Wohlberedt

Wohlberedt, Franziska

Arbeitstitel

Gründerinnen im Sozialbereich und ihr professionelles Selbstverständnis. Beispiele aus Gründungen von Kindertagesstätten.

Betreuer

Prof. Dr. Burkhard Müller

Email

Franziska.Wohlberedt(at)t-online.de

Bildungsgang

1990 - 1993Pädagogische Hochschule Weingarten und Karlsruhe
Erstes Staatsexamen Lehramt an Grund- und Hauptschulen (Sport, Englisch, Deutsch)
1994 - 1996Philipps-Universität Marburg
Diplom-Aufbaustudium Motologie (Bewegungslehre/-therapie)
1995 - 1997Referentin für politische Bildung
Jugendbildungsstätte Burg Ludwigstein, Witzenhausen
(Kommunikation und Frauenbildung, Bildungsurlaube)
1997 - 1999Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Universität Kassel, Fachbereich Erziehungswissenschaft, Lehrstuhl Allgemeine Pädagogik
(Forschung und Lehre im Forschungsschwerpunkt „Kreative Felder“, Mitarbeit an Profilbildung im Fachbereich)
1999 - 2000Projektleiterin in Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeitssuchende
Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gGmbH, Goslar
2000 - 2001Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Akademie für Technikfolgenabschätzung, Stuttgart
(Evaluation und Begleitung des PUSH!-Netzwerks im Rahmen des Bundesprogramms EXIST zur Förderung von Gründungen aus Hochschulen)
seit 2001Elternzeit (zwei Kinder: geboren in 2001 und 2003)

Abstract

Im Mittelpunkt meiner qualitativen empirischen Untersuchung stehen Gründerinnen von Kindertagesstätten. Die Untersuchungsgruppe besteht dabei aus den drei Gründungsvarianten privatwirtschaftlich organisierte Einrichtung, Elternverein und Betriebskindergarten. Ihnen gemeinsam ist, dass die Gründerinnen solcher Organisationen neben ihren handlungsleitenden Interessen auch über pädagogische und unternehmerische Kompetenzen verfügen müssen.

Die Arbeit verortet sich in der Diskussion um die Professionalisierung pädagogischer Arbeit. In fokussierenden Interviews sollen Haltungen und Motivationen von Gründerinnen identifiziert und beschrieben werden, deren Gründungen dazu beitragen, das Dilemma „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ zu lindern. Durch die Untersuchung des professionellen Selbstverständnisses einzelner Gründerinnen wird eine Bandbreite möglicher Sichtweisen auf Professionalität deutlich. Gleichzeitig werden unternehmerische und (sozial-) pädagogische Kompetenzen der Gründerinnen beschrieben. Sie sind Beispiele von sozialpädagogischem Können und dessen organisatorischen Rahmenbedingungen.

Die vorgestellten Gründungen illustrieren Gestaltungsmöglichkeiten von Organisationen im Sozialbereich. Sie geben Beispiele dafür, welche Strukturen hinsichtlich der Entwicklung von Professionalität vorhanden sein sollten. Die Analyse der verschiedenen Konzepte rückt deswegen sowohl organisationsrelevante Besonderheiten als auch methodisch-didaktische Schwerpunkte der Gründungen in den Blickpunkt.

Publikationen

  • Helms, F. (1996): Reformpädagogische Neuanfänge. In: Bündische Akademie Lüdersburg: Dokumentation der Jahrestagung 1996. Deutscher Spurbuchverlag Baunach.
  • Helms, F. (1998): „Don’t dream it... be it” Pfadfinder bieten echte Lebenssituationen. In: Zukunft. Jahresheft Schüler 1998. Friedrich-Verlag Seelze.
  • Katz, I. / Stahlecker, T. / Wohlberedt, F. (2000): Leisten politisch-induzierte Netzwerke einen Beitrag zur Reduzierung von Unsicherheiten im Gründungsprozess? In: TA-Informationen Nr. 2. Stuttgart.
  • Katz, I. / Wohlberedt, F. (2000): Technologieorientierte Gründungen von Frauen. Beispiele aus dem PUSH!-Netzwerk. In: TA-Informationen Nr. 3. Stuttgart.