Abgeschlossene Projekte

AAA-Prevent - Alcohol Abuse among Adolescents in Europe. Effective Environmental Strategies for Prevention

Obwohl der Trend seit 2003 dahin geht, dass Jugendliche in Europa generell seltener Alkohol trinken, sind gleichzeitig besorgniserregende Entwicklungen zu beobachten. So steigt die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die bei einer Gelegenheit fünf alkoholische Getränke oder mehr zu sich nehmen. Ein Phänomen, das nicht nur unter der Bezeichnung „binge drinking“ mediale Aufmerksamkeit erregt, sondern auch der Politik und dem Gesundheitswesen Handlungsbedarf aufzeigt. Darüber hinaus zeigt das European School Survey Project on Alcohol and Other Drugs (ESPAD), dass sich die Entwicklungsverläufe des Trinkverhaltens zwischen den Ländern Europas seit 1995 teilweise deutlich voneinander unterscheiden. Beispielsweise haben 80% der österreichischen Befragten im letzten Monat Alkohol konsumiert, hingegen nur 31% der Jugendlichen aus Armenien. Der europäische Durchschnitt liegt bei 61%.

Um europaweit effektive Präventionsstrategien entwickeln zu können, muss klar sein, unter welchen Bedingungen und an welchen Stellen diese ansetzen sollten. Aus diesem Grund versucht das Projekt AAA-Prevent mit einer Reanalyse der Daten der International Self-Reported Delinquency-Studie (ISRD-2) den Alkohol- und Drogenkonsum von 57.771 12- bis 17-jährigen Jugendlichen aus 25 europäischen Ländern zu beschreiben und zu erklären. Ausführlichen epidemiologischen Analysen folgt eine Bestandsaufnahme nationaler politischer Bemühungen, den Alkoholkonsum z. B. über Gesetze zu reglementieren. Außerdem werden Risikofaktoren aus den Bereichen Familie, Schule, Nachbarschaft, Freundeskreis u. a. identifiziert und Merkmale von Städten und Ländern gesammelt, die als Umweltbedingungen Einfluss auf den Alkoholkonsum nehmen können. Internationale Experten aus Kriminologie, Sozialarbeit, Drogenprävention u. a. wirken an diesem Prozess mit und reflektieren zudem die bisherigen Präventionsbemühungen ihrer Länder.

Mehrebenenanalysen dienen schließlich dazu, den jugendlichen Alkoholkonsum durch individuelle, schulische und nationale Faktoren zu erklären. Ermittelt werden soll, auf welcher Ebene Präventionsprojekte ansetzen sollten, um möglichst langfristige und weitgreifende Erfolge zu erzielen. Die Ergebnisse des Projektes werden auf der Projektwebsite einem breiten Publikum zugänglich gemacht, z. B. als Empfehlungen zur Gestaltung eines effektiven Präventionsprogramms.

Homepage: www.aaaprevent.eu

Projektleitung:
Prof. Dr. Renate Soellner (Universität Hildesheim)
Prof. Dr. Herbert Scheithauer (Freie Universität Berlin)

Projektmitarbeiter:
M. Sc. Psych. Astrid Bräker
Dipl. Psych. Kristin Göbel
Dipl. Psych. Stefan Huber

Förderung:
EU 7th Framework Programme,
Health-2009-3-3-2
Environmental prevention of substance abuse by adolescents

Laufzeit:
2010-2013

Criteria of teaching success – or how to measure competencies

Within the Bologna process an output- as well as an outcome orientation has replaced the formerly more common process orientation to a larger extent (Wildt, 2006). When evaluating educational results competencies are one of the most discussed and applied criteria in the last decade. In spite of comprehensive studies on competencies definitions of this concept are still diverse. Beyond that different approaches how to measure competencies are suggested (Nobleman & Tippelt, 2004; Hartig, 2008).

