Gemeinschaft ist zeitlos - 30 Jahre KIK
KIK feiert Jubiläum - Save the date!
Notieren Sie sich bereits jetzt den 17./18. September 2026, denn an diesen beiden Tagen möchten wir den runden Geburtstag des KIK Programms zelebrieren.
Hören Sie gerne in unseren Podcast zum Jubiläum rein: open.spotify.com/episode/4s95XRiWDsrmwRgBUvyRwv
Seit nunmehr 30 Jahren wird in Niedersachsen die KIK - Kommunikation - Kooperation - Interaktion Fortbildung zur Kompetenzerweiterung von Klassenlehrkräften durchgeführt. Von dem in diesem Rahmen vermittelten Wissen über Gruppenprozesse und von dem erworbenen Handlungsrepertoire, das zu einer positiven Beeinflussung des Gruppengeschehens in den Schulklassen führt, profitieren längst viele Schulen.
Geplant ist ein Programm mit interessantem Input und Arbeitsphasen mit vielfältigen Workshop-Angeboten. Aber auch die Gelegenheit zum Austausch und zum Netzwerken wird nicht zu kurz kommen.
Und last but not least: Es wird gefeiert!
| Zielgruppe | Dieses Angebot richtet sich an die niedersächsischen KIK-Lehrkräfte. |
| Anmeldung | Zur Anmeldung gelangen Sie über den folgenden Link: nlc.info/app/edb/event/53202 oder indem Sie den unten abgebildeten QR-Code scannen! |
Workshops Teil I - Donnerstag, 17. September 2026 (14:00 - 15:30 Uhr)
Innere Not statt böse Absicht – wie wir herausforderndem Verhalten mit Verständnis begegnen können
(Anne Roosen-Runge & Natalie Festerra)
Schülerinnen und Schüler verweigern das Arbeiten, ignorieren Aufforderungen, beschimpfen, beleidigen, treten, schubsen, schlagen, verletzen, spucken, beißen oder werfen mit Gegenständen. Derartige Verhaltensweisen fordern uns heraus und zerren am Geduldsfaden aller am Geschehen Beteiligten. Verständlicherweise führt dies zu pädagogischer und organisatorischer Überforderung, zu Gefühlen von Machtlosigkeit und Ohnmacht. Denn was kann man tun, wenn bereits viele Maßnahmen versagt haben, wenn Belohnungspläne scheitern, wenn Verhaltensampeln frustrieren und Sanktionen keine nachhaltige Verbesserung bewirken? Wir richten in diesem Workshop den Blick auf Ursachen für herausforderndes Verhalten, um diesem dann mit einem besseren Verständnis und mit wirksamen Strategien begegnen zu können. Die Teilnehmenden lernen konkrete Handlungsmöglichkeiten für akute Situationen, aber auch präventive Maßnahmen kennen. Wir möchten Lehrkräften einen sicheren und gelassenen Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen ermöglichen und dazu einladen, Schülerinnen und Schülern gerade dann wertschätzend zu begegnen, wenn es besonders schwierig wird.
Ein starkes Wir dank guter Beziehungen
(Christina Schilla & Anna Beuter)
Eine gute Klassengemeinschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sich alle Schülerinnen und Schüler als Teil dieser Gemeinschaft empfinden. Doch was ist mit den Bedürfnissen nach stabiler Bindung und Beziehung jedes einzelnen und jeder einzelnen in der Klasse? In diesem Workshop möchten wir mit Ihnen in den Austausch darüber zu kommen, welche Rolle Sie als Lehrkraft einnehmen, um Schüler*innen in ihrer Individualität zu sehen und gleichzeitig die Klasse zu einer starken Gemeinschaft zu befähigen.
