außenkulturpolitik [Arbeitstitel] (Johannes Crückeberg)

Promotionsvorhaben

Auswärtige Kulturpolitik versucht mit den Mitteln der Kultur, den Zielen der Außenpolitik zu folgen; ein Paradoxon an sich: Außenpolitik ist weitgehend zentral organisiert und gehört zu den Kernaufgabenfeldern des Bundes. Dem gegenüber steht als Primat der Kulturpolitik die Autonomie der Akteure im Kulturbereich. Allerdings unterscheidet sich die Autonomie der unterschiedlichen Mittlerorganisationen aufgrund von funktionaler Politisierung. Unterschiedlich autonome Mittlerorganisationen sind also angehalten, Außenpolitik mit den Mitteln der Kultur – die nur ihre volle Wirkungskraft bei größtmöglicher Unabhängigkeit erreichen können – zu stützen.
Die Promotion hat KünstlerInnenförderung in der Außenkulturpolitik, insbesondere Residenzprogramme, zum Gegenstand. Sie stehen seit den 1980er Jahren immer wieder in der Kritik und haben den Ruf der staatlichen Außendarstellung zu dienen. Mittels eines Analyserahmens aus Bürokratie-, Organisations- und Prinzipal-Agent-Theorie sollen Fallbeispiele untersucht und Erkenntnisse für den kulturpolitischen Diskurs genutzt werden. Die Idee der staatsfernen Mittlerorganisation steht dabei ebenso zur Disposition wie die Praxis des internationalen Künstleraustauschs im Rahmen von Außenpolitik.
Aus den beschriebenen Konstellationen ergeben sich die Fragestellungen dieses Dissertationsprojekts: Welche Auswirkungen hat der Grad der Autonomie der Mittlerorganisationen auf ihre KünstlerInnenförderung? Oder Andersherum: Führt erhöhter staatlicher Einfluss zu einer Veränderung der Förderarbeit? Können autonomere, und damit von den Zielen der Außenpolitik befreitere Institutionen eine andere Form von Kulturförderung anbieten? Ist mangelnde Unabhängigkeit der Mittler gar ein Hemmnis für erfolgreiche Förderung? Stünde die internationale KünstlerInnenförderung am Ende ohne Einbettung in die Außenpolitik besser da?

Doktorand
Johannes Crückeberg

Mailkontakt

johannes.crueckeberg[at]uni-hildesheim.de

Doktorvater
Prof. Dr. Wolfgang Schneider

"Wirkungsevaluationen in der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Eine Auseinandersetzung mit Modellen und Methoden zur Bewertung außenkulturpolitischer Maßnahmen im Bereich Kultur und Entwicklung." (Jennifer Emmrich)

Promotionsvorhaben

Im Zuge der voranschreitenden Globalisierung und weltweiter politischer und gesellschaftlicher Veränderungen, steht die Auswärtige Kulturpolitik vor neuen Herausforderungen und Chancen.
Neue Formen der Auswärtigen Kulturpolitik stehen vor einem veränderten Welt- und Wertekontext auf dem Prüfstand. Seit 2005 nehmen sich die deutschen Mittler- und Durchführungsorganisationen konsequent dem Thema "Kultur und Entwicklung" an. Kunst- und Kulturprojekte werden vermehrt als "Entwicklung" befördernde Maßnahmen betrachtet. Das Vorrücken solcher Projekte in das Feld der Entwicklungszusammenarbeit führt aber auch (international) zu erhöhten Legitimationsdruck.
Die wissenschaftliche Prüfung von Evaluationskonzepten für Kunstprojekte im Bereich "Kultur und Entwicklung" der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik steht noch aus. Im Rahmen dieses Dissertationsvorhabens soll die "Wirkung" von "Kultur und Entwicklungs"-Projekten hinterfragt und Methoden ihrer Evaluation diskutiert werden.
Die Forschungsfrage lautet: Welche "Wirkung" haben Kunstprojekte im Bereich Kultur und Entwicklung der deutschen Außenkulturpolitik und mit welchen Evaluationsmodellen lässt sich diese bewerten?

