Birgit Mandel (2020) Theater in der Legitimitätskrise? Interesse, Nutzung und Einstellungen zu den staatlich geförderten Theatern in Deutschland – eine repräsentative Bevölkerungsbefragung.

Die repräsentative Bevölkerungsbefragung zur Wahrnehmung von Theater  in Deutschland zeigt, dass zwar nur eine Minderheit von knapp 10% zu den regelmäßigen Theater-Besuchern gehören - darunter eher hoch gebildete, eher ältere und eher weibliche Personen - doch die große Mehrheit der Bevölkerung sich für eine weiterhin hohe öffentliche Förderung ausspricht. Von den Theatern werden vor allem eine hohe Zugänglichkeit sowie Programme kultureller Bildung für Kinder und Jugendliche erwartet. Die hohe Zustimmung zur Theaterförderung, weit über den Kreis des Publikums hinaus, verweist auf die hohe gesellschaftliche Bedeutung, die den Theatern zugeschrieben wird. Zugleich deuten sich erste Risse dieses positiven Theaterbildes bei den jüngeren Generationen an.

Hildesheim Universitätsverlag. DOI: 10.18442/077

Nina Stoffers (2019) Kulturelle Teilhabe durch Musik? Transkulturelle Kinder- und Jugendbildung im Spannungsfeld von Empowerment und Othering.

Das Ziel kultureller Teilhabe wird in wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Kontexten immer wichtiger – mit entsprechenden Hoffnungen verbunden ist dabei insbesondere die Förderung von benachteiligten Gruppen. Dem Diskurs inhärent ist jedoch, dass dieses Ziel in sein Gegenteil verkehrt werden und zu einer inkludierenden Exklusion führen kann.

Nina Stoffers zeigt, wie ein Spannungsverhältnis entsteht durch intendierte Strategien des Empowerments, die durchzogen werden von exotisierenden Othering-Prozessen. In transkulturellen Musikprojekten für Kinder und Jugendliche ist dies herausfordernd, weil sie sich selbst als diversitätssensible und rassismuskritische Praxis begreifen.

Bielefeld: transcript Verlag. Reihe Kultur und Soziale Praxis. 356 Seiten. ISBN: 978-3-8376-4849-2. 39,99 Euro
Weitere Infos: https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-4849-2/kulturelle-teilhabe-durch-musik/

Birgit Mandel (2018) Veränderungen im Cultural Leadership durch neue Generationen von Führungskräften? Ergebnisse einer Befragung von älteren und jüngeren Führungskräften in öffentlichen Kultureinrichtungen in Deutschland.

Was unterscheidet Ziele, Arbeitsweisen und Führungsstile von Leitungen öffentlich geförderter Kultureinrichtungen in Deutschland, die den jüngeren Generationen X und Y angehören von denen, die in der Zeit nach 1968 sozialisiert wurden?  Verfolgt eine neue Generation von Führungskräften andere Ziele und Werte mit ihrer Arbeit und im Umgang mit Mitarbeitenden? Dargestellt werden zentrale Ergebnisse einer qualitativen Befragung von Führungskräften in öffentlichen Kultureinrichtungen, in denen intergenerationelle Unterschiede in den Zielen und Ansprüchen an die eigene Einrichtung und den Umgang mit Mitarbeitenden deutlich werden. Erwartungen jüngerer Generationen nicht nur an eine ausgewogene Work Life Balance, sondern auch an Partizipation, Diversität und nachhaltiges Handeln erfordern neue Strategien für gelingende Transfomationen in verfestigten institutionellen Strukturen und Logiken.

Hildesheim Universitätsverlag, DOI: 10.18442/823

Elke Josties & Stefanie Kiwi Menrath (2018) Kulturelle Jugendbildung in Offenen Settings. Praxis, Theorie und Weiterbildung

Wer mit jungen Menschen in Offenen Settings arbeitet, begegnet Gruppen mit vielfältigen kulturellen Praxen - in Jugend- und Kulturzentren, in Kulturinitiativen und im Lernraum Stadt. Die Diversität von Orten und Teilnehmenden stellt für Anleitende Kultureller Bildung ein besonderes Potential, aber auch eine Herausforderung dar: Welche Orte und Akteur*innen gibt es in diesem Handlungsfeld? Welche fachlichen Hintergründe und aktuellen Diskurse werden verhandelt? Welche Praxisansätze sind hier relevant – von Jugendkulturarbeit über Urbanes Lernen bis zu Kreativer Biografiearbeit? Für Praxis- wie Theorieinteressierte stellt der Band ein bislang eher weniger beachtetes Handlungsfeld Kultureller Bildung aus der Perspektive von Jugendlichen, Pädagog*innen und Künstler*innen vor. Aktuelle Fachdiskurse sowie Ergebnisse eines Pilotprojekts zur Weiterbildung geben Impulse für dieses Schnittfeld von pädagogischen und künstlerischen Theorien und Praxisansätzen.

Schriftenreihe Kulturelle Bildung vol. 60, München: kopaed Verlag. 2018, 260 Seiten. ISBN 978-3-86736-460-7, 19,80 EUR
Weitere Infos: https://www.kopaed.de/kopaedshop/?pid=1089

Wolfgang Schneider & Anna Eitzeroth (Hg.) (2017) Partizipation als Programm. Wege ins Theater für Kinder und Jugendliche

Wie können Kinder und Jugendliche, insbesondere jene, die unter prekären Bedingungen aufwachsen, die Chance erhalten, Theater, Tanz und Performance für sich zu entdecken?
Hier setzt das Projekt »Wege ins Theater!« an, das die ASSITEJ (Internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche) von 2013 bis 2017 im Rahmen des Programms »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« durchgeführt hat: Kinder und Jugendliche werden in ihrem sozialen Umfeld mit Theaterangeboten angesprochen, sie erleben und erobern die Bühne und bringen ihre Ideen ins Theater ein.
Die Beiträger*innen des Bandes machen die Praxiserfahrungen, Erkenntnisse und Fragestellungen aus dem Projekt für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich und fragen nach der jugend-, bildungs- und kulturpolitischen Positionierung der Theaterkunst.

10/2017, 270 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-3940-7

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Sebastian Konietzko, Sarah Kuschel, Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss (Hg.) (2017) Von Mythen zu Erkenntnissen? Empirische Forschung in der Kulturellen Bildung

Prozesse und Wirkungen im Praxisfeld Kultureller Bildung besser zu verstehen und damit Angebote sinnvoll gestalten zu können, ist ein Anliegen, das angesichts öffentlicher Förderprogramme und der Einführung der Ganztagsschule in den letzten Jahren lauter wird. Dieser Band versammelt ausgewählte Beiträge der 7. Tagung des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung. Mit dieser Zusammenstellung ist der Anspruch verbunden, unterschiedlichen, gerade auch kritischen Forschungsperspektiven auf das Praxisfeld Raum zu geben. Gleichzeitig zeigen Einblicke in aktuelle (empirische) Forschungsarbeiten und -ansätze, dass wir uns längst von Mythen in der Kulturelle Bildung verabschieden können.

Schriftenreihe Kulturelle Bildung
vol. 56, München 2017, 251 Seiten
ISBN 978-3-86736-456-0
19,80 EUR

weitere Infos hier

Wolfgang Schneider & Julia Speckmann (Hg.) (2017) Theatermachen als Beruf – Hildesheimer Wege

Vom Theater träumen viele, denn die deutsche Theaterlandschaft ist auch ein Arbeitsmarkt. Mehr als 50 Theaterberufe werden vom deutschen Bühnenverein aufgelistet. Doch was braucht man eigentlich, um Theater zu machen? Einerseits haben sich die Tätigkeiten am Stadttheater ausdifferenziert, andererseits gibt es auch Theatermacher, die als Kollektiv in den Darstellenden Künsten Theater gemeinsam entwickeln. Dazu gehören auch Absolventen der Hildesheimer Kulturwissenschaften: In Interviews, Porträts und Essays gewähren sie Einblicke in die Theaterwelt, beschreiben künstlerische Kompetenzen und reflektieren kulturpolitische Herausforderungen. Lehrende der Universität Hildesheim erörtern Material und Methoden des Theaterstudierens sowie Theorie und Praxis des Theatermachens. Die gelegentlich als „Brutstätte des freien Theaters in Deutschland“ (taz) beschriebenen Studiengänge stehen als Beispiel für eine Reformbewegung innerhalb der Theaterlandschaft.

