Bald anstehende Veröffentlichungen

Die folgenden Promotionsprojekte werden in naher Zukunft als Publikationen erscheinen und anschließend hier aufgelistet.

Soziokultur in ländlichen Räumen Niedersachsens (Beate Kegler)

Promotionsvorhaben

Ziel des Forschungsvorhabens ist, die derzeitige Situation und die Entwicklungspotentiale soziokultureller Einrichtungen und Initiativen in ländlichen Räumen Niedersachsens zu untersuchen. Die Untersuchung geht von der Annahme aus, dass die Soziokultur bislang in der Kulturpolitik in erster Linie als urbanes Phänomen wahrgenommen und entsprechend gefördert wird. Die Soziokultur ländlicher Räume bleibt weitestgehend unbeachtet und wird allenfalls als nicht näher differenzierte Erscheinungsform aktivierender Kulturarbeit verstanden. Bis heute liegen nur wenige Erkenntnisse über ihre besonderen Erscheinungsformen,  Handlungsprämissen und Tätigkeitsfelder vor. Anhand einer Analyse ausgewählter Modelle soziokultureller Einrichtungen und Initiativen verschiedener ländlicher Räume Niedersachsens soll das Forschungsvorhaben entsprechende Informationen sammeln, analysieren und in ihrer kulturpolitischen Relevanz reflektieren. Ein Vergleich der Situation niedersächsischer soziokultureller Einrichtungen und Initiativen ländlicher Räume mit der anderer Bundesländer (Brandenburg, Rheinland-Pfalz) soll dabei über alternative soziokulturelle und kulturpolitische Handlungsformen Auskunft geben.

Doktorandin
Beate Kegler
Angewandte Kulturwissenschaften M.A.

Doktorvater
Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Berufliche Tätigkeit
Beraterin für Kulturmanagement, -marketing und Organisationsentwicklung, Emden.
Geschäftsführerin, Ländliche Akademie Krummhörn (bis 30.09.2011)

Mailkontakt
beatekegler[at]@web.de

Künstlerresidenzen im konzeptionellen Spannungsfeld. Wirkungsabsichten und Funktionslogiken zwischen Cultural Diplomacy, Künstlerförderung und Auswärtiger Kulturpolitik (Johannes Crückeberg)

Wenn in den letzten Jahren über Dialog und Austausch in der AKP nachgedacht wurde, wurde ein Format in besonderer Weise in der Praxis ausprobiert: Künstlerresidenzen; also die Gewährung von Förderung, durch öffentlich finanzierte Zurverfügungstellung von Zeit und Raum für Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland im Ausland. Die Dissertation von Johannes Crückeberg widmet sich diesem Format Künstlerresidenz, untersucht genauer deutsche Künstlerresidenzen im Ausland. Dabei wird davon ausgegangen, dass deutsche Künstlerresidenzen im Ausland einen Hybrid aus außenpolitischem, kulturpolitischem und außenkulturpolitischem Instrument darstellen. Die Arbeit untersucht  die Wirkungsabsichten und Funktionslogiken von Künstlerresidenzen durch ein zweiteiliges Forschugnsdesign: Dieses besteht aus einer quantiativen Fragebogenuntersuchung von 96 Künstlerresidenzen, sowie einer qualitativen, evaluaitven Untersuchung von drei Künstlerresidenzen.

Doktorand

Johannes Crückeberg

Doktorvater
Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Kreativwirtschaft in NRW Analyse der staatlichen Förderung von Kleinstunternehmen der Design- und Musikwirtschaft (Philipp Budde)

Promotionsvorhaben

Kaum eine Branche ist so vielseitig wie die Kreativwirtschaft. Dieser Wirtschaftszweig setzt sich aus elf verschiedenen Teilbereichen zusammen, die von Architektur bis hin zum freischaffenden Künstler reichen. Diese Vielseitigkeit allein ist schon Grund genug, davon auszugehen, dass sich die Branchen im permanenten Wandel befinden und somit auch Förderinstrumente ständig justiert werden sollten.
Schon heute zeigt sich, dass eine Stärkung der Kreativwirtschaft nicht ohne Weiteres realisierbar und nicht für jede Region gleichermaßen sinnvoll ist. Förderkonzepte müssen dem jeweiligen Kontext angepasst werden. Die Kreativbranchen folgen einer eigenen Logik und sind nicht unmittelbar mit anderen Wirtschaftsbranchen zu vergleichen. Hinzu kommt, dass bis heute Forschung und Wissenschaft zahlreiche Wissenslücken aufweisen - insbesondere wenn es darum geht, fundierte, empirische Befunde vorzuweisen. Darüber hinaus fehlen exaktes Monitoring und eine Überprüfung der Maßnahmen, um ggf. Verbesserungen durchzuführen und auf sich verändernde Rahmenbedingungen zu reagieren.
Genau an diesen Problemstellen setzt die geplante Untersuchung an: Ziel ist es, zukunftsfähige Förderstrategien zu entwickeln, die den Erhalt und Ausbau der Kreativunternehmen nachhaltig vorantreiben und Fehlinvestitionen öffentlicher Gelder verringern. Exemplarisch werden die Aktivitäten zur Stärkung der Kreativbranchen, des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen untersucht. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen Kleinstunternehmen aus der Design und Musikwirtschaft, hierzu zählen selbständige Unternehmer sowie Firmen, die bis zu zehn Mitarbeiter beschäftigen. Mittels zahlreicher Expertengespräche soll beispielhaft ermittelt werden, inwiefern bisherige Fördermaßnahmen zielführend sind und welche Aspekte für eine nachhaltig angelegte Stärkung der Brachen zu berücksichtigen wären. Die Gegenüberstellung der verschiedenen Perspektiven von staatlichen Förderern, Unternehmen und außenstehenden Experten verspricht ein umfassendes Abbild der bisherigen Aktivitäten der öffentlichen Hand.