The main objective of this study was to explore potential methodological effects when measuring the development of competencies. Those effects could occur due to a response shift or due to an insensitive method of measurement for modeling change. Studies showed that when response shift bias was present, traditional pretest-posttest comparisons resulted in an underestimation of program effects (cf. Pratt. McGuigan & Katzev, 2000). In order to control for these effects, we compared prospective with retrospective measures by applying a retrospective-pretest design. Additionally, a direct assessment of change was included. Secondly, we wanted to analyze to what extent direct and indirect measures of change differ and which of them fit best with objective criteria like credits in the final examinations.

Thus, in this study, the development of student competencies was assessed by three different approaches. First indirect measures of change were applied using the traditional pre- post-test assessments. Secondly a retrospective pretest was assigned at the posttest in order to control for response shift due to the intervention. Thirdly a direct measure of change was introduced. Students of an introductory lecture in psychology were asked to fill in a questionnaire on professional students competencies (SBK-S) at the beginning and at the end of the first semester. At the posttest they were asked to rate their level of competence at the beginning of the semester retrospectively and additionally to reflect whether they feel that they improved their competencies on seven different domains (direct measurement). Expertise, self-effectiveness, clarity of professional goals, self-regulation and self-control were included as control variables. Up to now 51 students participated at both investigations. The respondents were on average 22 years old (SD = 4.80), predominantly female (94.1 %) and studying educational or social sciences (78.5 %).

Students indicated an increase in all competencies when using direct measures of change as well as the retrospective pretest. In contrast only low or even negative increases were found when using traditional pre-post-test measures, thus indicating a response shift. The measures of direct and indirect assessment of change were correlated differently dependent on the specific domain (e.g. professional competence r=.49**; personal competence flexibility r=-.22).  Methods of measuring gain of competence should be selected thoroughly, when evaluating educational interventions.

Projektleitung:
Prof. Dr. Renate Soellner

Projektmitarbeiter:
M. Sc. Nils Benit
B.Sc. Franziska Wenzel
B.Sc. Christoph Schüle
cand. Psych. Jana Röhling-Zerbs

Laufzeit:
2010-2013

Gesundheitskompetenz im Kontext der modernen Informationsgesellschaft (BMBF)

In der modernen Informationsgesellschaft werden Bürgerinnen und Bürger alltäglich mit einer Fülle an zum Teil widersprüchlichen Informationen zum Thema Gesundheit konfrontiert, die es adäquat zu nutzen gilt. Hierfür müssen sie über eine Reihe von Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügen, die in der Literatur seit einigen Jahren unter dem Begriff der health literacy bzw. Gesundheitskompetenz subsumiert werden. Das vorliegende Promotionsvorhaben soll zum einen das Konstrukt der Gesundheitskompetenz im Kontext der modernen Informationsgesellschaft theoretisch betrachten. Den Ausgangspunkt hierfür stellt das Kompetenzstrukturmodell der Gesundheitskompetenz von Soellner, Lenartz, Huber und Rudinger (2010) dar. Zum anderen soll ein Messinstrument entwickelt werden, das eine standardisierte Erfassung der informationsbezogenen Facetten des Modells ermöglicht.

Das Forschungsvorhaben soll in drei Phasen ablaufen: In Phase 1 soll eine systematische theoretische Aufarbeitung derjenigen Strukturkomponenten des Modells von Soellner et al. erfolgen, die sich auf den Umgang mit Gesundheitsinformationen beziehen. Ergänzend dazu soll in Phase 2 der Aspekt des gesundheitsbezogenen Informationshandelns, das einen zentralen Teil dieser Strukturkomponenten darstellt, empirisch untersucht werden, wobei dem Medium Internet und der Altersgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen besondere Aufmerksamkeit zukommen soll. Im daran anschließenden Hauptteil des Projekts soll schließlich ein Messinstrument entwickelt werden, das es erlaubt, die informationsbezogenen Strukturkomponenten empirisch zu erfassen. Das Vorgehen bei der Konstruktion des Messinstrumentes soll sich an den four building blocks von Wilson (2005) orientieren. Ein auf der Basis eines theoretisch fundierten Strukturmodells der Gesundheitskompetenz entwickeltes Messinstrument zur standardisierten Erfassung des Konstrukts könnte sowohl zur Evaluation gesundheitsbezogener Interventionsmaßnahmen als auch zur Gestaltung von Gesundheitsbildung einen wichtigen Beitrag leisten. 