„Ich sehe was, was du nicht denkst“ - Theory of Mind im Klassenkontext
(Angeliki Stergiou & Emma Nolting)
Konflikte im Schulalltag entstehen oft aus Annahmen darüber, was andere denken, wissen oder beabsichtigen. Im Workshop analysieren die Teilnehmenden typische Konfliktsituationen mithilfe der Theory of Mind und machen versteckte Gedanken- und Absichtszuschreibungen sichtbar. Anhand konkreter Beispiele und praxisnaher Gesprächsstrategien üben Lehrkräfte, Konflikte neu zu strukturieren und Kinder gezielt beim Perspektivwechsel zu unterstützen.
Was Grundbedürfnisse mit Positiver Psychologie verbindet – ein fehlendes Puzzleteil für ein starkes Klassenklima?
(Gertrud Plasse & Carsten John)
Dieser Workshop zeigt, wie Klassenleitungen mit gezielten Impulsen eine Atmosphäre schaffen, in der Lernfreude, Konzentration und gegenseitige Unterstützung wachsen. Grundlage ist die Verbindung des PERMA Modells mit den Grundbedürfnissen nach Grawe, sodass Beziehungen, Sinn, erlebte Kompetenz und positive Emotionen systematisch gestärkt werden.
Im Workshop werden alltagstaugliche Hebel erprobt, die schnell wirken. Kurze Check ins für Zugehörigkeit und Orientierung. Beteiligungsstrukturen, die Verantwortung fördern und Selbstwirksamkeit erfahrbar machen. Sprachliche Mikro Interventionen für Sicherheit und Deeskalation. Feedback, das Fortschritt sichtbar macht und Motivation trägt. Aus Theorie werden klare Routinen, die sich stimmig in den Unterricht einfügen.
Die Teilnehmenden profitieren doppelt. Das Klassenklima gewinnt an Stabilität und Ruhe. Zugleich wächst die persönliche Handlungsfähigkeit. Mehr Überblick in herausfordernden Situationen, mehr Gelassenheit im Miteinander, mehr Freude an gelingenden Beziehungen. Sie nehmen praxiserprobte Tools mit, die nachhaltig entlasten und die eigene Gesundheit im Blick behalten helfen.
Workshops Teil II - Donnerstag, 17. September 2026 (16:00 - 17:30 Uhr)
Ready to fail - Nicht der Fehler ist das Problem, sondern unsere Reaktion darauf
(Ann-Marlen Fromme & Isabel Oschlies)
Fehler gelten im schulischen Kontext häufig als Defizite, die es zu vermeiden gilt. Gleichzeitig zeigen lernpsychologische und neurodidaktische Erkenntnisse, dass nachhaltiges Lernen ohne Fehler kaum möglich ist. Der Workshop setzt sich mit der Frage auseinander, wie eine konstruktive Fehlerkultur im Klassenraum etabliert werden kann und welche besondere Rolle Klassenlehrer:innen dabei einnehmen.
Ausgehend von einer kurzen Reflexion der eigenen Fehlerhaltung werden typische Formen von Fehlerangst bei Schüler:innen beleuchtet und deren Auswirkungen auf Lernbereitschaft, Motivation und Beteiligung dargestellt. Im Zentrum stehen praxisnahe Methoden, mit denen Lehrkräfte Fehler als Lernchancen nutzbar machen können, ohne Leistungsanforderungen zu relativieren. Anhand konkreter Unterrichtsbeispiele wird gezeigt, wie Reaktionen, Sprache und Strukturen im Schulalltag das Lernklima nachhaltig beeinflussen.
Der Workshop lädt dazu ein, Fehler nicht als Störung, sondern als wesentlichen Bestandteil von Lernprozessen neu zu denken und schulische Lernräume menschlicher zu gestalten.
Stressentstehung und Stressbewältigung in der Schulklasse
(Christina Kuhlmann & Carmen MeiwesTurrión)
Wir wollen zwei Modelle der Stressentstehung und -bewältigung vorstellen und auf typische Lebenssituationen vieler Schülerinnen und Schüler anwenden. Im Anschluss daran möchten wir gemeinsam problemfokussierte, emotionsfokussierte und sinnfokussierte Bewältigungsstrategien erarbeiten, die auf individueller, Klassen- und evtl. auch Schulebene angewendet werden können.