Doktorand
Philipp Budde

Doktormutter/Doktorvater
Prof. Dr. Birgit Mandel/Prof. Dr. Oliver Scheytt

Berufliche Tätigkeit
Selbständiger Event- Kulturmanager / Musikredakteur

Mailkontakt
budde.philipp[at]gmail.com

„Zukunft gestalten! Untersuchung nachhaltiger Strukturen Soziokultureller Zentren“ (Christian Müller-Espey)

Dissertation

Die Zukunft soziokultureller Zentren ist alles andere als nachhaltig. Oftmals in alten Fabrikhallen, Bahnhöfen oder Scheunen untergebracht, die selten energetisch saniert sind, sorgen hohe Energieverbräuche und steigende Betriebskosten bei soziokulturellen Zenten für zunehmenden Kostendruck. Doch auch der gesellschaftliche Druck wächst, verantwortungsbewusster als bisher mit den begrenzten ökonomischen und ökologischen Ressourcen umzugehen.

Ausgehend von der Feststellung, dass für die Soziokultur weder eine Nachhaltigkeitsstrategie noch fundierte Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Ausrichtung vorliegen, geht die qualitative Untersuchung der zentralen Fragestellung nach: Wie können zukunftsweisende Wege soziokultureller Zentren gestaltet werden?

Untersuchungsgegenstand sind konkrete Indikatoren nachhaltiger Entwicklung, Best Practice-Beispiele und Modellvorhaben einzelner Zentren sowie die Betrachtung von Change Management Prozessen im Kontext nachhaltiger Entwicklung. Zielsetzung ist, soziokulturellen Akteuren und kulturpolitischen Entscheidungsträgern Orientierungspunkte und Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Ausrichtung soziokultureller Angebote zur Verfügung zu stellen, subsumiert in einer Nachhaltigkeitsstrategie: wissenschaftlich fundiert und praxistauglich, an konkreten Kriterien messbar, an Beispielen bebildert und vielfach übertragbar. 

Verfasser
Christian Müller-Espey
Kultur- und Medienmanager M.A.

Erscheint voraussichtlich im Mai 2019 im Peter-Lang-Verlag.

Doktorvater
Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Berufliche Tätigkeit

Ehemaliger Geschäftsführer Kulturzentrum Lichtburg e.V.
Seit Mai 2018 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Fachbereich 2 Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation, Institut für Kulturpolitik: Leiter des bundesweiten Projektes Nachhaltigkeitskultur entwickeln: Praxis und Perspektiven soziokultureller Zentren, gefördert vom Fonds Nachhaltigkeitskultur, in Kooperation mit der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.
www.jetztinzukunft.de

Mailkontakt
muellere(at)uni-hildesheim.de 


Fülle, Henning - Freies Theater

Die Modernisierung der deutschen Theaterlandschaft (1960 – 2010)

Aus der Reihe: Recherchen 125 im Verlag Theater der Zeit

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: Theater der Zeit Berlin, ISBN 978-3-95749-076-6

Weltweit ebenso einzigartig wie das „System“ der Stadt- und Staatstheater in Deutschland ist das Paralleluniversum des Freien Theaters. Über dessen Bedeutung gibt es allerdings hauptsächlich viele Meinungen anstelle fundierter Kenntnisse. Henning Fülles Forschungsarbeit analysiert erstmals die Entwicklungsgeschichte des Freien Theaters in Westdeutschland quellenkritisch anhand von Konzeptionen, Selbstverständigungen und Strukturen seit den 1960er Jahren. „Freie Gruppen“, „Freie Szene“ und „Freies Theater“ werden als historische Formen zeitgenössischer Produktionsweisen, Dramaturgien und Ästhetiken der Theaterkunst gezeigt. Mit deren Herausbildung entsteht jenes Innovationspotenzial, das auch im deutschen Theater die Überwindung der Traditionspflege bürgerlicher Hochkultur ermöglicht. Freies Theater zeigt sich damit in seiner kulturpolitischen Bedeutung als spezifische Form später Modernisierung der deutschen Theaterlandschaft, mit der die internationalen Entwicklungen in den darstellenden Künsten seit dem Zweiten Weltkrieg nachvollzogen werden.

