Ehlers

Ehlers, Anja

Arbeitstitel

Von der Kooperation zur Integration?! Erziehungshilfen in Kooperation mit Schule

Betreuer

Prof. i. R. Dr. Burkhard Müller und Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Universität Hildesheim

Email

anja.ehlers(at)web.de

Bildungsgang

2002Diplom Pädagogin, Universität Hildesheim

Berufliche Tätigkeit

1998 - 2002

Lebensweltorientierte Einheit von Kinder- und Jugendhilfe in Zusammenarbeit mit Schule. Modellprojekt des Landes Niedersachsens im Landkreis Hildesheim

  • Mitarbeit bei der wissenschaftlichen Begleitung des Modellprojektes (Handlungsforschungsprojekt)
seit 2002Mitarbeiterin im Kreisjugendamt des Rhein-Hunsrück-Kreises im Sachgebiet Jugendförderung mit den Arbeitsschwerpunkten:
  • Schulsozialarbeit
  • Jugendberufshilfe
  • Politische Jugendbildung
  • Mädchenarbeit
 
seit 2007Veränderung des Tätigkeitsbereiches und Wechsel in das Sachgebiet  Sozialplanung mit dem Arbeitsschwerpunkt:
  • Jugendhilfeplanung

Abstract

Das Themenfeld Kooperation von Schule und Jugendhilfe ist nicht mehr neu. Es gibt eine Vielzahl von praktischen Erfahrungen und theoretischen Untersuchungen. Betrachtet man zudem die Empfehlungen aus Politik, Wissenschaft und Praxis genauer, zielen diese alle auf ein abgestimmtes Gesamtsystem von Bildung, Erziehung und Betreuung ab. Diese Forderungen haben nicht zuletzt durch die Ausweitung von Ganztagsschulen einen weiteren Schub erhalten. Es geht also nicht mehr um die Frage ob man zusammenarbeiten soll, sondern wie sich die Zusammenarbeit gestalten kann.

Schulsozialarbeit kann als intensivste, jedenfalls am längsten etablierte Form der Zusammenarbeit bezeichnet werden. Der Bereich der Hilfen zur Erziehung wird bisher eher randständig behandelt, obwohl bei der Zielgruppe der Hilfen zur Erziehung eine hohe Korrelation mit den von den PISA-Studien aufgezeigten Risikogruppen der Schule besteht.  Anders formuliert: Schule und Jugendhilfe haben gerade im Bereich der sogenannten Problemgruppen gleiche Zielgruppen, die zu wachsenden Unterstützungsbedarfen in beiden Institutionen führen. Eine Kooperation ist also in diesem Bereich besonders naheliegend, in der Praxis beschränkt sich die Zusammenarbeit aber eher auf Einzelfälle, strukturell verankerte, lebensweltorientierte und sozialräumliche Konzepte sind bisher die Ausnahme.

Das geplante Dissertationsvorhaben geht von den Fragen aus: Wie sieht die Praxis im Bereich der Zusammenarbeit von erzieherischen Hilfen und Schule aus, welche Organisationsformen sind entstanden, die sich nicht auf den Einzelfallbezug beschränken und wie sind sie zu bewerten? Empirische Grundlage des Forschungsvorhabens soll sein, konkrete Praxiserfahrungen in einem dieser Projekte zu evaluieren. Hierbei handelt es sich um das Projekt „Erzieherische Hilfen in der Ganztagschule“ im Rhein-Hunsrück-Kreis, bei dem in Teilbereichen der ambulanten und teilstationären Erziehungshilfen nach SGB VIII ein offensiver Paradigmenwechsel des Angebotes öffentlicher  Jugendhilfe in enger Zusammenarbeit mit Schule vollzogen wurde. Kostenintensive, separate Einzelfallhilfen werden durch ein Angebot flächendeckender, bedarfsgerechter, integrierter Grundversorgung ersetzt.