Tagung: Forschungsstelle Konsumkultur debattiert über das Konsumvergnügen

Montag, 11. November 2019 um 10:07 Uhr

Ein Forschungsteam der Universität Hildesheim untersucht all das, was wir täglich kaufen und verbrauchen. Die Forschungsstelle Konsumkultur auf dem Hildesheimer Kulturcampus ist einzigartig in der deutschsprachigen Wissenschaftslandschaft. Nun lädt das Forschungsteam zu einer öffentlichen Tagung am 14. November 2019 ein.

Seit 2017 gibt es am kulturwissenschaftlichen Fachbereich der Universität Hildesheim die „Forschungsstelle Konsumkultur“. Der Kulturwissenschaftler Dirk Hohnsträter und Professor Stefan Krankenhagen befassen sich in der Forschung mit der Theorie, Geschichte und Ästhetik des Konsums. Foto: Daniel Kunzfeld

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungsstelle Konsumkultur analysieren die Theorie, Geschichte und Ästhetik des Konsums. Am Donnerstag, 14. November 2019, findet auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg der Universität Hildesheim eine Tagung der Forschungsstelle Konsumkultur statt. Die Veranstaltung mit dem Titel „Konsumvergnügen. Die Populäre Kultur und der Konsum“ beginnt um 13:00 Uhr. Die Tagung ist ohne Anmeldung und kostenfrei zugänglich.

Die öffentliche Veranstaltung wird vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert. Interessierte Hildesheimer Bürger, Studierende und Lehrende sind herzlich eingeladen, sich an der Debatte zu beteiligen.

Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter anderem aus Kopenhagen, Oslo, Leipzig und Berlin setzen sich mit dem Unterhaltungswert des Konsums auseinander und nehmen dabei auch digitale Formen der aktuellen Erlebnisökonomie in den Blick, erläutert der Kulturwissenschaftler Dirk Hohnsträter. Die Referentinnen und Referenten sprechen zum Beispiel über Konsumvergnügen am Beispiel des Spiels „Pokémon Go“ für Mobilgeräte, über den „Kreislauf der Unterhaltung - Shopping auf Instagram“ sowie über „Die Shopping Mall als Ort des Erlebniskonsums“.

„Die Lebenswelt von Verbraucher/innen in der Gegenwart beschränkt sich nicht nur auf die Grundversorgung und Statuskonsum. Vielmehr erweist sich ästhetisches Erleben als ein Kernmotiv des Konsumierens. Vom Drogeriemarkt bis zu YouTube: in der joyful economy bilden sich vielfältige Allianzen aus Popkultur und Konsum heraus, und die Kommunikation über Konsum spielt sich immer mehr in neuen, oftmals digitalen Kanälen, auch geprägt von Influencern, ab“, so Dirk Hohnsträter.

Kurz erklärt:

Konsumkultur

Seit 2017 gibt es am kulturwissenschaftlichen Fachbereich der Universität Hildesheim die „Forschungsstelle Konsumkultur“, deren Gründung von Prof. Dr. Stefan Krankenhagen initiiert wurde und die von dem Kulturwissenschaftler Dr. Dirk Hohnsträter geleitet wird.

Die Forschungsstelle widmet sich – durchaus einzigartig in der deutschsprachigen Wissenschaftslandschaft – den vielfältigen Aspekten des Konsums aus kulturwissenschaftlicher Perspektive. Sie leistet kontinuierliche Schwerpunktsetzung in der Forschung durch Tagungen, Publikationen, Workshops und Nachwuchsförderung.

Forschungsstelle Konsumkultur