Projektleitung:
Prof. Dr. Renate Soellner 

Projektmitarbeiter:
Maren Reder, MPH
cand. Psych. Tugbar Agar

Zuwender:
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Laufzeit:
2009-2013

Chancen nahtlos nutzen – Sucht-Selbsthilfe als aktiver Partner im Netzwerk

Am 1. Juli 2011 startete das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Projekt „Chancen nahtlos nutzen – Sucht-Selbsthilfe als aktiver Partner im Netzwerk“. Die fünf großen Sucht-Selbsthilfeverbände–Blaues Kreuz in der Evangelischen Kirche, Blaues Kreuz in Deutschland, Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe, Guttempler in Deutschland und Kreuzbund–haben sich zum Ziel gesetzt, die Sucht-Selbsthilfe und die berufliche Suchthilfe stärker miteinander zu verzahnen und Vernetzungsstrukturen aufzubauen bzw. zu verbessern. Unter dem Leitgedanken der „Nahtlosigkeit“ sollen Chancen einer verbesserten Zusammenarbeit genutzt werden, um Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen optimal zu erreichen und umfangreiche Hilfen anzubieten.

Mit Unterstützung der Universität Hildesheim werden in der einjährigen Explorationsphase  grundlegende Strukturen der Zusammenarbeit in verschiedenen Regionen Deutschlands untersucht. Bis zu 30 Vertreter/-innen der Sucht-Selbsthilfe und der ambulanten sowie stationären Suchthilfe sollen mittels leitfadengestützter Interviews Antworten auf folgende Fragen geben: Welche Faktoren fördern eine regelhafte Zusammenarbeit, welche hemmen sie? Wie kann die Sucht-Selbsthilfe in (regionale) Netzwerke erfolgreich eingebunden werden? Welche Modelle „guter Praxis“ bestehen bereits? Wie können diese Ansätze für die Selbsthilfearbeit vor Ort übernommen werden?

Die Analyse der Interviews soll praktische Kriterien für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfe und beruflicher Suchthilfe aufzeigen. Die gebündelten Erfahrungen, Hinweise und Handlungsvorschläge sind insbesondere als Hilfestellung für die ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen der Selbsthilfe gedacht: Ihnen sollen praktische Werkzeuge an die Hand gegeben werden, um neue Kooperationen einzuleiten, bzw. aufzubauen oder bestehende Kooperationen zu festigen.

Projektleitung Exploration:
Prof. Dr. Renate Soellner

Mitarbeiter:
Dipl.-Psych. Andries Oeberst

Zuwender:
Bundesministerium für Gesundheit

Laufzeit:
2011-2012

Akzeptanz von Intelligenz- und Persönlichkeitstest in der Eignungsdiagnostik

Psychologische Testverfahren wie Intelligenztests oder Persönlichkeitsfragebögen stellen in US-amerikanischen und anderen europäischen Unternehmen etablierte Instrumente zur Personalauswahl dar. Allerdings werden sie in deutschen Unternehmen vergleichsweise selten eingesetzt (Ryan, McFarland, Baron & Page, 1999). Dieser stabile Befund verwundert, da mittlerweile in Metaanalysen übereinstimmend gezeigt werden konnte, dass psychologische Testverfahren einen überaus validen Prädiktor für Erfolgsindikatoren von Ausbildung und Beruf darstellt. Ebenfalls existieren in Deutschland diverse Testverfahren, die im Rahmen von Berufseignungsprozessen erprobt wurden (vgl. Sarges & Wottawa, 2004). Ein quantitativer Mangel an psychologischen Testverfahren scheint demnach auch nicht für die vergleichsweise geringe Einsatzhäufigkeit verantwortlich zu sein. Allerdings unterscheiden sich die Verfahren hinsichtlich der zugrunde liegenden Theorie, ihrer Ökonomie, Qualität, beruflicher Augenscheinvalidität und Akzeptanz (Hell, 2003; Kersting, 2008). In der wissenschaftlichen Debatte wird u.a. die Akzeptanz als mögliche Ursache für die geringe Anwendungshäufigkeit in der Unternehmenspraxis angeführt (König, Klehe, Berchtold & Kleinmann, 2010). Im Rahmen des Projektes wird die Akzeptanzbewertung von psychologischen Testverfahren (Intelligenztests, Persönlichkeitsfragebögen) sowohl aus Organisations- als auch aus Bewerberperspektive untersucht und Strategien zur Akzeptanzerhöhung geprüft.

