Kultur und Entwicklung

Kultur und Entwicklung. Ein neuer Akzent in der Vermittlungsarbeit am Goethe-Institut (Prof. Dr. Wolfgang Schneider / Daniel Gad)

Die Universität Hildesheim untersucht Programme des Goethe-Instituts im Rahmen der Initiative „Kultur und Entwicklung“. 2008 haben die Universität Hildesheim und das Goethe-Institut einen
Kooperationsvertrag geschlossen. Neben der Vermittlung von Praktikanten und der Erweiterung der Lehre zu Fragen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik soll dadurch auch die Forschung zu Teilaspekten des Goethe-Instituts intensiviert werden. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf „Kultur und Entwicklung“.
Gegenwärtig beschäftigen sich sechs Diplomandinnen des Instituts für Kulturpolitik mit diesem
Thema als neuem, übergreifendem Feld in der Vermittlungsarbeit des Goethe-Instituts. Ausgehend von der spezifischen Perspektive der Hildesheimer Kulturwissenschaften und der ästhetischen Praxis werden exemplarische Programme der Initiative „Kultur und Entwicklung“ in ihrer Bedeutung für die Arbeit und den Handlungsradius des Goethe-Instituts untersucht. Dabei fließen
Erkenntnisse zur internationalen Diskussion um „Kultur und Entwicklung“ ebenso ein wie politische
Konzepte und entwicklungs- bzw. außenkulturpolitische Theorien. Der Schwerpunkt liegt auf den konkreten Programmbeispielen, die in den Forschungsarbeiten hinsichtlich Anspruch und Wirklichkeit beobachtet und in Bezug zu ihrer Zielsetzung gebracht werden.
Das Goethe-Institut fördert die Forschungsarbeiten der Diplomandinnen in Osteuropa/ Zentralasien, Subsahara-Afrika, Südamerika und Südostasien durch Reisekostenzuschüsse. Die Diplomandinnen werden vor Ort von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Goethe-Institute intensiv betreut.
Das Forschungsprojekt wird von Prof. Dr. Wolfgang Schneider und Daniel Gad geleitet. Es dient als Pilotstudie für den Forschungszweig „Kulturpolitik und Entwicklungszusammenarbeit“
innerhalb der Tätigkeiten des Instituts für Kulturpolitik.
Im Oktober 2011 werden zusammen mit Mitarbeitern mehrerer Goethe-Institute auf einem abschließendem Kolloquium die Ergebnisse diskutiert.

Broschüre als PDF

Schneider, Wolfgang (2010). Cultural Diplomacy: Einbahnstraße, Sackgasse, Kreisverkehr, oder? Risiken und Nebenwirkungen einer Kulturentwicklungspolitik. PDF-Download

Gad, Daniel (2010). Mit kultureller Vielfalt gestalten. Ein Plädoyer für eine kulturpolitisch durchdachte Entwicklungstheorie. PDF-Download


Kontakt: gad(at)uni-hildesheim.de

Artist in Residence Programm Nicaragua-Hildesheim (Prof. Dr. Wolfgang Schneider / Daniel Gad)

Im Sommer 2009 reisten Studierende der Kulturwissenschaften im Rahmen der Exkursion des Kulturpolitik Institutes „Kultur und Entwicklung" nach Nicaragua. Daraus entwickelte sich der Wunsch unter den Teilnehmern nach weiterem Austausch mit nicaraguanischen Kulturschaffenden. So formierte sich eine studentische Initiative und entstand die Idee des „Artist in Residence" Projekts. Nach mehr als einem Jahr können wir nun überglücklich den nicaraguanische Künstler Alejandro Delgado Castillo in Hildesheim begrüßen. Die Arbeiten des 24-jährigen Künstlers sind charakterisiert durch die Verschmelzung der Graffiti und Street Art Kunst und sein experimentelles Schaffen in der Druckgrafik.
Im Wintersemester 2010/2011 ist Alejandro D. Castillo Lehrbeauftragter an der Universität Hildesheim und wird in Blockseminaren in die experimentellen Möglichkeiten der Druckgrafik einführen. Abschließend wird es dann am 20. Januar 2011 eine Ausstellung über die künstlerischen Auseinandersetzungen der Studierenden und Alejandro D. Castillos selbst geben. Neben der Werkstatt spielt auch die Straße in dem Schaffen des Künstlers eine inspirative Rolle. In Kooperation mit dem Broadway wird Alejandro D. Castillo und Miguel Calvete mit Kindern und Jugendlichen die weiße nüchterne Wand der TOTAL Tankstelle mit Graffiti gestalten. Und die Veranstaltung „Nica trifft Hilde" bietet einen Ort des gemeinsamen Gedankenaustauschs über Kunst, Fremdheit und Gewohntes, Wahrnehmung und ihre Schärfung durch Fremdes.

http://www.alejandroinhildesheim.de


Kontakt: daniel.gad(at)uni-hildesheim.de

10. Konsultationen zum UNESCO-Übereinkommen zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen (deutschsprachig)

Am 10. und 11. Mai 2012 haben wir in Kooperation mit der Deutschen
UNESCO-Kommission an der Universität Hildesheim die 10. Konsultationen
zum UNESCO-Übereinkommen zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen
ausgerichtet. Als Universitätsinstitut wollen wir einen thematischen
Schwerpunkt auf die Forschung zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen
legen.

Programm: PDF-Download