Theaterschaffende im Porträt, von Sebastian Nübling, Julia Lochte und Klaus Schumacher über Jutta Staerk, Albrecht Hirche und Jens Hillje bis zu Melanie Hinz, Olaf Kröck und Miriam Tscholl; Interviews zum Theatermachen in Deutschland; Gespräche über Forschung, Lehre und Kulturpolitik mit den Professoren Hartwin Gromes, Hajo Kurzenberger, Jens Roselt und Geesche Wartemann sowie Uli Jäckle, Norma Köhler, Frank Matzke, Christoph Scheuerle und Wolfgang Sting.

Theater der Zeit
Recherchen 111
Broschur mit 228 Seiten, Format: 140 x 240 mm
ISBN 978-3-943881-85-1

Birgit Mandel (2017) Arts/Cultural Management in International Contexts.

Results of a Research on the views of arts/cultural managers around the world regarding their profession, working conditions, current challenges, required competencies, and training opportunities. Hildesheim 2017

Cultural managers are increasingly engaged in international projects; they work in international art festivals, global companies of the creative industries, or international tourism. They are involved in cultural diplomacy and cultural development cooperation; and moreover, in times of an increasing worldwide migration, cultural managers are engaged in moderating “intercultural” change management processes in their own countries.

How is internationalization influencing cultural management? Is there a tendency towards harmonization of management practices due to cultural globalization?
How do cultural managers from different world regions describe their working conditions also in terms of cultural policy, and which differences can be observed?
What are the main challenges of international cultural cooperation, which competencies are needed for working in international and intercultural contexts, and which training concepts in international cultural management proved to be successful?

These questions are investigated on the basis of a world wide survey of cultural managers. Expert interviews and analyses of international trainings programs based on theoretical reflections.

Open Access Download of the publication: http://dx.doi.org/10.18442/650
Print Version: Olms Verlag Hildesheim (29.80 €) ISBN 978-3-487-15578-4

Tobias Fink, Doreen Götzky, Thomas Renz (2017) Kulturagenten als Kooperationsstifter? Förderprogramme der Kulturellen Bildung zwischen Schule und Kultur

In diesem Buch entwickeln die AutorInnen Grundlagen zur systematischen Erforschung von Förderprogrammen der Kulturellen Bildung. Im Mittelpunkt steht das Programm Kulturagenten für kreative Schulen, das vor dem Hintergrund der Organisationstheorie des Neo-Institutionalismus sowie mit qualitativen und quantitativen empirischen Methoden analysiert wird. Das Untersuchungsinteresse galt dabei vor allem der Frage, ob und wie das Programm zum Aufbau von Kooperationen zwischen Schulen und Kultureinrichtungen beitragen konnte.

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2017
ISBN 978-3-658-15008-2

Vera Allmanritter (2017) Audience Development in der Migrationsgesellschaft. Neue Strategien für Kulturinstitutionen

Deutschland ist ein Einwanderungsland – dies stellt auch Kulturinstitutionen vor die Frage, wie sie Menschen mit Migrationshintergrund für ihre Angebote begeistern und somit zu deren kultureller Teilhabe beitragen können. Was aber sind deren kulturelle Interessen, wodurch zeichnet sich ihr Kulturnutzungsverhalten aus und was sind etwaige Besuchsbarrieren?

Vera Allmanritter geht in einer empirischen Studie diesen Fragen nach, liefert einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und stellt praxisnah dar, wie Kulturinstitutionen Audience Development für Menschen unterschiedlicher Milieus und Herkunft betreiben können.

Bielefeld: transcript Verlag. Reihe: Schriften zum Kultur- und Museumsmanagement. 360 Seiten. ISBN: 978-3-8376-3788-5. 29,99 Euro

Weitere Infos: https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3788-5/audience-development-in-der-migrationsgesellschaft/

Birgit Mandel (2016) Teilhabeorientierte Kulturvermittlung. Diskurse und Konzepte für eine Neuausrichtung des öffentlich geförderten Kulturlebens

Deutschland ist geprägt durch eine der vielfältigsten Kulturlandschaften Europas. Dennoch erreichen öffentlich geförderte Kulturangebote oft nur einen kleinen, meist hochgebildeten und finanziell gut situierten Teil der Gesellschaft. Wie können Kulturinstitutionen zu Orten der Begegnung von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Milieus, Generationen, kultureller und ästhetischer Präferenzen gemacht werden?
Dieser Band liefert einen Überblick der empirischen Erkenntnisse zur Kulturnutzung und zu kulturellen Interessen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen sowie Ergebnisse zu den Wirkungen und Grenzen von Audience Development, zu neuen Kulturvermittlungsansätzen sowie zu Strategien der kulturellen Neuausrichtung einer Stadt oder Region durch kulturelles Community Building und beteiligungsorientierte Kulturentwicklungsplanung.
Mit Beiträgen von Vera Allmanritter, Esther Bishop/Lea Fink/Albert Schmitt, Özlem Canyürek, Christoph Deeg, Stefan Fischer-Fels, Bill Flood/Eleonora Redaelli, Patrick S. Föhl/Gernot Wolfram, Max Fuchs, Alexander Henschel, Barbara Hornberger, Susanne Keuchel, Ulrich Khuon/Birgit Lengers, Lutz Liffers, Birgit Mandel, Angela Meyenburg/Miriam Kremer, Thomas Renz, Jens Schmidt und Anne Torreggiani sowie einem Interview mit Wolfgang Zacharias.

Oktober 2016, 288 Seiten, kart., 27,99 €, ISBN 978-3-8376-3561-4  

Thomas Renz (2016) jazzstudie2016 - Lebens- und Arbeitssituation von Jazzmusikerinnen und -musikern in Deutschland

Was macht einen professionellen Jazzmusiker aus? Die Ausbildung? Das Einkommen? Die Anzahl der Auftritte? Im Auftrag des Jazzinstituts der Stadt Darmstadt und der Union der Jazzmusikerinnen und -musiker in Deutschland (UdJ) erforschte das Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim unter der Leitung von Thomas Renz erstmals die Lebens- und Arbeitssituation von Jazzmusikerinnen und -musikern in Deutschland. Ziel der empirischen Untersuchung war es, gesicherte Daten über die Arbeits- und Lebensbedingungen von professionellen Jazzmusikerinnen und -musiker in Deutschland zu erheben und zu analysieren, um daraus die Rahmenbedingungen abzubilden, unter denen Jazzmusik in Deutschland gegenwärtig geschaffen wird.

Hildesheim/Berlin. 83 Seiten.
Pdf ist kostenlos hier downloadbar.

 

 

Thomas Renz & Susanne Keuchel (Hg.) (2016) Report Kirche und Musik. Eine empirische Analyse der Situation von kirchenmusikalisch Tätigen in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers

Kirchenmusik ist ein bemerkenswerter Bestandteil des öffentlichen Kulturlebens in Deutschland. Es gibt hierzu jedoch kaum Daten – weder zur Dimension der kirchenmusikalisch Tätigen noch zu den Auswirkungen auf das Kulturleben und das Feld der Kulturellen Bildung. Mit dem „Report Kirche und Musik“ werden erstmals detaillierte Daten und Erkenntnisse zur Rolle der kirchenmusikalisch Tätigen im Kulturbereich vorgestellt. Dabei wird deutlich, dass der demographische und gesellschaftliche Wandel die Kirchenmusiker*innen vor ähnlich große Herausforderungen stellt wie andere Kulturakteure.

Köln 2016, ARCultMedia
ISBN 978-3-930395-90-3 

 

 

Wolfgang Schneider & Anna Kaitinnis (Hg.) (2016) Kulturarbeit in Transformationsprozessen

Die Herausgeber zeigen in diesem Band Möglichkeiten und Grenzen sowie bisher unterschätzte oder ungenutzte Potentiale Auswärtiger Kulturpolitik (AKP) am Beispiel der Mittlerorganisation Goethe-Institut zur Begleitung von Transformationsprozessen auf. Darüber hinaus werden Erkenntnisse der Kulturpolitikforschung für die Untersuchung von AKP in Entwicklungsländern erörtert. Um den Bogen von der Praxis zur Theoriezu schlagen, führt die Publikation Erfahrungsberichte von ehemaligen Mitarbeitenden des Goethe-Instituts und Beiträge von Wissenschaftlern aus den Bereichen der Kulturwissenschaften und Politikwissenschaft zusammen.

Wiesbaden 2016, VS Verlag für Sozialwissenschaften
ISBN 978-3-658-13258-3

 

Thomas Renz (2015) Nicht-Besucherforschung. Die Förderung kultureller Teilhabe durch Audience Development

Trotz des politischen Anspruchs einer »Kultur für alle« besucht nur ein kleiner Teil der Bevölkerung in Deutschland regelmäßig öffentlich geförderte Kultureinrichtungen. Wie kann es mithilfe kulturpolitischer und kulturmanagerialer Strategien gelingen, neue Besucher zu gewinnen? Erstmals wird mit diesem Band ein interdisziplinärer, theoretischer und empirischer Blick auf die »Nicht-Besucher« gelenkt. Praxisnah stellt Thomas Renz dar, mit welchen Instrumenten und Strategien des »Audience Development« Kulturpolitik und Kulturmanagement kulturelle Teilhabe fördern können und wie dieses Streben nach einem sozial diverseren Publikum die Kultureinrichtungen verändern wird.