Doktorvater: Prof. Dr. Wolfgang Schneider


Renz, Thomas - Nicht-Besucherforschung

Die Förderung kultureller Teilhabe durch Audience Development

Aus der Reihe:  Kultur- und Museeumsmanagement im transcript Verlag

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: transcript Bielefeld, ISBN 978-3-8376-3356-6

Trotz des politischen Anspruchs einer »Kultur für alle« besucht nur ein kleiner Teil der Bevölkerung in Deutschland regelmäßig öffentlich geförderte Kultureinrichtungen. Wie kann es mithilfe kulturpolitischer und kulturmanagerialer Strategien gelingen, neue Besucher zu gewinnen? Erstmals wird mit diesem Band ein interdisziplinärer, theoretischer und empirischer Blick auf die »Nicht-Besucher« gelenkt. Praxisnah stellt Thomas Renz dar, mit welchen Instrumenten und Strategien des »Audience Development« Kulturpolitik und Kulturmanagement kulturelle Teilhabe fördern können und wie dieses Streben nach einem sozial diverseren Publikum die Kultureinrichtungen verändern wird.

Gutachter: Prof. Dr. Birgit Mandel (Universität Hildesheim), Prof. Dr. Max Fuchs (Universität Duisburg-Essen)


Hampel, Annika - Fair Cooperation

Partnerschaftliche Zusammenarbeit in der Auswärtigen Kulturpolitik

Aus der Reihe: Auswärtige Kulturpolitik herausgegeben von Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: Springer VS, ISBN: 978-3-658-07592-7

Akteure der Auswärtigen Kulturpolitik (AKP) betonen im internationalen Kulturaustausch stets ihren Anspruch, „Dialog auf Augenhöhe“ und „partnerschaftliche Zusammenarbeit“ zu realisieren. Auf Grundlage der Analyse von fünf deutsch-indischen Kooperationen des Goethe-Instituts reflektiert Annika Hampel exemplarisch Programme und Projekte in den Künsten. Aspekte der Produktionsprozesse werden in Hinblick auf Voraussetzungen und Strukturen erforscht. Daraus resultierend stellt die Autorin Kriterien einer „Fair Cooperation“ als zukunftsweisende kulturpolitische Leitlinie einer internationalen Kooperationskultur vor. 

Prüfende: Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Prof. Dr. Raimund Vogels, Prof. Dr. Geesche Wartemann


Wolf, Birgit - Kulturelle Bildung zwischen kultur-, bildungs- und jugendpolitischen Entwicklungen

50 Jahre Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung

Schriftenreihe Kulturelle Bildung, vol. 45

Erscheinungsjahr 2014

Verlag: kopaed, München. ISBN 978-3-86736-445-4

Die BKJ hat in den vergangenen fünf Jahrzehnten durch ihre Konzept- und Lobbyarbeit das Arbeitsfeld der Kulturellen Bildung maßgeblich geprägt. Ihre Impulse wie die ‚KinderKulturWochen’, die (Selbst-)Evaluation oder die Freiwilligendienste in Kultur und Bildung waren richtungsweisend. Die Entwicklung des Dach- und Fachverbandes, seiner Strukturen und Arbeitsfelder werden im Kontext der Zeitgeschichte ebenso der jugend-, bildungs- und kulturpolitischen Rahmenbedingungen sowie der inhaltlichen, strategischen und organisatorischen Ausrichtung der BKJ analysiert und dargestellt.

Prüfende: Prof. Dr. Birgit Mandel


Punke-Dresen, Anna - Bürgerschaftliches Engagement in kulturfördernden Stiftungen

Eine Untersuchung von kulturpolitischen Entwicklungen im gemeinnützigen Sektor

In der deutschen Kulturlandschaft ist nicht zuletzt seit des Schlussberichts der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 2007 ein Paradigmenwechsel zu beobachten: Sowohl die privatwirtschaftliche Kulturförderung als auch gemeinnütziges Engagement gewinnen im Kulturbereich an Bedeutung. Ohne das Engagement Privater und der Kirchen wäre die kulturelle Vielfalt und Kulturarbeit nicht denk- und leistbar. Damit sind die Rollen des Staates und der öffentlichen Hand neu ausjustiert. Der größte Kulturfinanzierer ist der Bürger – sowohl als Marktteilnehmer als auch als Spender und in dritter Linie als Steuerzahler. Engagement in Form von Zeit, Geld und Empathie ist aufgrund gekürzter Haushalte inzwischen als Ergänzung zu staatlicher Förderung unverzichtbar geworden.

Die Verbesserung gesetzlicher Rahmenbedingungen zur Gemeinnützigkeit hat das bürgerschaftliche Engagement zudem erheblich gestärkt. Im Zuge dessen ist die Rolle der Zivilgesellschaft auch in der Debatte um Kulturfinanzierung nicht mehr wegzudenken, so wie auch verstärkt nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten gesucht wird. Das Forschungsvorhaben untersucht vor diesem Hintergrund, ob und wie Stiftungen mit einer stärkeren Nutzung von bürgerschaftlichem Engagement zur Kulturförderung beitragen können. Mit Hilfe von 17 Experteninterviews wird hinterfragt, ob der Auftrag der Kulturförderung von Stiftungen mit Hilfe von bürgerschaftlichem Engagement besser erfüllt werden kann.

