Kooperationen

Bereits bestehende Kooperationen des Fachbereichs mit universitären wie außeruniversitären Einrichtungen werden im Rahmen der Forschungsaktivitäten des Graduiertenkollegs „Ästhetische Praxis“ genutzt und ausgebaut. 

Zu den Kooperationspartnern zählen:

Hochschulen und Kunsthochschulen

  • Das DFG-Graduiertenkolleg Selbst-Bildungen an der Universität Oldenburg untersucht die subjektivierende Kraft von künstlerischen wie außerkünstlerischen Praktiken und verfolgt dabei, ähnlich wie das Kolleg Ästhetische Praxis, eine explizit praxeologische Perspektive, die allerdings weitgehend auf soziologische Praxistheorien fokussiert ist. Über die Forschungen des Kollegs Selbst-Bildungen ergeben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte mit dem Hildesheimer Graduiertenkolleg.

  • Wenhua University (Chinese Culture University), Taipeh/Taiwan: Die Forschungen des an der Chinese Culture University angesiedelten Research Centre of Aesthetics werden für das Hildesheimer Kolleg fruchtbar gemacht. Das gilt insbesondere für die Forschungen zur ästhetischen Theorie und zu Konzepten künstlerischer Performanz im west-östlichen Vergleich, die seit längerem im wechselseitigen Austausch untersucht werden. 

  • Hochschule der Künste Bern, Schweiz: Die Hochschule der Künste Bern vereint eine Vielzahl künstlerischer Disziplinen unter einem Dach und arbeitet in ihrer Forschung eng mit lokalen, nationalen und internationalen Partnern aus Kultur, Verwaltung und Wirtschaft zusammen. Die Forschung der HKB erfolgt in vier transdisziplinären Schwerpunkten (Intermedialität, Interpretation, Kommunikationsdesign, Materialität Kunst und Kultur), deren Forschungsteams sich aus Geistes- und Kulturwissenschaftlern sowie künstlerischen Expertinnen und Experten zusammensetzen. Anknüpfungspunkte für das Graduiertenkolleg Ästhetische Praxis ergeben sich beispielsweise über das durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderte Projekt „Sprechkünstlerische Tendenzen im zeitgenössischen deutschsprachigen Theater“.

  • Züricher Hochschule der Künste (ZHDK), Schweiz: Eine Kooperation erfolgt insbesondere über das von Prof. Dr. Dieter Mersch geleitete Institut für Theorie. Das breite Spektrum der praxistheoretischen Forschungen des Instituts zu Themen wie dem hochschulübergreifenden Projekt Practices of Aesthetic Thinking über Denkformen in den Künsten (Musik, Theater, Tanz, Installation, Film u.a.), oder dem SNF-geförderten Projekt Actor und Avatar, das sich aus interdisziplinärer Perspektive (Philosophie, Schauspielforschung und Neurologie) mit Aspekten und Gestaltungsweisen von künstlichen Personen und grafischen Platzhaltern an den Schnittstellen zu Prozessen des Schauspielens auseinandersetzt, werden für den Austausch mit dem Graduiertenkolleg nutzbar gemacht.

Außeruniversitäre Einrichtungen

  • Festival Theaterformen: Neben international renommierten Gastspielen, genreübergreifenden Arbeiten und Diskursprogrammen initiiert das Festival auch internationale Produktionen. Ab dem Jahr 2019 ist ein gemeinsames Forschungsprojekt, unterstützt von der Kulturstiftung des Bundes geplant, in dem die Promovierenden Probenprozesse internationaler Künstlerinnen und Künstler begleiten und auswerten. Die Promovierenden können ebenfalls von dem bereits bestehenden Workshop-Programm und der internationalen Akademie profitieren.

  • Münchner Kammerspiele: Die Münchner Kammerspiele sind ein Stadttheater, das traditionell innovative und avantgardistische Darstellungsformen im Rahmen eines Repertoire-Spielbetriebs präsentiert. Die konzeptionelle Ausrichtung des Spielplans wie auch der begleitenden Wort- und Diskursveranstaltungen bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte für das kollegspezifische Programm des Kollegs Ästhetische Praxis. Für die Zeit der Intendanz unter Matthias Lilienthal (bis 2020) sind Kooperationen in Form von Probenprozessanalysen durch Promovierende wie auch gemeinsam veranstaltete Workshops geplant.

  • Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel: Im Rahmen der Erforschung u.a. von literarischen Schreibprozessen soll das Kolleg im Austausch mit dem Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel stehen. Dies ermöglicht den Besuch von Archiven und Bibliotheken ebenso wie den wechselseitigen Besuch von Forschungsveranstaltungen. Hervorzuheben sind hier u.a. die Forschungen des Verbunds im Rahmen des Projekts Autorenbibliotheken, das Einblicke in die Denk- und Schreibwerkstatt von Schriftstellern und Wissenschaftlern bietet, aber auch das Projekt Präsentationsmodi kanonischer Werke, das die Materialität, aber auch die Präsentation kanonischer Werke in Worten, Gesten und performativen Darstellungsformen untersucht.

  • Academia Sinica, Taipeh/Taiwan: Die Kooperation mit der Academia Sinica (Taipeh/Taiwan), an der Fabian Heubel seit langen Jahren als Forscher die Kunst- und Ästhetikdiskurse im chinesischsprachigen Bereich verfolgt und mitgestaltet, eröffnet einen einmaligen Zugang zum chinesischsprachigen Diskurs zu verschiedenen Feldern ästhetischer Praxis in Taiwan und China. Beispielhaft hierfür stehen Fabian Heubels Forschungen zu den vier klassischen konfuzianischen Künsten, die er in Hildesheim präsentiert hat.

  • Japanisch-deutsches Kulturinstitut, Kyōto/Japan: Das Japanisch-Deutsche Kulturinstitut in Kyōto wird von Ryōsuke Ōhashi geleitet, einem der führenden Ästhetiker Japans und emeritierter Professor für Ästhetik an der Universität Osaka. Ryōsuke Ōhashi verfügt nicht nur über ein großes Kontaktnetz in die Szene der traditionellen japanischen Künste in Kyōto, sondern ist zudem Experte für die Theoriebildung im Rahmen der modernen japanischen Ästhetik seit 1868. Die Kooperation mit dem Japanisch-Deutschen Kulturinstitut ermöglicht die Durchführung von Tagungen und Workshops auch in Japan.

  • Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, Frankfurt/Main: Das Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik erforscht auf der Basis empirisch-naturwissenschaftlicher Methoden das ästhetische Erleben von Menschen unter anderem in alltäglichen Situationen. In der Kooperation soll der Frage nachgegangen werden, in welcher Weise sich die speziellen Methodenzugänge im MPI fruchtbar mit den Forschungen im Kolleg verbinden lassen.