Angst(-)störungen – Umgang damit im klinischen Classroom-Management
(Franziska Neuendorf & Lutz Kruse)
Im Schulalltag begegnen uns zahlreiche Ängste bei Schülerinnen und Schülern, zum Teil auch in klinisch relevanter Ausprägung. Ziel ist es, die Bedeutung von Angst sowie deren Auswirkungen auf Lernen, Unterricht und soziale Prozesse zu verdeutlichen. Darauf aufbauend soll thematisiert werden, wie im Klassenkontext – auch durch Klasseninterventionen und gruppenbezogene Maßnahmen – damit umgegangen werden kann. Ebenso wird die Abgrenzung zum therapeutischen Auftrag berücksichtigt. Der Workshop beinhaltet einen fachlichen Input. Darüber hinaus stehen Erfahrungsaustausch, Selbstreflexion sowie Anregungen im Mittelpunkt, die zu einem sicheren und reflektierten pädagogischen Handeln beitragen.
Elternarbeit: Mehr Wohl - weniger Übel
(Beatrix Schwarzer)
In diesem Workshop möchten wir beleuchten, mit welchen Elementen aus KIK und der Positiven Psychologie wir die Ressource Eltern(gemein)schaft für uns gewinnen können.
Workshops Teil III - Freitag, 18. September 2026 (09:20 - 10:40 Uhr)
Resilienzförderung durch Partizipation
(Nicola Wilmers & Dr. Kirsten Brüchner)
Partizipation ist aus pädagogischer und politischer Perspektive ein äußerst aktuelles Bildungsziel und auch aus psychologischer Perspektive zentral. In diesem Workshop wird Input zur Verbindung von Resilienz und Partizipation gegeben und verschiedene Handlungsmöglichkeiten und Partizipationsgelegenheiten für Kinder und Jugendliche in der Schule erarbeitet.
Es tut mir leid: Wie Entschuldigungen Beziehungen stärken können
(Alexandra Strehlau)
Oft erwarten wir Entschuldigungen von Kindern und Jugendlichen, weil sie Regeln gebrochen oder die Gefühle anderer verletzt haben. Sich zu entschuldigen ist aber nicht immer leicht, und eine Entschuldigung, die nur so dahingesagt ist, hilft niemandem. Wie können Entschuldigungen in der Klasse eine gute Bedeutung bekommen und dadurch mehr sein als etwas, das man eben so macht?
In diesem Workshop wird in den Blick genommen, auf welche Weise Entschuldigungen gute Beziehungen fördern können – und warum sie trotzdem oft so schwer sind. Die Teilnehmenden entwickeln Ideen für sich selbst und für ihre Klasse.
KIK mal anders: Klassenzimmer Interkulturell Kompetent
(Henrike Krahl & Sandra Körner)
Interkulturelle Kompetenzen im Klassenzimmer nutzen? …das passiert oft von ganz alleine, zwischendurch, ungeplant. Wie aber können wir nicht nur kulturelle Vielfalt sondern dadurch vorhandene interkulturelle Kompetenzen im Klassenzimmer nutzen und sogar erweitern? Im Workshop werden neben Begriffsklärungen und einer inhaltlichen Einführung vor allem die Reflexion der (eigenen) kulturellen Bewusstheit und Übungen für die Erweiterung kultureller Kompetenzen mit Gruppen exemplarisch vorgestellt und gemeinsam ausprobiert.
Gemeinschaft, wie schaffe ich das?
(Beatrix Schwarzer)
In diesem Workshop werden die Phasen der Gruppenentwicklung auf den Punkt gebracht und Handlungen für den Schulalltag abgeleitet. Dieser Workshop richtet sich an alle Lehrkräfte und Schulleitungen, die ihre Kenntnisse auffrischen oder grundlegende Kenntnisse zum Klassenklima erwerben möchten. Es gibt Raum für Erfahrungsaustausch und Diskussionen.
