Gründung "Zentrum für Gesundheit" / Stiftungsprofessur "Klinische Psychologie"

Mittwoch, 03. November 2010 um 15:00 Uhr

Zur Urkundenübergabe anlässlich der Gründung des "Zentrums für Gesundheit" lud Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich am Mittwoch, 27. Oktober 2010, in das Präsidium der Stiftung Universität Hildesheim ein.

"Das Zentrum für Gesundheit soll Ausdruck und Ort der Zusammenarbeit, der Forschung und Lehre der drei Hildesheimer Institutionen sein", so der Präsident. Im Beisein der Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, wurden die Gründungsurkunden ausgetauscht.

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern Prof. Dr. Axel Richter, Ärztlicher Direktor des Klinikums Hildesheim, Prof. Dr. Detlef Dietrich, Ärztlicher Direktor des AMEOS Klinikums Hildesheim, und Michael Dieckmann, Mitglied des Vorstands AMEOS Gruppe Zürich, skizzierte Prof. Dr. Werner Greve, Institut für Psychologie der Universität Hildesheim, die Zielsetzung des "Zentrums für Gesundheit" sowie die Perspektiven der Kooperation.

Prof. Dr. Richter hob hervor, dass sich die Kliniken für Forschungsvorhaben öffnen und zukünftig Studierende der Stiftung Universität Hildesheim in Forschungsprojekte mit praktischem Bezug einbinden werden.

Durch die vereinbarte Zusammenarbeit der drei oben genannten Institutionen soll eine Intensivierung der interdisziplinären Forschung insbesondere in den Bereichen der Gesundheits-, Human-, Bildungs- und Verhaltenswissenschaften erreicht werden. Ziel dabei ist unter anderem, den Gesundheitsstandort Hildesheim zu stärken, den wissenschaftlichen Transfer unter den Partnern zu fördern, Forschungen zu unterstützen und sichtbar zu präsentieren sowie das disziplinäre Profil der Stiftung Universität Hildesheim im Profilbereich Bildungswissenschaften um den Schwerpunkt Gesundheit zu erweitern. „Das Zentrum für Gesundheit soll insbesondere gemeinsame Forschungsvorhaben, wissenschaftliche Veröffentlichungen, die Durchführung von Fachtagungen, öffentliche Informationsveranstaltungen sowie Veranstaltungen zur Fort- und Weiterbildung koordinieren. Es ist eine riesige Chance für die Region und die Stadt Hildesheim“, so Prof. Dr. Greve.

Mit der Gründung des Zentrums für Gesundheit wird die Kooperation in Forschung, Lehre und (Kranken-) Versorgung institutionell gebündelt und verstetigt. Ausgangspunkt der Kooperation ist die Schaffung des Schwerpunktes "Klinische Psychologie" im Institut für Psychologie an der Universität Hildesheim. Hierzu wird eine Professur "Klinische Psychologie" am Institut für Psychologie neu geschaffen. Diese Stiftungsprofessur wird vom AMEOS Klinikum Hildesheim und dem Klinikum Hildesheim GmBH finanziert. Der Grundstein zu einem neuen Arbeitsschwerpunkt im Fachbereich Erziehungs- und Sozialwissenschaften ist somit gelegt. Im Fach Psychologie tritt der Schwerpunkt "Gesundheit" jetzt sichtbar neben den bisherigen und weiterhin zentralen Schwerpunkt "Pädagogische Psychologie", so Prof. Dr. Greve. Der Präsident hob hervor: "Das Institut für Psychologie zählt nunmehr sieben Professuren. Die Stiftungsuniversität Hildesheim belegt im Bereich Psychologie neben der TU Dresden und der Universität Marburg einen vorderen Platz in der Spitzengruppe." Rund 250 Studierende sind derzeit in den Studiengängen „Pädagogische Psychologie“ Bachelor of Science und Master of Science an der Stiftung Universität Hildesheim eingeschrieben.

Universitätspräsident Prof. Dr. Friedrich dankte den Stiftern während der Urkundenübergabe für Ihr besonderes Engagement. Das Zusammenwirken von Universität, Klinikum Hildesheim und AMEOS Klinikum ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg der Vernetzung der Universität mit externen Kooperationspartnern. Friedrich hob besonders das Engagement von Prof. Axel Richter hervor, der seit einigen Jahren bemüht ist, die Zusammenarbeit des Klinikums mit der Universität zu fördern. „Beiden Kliniken gebührt unser Dank. Persönlich möchte ich ganz besonders Axel Richter dafür danken, dass er unbeirrt das Kooperationsprojekt verfolgt hat, welches nun durch die Zugewinnung eines weiteren Partners zum Erfolg geführt wurde“, bemerkte der Präsident. Die Partnerinstitutionen sind sich zudem einig, dass die Wirkung des Zentrums über die beteiligten Institutionen hinausreichen soll: es geht, wie AMEOS-Vorstandsmitglied Michael Diekmann bei der Feier der Gründung ausdrücklich betonte, auch darum, den Gesundheitsstandort Hildesheim zu stärken und inhaltlich zu profilieren. So wird die Stadt gewinnen und die Vernetzung der Universität mit ihr durch eine weitere Verbindung verstärkt – und Studieren in Hildesheim wird durch eine neue und zukunftsträchtige Facette nochmals attraktiver.

Erstellt von Pressestelle