Projektleitung:
M. Sc. Nils Benit

Laufzeit:
2010-2012

Konstruktion berufsbezogener Testverfahren

Psychologische Testverfahren wie Intelligenztests oder Persönlichkeitsfragebögen stellen in US-amerikanischen und anderen europäischen Unternehmen etablierte Instrumente zur Personalauswahl dar. Allerdings werden sie in deutschen Unternehmen vergleichsweise selten eingesetzt (Ryan, McFarland, Baron & Page, 1999). Dieser stabile Befund verwundert, da mittlerweile in Metaanalysen übereinstimmend gezeigt werden konnte, dass psychologische Testverfahren einen überaus validen Prädiktor für Erfolgsindikatoren von Ausbildung und Beruf darstellt. Ebenfalls existieren in Deutschland diverse Testverfahren, die im Rahmen von Berufseignungsprozessen erprobt wurden (vgl. Sarges & Wottawa, 2004). Ein quantitativer Mangel an psychologischen Testverfahren scheint demnach auch nicht für die vergleichsweise geringe Einsatzhäufigkeit verantwortlich zu sein. Allerdings unterscheiden sich die Verfahren hinsichtlich der zugrunde liegenden Theorie, ihrer Ökonomie, Qualität, beruflicher Augenscheinvalidität und Akzeptanz (Hell, 2003; Kersting, 2008). In der wissenschaftlichen Debatte wird u.a. die Akzeptanz als mögliche Ursache für die geringe Anwendungshäufigkeit in der Unternehmenspraxis angeführt (König, Klehe, Berchtold & Kleinmann, 2010). Im Rahmen des Projektes wird die Akzeptanzbewertung von psychologischen Testverfahren (Intelligenztests, Persönlichkeitsfragebögen) sowohl aus Organisations- als auch aus Bewerberperspektive untersucht und Strategien zur Akzeptanzerhöhung geprüft.

Projektleitung:
M.Sc. Nils Benit

Laufzeit:
2010-2012

Tele.TAnDem - Telefonische Therapie für Angehörige von Demenzkranken. Eine Kurzzeitintervention zur Ressourcenförderung bei häuslich betreuenden Angehörigen (Evaluation)

Das vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderte Forschungsprojekt ist eingebettet in das „Leuchtturmprojekt Demenz“. Das Vorhaben dient der Erhebung eines innovativen Therapiekonzepts, um die Forschung über Demenz voranzubringen.

Ziel ist es daher, in einer randomisierten, kontrollierten klinischen Studie die Wirksamkeit einer telefonischen Kurzzeitintervention zur Prävention von Belastungsstörungen bei pflegenden Angehörigen von demenziell Erkrankten zu prüfen. Dazu werden weibliche und männliche pflegende Angehörige per Zufall drei Studiengruppen (Interventionsgruppe, behandelte und unbehandelte Kontrollgruppe) zugeordnet.

Zur Evaluation der Telefonintervention werden zu drei Messzeitpunkten mit allen drei Studiengruppen Befragungen zu Belastungsmaßen durchgeführt und miteinander verglichen. Es wird erwartet, dass sich die Problemlösekompetenz der pflegenden Angehörigen in der Interventionsgruppe durch die Teilnahme an der Telefonintervention erhöht und sich damit ihr Belastungserleben und das Risiko gesundheitlicher Beeinträchtigungen reduziert. Insgesamt soll das Projekt dazu beitragen, die Versorgungslandschaft weiter zu optimieren und die Situation der pflegenden Angehörigen und der an Demenz erkrankten Patienten zu verbessern.