Doktorandin
Jennifer Emmrich

Doktorvater
Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Mailkontakt
emmrich[at]uni-hildesheim.de

Entwicklung und Bedeutung des ‚Freien Theaters’ in der Bundesrepublik Deutschland, 1970 - 2010 (Henning Fülle)

Promotionsvorhaben

Entstanden im Umfeld der sozialen und politischen Bewegungen der Siebzigerjahre in der damaligen BRD haben sich neben (am Rande, außerhalb) des ‚deutschen Systems’ der Stadt- und Staatstheater Strukturen der Produktion und Präsentation von Theater herausgebildet, die mittlerweile organisatorische und institutionelle Eigenständigkeit erreicht haben. Auch in künstlerisch-ästhetischer Hinsicht sind spezifische Gestaltungen zeitgenössischer darstellender Kunst entstanden, die sich den Produktionsstrukturen und –weisen jenseits der traditionellen Anstalten verdanken.
Dabei ist es sowohl bei ihren Protagonisten selbst, vor allem aber auch auf der Ebene von Politik und Administration, sowie in der Publikums- und der Medien-Öffentlichkeit keineswegs klar, worin die Substanz dieser Eigenständigkeit und der Bedeutung des immer noch so bezeichneten ‚freien Theaters’ besteht.
Der diffusen Begrifflichkeit entsprechen die Wahrnehmung der ‚freien Szene’ durch Politik, Administration und Öffentlichkeit – und ihre kulturpolitische Verortung. Auch wenn dem ‚freien Theater’ in Deutschland in jüngster Zeit die Aufmerksamkeit der ‚Bundes-Kulturpolitik’ zuteil geworden ist und seine bundesweite Organisation mit einer bescheidenen Förderung bedacht wurde, ist das ‚freie Theater’ in Deutschland nach wie vor ein eher geduldetes Stiefkind am Katzentisch der Kulturpolitik.
Zentrales erkenntnisleitendes Interesse an der Forschungsarbeit ist es, hier Abhilfe zu schaffen.

Mit einer

  • historisch-empirischen Darstellung der Entwicklung des ‚freien’ Theaters in Deutschland (in exemplarischen Fallstudien),
  • systematisch-begrifflichen Abgrenzung gegenüber den Strukturen des ‚deutschen Systems’ der Stadt- und Staatstheater,
  • Analyse von Definitionsansätzen sowohl von prägenden Protagonisten in institu-tionellen und künstlerischen Feld, als auch von Vertretern der Tradition des Stadt- und Staatstheaters

will ich eine empirisch fundierte begriffliche Fassung entwickeln, die über den immer wieder als unzureichend und als ‚längst überholt’ markierten historischen Begriff des ‚freien Theaters’ hinaus weist, bzw. ihn wenigstens mit klar konturierter Bedeutung versieht.  
Ziel und Zweck der Arbeit ist damit neben dem akademischen Interesse vor allem, ein begriffliches Instrumentarium zu entwickeln, das den kulturpolitischen Auseinandersetzungen um Bedeutung, Wahrnehmung der darstellenden Künste und um das Engagement der öffentlichen Hände auf kommunaler, Landes- und Bundesebene klare Perspektiven vermittelt. 

Doktorand
Henning Fülle

Doktorvater
Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Berufliche Tätigkeiten
Frei schaffender Dramaturg in Berlin, Lehrbeauftragter an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HFG) Karlsruhe und der Uni Hildesheim

Mailkontakt
hfberlin[at]web.de

 

Präsenzform und Strukturreform - Eine Untersuchung der Institutionalisierung deutscher Auswärtiger Kulturpolitik am Beispiel der Goethe-Institute in der Russischen Föderation (Christina Holland)

Promotionsvorhaben

Welche politischen Gegebenheiten führten zur Entstehung der heute aktiven deutschen Kulturinstitute im Ausland? Welche auswärtigen kulturpolitischen Ansätze prägten und prägen die Struktur der deutschen Kulturinstitute? Beeinflusst das Gastland die Ausgestaltung der Kulturinstitute? Beeinflussen Kulturinstitute anderer Länder in Deutschland die Gestaltung deutscher Kulturinstitute im Ausland? Welche Präsenzformen können international beobachtet werden? Welche Kooperationen sind denkbar und realisierbar? Welche Netzwerke gibt es? Wie ist das Modell der deutschen Kulturtage, -wochen und -jahre zu bewerten? Gibt es strategische Allianzen und Kooperationen?