Die Untersuchung soll dabei herausfinden, wie Stiftungen zu einer für die Gesellschaft relevanten Kulturpolitik beitragen können, wie und durch welche Ressourcen Stiftungen die aktuelle Kulturförderung unterstützen. Darüber hinaus wird in diesem Zusammenhang die Rolle, die bürgerschaftliches Engagement einnehmen kann, erforscht. Es soll auch nach Perspektiven gesucht werden, in welcher Art und Weise bürgerschaftliches Engagement in diesem Kontext Kulturpolitik stärken und den Kulturbegriff weiterentwickeln kann.

Im Zuge der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring haben sich sieben spezielle Formen des bürgerschaftlichen Engagements im Rahmen der Stiftungsaktivitäten exemplarisch herauskristallisiert, die ausführlich beleuchtet werden. Die Untersuchungen stellen zudem fest, dass einzelne Personen oder Personengruppen durch das Errichten einer kulturfördernden Stiftung oder auch durch eine Zustiftung nachhaltig kulturelles Bürgerengagement leisten. Stiftungen stellen dadurch eine sinnstiftende Möglichkeit für Teilhabe am kulturellen Leben dar und sind damit auch Ausdruck einer selbstbewussten Zivilgesellschaft. Bei der Auswertung der Interviews zeigt sich allerdings auch, dass die kausale Verbindung zwischen der Einbindung und Förderung von bürgerschaftlichem Engagement einerseits und der Kulturförderung andererseits bei den befragten Stiftungen schwer nachweisbar und im Sinne eines Impacts schwierig messbar ist. Als ein weiteres Ergebnis der Interviews wird herausgearbeitet, dass sich monetäres und ideelles Engagement idealerweise gegenseitig ergänzen sollten und dass ehrenamtliches Engagement nicht die alleinige Ressource für Kulturförderung darstellen kann.

Neun Handlungsempfehlungen am Ende der Arbeit sollen Denkanstöße zu Entwicklungsperspektiven von bürgerschaftlichem Engagement in kulturfördernden Stiftungen aufzeigen. Zudem werden künftige Forschungsbedarfe benannt, die dazu motivieren sollen, das Forschungsthema dieser Dissertation weiterzuführen.


Gad, Daniel - Die Kunst der Entwicklungszusammenarbeit

Konzeptionen und Programme einer auswärtigen Kulturpolitik nordischer Staaten

Aus der Reihe: Auswärtige Kulturpolitik herausgegeben von Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Springer VS, ISBN: 978-3-658-05445-8

​Entwicklungspolitik hat sich bislang kaum mit kulturpolitischen Fragen auseinandergesetzt. Wie kann künstlerisches Schaffen in Entwicklungsländern gefördert werden, um in geeigneten kulturpolitischen Rahmenstrukturen die Entwicklungsprozesse zu unterstützen? Daniel Gad nimmt den nordischen Ansatz, dem eine internationale Vorreiterrolle zukommt, als Ausgangspunkt für einen generellen Ansatz zu „Kultur und Entwicklung“. Der Autor stellt sechs beispielhafte Programme vor und diskutiert Aspekte einer stärker entwicklungspolitisch ausgerichteten auswärtigen Kulturpolitik Deutschlands sowie Desiderate für eine weiterführende internationale Kulturpolitikforschung.

Prüfender: Prof. Dr. Wolfgang Schneider


Denscheilmann, Heike - Deutschlandbilder

Ausstellungen im Auftrag Auswärtiger Kulturpolitik

Aus der Reihe: Auswärtige Kulturpolitik herausgegeben von Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: Springer VS, ISBN: 978-3-658-03011-7

Auswärtige Kulturpolitik (AKP) vertritt als Teil der Außenpolitik die Interessen Deutschlands. Zugleich soll sie dialogisch angelegt sein. Dieses Spannungsfeld repräsentativer und kommunikativer Aufgaben hat Heike Denscheilmann anhand der Tourneeausstellungen des Goethe-Instituts e.V. und des Instituts für Auslandsbeziehungen e.V. von 1990 bis 2010 untersucht. Sie entwickelt sieben Typen von Tourneeausstellungen und macht sichtbar, welche Themen und Formate die Ausstellungsarbeit prägen. Zudem beleuchtet die Autorin die Ziele der Kulturarbeit im Ausland, Leerstellen in den politischen Konzepten, die Machtposition der Mittlerorganisation in der AKP und die nationalen Interessen im internationalen Ausstellungswesen.

Der Inhalt:

  • Die Rolle der Künste in den außenkulturpolitischen Konzepten der Bundesregierung
  • Die Vermittlung eines Deutschlandbildes durch kulturelle Programmarbeit
  • Ausstellungen als Formate kultureller Programmarbeit
  • Die Ausstellungsarbeit der Mittlerorganisationen in der AKP

Prüfende: Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Prof. Dr. Stefan Krankenhagen, Prof. Dr. Birgit Mandel

 


Götzky, Doreen - Kulturpolitik in ländlichen Räumen

Eine Untersuchung von Akteuren, Strategien und Diskursen am Beispiel des Landes Niedersachsen