Projektleitung
Prof. Dr. Renate Soellner

Projektmitarbeiter
Dipl. Psych. Mette Hallensleben
Dipl. Psych. Susanne Niedermayer

Kooperationspartner
Prof. Wilz, TU Berlin

Zuwender
Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Laufzeit
2008-2010

Tandemgruppen zur Frühförderung der Krankheits- und Alltagsbewältigung von Betroffenen und Angehörigen - TANDEMGRUPPE (Methodenberatung) (BMG)

Das vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderte Forschungsprojekt ist eingebettet in das "Leuchtturmprojekt Demenz". Das Vorhaben dient der Einrichtung und Evaluation sozialtherapeutischer Tandemgruppen für PatientInnen in der Frühphase demenzieller Erkrankungen und ihre Angehörigen.

Projektleitung für Methodenberatung
Prof. Dr. Renate Soellner

Kooperationspartner
Dipl. Soz.Päd. Nieman-Mirmehdi, HU Berlin

Zuwender
Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Laufzeit
2008-2010

Praktikums-Optimierung und Innovations-Transfer für Bachelorstudiengänge (POINT)

Anhand des Projekts POINT sollen Faktoren für erfolgreiche Berufspraktika vor dem Hintergrund der Umstellung auf Bachelor-Studiengänge untersucht werden. Hauptziel des Projekts ist die Identifikation von fördernden und hemmenden Faktoren erfolgreicher Berufspraktika sowie die Entwicklung von Instrumenten, die den Nutzen im Sinne der Effektivität und damit auch Effizienz von Praktika erhöhen. Auf der Basis einer empirischen Studie sollen für die Hochschulen sowie für die Praxis Empfehlungen für eine optimale Praktikumsorganisation entwickelt werden, die die Ziele und Anforderungen der praktikagebenden Institutionen aus Wirtschaft und öffentlichen Einrichtungen auf der einen, sowie der Hochschule und Studierenden auf der anderen Seite einbezieht. Hierbei steht die Akzeptanz der neuen Bachelor-Studiengänge auf dem Arbeitsmarkt sowie eine gesteigerte Beschäftigungsfähigkeit (employability) der Studierenden im Vordergrund.

Projektleitung
Prof. Dr. Renate Soellner
Univ.-Prof. Detlev Liepmann

Projektmitarbeiterinnen
Dipl.-Psych. Julia Hapkemeyer
Dipl.-Psych. Nicole Scheibner
Cand.-Psych. Corinna Fink
Cand.-Psych. Dirk Timmreck
Cand.-Psych. Julia Sander

Zuwender
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Website des Projekts POINT

Laufzeit
2007-2009

Gesundheitskompetenz: Modellentwicklung und Validierung

Im Rahmen des Projektes soll ein umfassendes Modell des bislang theoretisch wenig verankerten Konzeptes der Gesundheitskompetenz entwickelt werden. Das Modell soll Aufschluss über die innere Struktur und Zusammensetzung der Gesundheitskompetenz geben sowie dessen Beziehungen zu verwandten Konstrukten kognitiver Art aufzeigen. Das so entwickelte Kompetenzstrukturmodell kann in einem weiteren Schritt als Grundlage für die Entwicklung von bereichs- und stufenspezifischen Gesundheitskompetenztests im schulischen Kontext verwendet werden.