Gutachter: Prof. Dr. Birgit Mandel (Universität Hildesheim), Prof. Dr. Max Fuchs (Universität Duisburg-Essen)

Aus der Reihe:  Kultur- und Museeumsmanagement im transcript Verlag
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: transcript Bielefeld, ISBN 978-3-8376-3356-6

Tobias Fink, Burkhard Hill, Vanessa-Isabelle Reinwand (Hg.) (2015) Forsch! Innovative Forschungsmethoden für die Kulturelle Bildung

Oftmals findet, auch und gerade bei wissenschaftlichen Kongressen, eine starke Verkürzung des eigentlichen Forschungsprozesses zugunsten einer Darstellung der Ergebnisse statt. Dies führt aber gerade in der Darstellung der Erkenntnisse aus ästhetischen Lern- und Bildungssituationen und -prozessen oftmals zu einer Verkürzung und Abkoppelung der gegenstandsimmanenten Sinn- und Bedeutungsstrukturen, Forschungshaltungen und Grundannahmen, deren Beschreibung und Analyse jedoch notwendig sind, um einen allgemein wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt zu generieren. Der vorliegende Band widmet sich diesen forschungsmethodischen Überlegungen und Handlungsschritten. 
Die elf Beiträge widmen sich vor dem Hintergrund jeweils eigener Forschungsarbeiten unterschiedlichen Methodiken. Die meisten der in diesem Band dargestellten Methoden entstammen dem sozialwissenschaftlich qualitativen Forschungsparadigma, wenn auch quantitative Ansätze mit vertreten sind oder im Methodenmix eine Rolle spielen. Die große Bedeutung der qualitativen Methoden erklärt sich dadurch, dass es bei den meisten Forschungsarbeiten um Fragen geht, die auf die Prozesse kulturell-ästhetischer Lern-­ und Bildungsarrangements abzielen und die spezifische Verfasstheit, die Bedingungen oder die Komplexität von Wirkungen untersuchen, also nicht nur nach dem „Was", sondern auch nach dem „Wie" fragen. Dem zu erforschenden Subjekt wird in diesen Forschungsprozessen oft eine partizipative Rolle beigemessen. Somit wird der individuellen Verarbeitung und Aneignung von ästhetischen Gegenständen oder Prozessen sowie der jeweiligen Alltagsorientierung bewusst Rechnung getragen. So reicht das hier abgebildete Spektrum von der Nutzerforschung, die die Nutzer*in von Angeboten Kultureller Bildung mit seinen Wertungen in den Mittelpunkt stellt, über die Biografieforschung, die per se die Erfahrungsaufschichtung und ­Explikation der Biograf*innen zum Maßstab nimmt, hin zur partizipativen Thesendiskussion oder zur sozialwissenschaftlichen phänomenologischen Analyse, die an der Lebenswelt der Untersuchten ansetzt. Auch das dialogische Verfahren des Kompetenznachweis Kultur oder die pragmatistische Grounded Theory sind Beispiele für die Orientierung an den Sinndeutungen und Relevanzen der beforschten Individuen, denen diese Methoden versuchen, transparent Rechnung zu tragen.

 

Forsch! Innovative Forschungsmethoden für die Kulturelle Bildung
München: kopaed 2015
ISBN 978-3-86736-447-8
Web-Link: http://forschung-kulturelle-bildung.de/publikationen/82-forsch-innovative-forschungsmethoden-fuer-die-kulturelle-bildung
Inhaltsverzeichnis: http://www.kopaed.de/kopaedshop/?pid=944

Birgit Mandel (2013) Interkulturelles Audience Development. Zukunftsstrategien für öffentlich geförderte Kultureinrichtungen. (unter Mitarbeit von Melanie Redlberger)

Wie kann es klassischen öffentlichen Kultureinrichtungen wie Theatern und Museen gelingen, für neue Zielgruppen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und sozialen Milieus attraktiv und relevant zu werden? Das Buch präsentiert die Ergebnisse eines Forschungsprojekts, gefördert vom Kulturministerium des Landes NRW und der Zukunftsakademie NRW – Interkultur Kulturelle Bildung und Zukunft von Stadtgesellschaft, in deren Rahmen sieben große Kultureinrichtungen neue Ansätze eines interkulturellen Audience Development erprobt haben. In praxisnahen Beschreibungen, theoretischen Reflexionen und auf der Basis empirischer Studien, bei denen auch die Ergebnisse des 1. Interkulturbarometers für NRW erstmalig zusammenfassend aufbereitet werden, zeigt Birgit Mandel, unter welchen Bedingungen und mit welchen Maßnahmen der Programmplanung, der Kommunikation und der Vermittlung Kultureinrichtungen neues Publikum gewinnen und sich zugleich organisatorisch und künstlerisch weiterentwickeln können.

 

März 2013, 256 Seiten, kart., 24,80 € (D),
ISBN 978-3-8376-2421-2
www.transcript-verlag.de/ts2421/ts2421.php

Birgit Mandel & Thomas Renz (Hg.) (2014) Mind the Gap! Zugangsbarrieren zu kulturellen Angeboten und Konzeptionen niedrigschwelliger Kulturvermittlung

Dokumentation der Tagung MIND THE GAP! – Zugangsbarrieren zu kulturellen Angeboten und Konzeptionen niedrigschwelliger Kulturvermittlung, am 09. und 10. Januar 2014 im Deutschen Theater in Berlin.
Veranstaltet vom Institut für Kulturpolitik der Stiftung Universität Hildesheim und der Kulturloge Berlin in Kooperation mit dem Deutschen Theater Berlin, begleitet vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin und der Kulturpolitischen Gesellschaft e. V., gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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Wolfgang Schneider & Daniel Gad (Hg.) (2014) Good Governance for Cultural Policy An African-European Research about Arts and Development

Culture is seen as a source for the development of society. Task of cultural policy is therefore to create and support structures that promote mobilization of creativity of the people and thus ensure welfare, innovation and pluralism. Such relationships have been discussed at the level of UNESCO for the past forty years. Within Germany and Europe as well as on the African continent experiences and initiatives are increasing in order to put discourse on cultural policies into practice. There is a need to provide a forum for the exchange of concepts and to identify the state of the art of theory and practice within the concepts of good governance and cultural policy. It is essential to clarify the role and the needed context of the arts, of art education and of individual artists in the development of society.

 

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2014.
296 pp., 4 coloured fig., 3 tables, 3 graphs 
ISBN 978-3-631-65019-6 (Hardcover) 
ISBN 978-3-653-03932-0 (eBook)
Web-Link: http://www.peterlang.com
Rezension: http://www.socialnet.de/rezensionen

Andrea Ehlert & Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss (Hg.) (2013) Qualität ist Bewegung

Qualität(en) in der Kulturellen Bildung. Mit diesem Jahresthema startete das Team der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel in das Jahr 2013. Welche Strukturen Kultureller Bildung wünschen wir uns? Welche Visionen haben wir von einer kulturellen Bildungslandschaft? Wo liegen die Defizite Kultureller Bildung und was gilt es kultur- und bildungspolitisch sowie wissenschaftlich voranzutreiben? Wie wollen wir Qualität bestimmen und kontrollieren? Und ist Qualität in kulturellen Bildungsprozessen überhaupt zu definieren oder bestimmt sie sich allein über das lernende Subjekt? Diesen und anderen Fragen gehen die acht Autorinnen und Autoren des Jahresbandes 2013 nach. Sie alle stehen in enger Verbindung mit der Bundesakademie und liefern aufgrund ihrer unterschiedlichen beruflichen Hintergründe einen facettenreichen Blick auf das Thema.

