Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel veröffentlicht neues Fortbildungsprogramm für 2020

Montag, 14. Oktober 2019 um 11:05 Uhr

Studierende der Universität Hildesheim können durch Kooperation Seminare kostenlos besuchen.

Welche Fähigkeiten, welches Handwerkszeug brauchen Kunst- und Kulturschaffende und wo hat eine Bundesakademie die Aufgabe sich gerade nicht am konkreten Bedarf zu orientieren, sondern Neues zu schaffen um die Transformation der kulturellen Bildung voranzutreiben? Das sind die Fragen, die die 180 Seminare, Tagungen und Veranstaltung pro Jahr prägen, welche die Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel anbietet und die im Programm 2020 Antworten gefunden haben.  

 

Die Stiftung Universität Hildesheim und die Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel (ba • wolfenbüttel) haben vereinbart, dass Studierende und Mitarbeiter_innen der Uni Hildesheim  an ausgesuchten Veranstaltungen aus dem Angebot der ba • wolfenbüttel teilnehmen können.
Für die Studierenden der Universität Hildesheim werden die Kursgebühren im Rahmen dieses Angebots von der Universität übernommen. Sie tragen nur die Kosten für die Verpflegung (pauschal 16,80 Euro/Tag) und, falls gewünscht, Übernachtungskosten mit Frühstück (42,80 Euro/Nacht).  Weitere Informationen zur Kooperation finden Sie unter dem Menüpunkt Lehre - Kooperation mit der Bundesakademie für Kulturelle Bildung (ba).

 

Unter dem Stichwort »Kultureller Wandel« beschäftigt sich die ba● mit Veränderungen in der Arbeitswelt und neuen Berufsformen für »Silver Jobber« aber auch mit dem – vielleicht wichtigsten Thema unserer Zeit– dem Klimawandel. Hierzu plant die ba● im zweiten Halbjahr die Tagung »Kulturen des Klimawandels«. Ein weiteres gesellschaftliches Mega- Thema, die Digitalisierung, kommt gleich in mehreren Programmbereichen vor, z.B. in den Angeboten »Gameplay@stage«, »Musik mit Apps in Bildungskontexten« oder in »Unsere schöne neue digitale Kultureinrichtung – Digitale Arbeitswelten in Kunst, Kultur und Kulturpolitik«.
Der Bereich Diversität erfährt eine neue Perspektive durch eine Fortbildung zur »zeitgemäßen Öffentlichkeitsarbeit im Kontext von Diversität« oder auch in der Qualifizierung der Agent_innen im Programm 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes. Seit 2017 ist die Bundesakademie außerdem Projektträgerin und Koordinierungsstelle des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten Kompetenzverbunds Kulturelle Integration und Wissenstransfer KIWit. Hier geht es um unterschiedliche Formate zur Stärkung marginalisierter Akteur_innen, um diversitätssensible Fortbildung Kulturschaffender sowie Beratung und Vernetzung von Kulturverwaltungen, -institutionen und (post-)migrantischen Communities.
Ganz neu im Programm sind Seminare zur Kulturellen Bildung an Berufsschulen. Während allgemeinbildende Schulen das Thema schon länger für sich entdeckt haben, z.B. durch das niedersächsische Programm SCHULE: KULTUR!, sind die Berufsschulen noch weitgehend »weiße Flecken«. Vor dem Hintergrund, dass Deutschland für sein duales Ausbildungssystem internationale Anerkennung erfährt, ist es wichtig, auch dieses Feld mit Kultureller Bildung zu durchdringen, z.B. mit der Veranstaltung »Bleibt haften! Künstlerische Methoden für die (Berufs-)Schule«.
Weitere Themen für 2020 sind Teilhabe, z.B. in der Veranstaltung »Inklusion und Barrierefreiheit im Museum« und Demokratisierung.  

 

Prof. Dr. Vanessa Reinwand-Weiss, die die Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel leitet und am Institut für Kulturpolitik seit 2012 die Professur für Kulturelle Bildung inne hat, betonte, dass das neue Programm zeige, »dass wir nicht nur unsere Fortbildungen, sondern auch unser gesamtes Haus immer wieder neu denken und so unseren Anspruch umsetzen, Kulturlabor und Seismograph für Kunst- und Kulturschaffende zu sein«.