Online-Veröffentlichung

Erscheinungsjahr: 2013

Kulturpolitik in Deutschland ist in erster Linie städtische Kulturpolitik, die auf städtische Infrastruktur und Nutzergruppen ausgerichtet ist. Die Spaltung kultureller Teilhabe ist deshalb neben soziodemografischen Faktoren auch regional strukturiert. Es gibt dennoch eine Vielzahl von Akteuren, die kulturpolitisch im ländlichen Raum aktiv sind, über deren kulturpolitisches Wirken bisher wenig bekannt ist. Im Rahmen einer Politikfeldanalyse wird deshalb mit Hilfe von 28 Experteninterviews das (kultur-)politische Handeln von Akteuren ländlicher Kulturpolitik im Bundesland Niedersachsen untersucht, um herauszufinden, welche Akteure mit welchen Zielen Kulturpolitik für den ländlichen Raum betreiben und ob dabei strukturelle und soziokulturelle Besonderheiten des ländlichen Raums berücksichtigt werden. Ziel der Arbeit ist es damit zum einen, eine empirisch gestützte Ortsbestimmung von Kulturpolitik in ländlichen Räumen und für ländliche Räume in Niedersachsen vorzunehmen, und zum anderen Aspekte zu identifizieren, die eine gegenstandsangemessene Kulturpolitik für den ländlichen Raum leiten können. Darüber hinaus leistet die Arbeit einen Beitrag zur Theoriebildung im Rahmen der Kulturpolitikwissenschaft. Insbesondere politikwissenschaftliche Ansätze haben bisher nur vereinzelt Eingang in die Kulturpolitikforschung gefunden. Deshalb wird im Rahmen der Untersuchung geprüft, inwiefern politikwissenschaftliche Theorien wie der akteurszentrierte Institutionalismus sowie Governance-Theorien für die Kulturpolitikforschung nutzbar gemacht werden können.

Prüfender: Prof. Dr. Wolfgang Schneider


Büchel, Jan - Fernsehen für Europa

Transnationale mediale Öffentlichkeit als kulturpolitischer Auftrag der EU

Erscheinungsjahr: 2013

Aus der Reihe: Studien zur Kulturpolitik. Bd. 15 herausgegeben von Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Verlag: Peter Lang Edition, Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2013. XVIII, 246 S., 6 Tab., 8 Graf.
ISBN: 978-3-631-62904-8

Europa und Fernsehen – wie passt das zueinander? Die zwei Begriffe werden im Alltag üblicherweise nicht zusammen gedacht. Wenn das Projekt Europa jedoch auch zukünftig erfolgreich sein soll, werden die Bürger in Europa mehr miteinander über Europa kommunizieren müssen. Zahlreiche Politikbereiche und Institutionen in Europa und insbesondere auf den verschiedenen Ebenen der Europäischen Union zeichnen für den gegenwärtigen Status medialer Kommunikation in Europa verantwortlich. Wie könnte es gelingen, in einem Europa der nationalen Perspektiven und Interessen einen länderübergreifenden medialen Austausch über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Europas zu realisieren? Warum muss das Fernsehen dabei eine zentrale Rolle einnehmen? Und welche Faktoren sollten berücksichtigt werden, damit eine solche Kommunikation hinreichend wahrscheinlich wird? Auf solche Fragen bietet diese Untersuchung Antworten, um den Diskurs zum Fernsehen in Europa zu fundieren. Auf der beiliegenden CD finden sich Experteninterviews mit Vertreterinnen und Vertretern u.a. des Europäischen Parlaments, von Arte, 3SAT, EBU und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.


Beer, Usa - Zwischen Avantgarde und Auftrag

Bildende KünstlerInnen und ihre Kompetenzen als gesellschaftliches Potenzial

Reihe: Studien zur Kulturpolitik - Band 14

Erscheinungsjahr: 2012

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2012. 328 S., 8 Tab.
ISBN 978-3-631-63441-7 geb.  (Hardcover)

Welche Rolle, welchen ideellen und materiellen Stellenwert haben KünstlerInnen in der Gesellschaft? Es zeigt sich die zunehmende Relevanz und das wachsende Interesse an der Lebenswelt und den Kompetenzen der KünstlerInnen, ihrem Modellcharakter in einer Zeit der gesellschaftlichen, beruflichen und privaten Erosions-, aber auch Aufbauprozesse. In einer Gesellschaft, die gezwungen ist, im globalen Austausch ihre wirtschaftlichen Zielsetzungen und ihre politischen Wertvorstellungen zu hinterfragen, können KünstlerInnen neue Perspektiven eröffnen.

Fraglich ist, ob die Gesellschaft es sich vor diesem Hintergrund leisten kann, den Berufsstand der KünstlerInnen zu merkantilisieren, gleichzeitig zu prekarisieren und dessen entscheidendes Reflexions- und Innovationspotenzial nicht annähernd auszuschöpfen. Zwischen Avantgarde und Auftrag liegen die Rollenerwartungen an die KünstlerInnen und auch ihre Selbstbilder. Ob sie diesen gerecht werden und werden wollen, beantwortet erstmalig die vorliegende Untersuchung mit qualitativen Forschungsmethoden anhand von biographischen Interviews, eingebettet in kunstwissenschaftliche, soziologische und kulturpolitische Verortungen.