 

88 Seiten, DIN A5, 8,00 € (D),
ISBN 978-3-929622-60-7
Web-Link: http://www.bundesakademie.de/publikationen/kultur-diskurse/82-qualitat-ist-bewegung.html

Vanessa-Isabelle Reinwand, Julia Speckmann (Hg.) (2012) Die Sprachen der Künste. »Zeig mal – lass hören!« – Ein Projekt zur frühen künstlerischen Sprachbildung

Kulturelle Bildung ist in aller Munde und speziell eine alltagsbasierte Sprachbildung mithilfe von künstlerischen Herangehensweisen gewinnt zunehmend an Aufmerksamkeit. Das niedersächsische Projekt »Zeig mal – lass hören!« gab 100 Kindern die Möglichkeit, zwei Jahre lang gemeinsam mit professionellen Künstlern in den Sparten Bildende Kunst, Musik, Tanz und Theater zu experimentieren und ihre Kommunikationsfähigkeiten zu erforschen und zu erweitern. Der vorliegende Band präsentiert interessante Projektergebnisse aus wissenschaftlicher Perspektive und enthält zudem unterhaltsame Stimmen von Beteiligten sowie zahlreiche fotografische Einblicke. Dieser wissenschaftlich reflektierte Erfahrungsbericht versteht sich als Ratgeber für Entscheidungsträger aus Kultur- und Bildungspolitik und sei all denjenigen empfohlen, die sich für eine anspruchsvolle künstlerische Arbeit im Bildungssystem besonders am Übergang von Kita zu Schule interessieren: Frühpädagogen, Wissenschaftler, Eltern, Künstler und Aktive im Feld der Kulturellen Bildung. Ein Plädoyer für eine kreative Lern- und Lehrkultur!

»Ja, ich bin zufrieden, aber noch nicht fertig!« (Lukas, 6 Jahre)

2012, 196 Seiten, 22,50 € (D),
ISBN  978-3-89896-518-7
http://www.athena-verlag.de/controller.php?cmd=detail&titelnummer=518

 

 

Tobias Fink, Burkhard Hill, Vanessa-Isabelle Reinwand, Alexander Wenzlik (Hg.) (2012) Die Kunst, über Kulturelle Bildung zu forschen

Die Kunst, über Kulturelle Bildung zu forschen, besteht darin, die Möglichkeiten und Grenzen heterogener und komplexer Forschungsansätze zu kennen, um so für die jeweiligen Forschungsfragen sinnvolle und ertragreiche Methoden anwenden zu können.
Der Sammelband stellt disziplinübergreifend verschiedene Facetten der Forschung zur Kulturellen Bildung systematisch vor. Der erste Teil gibt einen Überblick über die aktuellen Fragen, Möglichkeiten und Grenzen der Forschung in geisteswissenschaftlich-pädagogischer Tradition, der quantitativen Sozialforschung, der qualitativen Bildungsforschung, der neurowissenschaftlichen und der künstlerischen Forschung im Feld der Kulturellen Bildung.
Daran schließen sich Beiträge an, die durch die Beschreibungen konkreter Forschungsprojekte die Vielfalt dieser Forschungsrichtungen vertiefend darstellen. Thematisiert werden dabei Forschungsansätze, -methoden und -ergebnisse zu den Gelingensbedingungen, der Praxis und den Wirkungen Kultureller Bildungsprojekte. Der abschließende Teil widmet sich der Reflexion von Forschungspraxis und regt einen gewinnbringenden Austausch zwischen Theorie und Praxis der Kulturellen Bildung an.

München 2012, 309 Seiten, 19,80 € (D),
ISBN  978-3-86736-329-7
http://www.kopaed.de/kopaedshop/?pg=31_52&pid=790

 

Hildegard Bockhorst, Vanessa-Isabelle Reinwand, Wolfgang Zacharias (Hg.) (2012) Handbuch Kulturelle Bildung

Was ist Kulturelle Bildung? Was sind ihre theoretischen Grundlagen? In welchen Handlungsfeldern, Kunstsparten, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Kontexten und Wirkungsformen findet sie statt? Obwohl Kulturelle Bildung seit einigen Jahren in aller Munde ist und zahlreiche Positionspapiere, Stellungnahmen, Modelle und Projekte ihre Aktualität und Bedeutung betonen, gab es bisher keine Gesamtdarstellung eines von vielen Expertinnen und Experten getragenen Verständnisses Kultureller Bildung.

Das Handbuch Kulturelle Bildung versammelt nun erstmals systematisch über 180 Beiträge von fast ebenso vielen Autorinnen und Autoren, die Theorie und Praxis der Kulturellen Bildung umfassend darstellen. Teil I widmet sich den anthropologischen, pädagogischen, ästhetischen und gesellschaftlichen Fundamenten. Teil II entfaltet und bündelt die Komplexität und Vielfalt der Praxis Kultureller Bildung in Bezug auf ihre unterschiedlichen Orte, Zielgruppen und Themen und ihre politischen Dimensionen im Dreieck von Jugend-, Bildungs- und Kulturpolitik.

Dieser erste kollektive Gesamtüberblick versucht das Besondere der Kulturellen Bildung darzustellen – auch in Differenz zu anderen Disziplinen und Bildungsfeldern. Das Handbuch wendet sich damit sowohl an Praktikerinnen und Praktiker aus kulturpädagogischen und kulturvermittelnden Professionen als auch an Lernende und Lehrende in Studium und Forschung.

 

München 2012, 1080 Seiten, 44,00 € (D),
ISBN  978-3-86736-330-3
http://www.kopaed.de/kopaedshop/?pg=1_11&pid=797

Andrea Ehlert, Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss (Hg.) (2012) Interkultur - Teilhabe und kulturelle Vielfalt in Niedersachsen. Tagung zum Interkulturbarometer Niedersachsen

In der Folge des Hildesheimer Kongresses zum ersten InterKulturBarometer für Deutschland geht das Land Niedersachsen nun einen großen Schritt voran von der Forschung in die Praxis. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur lässt – vor dem Hintergrund des niedersächsischen Kulturentwicklungskonzepts – Praktiker_innen der (inter-)kulturellen Bildung die Studie auf ihre praktische Umsetzung hin prüfen.

In der Tagung „InterKulturBarometer – Kulturelle Vielfalt und Teilhabe in Niedersachsen“ zu der die Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel eingeladen hatte, wurden erstmals die landesspezifischen Ergebnisse des Barometers vorgestellt und diskutiert. Kern der Tagung bildeten sechs Diskussionsforen zu den kulturellen Handlungsfeldern Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur, Museum, Musik und Kulturelle Bildung, in denen die einzelnen Barometer-Ergebnisse von Praktiker_innen aller Kunst- und Kultursparten analysiert, kritisiert und beraten wurden. Dabei orientierten sich die Foren daran, zunächst die Begriffe zu definieren, dann den Status quo der kulturellen Realität in Niedersachsen festzustellen, um dann gemeinsam Perspektiven zu entwickeln.

Die Diskussionsforen wurden abgerundet von einem „Markt der Möglichkeiten“. Gezeigt wurden dort beispielhafte interkulturelle Projekte, und zwar vor dem Hintergrund der Frage: „Was macht ein gutes interkulturelles Projekt aus?“

 

140 Seiten, DIN A5, 10,00 € (D),
ISBN 978-3-929622-58-4
Web-Link: https://www.bundesakademie.de/kompetenz/publikationen/interkultur-teilhabe-und-kulturelle-vielfalt-in-nieders/

Birgit Mandel (2012) Tourismus und Kulturelle Bildung. Potentiale, Voraussetzungen, Praxisbeispiele und empirische Erkenntnisse.

Dem Tourismus wird ein stetiger Zuwachs prognostiziert, selbst in wirtschaftlichen Krisenzeiten. Reiseformate wie Städte- und Eventtourismus gelten als wichtige Wachstumsmotoren. Kulturorientierte Aktivitäten wie etwa der Besuch von Museen werden immer häufiger zu einem Bestandteil der Urlaubsreise auch bei nicht spezifisch kulturinteressierten Touristen.
Warum und wie lassen sich Menschen im Urlaub für Kunst und Kultur interessieren?
Wie eignen sich Touristen Kunst und Kultur an? Welche Potentiale bieten Urlaubsreisen für Kulturelle und Interkulturelle Bildung? Inwieweit tragen die Angebote der Tourismusunternehmen in den verschiedenen touristischen Reiseformaten, einschließlich kultureller Erlebniswelten, Cluburlaube und Kreuzfahrten, den oft  zunächst nur latenten Bedürfnissen von Touristen Rechnung, sich im Urlaub auch mit Kunst und Kultur zu beschäftigen? Welche Rahmenbedingungen und welche Formen und Formate der Kulturvermittlung können Prozesse der Kulturellen und Interkulturellen Bildung erfolgreich unterstützen? Wie lässt sich kulturelles Interesse auch über den Urlaub hinaus stimulieren?
Das Buch verbindet tourismuswissenschaftliche und kulturwissenschaftliche Fragestellungen, um erstmalig auf bislang kaum genutzte Möglichkeiten für nachhaltige ästhetische, kreative und kulturelle Erfahrungen auf Urlaubsreisen aufmerksam zu machen. Kriterien für nachhaltige Kulturvermittlung werden entwickelt auf der Basis eigener empirischer Erhebungen durch Befragung von Touristen ebenso wie durch Analysen unterschiedlicher Praxisbeispiele: von Museumsbesuchen und Stadtführungen im Kontext von Städtetourismus über interkulturelle Begegnungen im Rahmen von Fernreisen bis zu ästhetischen Bildungsprozessen in künstlichen Erlebniswelten