Projektleitung
Prof. Dr. Renate Soellner
Prof. Dr. Georg Rudinger

Projektmitarbeiter
Dipl.-Psych. Stefan Huber
Dipl.-Psych. Norbert Lenartz

Zuwender
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
DFG-Schwerpunktprogramm 1293 Kompetenzmodelle zur Erfassung individueller Lernergebnisse und zur Bilanzierung von Bildungsprozessen
Website des Projekts Gesundheitskompetenz

Laufzeit
2007-2009

Recherche zu e-Learning-Angeboten in der Methodenausbildung und Statistik

Es wurde eine Recherche zu den e-Learning-Angeboten in der Methodenausbildung und Statistik durchgeführt. In einer Übersicht über die verschiedenen Angeboten werden die behandelten Inhalte (z.B. deskriptive Statistik und/ oder Inferenz-Statistik), die eingesetzten e-Learning-Komponenten (z.B. Animationen, Applets, MC-Tests, Hypertexte oder Übungen) die technische Verfügbarkeit und die jeweiligen Zielgruppen dargestellt. Zusätzlich können Interessierte in Kurzbeschreibungen zu den einzelnen Angeboten detailliertere Informationen zum Umgang mit dem Angebot sowie zu dessen Evaluation erhalten.


Projektleitung
Prof. Dr. Renate Soellner


Projektmitarbeiterinnen
Cand.-Psych. Manja Flöter
Cand.-Psych. Nicole Scheibner


Zuwender
Deutsche Gesellschaft für Psychologie, Fachgruppe Methoden und Evaluation

Statistik in Anwendung (SiA)

Im Rahmen des Projektes ‘Statistik in Anwendung (SiA)' sollte die Ausbildungssituation in Statistik in der Psychologie durch den Einsatz von e-learning tools im Rahmen der Statistikvorlesungen im Grundstudium verbessert werden. In begleitenden Tutorien sollte die Anwendung der in der Vorlesung besprochenen Analyseverfahren mittels statistischer Analysesoftware geübt werden. Das Verständnis der Statistik sollte so durch einen höheren Anwendungsbezug erleichtert werden. Gleichzeitig wurde ein positiver Effekt für die weiteren Studienjahre erwartet, insbesondere für Phasen empirischer Arbeit (Grundstudium und Hauptstudium).


Projektleitung
Prof. Dr. Renate Soellner

Projektmitarbeiterinnen
Dipl.-Psych. Christine Stich
Cand.-Psych. Manja Flöter
Cand.-Psych. Nicole Scheibner

Zuwender
Freie Universität Berlin, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie

Laufzeit
Juni 2003 - April 2004

SPSS interaktiv

Im Rahmen des Projektes SPSS interaktiv sollte die methodische Grundausbildung (zunächst in der Psychologie und Erziehungswissenschaft) durch den Einsatz von e-learning verbessert werden. Grundlegender Gedanke dabei war, durch die Vermittlung der disziplinär einschlägigen Software für statistische Analyseverfahren (SPSS) bereits erworbenes theoretisches Wissens in Anwendungswissen für die Bearbeitung empirischer Fragestellungen zu überführen. Zentrale Aufgabe des Projektes SPSS interaktiv war es, SPSS-basierte Lehrmaterialien zu einzelnen Analyseverfahren zu entwickeln, die in die webbasierten Lernmodule der ‚Neuen Statistik' eingebunden werden können. Mit der Verknüpfung von Analyse- (SPSS) und Lernsoftware (‚Neue Statistik') wurden Synergieeffekte in Bezug auf die Kompetenz, empirische Fragestellungen selbständig zu bearbeiten, erwartet.


Projektleitung
Prof. Dr. Renate Soellner


Projektmitarbeiterinnen
MSc Steffi Pohl
Cand.-Psych. Nicole Scheibner
Cand.-Psych. Manja Flöter


Zuwender
Freie Universität Berlin, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie

Laufzeit
Mai 2004 - April 2005

Fit für die Lehre

Konzept & Lernziel

Ziel dieses dreiteiligen Ausbildungsprogramms ist die Qualifikation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hinsichtlich ihrer Lehrkompetenzen. Dabei sollen die Lehrenden durch unterschiedliche Auseinandersetzungs- und Vermittlungsformen „fit(ter) für die Lehre“ gemacht werden.
Es handelt sich hierbei um ein wissenschaftliches Projekt für lehrende Wissenschaftler/-innen, welches einen Beitrag zur Qualitätssicherung durch Personalentwicklung an der Freien Universität leisten soll.
Die inhaltliche Ausgestaltung der Teilprojekte basiert sowohl auf Erkenntnissen aus der psychologischen Lehr-Lern-Forschung als auch auf Konzepten aus der Hochschuldidaktik.
Evaluation

