Call for Papers: "Was tun? Handlungspraxis und -verantwortung in der Kulturellen Bildung"

Dienstag, 20. April 2021 um 09:46 Uhr

Laufzeit des Calls verlängert bis 9. Mai 2021! 12. Tagung des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung vom 16.-18. September 2021.

Bitte beachten Sie: Die Frist wurde verlängert!

Bitte senden Sie Ihre Vorschläge und Unterlagen bis zum 9. Mai 2021 an Nina Stark (stark@fliedner-fachhochschule.de) Über die Annahme des Beitrags entscheidet das Scientific Committee voraussichtlich bis Mai/Juni 2021.

 

Menschliches Handeln scheint als alltägliches Phänomen selbstverständlich. In Forschung zu Kultureller Bildung, welche sich in spezifischen Handlungen vollzieht, gilt es Selbstverständlichkeiten zu reflektieren. Insofern ist es von fundamentaler Bedeutung, wie in der Kulturellen Bildung Handeln eigentlich verstanden wird.

Kulturelle Bildung als „die subjektiven Bildungsprozesse jedes einzelnen wie auch die Strukturen eines Bildungsfeldes mit seinen zahlreichen Angeboten” (Bockhorst/ Reinwand/Zacharias 2012: o.P.) umfasst Praktiken im Zusammenhang mit Bildender Kunst, Musik, Theater, Tanz, Literatur, Medien, Museen, Gameskultur und Zirkus. Es stellt sich dann die Frage nach der Spezifik dieser Praktiken. Mit der programmatischen Formulierung „Was tun?“ wird zudem eine individuelle wie kollektive Handlungs- verantwortung fokussiert, und kritische, insbesondere diskriminierungskritische und postkoloniale Aspekte, sollen reflektiert werden.

Die 12. Netzwerktagung fragt,

  • wie explizite und implizite Handlungsverständnisse in der Kulturellen Bildung thematisiert werden

  • wie kulturelle Bildungspraktiken angesichts komplexer Bedingungen entworfen, vollzogen und reflektiert werden

  • wie kulturelle Bildungspraktiken erforscht werden.

Tagungsbeiträge

Wir freuen uns auf:

  1. Tagungsbeiträge, die Handlungsweisen und -verständnisse in der Kulturellen Bildung interpretativ aufschließen und/oder kritisch analysieren und das Spezifische in den kulturellen Bildungspraktiken in den Blick nehmen. Wie lässt sich Kulturelle Bildung als Handlungspraxis beschreiben? Was unterscheidet sie von anderen Formen der Bildung, von künstlerischen Praxen oder von Alltagspraxen? Wie verhalten sich die jeweiligen Handlungslogiken zueinander?

  2. Tagungsbeiträge, die den Umgang mit den Spannungsfeldern kultureller Bildungspraktiken fokussieren, beispielsweise in Hinblick auf den Umgang mit strukturellen Bedingungen, mit Normen und Orientierungen, mit Handlungs- verantwortung. Dies führt zu Fragen der Reflexion, Kritik, Verantwortung und Professionalität. Was sollte man in der Kulturellen Bildung tun? Welche Ziele sind erstrebenswert? Welche Praxen sind empfehlenswert? Wer bestimmt darüber? Wer ist wie und warum mit Handlungsmacht ausgestattet? Wie kann eine Reflexion über solche normativen Vorgaben erfolgen? Wie sollte die Aus-, Fort- und Weiterbildung in diesem Bereich konzipiert sein? Wie lässt sich Professionalisierung gestalten?

  3. Tagungsbeiträge zur Erforschung von kulturellen Bildungspraktiken, die zur Reflexion und Entwicklung von Handlungsverständnissen in der Kulturellen Bildung beitragen oder das eigene Forschungshandeln reflektieren. Wie lässt sich Handeln beobachten, und inwiefern muss die wissenschaftliche Beobachtung und Analyse wiederum als Handlung verstanden und entworfen werden? Wie kann man Prozesse der Reflexion anstoßen, methodisch strukturieren und erforschen? Wie kann man Forschung produktiv nutzen und wieder in das Handlungsfeld einbringen? Wie kann Kulturelle Bildung als Disziplin selbst handlungsmächtig bleiben bzw. werden? Wie wird mit Handlungsmacht umgegangen?

  4. NEU! Vorschläge für Tagungsbeiträge Dritter: Nicht immer reichen diejenigen, die man gerne hören möchte, von sich aus einen Beitrag ein. Daher können bei dieser Tagung auch Menschen als Referent:innen vorgeschlagen werden. Das Tagungsteam lädt sie dann ein, sich zu bewerben. Die Begutachtung erfolgt wie bei allen anderen Einreichungen auch.

Fokus frühkindliche kulturelle Bildung

Die Tagung findet in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung statt. Besonders willkommen sind daher Beiträge, die sich auf eine junge Altersgruppe beziehen. Das Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung setzt sich dafür ein, dass hochwertige kulturelle Bildung zum Alltag eines jeden Kindes gehört. Dafür bringt es bundesweit Akteur:innen verschiedener Bereiche zusammen, bündelt Kompetenzen, befördert Diskurse und regt notwendige Strukturentwicklungen an. Es wird durch die Robert Bosch Stiftung gefördert, Trägerin ist die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung. www.netzwerk-fkb.de

Hinweise für die Einreichung von Tagungsbeiträgen

Die Tagung wird als Präsenzveranstaltung geplant und bietet unterschiedliche Formate an, um differenzierte Auseinandersetzungen und Analysen in Theorie und Praxis zu ermöglichen. Wir möchten Sie herzlich einladen, Abstracts zu Panelbeiträgen und künstlerisch-praktischen und/oder forschungsmethodischen Laboren einzureichen:

I. Panelbeiträge (15 min. plus Diskussion)

Die Bewerbung für Panelbeiträge sollte folgende Angaben enthalten:

  • Titel und Abstract des Beitrags (max. 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen)

  • Zentrale Fragestellung/Ergebnis des Beitrags (max. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)

  • Relevanz des Beitrags für das Tagungsthema (max. 1000 Zeichen inkl. Leerzeichen)

  • Kurz-Vita (max. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen).

    II. Labore (90 min.)

    Die Labore sind auf 90 Minuten angelegt und finden mit einer begrenzten Anzahl an Tagungsteilnehmenden statt. Für die Realisierung der Labore ist eine Aufwandsentschädigung vorgesehen. Die Bewerbung für Laborbeiträge sollte folgende Angaben enthalten:

  • Kurzbeschreibung des Labors (max. 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen)

  • Relevanz des Beitrags für die Tagungsthematik (max. 1000 Zeichen inkl. Leerzeichen)

  • Kurz-Vita (max. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)

  • Angabe der benötigten Räumlichkeiten & ggf. des Materials