Dieter Kramer (2011) Von der Freizeitplanung zur Kulturpolitik. Eine Bilanzierung von Gewinnen und Verlusten

Alle Parteien versprachen in den 1960er Jahren großzügige Programme zur Freizeitplanung. Die Freizeitpädagogik wollte die Menschen vorbereiten auf die Freizeitgesellschaft, in der die Arbeit beiläufig erledigt wird und freie Zeit dominiert. Dann aber zehren Krisen, Konsumwettbewerb, Globalisierung und Arbeitslosigkeit die Produktivitätsgewinne auf. Freizeitpolitik verschwindet, die für alle nutzbare Infrastruktur für Freizeit und Erholung wird zugunsten einer Kulturpolitik für die alten und neuen Bildungsschichten vernachlässigt. Verloren sind die demokratischen Dimensionen der Freizeitpolitik. Der allzu kontur- und inhaltlose Freizeitbegriff kann nicht wieder belebt werden. Interessanter ist daher die Beschäftigung mit einer neuen sozialkulturellen Strukturpolitik, bei der die Kulturpolitik sich als Teil einer demokratischen Gesellschaftspolitik neu erfindet.

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2011. 234 S.
ISBN 978-3-631-61746-5 geb.
ISBN 978-3-653-00891-3 (eBook)

Reihe: Studien zur Kulturpolitik. Bd. 11
Herausgegeben von Wolfgang Schneider

Wolfgang Schneider (Hg.) (2011) Theater und Migration. Herausforderungen für Kulturpolitik und Theaterpraxis

Deutschland sei ein Einwanderungsland, heißt es mittlerweile sogar in der offiziellen Sprachregelung der Politik. Und in der Tat hat fast ein Viertel der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Aber Migration findet im deutschen Theater nur als Marginalie statt. Den Stadttheatern fehlt das Personal, die Ausbildungsstätten haben bei weitem nicht den repräsentativen Anteil an migrantischem Nachwuchs und das Publikum wird weniger und älter, aber ganz und gar nicht bunter. Es ist vor allem die freie Szene, die sich der interkulturellen Wirklichkeit widmet. Der Migrantenstadl als Modell?
Wie soll die gesellschaftliche Selbstverständigung in den dramatischen Künsten in Sachen Migration befördert werden? Welche theaterpolitischen Konzepte initiieren den Austausch der Kulturen, welche künstlerischen Programme verhandeln den kulturellen Wandel, welche kulturvermittelnden Angebote brauchen die Bühnen? Und wie verändert eine solche Reform das System Theater?
Ein Symposium im COMEDIA Theater Köln, organisiert vom Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, hatte sich im Sommer 2010 zum Ziel gesetzt, diesen Fragen nachzugehen. Um die dort geführten Diskussionen nicht verhallen zu lassen, soll mit der Publikation „Theater und Migration. Herausforderungen für Kulturpolitik und Theaterpraxis“ (hrsg. v. Wolfgang Schneider) die Diskurse dokumentiert werden und zum aktuellen wissenschaftlichen Dialog beitragen. 22 Wissenschaftler, Künstler und Journalisten kommen in dem Buchprojekt zu Wort und liefern so einen vielseitigen und umfassenden Blick auf das Thema. Die Beiträge gehen den Fragen nach, wie Menschen mit Migrationshintergrund im Theater partizipieren, wie migrantische Künstler Theater verändern und wie die dramatischen Künste den transkulturellen Wandel als kulturpolitische Weichenstellung nutzen können.

Mit Beiträgen von:
Carolin Berendts, Sandra Czerwonka, Miriam Dreysse, Ute Handwerg, Christina Holthaus, Annett Israel, Stefan Keim, Susanne Keuchel, Lale Konuk, Thomas Lang, Kevin Leppek, Graham Ley, Vanessa Lutz, Birgit Mandel, Bianca Michaels, Azar Mortazavi, Nina Peters, Vanessa-Isabelle Reinwand, Wolfgang Schneider, Azadeh Sharifi, Mariam Soufi Siavash, Heinz Wagner.

Juli 2011, 236 S., kart., 24,80 €
ISBN 978-3-8376-1844-0
Reihe Theater

Sigrid Bekmeier-Feuerhahn, Karen van den Berg, Steffen Höhne, Rolf Keller, Birgit Mandel, Martin Tröndle, Tasos Zembylas (Hg.) (2010) Theorien für den Kultursektor. Jahrbuch für Kulturmanagement 2010

Das Jahrbuch für Kulturmanagement initiiert und fördert einen übergreifenden Diskurs im Kulturmanagement im Hinblick auf die methodologische und theoretische Fundierung des Faches. Als referiertes Journal positioniert es das Fach Kulturmanagement im Kontext übergreifender akademischer Debatten. Dabei werden insbesondere Problemstellungen innerhalb des deutschsprachigen Raumes fokussiert und mit internationalen Beiträgen und Fragestellungen verknüpft.
Das zweite Jahrbuch versammelt übergeordnete Forschungsansätze aus dem Kultursektor (Systemtheorie, Feldtheorie, Production-of-Culture-Ansatz etc.), die unter dem Aspekt ihrer Relevanz für das Kulturmanagement in Theorie und Praxis kritisch analysiert werden.

2010, 376 S., kart., 32,80 €
ISBN 978-3-8376-1641-5
Reihe Jahrbuch für Kulturmanagement

Wolfgang Schneider (2010) Kulturpolitik für Kinder. Eine Studie zum Recht auf ästhetische Erfahrung und künstlerische Praxis in Deutschland

"Kinder haben ein Recht auf Kunst und Kultur!“ So steht es zumindest in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Doch wenn in Deutschland von Kultur die Rede ist, geht es meist nicht um Kinder. Und wenn von Kindern gesprochen wird, geht es meist nicht um Kultur. Eine Studie des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim hat jetzt erstmals untersucht, welche Rolle die junge Generation in der Kulturpolitik der Länder spielt. Eine erste Erkenntnis ist, dass Kinder als Zielgruppe vor allem im Zusammenhang mit Kultureller Bildung Berücksichtigung finden. Zumeist wird Kulturpolitik als Querschnittsaufgabe angesehen und offenbart zwei Seiten einer Medaille: die ästhetische Erfahrung, also die Teilhabe an Theater, Literatur, Bildender Kunst, Medien und Musik sowie die künstlerische Praxis, also die kulturpädagogischen Programme der Kultur- und Bildungseinrichtungen. Ergebnis der Studie ist auch ein klares Plädoyer für eine eigenständige Konzeption einer Kulturpolitik für Kinder, ihrer Umsetzung auf kommunaler und regionaler Ebene sowie in der schulischen und außerschulischen Kulturellen Bildung.

Äußerst wertvoll ist das Buch für alle an Kultur und somit auch an Kulturpolitik Interessierten, da hier die wichtigsten kulturpolitischen Texte in Auszügen versammelt sind, in denen Kinder eindeutig als Zielgruppe zu identifizieren sind... Außerdem werden drei Beispiele von Ländern vorgestellt (Hamburg, München, Berlin), die die praktische Umsetzung der Forderungen verdeutlichen.
Insofern liefert das Buch einen wichtigen Beitrag, um Konzeptionen für künstlerische und kulturelle Projekte für Kinder effizient auf der Grundlage von Gesetzen und politischen Absichtserklärungen und kulturpolitischen Dokumenten basieren zu können und so dazu beizutragen, das „Recht der Kinder auf Kunst und Kultur“ (UN-Kinderrechtskonvention) in unserer Gesellschaft umsetzen zu können.

Prof. Maria Schleiner (Dortmund), socialnet.de


Schriftenreihe Kulturelle Bildung
vol. 11, München 2010, 180 Seiten ISBN-10 3-86736-309-9 ISBN-13 978-3-86736-309-9

Wolfgang Schneider (Hg.) (2010) Kulturelle Bildung braucht Kulturpolitik: Hilmar Hoffmanns "Kultur für alle" reloaded.

"Hilmar Hoffmann gilt als Grand Seigneur der Kulturpolitik. Ob als Direktor der Volkshochschule Oberhausen, als Frankfurter Kulturdezernent oder als Präsident des Goethe-Instituts, er hat Kulturpolitikgeschichte geschrieben. Mit seinem Buch Kultur für alle begründete er eine Theorie der Kulturellen Bildung und gestaltete sie in der Praxis. Anlässlich seines 85. Geburtstages widmet das Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim seinem Ehrendoktor eine Festschrift, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Programmatik von gestern auf ihre Tauglichkeit für morgen diskutiert." (Prof. Dr. Wolfgang Schneider)

Mit Beiträgen von Yuki Akino, Carolin Berendts, Jan Büchel, Mareike Elbertzhagen, Hans-Dietrich Genscher, Doreen Götzky, Sina Haberkorn, Luisa Heese, Alexander Henschel, Thomas Kaestle, Susanne Keuchel, Sabine Knoll, Dieter Kramer, Reiner Küppers, Birgit Mandel, Vanessa-Isabelle Reinwand, Thomas Renz, Wolfgang Schneider, Joerg Schumacher, Olaf Schwencke, Wolfgang Thierse, Bernd Wagner, Aron Weigl.


