Schmidt, Jens

Rezeption als ästhetische Praxis - Interaktive Kunst aus responsiver und performativer Perspektive

Das Forschungsprojekt untersucht, inwiefern sich Kunstrezeption als eine leibliche Praxis, als ein ästhetisches Handeln beschreiben lässt. Ausgangspunkt wird das Format der interaktiven Installation sein, bei der bereits offensichtlich wird, wie Interfaces und Aufforderungsobjekte die Passivität der Rezeption infrage stellen. Eigenes Verhalten wird herausgefordert, thematisiert, irritiert oder auch ausgestellt, sodass die vermeintlich private Auseinandersetzung für Außenstehende sichtbar wird und sich in einem sozialen Spannungsfeld wiederfindet. Die daraus resultierende Aushandlung zwischen Selbst, Objekt, sozialem Umfeld und Institution soll in einer Theorie ästhetischer Rezeptions-Praxis ausgearbeitet und somit für weitere Kunstformen anknüpfbar gemacht werden.