Das Konzept wird zweigleisig wissenschaftlich evaluiert.
Zum einen werden im Sinne einer formativen Evaluation Rückmeldungen der Teilnehmer/-innen in die weitere Ausgestaltung des Projekts einbezogen.
Zum anderen wird im Rahmen einer ergebnisorientierten Evaluation der Frage nach-gegangen, inwieweit die Teilprojekte zu einer systematischen Qualifikation von Wissenschaftler/-innen bezüglich ihrer Lehrkompetenz und somit zur Qualitätssicherung in der Hochschullehre beitragen können.


Projektleitung Prof. Dr. Renate Soellner
Projektdurchführung Dipl.-Psych. Dietrun Lübeck
Projektmitarbeiter/innen Cand.-Psych. Julia Hapkemeyer
Zuwender Freie Universität Berlin,
Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie


Das Projekt Fit für die Lehre besteht aus drei Teilprojekten und einem Zusatzprojekt.

Flyer zum Projekt (im PDF Format 80 kB)
Teilprojekte: Lehrmails | Lehren lernen | Individuelle LehrberatungTeilprojekt

Lehrmails


Konzept

Ziel dieses Projekts ist die Bereitstellung eines niedrigschwelligen Serviceangebots für Lehrende.
Mithilfe der Lehrmails sollen die Lehrenden – durch informative Anregungen sowie durch abschließende Fragen zu deren Anwendung in der eigenen Lehre – zu individuellen Lern- und Reflexionsprozessen angeregt werden. Diese Prozesse gelten als Einflussfaktoren, die sich positiv auf späteres Lehrverhalten auswirken.

Umsetzung

Wöchentlich wird während des Semesters per E-Mail eine Lehrmail versandt, die sich inhaltlich jeweils mit einem Thema rund um die Lehre auseinandersetzt.
Insgesamt besteht das Lehrmail-Paket aus 15 Lehrmails. Die Lehrmails umfassen max. eine DIN A4 Seite.

Evaluation 

Das Teilprojekt wurde im Sommersemester 2004 erstmalig an der FU Berlin durchgeführt und hinsichtlich seiner Akzeptanz, des eingeschätzten Nutzens, des Einflusses auf die Kommunikation über die Lehre, der Reflexion der eigenen Lehre sowie des tatsächlichen Lehrverhaltens evaluiert. Weitere Evaluationsdaten liegen aus einem zweiten Durchgang im Sommersemester 2005 an der Universität Dortmund vor.


Projektleitung Prof. Dr. Renate Soellner
Projektdurchführung Dipl.-Psych. Dietrun Lübeck

Teilprojekt Lehren lernen

Konzept

Ziel dieses Projekts ist die aktive Auseinandersetzung der Teilnehmer/ -innen mit dem eigenen Lehrverhalten und Rollenverständnis, mit Möglichkeiten der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen sowie dem Einsatz adäquater Methoden. Zielgruppe dieses Angebots sind vorrangig Nachwuchswissenschaftler/ -innen mit wenig Lehrerfahrung.
Im Rahmen von insgesamt vier Modulen, die als Workshops konzipiert sind, eignen sich die Teilnehmer/ -innen überwiegend anhand sozialer Lernprozesse die wichtigsten didaktischen Werkzeuge und Wissensbestände für kompetentes Lehren durch Übungen, Diskussionen, Reflexionsphasen und die Auseinandersetzung mit hochschuldidaktischer Literatur an.

Umsetzung

Die 4 Grundmodule sind als zweitägige Workshops angesetzt, welche nach Möglichkeit jeweils in der letzten sowie ersten Semesterferienwoche stattfinden.
Das Projekt wurde bislang einmal komplett durchgeführt. Zwischen den Modulen 1 und 2 trafen sich die Teilnehmer/innen, um sich im Rahmen kollegialer Supervision über Probleme in der Lehrpraxis auszutauschen.