Prüfender: Prof. Dr. Wolfgang Schneider


Pehl, Eva - RES SEVERA VERUM GAUDIUM

Bürgerliches Kulturengagement in Leipzig

Erscheinungsjahr: 2012

Leipzig, 2012. 192 S.,
ISBN 978-3-86583-666-3 Broschur

Kulturpolitik hat Geschichte. Über die Jahrhunderte haben es Symbiosen und Kooperationen zwischen Bürgertum, Messe, Wirtschaft, Universität, Kirche und Kultur der Stadt Leipzig ermöglicht, ein überaus reiches Kulturleben zu schaffen und zu erhalten.
Mit Blick auf die Gründungsumstände des Gewandhauses, des Theaters auf der Ranstädter Bastei und des Bildermuseums beschreibt dieser Band die Institutionalisierung der Künste und dokumentiert anhand von Quellen aus dem Leipziger Stadtarchiv die gesellschaftlich-ideellen und ökonomischen Gründe für bürgerliches Kulturengagement in der Zeit von 1750-1850.
Am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim ist im Kontext des Berichts der Enquetekommission Kultur in Deutschland des Deutschen Bundestages von 2007 und des Kulturentwicklungsplanes der Stadt Leipzig von 2008 eine bemerkenswerte Studie entstanden, die dazu beitragen kann, über Stiftungswesen und Engagementförderung als kulturpolitische Komponenten unserer Gesellschaft fundierter nachzudenken.


Sharifi, Azadeh - Theater für Alle?

Partizipation von Postmigranten am Beispiel der Bühnen der Stadt Köln

Reihe: Studien zur Kulturpolitik - Band 13

Erscheinungsjahr: 2011

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2011. 186 S.,
ISBN 978-3-631-63517-9 geb.

Die Partizipation von Postmigranten als Künstler und Publikum an der deutschen Kultur wird in diesem Buch exemplarisch an den Bühnen der Stadt Köln aufgezeigt. Drei Theaterhäuser, das Schauspiel Köln, das Comedia Theater und die Bühne der Kulturen - Arkadas Theater werden in ihrer inhaltlichen und programmatischen Ausrichtung zur interkulturellen Öffnung untersucht. Zudem werden Postmigranten zu ihrem Theaterinteresse sowie zu ihrer Nutzung der Kölner Theater befragt. Ein Ausblick auf die britische Kulturpolitik und die Teilhabe von black artists an der Theaterszene werden als Impulse für die deutsche Kulturpolitik diskutiert. Ziel der Arbeit ist die Formulierung von kulturpolitischen Handlungsempfehlungen, die zur Teilhabe von postmigrantischen Künstlern und Publikum an deutschen Theaterhäusern führen soll.

Diese Arbeit wurde betreut von Professor Dr. Wolfgang Schneider.


Schumacher, Joerg - Das Ende der kulturellen Doppelrepräsentation

Die Auswärtige Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland und der DDR am Beispiel ihrer Kulturinstitute 1989/1990

Reihe: Studien zur Kulturpolitik - Band 12

Erscheinungsjahr: 2011

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2011. 251 S., zahlr. Tab. und Graf.
ISBN 978-3-631-60302-4 geb.

Welche Rolle spielte Kulturpolitik im Kalten Krieg? Die kulturpolitisch-historische Arbeit von Joerg Schumacher bietet einen systematischen Einblick in die Konkurrenz der beiden deutschen Staaten auf dem Feld der Auswärtigen Kulturpolitik bis 1989/90 und zeigt Zusammenhänge sowie Abhängigkeiten der jeweiligen Akteure in Ost und West. Die Geschichte der Auswärtigen Kulturpolitik der beiden deutschen Konkurrenten in Nord- und Westeuropa, Osteuropa sowie im Nahen Osten wird analysiert und auf der Grundlage bisher unerschlossenen Archivmaterials sowie Zeitzeugengesprächen in Fallbeispielen vom kulturellen Erbe bis zur praktischen Organisation Auswärtiger Kulturpolitik illustriert. Die Arbeit wirft damit erstmals ein Licht auf die noch kaum vernarbten Wechselfälle deutsch-deutscher Kulturpolitikgeschichte.


Bräu, Anne-Kathrin - Corporate Citizenship in Regensburg

Unternehmenskommunikation als Kulturpolitik

Reihe: Studien zur Kulturpolitik - Band 10

Erscheinungsjahr: 2011

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2011. XX, 266 S., zahlr. Tab. und Graf.
ISBN 978-3-631-61450-1 geb.

In den letzten Jahren ist Corporate Citizenship (CC) weltweit zu einem Wettbewerbsfaktor geworden und hat damit an Relevanz für die Unternehmenspolitik gewonnen. Im Mittelpunkt stehen dabei eine veränderte Rolle der Wirtschaft und ihr Beitrag für die Gesellschaft. Aufbauend auf einer inhaltlichen Kategorisierung werden Instrumente und Konzepte des Corporate Citizenship-Ansatzes vorgestellt. In einem zweiten Schritt werden Grund- und Leitsätze der CC-Aktivitäten der Siemens AG erläutert. Mit Hilfe einer empirischen Untersuchung können anschließend konkrete Aufgaben für das Unternehmen herausgearbeitet werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche kommunikative Wirkung durch das gezeigte Engagement erreicht wurde und ob sich die finanzielle Aufwendung für das Unternehmen «gelohnt» hat.