Hildesheim: Universitätsverlag, 2010. 290 S. (Hildesheimer Universitätsschriften ; 23)
ISBN-10 3-934105-35-1  bzw. ISBN-13 978-934105-35-5

Birgit Mandel (2009) PR für Kunst und Kultur. Handbuch für Theorie und Praxis (3., unveränderte Auflage 2011)

Nach dem großen Erfolg der Erstauflage ist nun die komplett überarbeitete Neuauflage des Standardwerkes zur Kultur-PR im deutschsprachigen Raum erschienen.
Das Buch analysiert die besonderen Ziele, Herausforderungen und Strategien der professionellen Kommunikation für Kunst und Kultur, bietet Hintergrundwissen über Anbieter und Nachfrager des Kultur- und Freizeitmarktes und vermittelt praxisnah grundlegende Vorgehensweisen von PR für Kunst und Kultur – von der Strategieplanung über die Erstellung von PR-Texten, die Gestaltung von Events und Aktionen bis zum Viralen Marketing.
Zahlreiche Best-Practice-Beispiele aus den verschiedenen Kultursparten, von »AKKi – Kultur für Kinder« über die Berliner Philharmoniker bis zum Kunstmuseum Wolfsburg, zeigen ganz unterschiedliche Erfolgsstrategien in der Kultur-PR.

2009, 240 S., kart., 24,80 €
ISBN 978-3-8376-1086-4
Reihe Kultur- und Museumsmanagement

Sigrid Bekmeier-Feuerhahn, Karen van den Berg, Steffen Höhne, Rolf Keller, Angela Koch, Birgit Mandel, Martin Tröndle, Tasos Zembylas (Hg.) (2009) Forschen im Kulturmanagement. Jahrbuch für Kulturmanagement 2009

Das Jahrbuch für Kulturmanagement initiiert und fördert einen übergreifenden Diskurs im Kulturmanagement im Hinblick auf eine methodologische und theoretische Fundierung des Faches. Als referiertes Journal positioniert es das Fach »Kulturmanagement« innerhalb übergreifender akademischer Debatten. Dabei werden insbesondere Problemstellungen innerhalb des deutschsprachigen Raumes fokussiert und mit internationalen Beiträgen und Fragestellungen verknüpft. Darüber hinaus fördert das Jahrbuch den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.
Der erste Band dokumentiert eine sich entwickelnde Disziplin zwischen wissenschaftlicher Invention und praktischer Intervention.


2009, 264 S., kart., 24,80 €
ISBN 978-3-8376-1252-3
Reihe Jahrbuch für Kulturmanagement

Wolfgang Schneider (Hg.) (2009) Theatre for Early Years. Research in Performing Arts for Children from Birth to Three

There is an old phenomenon in theatre arts: Education! And there is a new tendency: theatre arts for the very young! The relationship to education is clear, but what about the profit for the arts? The world of children as a horizon of experiences? The role of music as a dramaturgical element? Is it needed to divide the performance in actors and spectators? Is there a special age for a successful reception? How much should theatre artists be confronted with the physical and psychological development of children? It seems that Theatre for Early Years is a work in progress. There are more and more examples on the stages of the world: In Europe, in the States, in Australia. A variety of different perspectives are included in this research in performing arts from birth to three. The authors are reflecting their work, their observations, their directorship - to discover a new audience, to accompany the new generation in aesthetics, to make the signs of the time transparent. And maybe the development of Theatre for Early Years is a new challenge to renew the language of theatre, to establish an art of simplicity for the complexity of theatre.

Reihe: Kinder-, Schul- und Jugendtheater - Beiträge zu Theorie und Praxis - Band 13

Erscheinungsjahr: 2009

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2009. 200 pp., num. fig.
ISBN 978-3-631-59259-5 hardback

Wolfgang Schneider (Hg.) (2009) Theater und Schule. Ein Handbuch zur kulturellen Bildung

Kulturelle Bildung ist eine sowohl schulische als auch außerschulische Herausforderung. In der Kultur- und Bildungsrepublik Deutschland sind es vor allem die Institutionen Theater und Schule, die auf diesem Feld künstlerische und pädagogische Basisarbeit leisten. Hier wächst zusammen, was zusammengehört: der Theaterbesuch und Theater als Schulfach, Theater für Kinder und Jugendliche sowie Theater mit Kindern und Jugendlichen.
Dieses Buch untersucht Modelle der Zusammenarbeit von Theater und Schule, dokumentiert Ergebnisse einer exemplarischen Studie in Hessen und erörtert, was das Theater von der Schule und was die Schule vom Theater erwartet. Theater- und Erziehungswissenschaftler kommen ebenso zu Wort wie Praktiker aus Theater und Schule. Entstanden ist ein Handbuch, ein kulturpolitisches Plädoyer für ein Programm zur kulturellen Bildung.

Pressestimmen

»Eine Sammlung kluger Analysen und anregender Praxisberichte.«
Jörg Schlömerkemper, PÄDAGOGIK, 2 (2010)

»Die Publikation bietet eine Vielzahl unbedingt lesenswerter Erfahrungsberichte [...].«
Renate Schuster, Kulturation, 13/1 (2010)

»Die  ... mehr Beiträge sind gehaltvoll und lesenswert [...] und ein gelungenes Plädoyer für kulturelle Bildung an Schulen im Allgemeinen und Theater in und an Schulen im Besonderen.«
Oliver Bidlo, Thepakos, 13 (2010)

»[D]as Buch [ist] auch für Musikpädagogen wegen der hohen Qualität der einzelnen Aufsätze zu empfehlen und stellt einen wichtigen Beitrag als Studienbuch und als Grundlage zur Diskussion dar.«
Ekkehard Mascher, www.musikpaedagogik-online.de, 11 (2010)

»Das große Verdienst des Handbuchs: die Kooperation Theater und Schule ›auf gleicher Augenhöhe‹ voranzutreiben und auszubauen, überzeugt als kulturpolitische Notwendigkeit.
Dieses Buch bietet dem Anfänger einen differenzierten Überblick der verschiedenen (schul-)theater(-pädagogischen) Ebenen, dem Fortgeschrittenen Bestätigung und Anregung, dem Kämpfer Stärkung und gutes Einsatzmaterial, und dem Theaterliebhaber Genuss und Visionen.«
Gerhard Lippert, Schultheater, 3 (2010)


2009, 352 S., kart., 25,80 €
ISBN 978-3-8376-1072-7
Reihe Theater

Wolfgang Schneider (Hg.) (2008) Auswärtige Kulturpolitik. Dialog als Auftrag – Partnerschaft als Prinzip

Auswärtige Kulturpolitik steht auf dem Prüfstand. In einer global vernetzten Welt, in der neben den ökonomischen auch kulturell und religiös geprägte Konflikte neue Herausforderungen an die Außenpolitik darstellen, stehen Konzepte und Programme zur Diskussion. Das vorliegende Buch diskutiert Schwerpunkte der Auswärtigen Kulturpolitik und zeigt Perspektiven auf. Neben der Überprüfung von Anspruch und Wirklichkeit der Programmarbeit bildet die kulturelle Zusammenarbeit in den auswärtigen Beziehungen Europas sowie die Diskussion um eine engere Verzahnung von Kultur- und Entwicklungspolitik ein Zentrum der Auseinandersetzung. Die Etablierung von Netzwerken und Kooperationsmodellen zwischen Staaten, Mittlerorganisationen und privaten Initiativen ist dabei ein wesentlicher Faktor, um den Stellenwert der Kultur in den internationalen Beziehungen zu stärken. Die Publikation vereint erstmals einzelne Studien zur Auswärtigen Kulturpolitik, die am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim entstanden sind.

Wolfgang Schneider, Felicia Maier, Robert Peise, Nina Lutz, Claudia Schneider, Heike Pfingsten u.a.