Die Teilnahme an den Workshops wird durch ein Zertifikat nachgewiesen.
Evaluation 

Die Module wurden prozess- und ergebnisorientiert evaluiert.


Projektleitung Prof. Dr. Renate Soellner
Projektdurchführung Dipl.-Psych. Dietrun Lübeck

Teilprojekt Individuelle Lehrberatung

Konzept

Ziel dieses Projekts ist die Auseinandersetzung mit Fragen speziell zum individuellen Lehrstil. Die Lehrenden setzen sich mit ihren eigenen Ideen zur Optimierung und vielseitigen Gestaltung ihres Lehrverhaltens auseinander und erhalten differenziertes Feedback.
Umsetzung

Tandems: Mit Methoden des Videofeedbacks und der Lehrveranstaltungshospitation wird anhand eines eigenen Lehrbeispiels in selbst organisierten Zweierteams Rückmeldung gegeben und bei Bedarf konstruktiv erarbeitet, wie die eigene Lehre (noch) weiter optimiert werden kann. Zur gemeinsamen Vor- und Nachbereitung finden eine Einführungs- und eine Abschlussveranstaltung statt.

Lehrcoaching: Es wird eine einstündige Beratung angeboten, in der individuelle Fragen und Bedarfe thematisiert werden können. Mit dem Lehrcoaching wird das Ziel verfolgt, mit der aktuell stattfindenden Lehrveranstaltungsevaluation ein Unterstützungsangebot für die Lehrenden zu koppeln. Das Lehrcoaching wird im Februar/März 2006 in Kooperation mit dem Zentrum Weiterbildung angeboten.
Evaluation

Im Rahmen der Evaluation wird erhoben, mit welchen Erwartungen Lehrende solche individuellen Beratungsangebote wahrnehmen, inwiefern diese Erwartungen erfüllt werden können und was Themen in Beratungssettings sind.


Projektleitung Prof. Dr. Renate Soellner
Projektdurchführung Dipl.-Psych. Dietrun Lübeck
Kontakt Projekt Lehrberatung

Zusatzprojekt: Sprechtraining


Konzept

Im Rahmen einer Bedarfsanalyse wurde festgestellt, dass Lehrende neben didaktischen und konzeptionellen Fragen auch einen Bedarf haben, sich speziell bezogen auf den Aspekt des Sprechens in der Lehre zu qualifizieren. Da sich das "Fit für die Lehre".Projekt insbesondere die Adressatenorientierung mit bedarfsgerechten Angeboten zum Ziel gesteckt hat, wurde ein Sprechtraining mit aufgenommen in das Programm.
Ziel des Sprechtrainings ist es zu lernen und auszuprobieren, die eigene Stimme, Atmung und Sprechweise bewusst und optimaler in der Lehre einzusetzen.
Umsetzung

Im Rahmen eines eintägiges Workshops haben Lehrende aller Statusgruppen die Gelegenheit, unter Anleitung eines staatlich anerkannten Logopäden an dem Sprechtraining teilzunehmen. Das Projekt wird im Februar 2006 in Kooperation mit www.sprachraum-berlin.de angeboten.

Evaluation

Im Rahmen der Evaluation wird erhoben, mit welchen speziellen Erwartungen Lehrende Sprechtrainings wahrnehmen, inwiefern diese Erwartungen erfüllt werden können und wie sie solche Angebote einschätzen.


Projektleitung Prof. Dr. Renate Soellner
Projektdurchführung Dipl.-Psych. Dietrun Lübeck
Kontakt Zusatzprojekt Sprechtraining

Versorgung kindlicher und jugendlicher Opfer von Kinderpornografie

Methodische Beratung und Auswertung einer Fragebogenstudie zu Kinderpornographie. Ziel der Studie ist die Sensibilisierung für die spezielle Problematik von kinderpornographischer Ausbeutung und deren Verbreitung über das Internet bei MitarbeiterInnen von Beratungsstellen gegen sexualisierte Gewalt in Deutschland, sowie Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten und in stationären psychiatrischen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche.


Projektseite Innocence in Danger
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