Küppers, Reiner - Künstlerinnen und Künstler zwischen kreativer Freiheit und sozialer Sicherheit

Ein Diskurs zur Kulturpolitik in Zeiten der europäischen Integration

Reihe: Studien zur Kulturpolitik - Band 9

Erscheinungsjahr: 2010

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2010. 189 S., zahlr. Tab. und Graf.
ISBN 978-3-631-60859-3 geb.

Es wird heutzutage nicht zufällig als kulturwissenschaftliche Aufgabe angesehen, übergreifende, das heißt auch für einzelne kunstwissenschaftliche Disziplinen bedeutsame Fragestellungen in einem möglichst multidisziplinären Kontext zu behandeln. Denn so können Querverbindungen sowohl zwischen den Gegenständen als auch zwischen den Disziplinen hergestellt werden. Diese Arbeit versucht in diesem Sinne, aufbauend unter anderem auf soziologischen und kunstwissenschaftlichen Vorleistungen sowie sozial- und kulturpolitischen Reflexionen, das Thema des Spannungsverhältnisses zwischen künstlerischer Freiheit und sozialer Sicherheit vor dem Hintergrund aktueller ökonomisch-sozialer, politischer und kultureller Basisprozesse zu bearbeiten.


Soltau, Sandra - Freie Musikszene - Perspektiven für ein innovatives Konzertwesen?

Privatwirtschaftliche Organisation von und kulturpolitische Fördermodelle für Ensembles der Alten und Neuen Musik

Reihe: Studien zur Kulturpolitik - Band 8

Erscheinungsjahr: 2010

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2010. 309 S.
ISBN 978-3-631-60220-1 geb.

Die Freie Musikszene war, im Gegensatz zum Freien Theater, in Deutschland bisher kaum Gegenstand kulturpolitischer Debatten. In Statistiken über die Musikförderung in Deutschland wird sie nur selten gesondert aufgeführt, da ihre öffentliche Unterstützung im Vergleich zur Förderung von Musiktheatern und Sinfonieorchestern verschwindend gering ist. Ziel dieser Studie ist es, das Phänomen Freie Musikszene näher zu beschreiben, ihren Stellenwert in der deutschen Musiklandschaft zu diskutieren und mögliche Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen. Basierend auf Experteninterviews, die in den drei Städten Hamburg, Köln und Freiburg im Breisgau einerseits mit Vertretern international renommierter Spezialensembles und andererseits mit verantwortlichen Kulturpolitikern geführt wurden, werden die finanziellen und organisatorischen Strukturen verschiedener Spezialensembles für Alte und Neue Musik beschrieben, nach dem künstlerischen Potential der Freien Musikszene gefragt und kulturpolitische Handlungsempfehlungen formuliert.


Wagner, Bernd - Fürstenhof und Bürgergesellschaft

Zur Entstehung, Entwicklung und Legitimation moderner Kulturpolitik

Reihe: Edition Umbruch, Band 24

Erscheinungsjahr: 2009

Essen, 2009  500 S.
ISBN 978-3-8375-0224-4 geb.

Heutiges kulturpolitisches Handeln basiert auf den Strukturen, die in den vergangenen Jahrhunderten mit der Herausbildung der kulturellen Institutionen und einer kommunalstaatlichen Kulturpolitik entstanden sind. Davon ist unser Verständnis von Kulturpolitik, ihrer Motive und konzeptionellen Begründungen mitgeprägt. Der Autor bietet einen Blick zurück auf die kulturelle Entwicklung von der Frühen Neuzeit bis zum Ende des Kaiserreichs und zeigt, wie sehr Entstehung, Entfaltung und Legitimation von Kulturpolitik vor allem durch die Motive "Unterhaltung" und "Repräsentation", "Bildung" und "Demokratisierung" bestimmt sind. Die höfische Kultur des absolutistischen "Fürstenhofes" und die "Bürgergesellschaft" mit der frühneuzeitlichen Stadtpolitik, der kulturellen Konstitution von Bürgertum und Arbeiterbewegung sowie den ersten Strukturen öffentlicher Kulturpolitik im 19. Jahrhundert bilden die Traditionslinien heutiger Kulturpolitik.


Wostrak, Annette - Kooperative Kulturpolitik

Strategien für ein Netzwerk zwischen Kultur und Politik in Berlin

Reihe: Studien zur Kulturpolitik - Band 6

Erscheinungsjahr: 2008

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2008. 357 S.
ISBN 978-3-631-57605-2 br.