Wolfgang Schneider (Hrsg.) • 232 Seiten • 13,00 Euro • ISBN 978-3-89861-941-9 • Bonn / Essen 2008

Vanessa-Isabelle Reinwand (2008) „Ohne Kunst wäre das Leben ärmer“. Zur biografischen Bedeutung aktiver Theater-Erfahrung

Was motiviert Menschen Theater zu spielen und was fasziniert sie daran? Was passiert mit den Akteuren während einer Theateraufführung? Auf welche Art und Weise verknüpfen sich ästhetische Erfahrungen mit Biografie? Und nicht zuletzt: was und wie kann beim aktiven Theaterspiel und bei der Theaterrezeption „für das Leben“ gelernt werden? 

Wie künstlerische Tätigkeiten ästhetisch bildend wirken können, zeigt dieses Buch erstmals anhand einer wissenschaftlichen Studie zu theaterpädagogischen Prozessen von Laienschauspielern/Innen im Alter von 18 bis 85 Jahren. Die biografischen Interviews mit ihnen geben interessante Aufschlüsse über die Wahrnehmung und biografische Verarbeitung ästhetischer Erfahrungen. Durch eine empirische Analyse der spezifisch theatralen Situation zwischen Rolle und Selbst wird deutlich, dass gerade in der Differenz dieser Seins-Zustände (Rolle, Figur, Selbst) die ästhetische Bildungsqualität des Theaterspiels liegt. 

Pädagogen/innen, die im Feld der ästhetischen Bildung tätig sind, und allen Kulturinteressierten liefert die Untersuchung Einblicke in die eigene „Logik“ ästhetischer Prozesse und ihrer Bildungsqualität.

Schriftenreihe Kulturelle Bildung
vol. 8, München 2008, 210 Seiten ISBN-10 3-86736-038-3 ISBN-13 978-3-86736-038-8
16,80 €

Wolfgang Schneider & Doreen Götzky (2008) Pocket kultur Nr. 06 Kunst und Gesellschaft von A-Z

Pocket beackert die Kulturlandschaft! Ob durch Kunst, Sprache, Tradition oder Mode – so vielfältig wie Kultur in der Gesellschaft zum Vorschein kommt, so informativ ist diese Pocket-Ausgabe.

Neben dem Lexikonteil mit wichtigen Begriffen aus Kultur und Gesellschaft bietet Pocket Kultur mehr: In Interviews kommen Kulturschaffende zu Wort. Artikel und Grafiken erklären Hintergründe zu kulturellen Spezialthemen. Ein "Kulturkompass" mit nützlichen Adressen und Links rundet das kleine Lexikon ab. Alles in allem ein "Batzen Kulturgut" im praktischen Hosentaschenformat!

 

Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: Bundeszentrale für politische Bildung; Auflage: 1. Auflage 2008 (2008)
ISBN-10: 3893318895, ISBN-13: 978-3893318896

Birgit Mandel (Hg.) (2008) Audience Development, Kulturmanagement, Kulturelle Bildung. Konzeptionen und Handlungsfelder der Kulturvermittlung

In vielen anderen Ländern sind Kulturvermittlung und eine stärkere Orientierung an den potenziellen Nutzern/innen kultureller Angebote, kurz: “Audience Development“, schon seit geraumer Zeit ein zentrales Kriterium öffentlicher Förderpolitik. Auch in Deutschland rückt Kulturvermittlung zunehmend in den Blickpunkt. Damit verbunden sind vielfältige Fragen, auf die dieser Sammelband Antworten geben will: 

Mit welchen Zielen agiert Kulturvermittlung, geht es um das Erklären oder um Verkaufen von Kunst oder geht es um Kulturelle Bildung als Schlüsselkompetenz? 
Beeinflusst Besucherorientierung die künstlerische Qualität? Welche Wirkungen haben Präsentations- und Kommunikationsformen auf die Zugänglichkeit von Kunst? Ist Eventmarketing für die Kulturelle Bildung nutzbar? Was empfiehlt die Enquête-Kommission Kultur zur Verankerung der Kulturvermittlung in Deutschland? Was können Kulturvermittlungsprozesse in Jugendprojekten von Kulturinstitutionen wie z. B. den Berliner Philharmoniker, aber auch in anderen gesellschaftlichen Kontexten wie in Kitas, Schulen, Krankenhäusern und Vereinen bewirken? 

Zur Einführung wird das multidisziplinäre Handlungs- und Forschungsfeld der Kulturvermittlung theoretisch ausdifferenziert. Kulturvermittlung reicht von kulturmanagerialen Ansätzen, in denen es um Distribution und Vermarktung von Kunst und Kultur geht, über bildungsorientierte, pädagogische Konzepte bis hin zu kulturpolitischen Orientierungen, die einen Wirkungstransfer künstlerischer Entwürfe für gesellschaftliches Zusammenleben anstreben. 
Gastautoren/innen zeigen an unterschiedlichen Forschungs- und Praxisfeldern, wie innovative Ansätze von Kulturvermittlung aussehen können. 

Birgit Mandel liefert mit ihrem Buch eine äußerst lesenswerte Darstellung für „Konzeptionen und Handlungsfelder der Kulturvermittlung“. 
KM - Das Monatsmagazin von Kulturmanagement Network Nr. 27 (Januar 2009)

Schriftenreihe Kulturelle Bildung
vol. 5, München 2008, 205 Seiten ISBN-10 3-86736-035-9 ISBN-13 978-3-86736-035-7

Birgit Mandel (2007) Die neuen Kulturunternehmer. Ihre Motive, Visionen und Erfolgsstrategien

Der Kulturarbeitsmarkt expandiert, die Nachfrage nach kulturnahen Dienstleistungen wächst. Kulturelle und künstlerische Kompetenzen werden zu einer wichtigen Innovationskraft im gesellschaftlichen Strukturwandel. Innerhalb des Kultursektors zeigt sich ein klarer Trend: weg vom öffentlich finanzierten Bereich hin zur Kulturwirtschaft - und dabei vor allem hin zu selbstständiger Tätigkeit in kleinen Unternehmen.
Was diese »neuen Kulturunternehmer« auszeichnet - was sie motiviert, was ihre Ziele sind, welche neuen Formen kultureller Dienstleistungen sie anbieten und welche Strategien ihnen zum Erfolg verhelfen -, wird auf der Grundlage einer empirischen Untersuchung erstmalig praxisnah dargestellt. Interviews mit Kulturunternehmern zeigen exemplarisch die Risiken und Chancen von Unternehmensgründungen im Kulturbereich auf. Ein Serviceteil liefert darüber hinaus praktische Hinweise für eigene Existenzgründungsvorhaben.

2007, 146 S., kart., 16,80 € 
ISBN 978-3-89942-653-3 
Reihe Kultur- und Museumsmanagement

Birgit Mandel (Hg.) (2005) Kulturvermittlung – zwischen kultureller Bildung und Kulturmarketing. Eine Profession mit Zukunft

Im Unterschied zu anderen europäischen Ländern ist die Kulturvermittlung in Deutschland immer noch ein Stiefkind der öffentlichen Kulturförderung. Dieses Buch diskutiert die Entwicklung, den Stellenwert und das Zukunftspotential der Kulturvermittlung aus der Sicht von Kulturpolitikern, Lehrenden kulturvermittelnder Studiengänge und Kulturschaffenden. Anhand von Konzeptionen anderer europäischer Länder sowie aktueller Erkenntnisse der Kultur-Enquete-Kommission werden Vorschläge entwickelt, wie Kulturvermittlung politisch befördert werden kann.
Wie zukunftsträchtige Formen der Kulturvermittlung aussehen können, zeigen Beispiele, deren Spektrum von der Theaterpädagogik als institutionenübergreifendes Prinzip, über neue Konzepte von Kulturpädagogik an Schulen, von kulturellen Interventionen in der Stadtentwicklung bis zum Eventmarketing reicht.

2005, 270 S., kart., 19,80 € 
ISBN 978-3-89942-399-0 
Reihe Kultur- und Museumsmanagement

Wolfgang Schneider (Hg.) (2003) Kinder-und Jugendtheater in Schweden

Schweden sei ein Wunderland des Kinder- und Jugendtheaters, hat einmal der Kinder- und Jugendbuchautor Rudolf Herfurtner geschrieben. Im Norden Europas gebe es ein Gesetz, das es den schulpflichtigen Zuschauern garantiere, zweimal im Jahr ein Theater zu besuchen. Tatsächlich gibt es im Flächenland Schweden viele Bühnen, die sich mobil in allen Regionen einem jungen Publikum zuwenden. Schwedisches Kinder- und Jugendtheater weiß existenzielle Geschichten zu erzählen, die mit hoher Schauspielkunst inszeniert werden. Große Namen prägen das künstlerische Schaffen, engagierte Theatergruppen entwickeln seit Jahrzehnten neue Spielweisen. Zahlreiche schwedische Stücke sind mittlerweile im Bestand eines internationalen Repertoires. Dem historischen und zeitgenössischen Kinder- und Jugendtheater widmet sich dieser Band, der Künstler und Kritiker gleichermaßen zu Wort kommen lässt. Erstmalig wird diese einmalige Landschaft so vielfältig beschrieben.

