Gebrande, Julia

Gebrande, Julia

Arbeitstitel

 

KiMsta - Kinder mit Missbrauchserfahrungen stabilisieren

Betreuer

Prof. Dr. Werner Greve (Universität Hildesheim)

Prof. Dr. Meike Baader (Universität Hildesheim)

Prof. Dr. Anna Wittmann (HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim)

Email

gebrande(at)hawk-hhg.de

Beruflicher Werdegang

  • 2003 - Diplom-Sozialarbeiterin/ Diplom-Sozialpädagogin (FH) Hochschule Esslingen
  • 2005/ 2006 - Zusatzausbildung zur Fachberaterin für Psychotraumatologie
  • 2006/ 2007 - Aufbaustudium "Master of Arts (M.A.), Soziale Arbeit" an der Hochschule Esslingen
  • seit 2003 - selbständige Honorartätigkeit als Referentin für Vorträge, Fortbildungen, Seminare und Workshops zu unterschiedlichen Themen
  • 2003 - 2010 - Fachberaterin bei Wildwasser Esslingen e.V., Fachberatungsstelle bei sexualisierter Gewalt
  • 2008 - 2010 - akademische Mitarbeiterin im Beratungs- und Forschungsprojekt "SODEMA" - Soziotherapie für Mütter mit depressiven Erkrankungen der Hochschule Esslingen
  • seit 2010 - wissenschaftliche Mitarbeiterin in Forschung und Lehre der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim

Abstract

Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen ist weit verbreitet. Durch die vermehrte Aufklärung durch Medien, die Entstehung spezialisierter Fachberatungsstellen, Informations- und Fortbildungs-Veranstaltungen sowie die steigende Zahl an Fachliteratur zum Thema sind immer mehr Bezugspersonen für möglichen Hilfebedarf sexuell missbrauchter Kinder sensibilisiert. Gleichzeitig bestehen aber häufig nach wie vor Gefühle von Unsicherheit und Überforderung, wenn sich ein Verdacht bestätigt - mit der Gefahr, dass nach dem Motto „lieber gar nicht als falsch“ gehandelt wird. Gerade Fachkräfte im psychosozialen Bereich, in Kindertagesstätten, Schulen und Einrichtungen der Erziehungshilfe sind oft die ersten Ansprechpersonen für Kinder. Sie sind daher im Laufe ihres Berufslebens immer wieder mit dem spezifischen Hilfebedarf konfrontiert, den Kinder haben, die sexuell missbraucht wurden. Um mit diesen Anforderungen adäquat umgehen zu können, braucht es spezifisches Wissen um sexuelle Gewalt und mögliche Folgen wie beispielsweise Traumasymptome sowie bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten für den pädagogischen Alltag.

           

Aufbauend auf einer Bedarfsanalyse entwickelt das Forschungsprojekt forschungsbasierte und bedarfsgerechte Aus- und Fortbildungsangebote für pädagogische Fachkräfte zur Sensibilisierung für den Unterstützungsbedarf von Kindern mit sexuellen Missbrauchserfahrungen. Das zentrale Erkenntnisinteresse:

  • Was benötigen pädagogische Fachkräfte an Wissen, Kompetenzen und Handlungsfertigkeiten, um Kindern nach Aufdeckung eines sexuellen Missbrauchs helfend zur Seite zu stehen und bei ihnen durch Interventionen im pädagogischen Alltag zur Aktivierung von Selbstheilungskräften und günstigen Verarbeitungs-strategien beizutragen?
  • Welche Unsicherheiten blockieren evtl. eine hilfreiche Interaktion?
  • Wie muss eine Fortbildungskonzeption aussehen, um pädagogische Fachkräfte auf Grundlage dieser Erkenntnisse zu schulen?

           

Methodik

Method-mixed-Konzept aus dreistufigem Erhebungsverfahren:

  1. State of the Art und Recherche bereits veröffentlichter Konzeptionen
  2. explorative qualitative Erhebung mittels ExpertInneninterviews
  3. quantitative Befragung der Zielgruppen

 

Veröffentlichungen

Ein Publikationsliste finden Sie hier.