Dahms, Regina

Arbeitstitel

Religiöse Konzepte von jungen Menschen mit geistiger Behinderung – eine qualitative Untersuchung

Betreuer

Prof. Dr. Martin Schreiner und Prof. Dr. Carsten Jochum-Bortfeld (beide Institut für Evangelische Theologie, Hildesheim)

Inhalt des Promotionsvorhabens

Ein Großteil der jungen Menschen mit sogenannter geistiger Behinde-rung besucht nach der Förderschule den Berufsbildungsbereich der Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Parallel hierzu werden sie in der Berufsbildenden Schule einmal wöchentlich beschult. Gegenstand der Stundentafel ist auch Religion. Welche Anforderungen und Erwar-tungen jedoch an den Religionsunterricht in dieser Phase der Berufsbil-dung gestellt werden bzw. über welche religiösen Konzepten diese jun-gen Menschen verfügen, darüber liegen bisher keine Ergebnisse vor. Daher geht dieses Dissertationsvorhaben mittels eines qualitativ-heuristischen Forschungsansatzes der Frage nach, über welche religiö-sen Konzepte junge Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung verfügen und ob sie Antworten auf ihre (Lebens-) Fragen im (Religions-) Unterricht erhalten.

Methodische Vorgehensweise

Der Schwerpunkt dieses Vorhabens liegt darin, die religiösen Konzepte (z.B. Gotteskonzept) von jungen Menschen mit geistiger Behinderung zu erforschen. Hierfür ist der qualitativ-heuristische Forschungsansatz nach Kleining ausgewählt worden. An das gegenseitiges Kennenlernen über Bilder von Personen, die im Leben wichtig sind und Bestimmung der Position Gottes, schließt sich als kreativer Arbeitsteil das Gestalten einer Materialcollage an. Anschließend werden in Einzelgesprächen (im Sinne des Persönlichen Gesprächs in der psychologischen Forschung) die Er-gebnisse betrachtet und analysiert und ggf. zum Ende hin Vertiefungs- und Klärungsfragen gestellt. Die aufgenommenen Gespräche werden anschließend transkribiert und verdichtet. Sie sind Grundlage für den zweiphasigen Auswertungsprozess in einem interdisziplinärem Team (Religionspädagogik/Theologie, Psychotherapie, Klinikseelsorge und Kunsttherapie): 1. Phase: Sammeln von Eindrücken mit kurzen biografi-schen Hinweisen; 2. Phase: Analyse der vorhandenen Arbeitsergebnisse unter Einbezug der in Phase 1 angefertigten Protokolle. Die Ergebnisse werden in Form von Einzelfallstudien ausgewertet und dargestellt.