Reihe: Kinder- und Jugendtheater der Welt
Band: 8
Anzahl der Seiten: 176
Einband: kartoniert
Erscheinungsdatum: 09.09.2003
Lieferstatus: vergriffen

Auflage: 1. Auflage
ISBN: 9783823359418, ISBN13: 978-3-8233-5941-8
Art.Nr.: 15941
Ladenpreis EUR 19,90 (D) / SFr 33,50 / *20,50 (A)

Wolfgang Schneider & Gerd Taube (Hg.) (2003) Kinder- und Jugendtheater in Russland

Ein spezielles professionelles Theater für Kinder und Jugendliche entstand in Europa bereits im Gefolge der Oktoberrevolution in Russland. Wenngleich in den neunziger Jahren mit der Sowjetunion der Staat untergegangen ist, der als Resultat des Umsturzes von 1918 entstanden war, so existiert doch in Russland noch heute eine der reichsten Landschaften des Kinder- und Jugendtheaters in Europa. In der von Wolfgang Schneider herausgegebenen Reihe Kinder- und Jugendtheater der Welt erscheint erstmals ein Band über die Entwicklung des Kinder- und Jugendtheaters in Osteuropa. Das Buch stellt eine traditionsreiche Theaterlandschaft vor und gibt Auskunft über die Bildungs- und Kulturpolitik sowie die soziale Situation und ihren Einfluss auf das Theater für Kinder und Jugendliche in Russland. Es werden Regisseure und ihre künstlerischen Konzepte sowie das gegenwärtige Repertoire des russischen Kinder- und Jugendtheaters vorgestellt. Die Rolle der Theaterpädagogik für das russische Kindertheater wird ebenso diskutiert wie die Kultur der Theaterkritik und Reflexion im zeitgenössischen Kinder- und Jugendtheater. Für die Beiträge wurden erfahrene russische und deutsche Theaterkünstler, Theaterwissenschaftler und Theaterkritiker gewonnen.

Reihe: Kinder- und Jugendtheater der Welt
Band: 9
Anzahl der Seiten: XII, 196
Einband: kartoniert
Erscheinungsdatum: 06.10.2003
Lieferstatus: vergriffen


Auflage: 1. Auflage
ISBN: 9783823360216
ISBN13: 978-3-8233-6021-6
Art.Nr.: 16021
Ladenpreis EUR 19,90 (D) / SFr 33,50 / *20,50 (A)

Robert Peise (2003) Ein Kulturinstitut für Europa. Untersuchungen zur Institutionalisierung kultureller Zusammenarbeit

Lang-Verlag, Frankfurt am Main, 2003

Preis: 49,80 EUR

Birgit Mandel (2002) Lust auf Kultur - Karrierewege in das Berufsfeld Kulturvermittlung

"Lust auf Kultur" stellt erstmalig die neuren Kulturberufe vor, die ziwschen künstlerischer Produktion und potenziellem Publikum vermitteln. Birgit Mandel beschreibt, welche Aufgaben in den einzelnen Berufsfeldernprofile von Theater über Kulturmanagement bis hin zu den Neuen Medien auf zukünftige Kulturvermittler warten. Dabei werden Ausbildungswege und zukunftschancen ebenso diskutiert wie Eignungskriterien und Jobprofile.

In spannenden Kurzreportagen verraten 15 Kulturprofis, wie sie ihren Platz im heiß umkämpften Kulturarbeitsmarkt fanden und wie ihr Arbeitsalltag heute aussieht. Berufsanfänger finden in diesem Buch viele heiße Karrieretipps und wichtigen Adressen, mit deren Hilfe der Start in diesem dynamischen Arbeitfeld gelingt.

Format 15 x 22 cm, broschiert
Umfang 242 Seiten
ISBN: 3-8214-7617-6
Preis: 14,80 €

Hilmar Hoffmann & Wolfgang Schneider (Hg.) (2002) Kulturpolitik in der Berliner Republik

Leseprobe - Vorwort (pdf)

Dumont-Verlag, Köln. 2002

Preis: 16,90 EUR

Wolfgang Schneider (Hg.) (2001) Kinder- und Jugendtheater in der DDR

Reihe: Kinder-und Jugendtheater der Welt 1
Band: 1

Anzahl der Seiten: 110
Einband: kartoniert

Erscheinungsdatum: 17.07.2001
Lieferstatus: vergriffen

Auflage: 1. Auflage
ISBN: 9783823359340
ISBN13: 978-3-8233-5934-0
Art.Nr.: 15934

Wolfgang Schneider (Hg.) (2001) Kinder- und Jugendtheater in Italien

Reihe: Kinder- und Jugendtheater der Welt
Band: 4

Anzahl der Seiten: 180
Einband: kartoniert

Erscheinungsdatum: 17.07.2001
Lieferstatus: vergriffen

Auflage: 1. Auflage
ISBN: 9783823359371
ISBN13: 978-3-8233-5937-1
Art.Nr.: 15937

Wolfgang Schneider (Hg.) (2001) Kinder- und Jugendtheater in Frankreich

Reihe: Kinder- und Jugendtheater der Welt
Band: 5

Anzahl der Seiten: 127
Einband: kartoniert

Erscheinungsdatum: 17.07.2001
Lieferstatus: vergriffen

Auflage: 1. Auflage
ISBN: 9783823359388
ISBN13: 978-3-8233-5938-8
Art.Nr.: 15938

Wolfgang Schneider (Hg.) (2001) Kinder- und Jugendtheater in der Schweiz

Reihe: Kinder- und Jugendtheater der Welt
Band: 3

Anzahl der Seiten: 130
Einband: kartoniert

Erscheinungsdatum: 17.07.2001
Lieferstatus: vergriffen

Auflage: 1. Auflage
ISBN: 9783823359364
ISBN13: 978-3-8233-5936-4
Art.Nr.: 15936

Wolfgang Schneider (Hg.) (2000) Kinder- und Jugentheater in Berlin.

Taschenbuch: 220 Seiten
Verlag: Narr (2000)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3823359401
ISBN-13: 978-3823359401

Wolfgang Schneider (Hg.) (2000) Kinder- und Jugentheater in Österreich

Taschenbuch: 148 Seiten
Verlag: Narr (1. Januar 2000)
ISBN-10: 3823359398
ISBN-13: 978-3823359395

Wolfgang Schneider (Hg.) (1999) Kulturhandbuch Hildesheim

Im Rahmen eines Projekts im Sommersemester 1998 erarbeitete eine Gruppe Studierender diesen umfangreichen Führer durch die kulturelle Vielfalt Hildesheims: Von der Andreaskirche bis hin zum Zillo-Festival, von der Kulturfabrik Löseke bis zum Tummelplatz des Stadttheaters und vom Dom-Museum bis zum Internetcafé.

Das erste übergreifende Nachschlagewerk mit Adressen und AnsprechpartnerInnen, das außerdem Portraits und Essays zu allen künstlerischen Gattungen enthält und über 250 Vereine, Organisationen und Institutionen der Hildesheimer Kulturlandschaft dokumentiert.

Wolfgang Schneider (Hrsg.). Unter Mitarbeit von Bettina Becker; Hildesheim. 1. Aufl. Gerstenberg, 1999; ISBN 3-8067-8533-3

Preis: 7,40 EUR

Birgit Mandel, Lothar Prisor, Kirsten Witt (Hg.) (1998) Kulturelle Berufsfelder im Wandel

Wie wichtig ist ästhetische Kompetenz in kulturvermittelnden und -organisierenden Berufen? Und schließlich: Wie mobil muß der oder die KulturarbeiterIn der Zukunft sein? Die Tagungsdokumentation gibt erste Antworten. Sie enthält kontroverse Diskussionen, Erfahrungsberichte und Fremdeinschätzungen.
Ergebnisse des intensiven Dialogs zwischen Ausbildung, Berufspraxis und Kulturpolitik sind Perspektiven für kulturelle Arbeitsfelder, die dem drohenden Krisenszenario "Professionalisierungsstrategien in einem veränderten Berufsfeld" "Kulturvermittlung" entgegenzusetzen.
Voraussetzung hierfür ist allerdings die Bereitschaft der KulturvermittlerInnen, Einsatzfelder für ihre Dienstleistungen selbst zu entwickeln und auf dem "Kulturmarkt" durchzusetzen.

Leseprobe Vorwort (pdf)

Birgit Mandel, Lothar Prisor, Kirsten Witt (Hrsg.). LKD-Verlag, Unna 1998. ISBN 3-931949-19-2; Universität Hildesheim

Preis: 10,00 EUR