Thema der Arbeit sind die deutschen Kulturinstitute in der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik am Beispiel der Russischen Föderation unter besonderer Berücksichtigung der Neugründung des Goethe Institutes in Novosibirsk. Die zentrale Fragestellung der Arbeit wird sein, ob deutsche Kulturinstitute in ihrem strukturellen Aufbau noch den aktuellen Herausforderungen gewachsen sind und ob in Zeiten gekürzter Haushalte und einer sich entwickelnden europäischen Kulturpolitik über andere Modelle und Netzwerke kultureller Präsenzformen nachzudenken ist.

Erkenntnisleitendes Interesse der Untersuchung ist es, einen wissenschaftlichen Beitrag zum Thema deutsche Kulturinstitute als Instrumente der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik zu leisten und damit ein Thema in den Fokus zu rücken, das bereits vielfach diskutiert worden ist, allerdings stets unter dem Aspekt der Institutsschließung und weniger unter dem Aspekt der Institutsumgestaltung bzw. –erweiterung.

Ziel des Forschungsprojekts ist es, einen wissenschaftlichen Beitrag zum Thema deutsche Kulturinstitute und ihre Präsenzformen als Instrumente der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik zu leisten und dabei nicht nur das Themengebiet deutsche Auswärtige Kulturpolitik zu erweitern, sondern zugleich mit dem Beispielbezug auf die Russische Föderation einen noch vergleichsweise jungen Partner deutschen auswärtigen Kulturengagements seine Aufmerksamkeit zu schenken.

Doktorandin
Christina Holland

Doktorvater
Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Berufliche Tätigkeit
Business Development

Mailkontakt
christina.holland[at]web.de

Die Kunst der Demokratie. Zur Rolle des Goethe-Instituts während der Demokratisierungsprozesse in Argentinien (1982-1989) und Chile (1988-1994) (Anna Kaitinnis)

Promotionsvorhaben

Die Promotion baut auf meiner Diplomarbeit "Nische der Freiheit"? Das Goethe-Institut in Argentinien während der Militärdiktatur von 1976-1983 auf. In der Diplomarbeit wurde untersucht, ob das Goethe-Institut seinem Ziel, eine demokratische und freiheitliche Gesellschaft zu vertreten, zur Zeit der Diktatur in Argentinien nachkommen konnte, ohne durch politische Einmischung den Rahmenvertrag mit dem Auswärtigen Amt zu verletzen. Dabei kam ich zu dem Ergebnis, dass die durch die verschiedenen politischen Systeme bedingten unterschiedlichen Auffassungen von Kultur in der Praxis teilweise zu Konflikten zwischen dem Goethe-Institut und Vertretern der jeweiligen Provinzregierung führten. Trotzdem fanden bestimmte Personen und Personengruppen am Goethe-Institut kleine Freiräume – beziehungsweise Nischen. Der Personenkreis, der Zugang zu diesen Nischen hatte, war zwar genauso beschränkt wie die dort mögliche Freiheit, aber dennoch wurden Demokratie und die Freiheit der Kunst erfahrbar gemacht.
In Anbetracht dieser Erkenntnisse und der zunehmenden Bedeutung von Demokratieförderung durch die Auswärtige Kulturpolitik soll nun in der Promotion untersucht werden, welche Rolle das Goethe-Institut in Argentinien (1982-1989) und Chile (1988-1994) im Rahmen externer Demokratieförderung einnehmen konnte. Der Fokus liegt dabei zum einen auf der Funktion des Goethe-Instituts für seine Zielgruppen und Partner im jeweiligen Land und zum anderen auf der Bedeutung des Goethe-Instituts als Mittlerorganisation deutscher Auswärtiger Kulturpolitik.
Ein Ziel der Dissertation ist, aufzuzeigen, welche Möglichkeiten und Grenzen für das Goethe-Institut in Argentinien und Chile zur Förderung von Demokratie bestanden. Von den gewonnenen Erkenntnissen sollen Handlungsempfehlungen für die zukünftige Arbeit des Goethe-Instituts in Diktaturen und vor allem in jungen Demokratien hergeleitet werden. Ferner beleuchtet die Arbeit das Potential von Kulturarbeit zur Förderung von Demokratie generell.