Berlin ist als föderale Hauptstadt kulturpolitisch herausgefordert, gleichwertig zum Repräsentationsanspruch die Innovationskraft und Diversität einer Kulturmetropole zu wahren. Der kooperative Diskurs mit Bund und Ländern über «Kultur von gesamtstaatlicher Bedeutung» ist längst überfällig. Nach der Systematisierung kulturpolitischer Strategien für Berlin zwischen 1990 und 2006 werden in dieser Studie Perspektiven und Instrumentarien für die hauptstädtische Kulturpolitik aufgezeigt. Der Rat für die Künste und das Forum Zukunft Kultur werden als Akteure vorgestellt, die Einfluss auf das Netzwerk zwischen Kultur und Politik in Berlin nehmen. Unter Berücksichtigung von Interviews mit Kulturexperten wie T. Flierl, K.-D. Lehmann, C. Stölzl, A. Ströver, N. Hertling, O. Zimmermann, A. Goehler, V. Hassemer und S. Binas bietet die Studie Handlungsempfehlungen für eine kooperative Kulturpolitik in Berlin, die sich auf andere Regionen übertragen lässt.


Reichel-Heldt, Kai - Filmfestivals in Deutschland

Zwischen kulturpolitischen Idealen und wirtschaftspolitischen Realitäten

Reihe: Studien zur Kulturpolitik - Band 5

Erscheinungsjahr: 2007

Was sind die kulturpolitischen Ziele von Filmfestivals in Deutschland? Wie sieht ihre inhaltliche und finanzielle Zukunft aus angesichts einer zunehmend verschärften Konkurrenz um öffentliche Fördermittel ebenso wie privatwirtschaftliche Sponsoringgelder? Diese Studie beruht auf Interviews mit Fachvertretern und einer Analyse der gegenwärtigen Situation der deutschen Filmfestivallandschaft sowie einem Ausblick auf die zukünftige Bedeutung kulturpolitischer Inhalte und wirtschaftspolitischer Effekte. Als Fallbeispiele werden die Internationalen Filmfestspiele Berlin, das Filmfest Emden Aurich Norderney und das Internationale KurzFilmFestival Hamburg eingehend analysiert und abschließend ein allgemeiner Ausblick auf die zukünftige kulturpolitische Relevanz von Filmfestivals geworfen.


Koch, Angela - Kommunale Kulturorganisation in den USA

Strukturen, Handlungsmuster, Interdependenzen

Reihe: Studien zur Kulturpolitik - Band 2

Erscheinungsjahr: 2005

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2005. 328 S., zahlr. Tab.
ISBN 978-3-631-53290-4 br.

Diese Studie geht anhand eines Fallbeispiels der Stadt Philadelphia der Frage nach den Strukturen kommunaler Kulturarbeit in den USA nach - der Frage danach, welche Wirkungsmechanismen sich auf kommunaler Ebene feststellen lassen, die z.B. allein $ 265 Millionen Spendenmittel für das im Dezember 2001 eröffnete Kimmel Center for the Performing Arts freisetzen. Die Fallstudie ist vor dem allgemeinen Hintergrund zu sehen, der sich aus einer 1998 vom Arts Council of England publizierten Untersuchung ergibt, die die öffentlichen Kulturausgaben (Bund, Länder, Kommunen) von zehn OECD-Staaten vergleicht: Danach verausgabt Deutschland im Untersuchungszeitraum 1994/95 insgesamt $ 85 pro Kopf; die USA hingegen nur $ 6. Dieser eklatante Unterschied in der Kulturfinanzierung lässt aus diesseitiger Sicht des Atlantiks danach fragen: Wie ist die Leistungserstellung von Kultur in den USA möglich, wenn der Einsatz öffentlicher Mittel marginal ist? Beinhalten die dortigen kulturpolitischen Strategien Möglichkeiten einer finanziellen Ressourcenerweiterung zur Lösung der hiesigen «Finanzkrise in der Kultur»? Die Studie zeigt auf, welche Möglichkeiten und welche Grenzen eine solchermaßen gestaltete Kulturpolitik beinhaltet.


Meyer-Bosse, Dirk - Geld-Geber

Die Bedeutung von Sparkassen für die Kulturförderung in Deutschland

Reihe: Studien zur Kulturpolitik - Band 4

Erscheinungsjahr: 2005

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2005. 339 S., zahlr. Abb., 3 Tab.
ISBN 978-3-631-53850-0 br.

Das Ziel der Untersuchung ist es, die Kulturförderung der Sparkassenorganisation deskriptiv zu erforschen und auf der Basis einer von der individuellen Unternehmenspolitik weitestgehend distanzierten Bestandsaufnahme einen idealtypischen Planungsprozess für die kulturelle Förderarbeit von Sparkassen zu entwickeln. An dessen Ende steht eine Wirkungs- und Erfolgskontrolle, die am praktischen Beispiel der Kulturförderung der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg in Form einer empirischen Analyse durchgeführt wird. Die Sparkassen-Finanzgruppe ist in finanzieller Hinsicht der größte nichtstaatliche Kulturförderer in Deutschland. Über die induktive Methodik wird das kulturelle Engagement des Verbunds exemplarisch anhand der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes sowie des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes untersucht. Im Ergebnis zeichnet sich ab, dass die Kulturförderung strukturell und inhaltlich zwar weitestgehend überzeugend ist, aber eines strategiekonzeptionellen Unterbaus entbehrt. Für die Lösung dieses Malus wird die Nutzung des idealtypisch konzipierten Planungsprozesses vorgeschlagen, der sich als handlungsleitendes Instrument prinzipiell für alle Sparkassen eignet.