Open Call: Perspektivenwechsel in der Kulturvermittlung: Kanon, Codes und Re-Kodierung

Donnerstag, 29. März 2018 um 18:31 Uhr

Beiträge gesucht zum 4. Internationales Symposium Kulturvermittlung 25. / 26. Januar 2019 im Festspielhaus St. Pölten, Österreich

Utopien für Kulturvermittlung: Neu-Verhandlung von inhaltlichem Kanon, Rezeptionsweisen und Strukturen in Kultureinrichtungen 

Das Netzwerk Kulturvermittlung Niederösterreich veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Masterstudiengang Kulturvermittlung des Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim am 25. und 26. Januar 2019 im Festspielhaus St. Pölten sein viertes Symposium zu aktuellen Fragen der Kulturvermittlung im Dialog von Praxis der Kulturvermittlung, Wissenschaft und Kunst.

Nach vorangegangen Tagungen mit dem Fokus „Was heißt schon Kulturvermittlung?“ (2013), „Für wen denn schon Kultur vermitteln?“ (2015) sowie „Was kann Kulturvermittlung?, Community Building, Kulturentwicklungsplanung und soziale Verantwortung von Kulturvermittlung“ (2017) geht es 2019 um Utopien für Kulturvermittlung: um die Neu- Verhandlung von inhaltlichem Kanon, Rezeptionsweisen und Strukturen in Kultureinrichtungen.

Utopie wird hier als Möglichkeitsraum verstanden, den wir noch nicht kennen (können). Es wird danach gefragt, wie institutionalisierte Normen und Erwartungen an die Vermittlung und Aneignung von kulturellen Artefakten aufgebrochen werden können. Wie lässt sich ein künstlerischer und kultureller Kanon hinterfragen und neu definieren? Wie kann man durch Kulturvermittlung Konventionen der Kunst-Rezeption erweitern und verändern? Welche künstlerisch-kulturelle Kuration und Vermittlung kann in Auseinandersetzung mit heterogenen kulturellen Interessen und Praktiken einer diversen Bevölkerung entwickelt werden? Wie gelingt Kulturvermittlung in einer Gesellschaft mit zunehmend heterogenen kulturellen Interessen der Spagat zwischen Dienstleistung für eine Einrichtung und Neuverhandlung kultureller Ansprüche?

Beispielhaft möchte sich auch das Symposium selbst für neue Formate der Wissensvermittlung öffnen und die klassischen Formen einer wissenschaftlichen Tagung erweitern. Wie bereits bei den vorangegangenen Symposien sollen einerseits künstlerisch- praktische Workshops als alternative Form des Erkenntnisgewinns ein zentraler Bestandteil sein, zum anderen sind insbesondere auch solche Referent/innen aus der wissenschaftlichen, künstlerischen oder kulturvermittelnden Praxis gefragt, die die üblichen repetitiven Formen wissenschaftlicher Präsentation verlassen und neue Wege des Diskurses bestreiten. Denkbar wären u.a. immersiv gestaltete VortragsRÄUME – narrative spaces – in denen Themen und Diskurse verhandelt und improvisiert werden. 

Für eine Einreichung geeignet sind:

Beiträge, die sich mit den Themenfeldern Kulturvermittlung und Kanon/Kulturelles Erbe, Kulturvermittlung und Entertainment, Kulturvermittlung und Change Management, Utopien der Kulturvermittlung theoretisch/empirisch wissenschaftlich, ästhetisch-diskursiv oder auch als reflektierte künstlerische Praxis, Performance oder partizipative Aktion befassen. Der Aufruf gilt für Vorträge und Workshop-Angebote.

Wir übernehmen die Kosten für An- und Abreise, die Hotelkosten sowie ein Honorar.

Einreichungsschluss ist der 30.5. 2018 

Weitere Informationen zum Open Call finden Sie im unten verlinkten Dokument.