Doktorandin
Anna Kaitinnis

Doktorvater/Doktormutter
Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Prof. Dr. Marianne Kneuer

Soziokultur in ländlichen Räumen Niedersachsens (Beate Kegler)

Promotionsvorhaben

Ziel des Forschungsvorhabens ist, die derzeitige Situation und die Entwicklungspotentiale soziokultureller Einrichtungen und Initiativen in ländlichen Räumen Niedersachsens zu untersuchen. Die Untersuchung geht von der Annahme aus, dass die Soziokultur bislang in der Kulturpolitik in erster Linie als urbanes Phänomen wahrgenommen und entsprechend gefördert wird. Die Soziokultur ländlicher Räume bleibt weitestgehend unbeachtet und wird allenfalls als nicht näher differenzierte Erscheinungsform aktivierender Kulturarbeit verstanden. Bis heute liegen nur wenige Erkenntnisse über ihre besonderen Erscheinungsformen,  Handlungsprämissen und Tätigkeitsfelder vor. Anhand einer Analyse ausgewählter Modelle soziokultureller Einrichtungen und Initiativen verschiedener ländlicher Räume Niedersachsens soll das Forschungsvorhaben entsprechende Informationen sammeln, analysieren und in ihrer kulturpolitischen Relevanz reflektieren. Ein Vergleich der Situation niedersächsischer soziokultureller Einrichtungen und Initiativen ländlicher Räume mit der anderer Bundesländer (Brandenburg, Rheinland-Pfalz) soll dabei über alternative soziokulturelle und kulturpolitische Handlungsformen Auskunft geben.

Doktorandin
Beate Kegler
Angewandte Kulturwissenschaften M.A.

Doktorvater
Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Berufliche Tätigkeit
Beraterin für Kulturmanagement, -marketing und Organisationsentwicklung, Emden.
Geschäftsführerin, Ländliche Akademie Krummhörn (bis 30.09.2011)

Mailkontakt
beatekegler[at]@web.de

Arbeitstitel: Auswärtige Kulturpolitik für Kinder und Jugendliche. Kulturelle Bildung als Auftrag? (Aron Weigl)

Promotionsvorhaben

Aktuelle Beobachtungen zeigen, dass in der Auswärtigen Kulturpolitik des 21. Jahrhunderts ein Paradigmenwechsel stattfindet. Dieser beinhaltet eine ausdifferenziertere Zielgruppenorientierung der Kulturpolitik, unter erstmaliger Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen. Diese Entwicklung wird von der fortgeschrittenen innenpolitischen Debatte über Kulturelle Bildung begleitet. Bei der Suche nach einer Kulturpolitik für Kinder in Deutschland, stellt man immer wieder fest, dass diese in Konzepten und Programmen zu Kultureller Bildung aufgeht.

Die sich daraus ergebenden Forschungsfragen sind folgende: Inwiefern hat Kulturelle Bildung und die Zielgruppenorientierung Kinder und Jugendliche tatsächlich Eingang in Konzepte Auswärtiger Kulturpolitik gefunden und welche Umsetzung erfährt dieser mögliche Anspruch? Wie sollte eine zeitgemäße Auswärtige Kulturpolitik für Kinder und Jugendliche aussehen und welche Qualitätskriterien müssten angelegt werden, wenn man die aus Frage eins gewonnenen Erkenntnisse berücksichtigt?

Mittels empirisch-qualitativer Untersuchungen aktueller Konzepte, Programme und Projekte der Auswärtigen Kulturpolitik in Bezug auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche sollen diese Fragen beantwortet werden. In diesem Zusammenhang gilt es, Kriterien von Vermittlung in transkulturellen Kontexten zu formulieren und herauszufinden, inwieweit die Einbindung von Konzepten zur Kulturellen Bildung dabei von Bedeutung ist.

Doktorand
Aron Weigl

Doktorvater
Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand

Mailkontakt
aaweigl[at]t-online.de