Workshops Teil IV - Freitag, 18. September 2026 (11:10 - 12:30 Uhr)
Resilienz-Übungen für den Klassenraum
(Olivia Rohde & Lisa Eckert)
In diesem praxisorientiertem Workshop werden Sie kleine Übungen zur Stärkung von resilientem Verhalten, die Sie in Ihrer Klasse durchführen können, selbst ausprobieren und reflektieren. Bitte bringen Sie eine Matte und/oder eine Decke mit.
Die kurzen Momente nutzen - Positive Beziehungen gestalten im Schulalltag
(Isabelle Capelle & Dr. Lena Hannemann)
Die Qualität der Beziehung zwischen Therapeut*in und Patient*in stellt einen der zentralen Wirkfaktoren für den Erfolg einer Psychotherapie dar (Horvath & Symonds, 1991). Ebenso ist eine positive Beziehung zwischen Lehrkraft und Schüler*innen eine wesentliche Komponente von Classroom-Management (Marzano, 2003; Mayr 2006; Piwowar 2013) und trägt maßgeblich zum Lernerfolg, Wohlbefinden und sozialer Eingebundenheit in der Klasse bei (Hagenauer & Raufelder, 2021). Die Entwicklungspsychologie beschreibt mit Blick auf Beziehungen, dass diese sich über die Lebensspanne merkbar verändern (Oerter & Montada, 2008; Kracke & Noack, 2024). In diesem Workshop wird zunächst die Entwicklung sozialer Beziehungen in Kindheit und Jugend skizziert. Vor diesem Hintergrund erarbeiten wir gemeinsam, in welchen (auch kurzen) Momenten des Schulalltags Beziehungsarbeit stattfindet bzw. stattfinden kann. Anschließend setzten wir uns mit konkreten Interventionen zur Beziehungsgestaltung und deren jeweiliger Wirkung auseinander.
„Wo ist Mika?! – Escape-Game-basierter Workshop zur sozialen Wahrnehmung und Kognition“
(Urs Wenzel & Dr. Jenny Busch)
Finden Sie gemeinsam heraus, was mit Mika passiert ist!
Angelehnt an das Format eines Escape Games, in dem üblicherweise Aufgaben und Rätsel kooperativ gelöst werden müssen um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, sind Sie eingeladen, sich gemeinsam (in einer Kleingruppe) auf die Suche nach Mika zu begeben. Anschließend werden wir die Inhalte des Spiels thematisch einordnen und uns mit sozialer Wahrnehmung und Kognition sowie mit möglichen Implikationen für den schulischen Kontext beschäftigen.
Das Chaos-Spiel
(Oliver Schlüter-Kalkstein & Ronja Wiesenmüller)
Das Chaosspiel eignet sich nicht nur, um Schülerinnen und Schüler in Bewegung zu bringen und zu aktivieren. Durch kleine Anpassungen in Ablauf, Regeln und Rahmenbedingungen lassen sich gezielt bestimmte gruppendynamische Prozesse anstoßen, beobachten und anschließend gemeinsam reflektieren. Im Workshop wird es darum gehen diese Veränderungen zu nutzen, um die Schülerinnen und Schüler in Ihrer Gruppenentwicklung zu unterstützen. Ein Spiel – viele Möglichkeiten!
Bewegungspausen, Energizer und Rituale in der Klasse
(Melanie Deubel & Nicola Wilmers)
Lernen ist effektiv, wenn Aufmerksamkeits- und Konzentrationsspannen berücksichtigt werden- Bewegung, Pausen und Aktivierung wirken positiv. Energizer können zudem soziale Prozesse in der Lerngruppe fördern und Rituale Sicherheit bieten und haben bei KIK einen hohen Stellenwert. Wir möchten einige Übungen vorstellen bzw. reaktivieren und die Expertise aus den Workshopteilnehmenden dazu nutzen, eine Sammlung von bewährten Methoden zu gewinnen. Einiges möchten wir direkt im Workshop ausprobieren.
Scannen Sie den QR-Code, um zur Anmeldung zu gelangen!
oder verwenden Sie folgenden Link: nlc.info/app/edb/event/53202