Forschungsthema: Kriminalitätsfurcht im Lebenslauf: Entstehungsbedingungen und Bewältigungsprozesse

Aktuelle Studien im Rahmen des Forschungsthemas

(1) Ängste im Kindesalter (1. Welle läuft seit Juni 2020; weiterhin Studienteilnehmende gesucht) 

In der Studie gehen wir der Frage nach, inwieweit Kriminalitätsfurcht bei 8-12-jährigen Kindern vorliegt und ob sie sich von anderen Ängsten unterscheidet bzw. wie Kriminalitätsfurcht mit anderen Ängsten zusammenhängt. Wir untersuchen außerdem, welche Rolle die Eltern bei der Entwicklung von Ängsten spielen und wie sich die aktuellen Bedingungen auf das Angstempfinden von Kindern auswirken.

Melden Sie sich bei Interesse an der Teilnahme bitte per Mail unter inersiki(at)uni-hildesheim.de und geben Sie gern schon Zeiträume an, zu denen Sie gut mit Ihrem Kind an der Studie teilnehmen könnten. Als Dankeschön für die Studienteilnahme versenden wir einen Gutschein von thalia.de im Wert von 7,50 € per E-Mail.

Durchführungsprozedere

Die Studie gliedert sich in zwei Teile – einen Teil mit einem Elternteil und einen mit dem Kind. In beiden Fällen werden Bilder mit Kurzbeschreibungen präsentiert, die Situationen darstellen, in denen manche Menschen Angst empfinden.

Beispielsituation für das Kind:

„Es ist Montag. In der zweiten Schulstunde teilt deine Lehrerin der Klasse mit, dass ihr heute einen unangekündigten Test schreibt.“

Die Befragung mit dem Elternteil findet schriftlich online statt, dauert ca. 20 Minuten und sollte vor dem Interview mit dem Kind durchgeführt werden. (Auf diese Weise erhält der Elternteil auch einen Eindruck über das Bildmaterial, welches wir dem Kind zeigen werden.)

Die Befragung des Kindes führen wir in einem virtuellen Raum durch (mit Big Blue Button, universitätseigener Server) und schließen daran eine kurze schriftliche Online-Befragung an. Dies dauert insgesamt ca. 45-60 Minuten. Für das Interview im virtuellen Raum wird eine Kamera benötigt, ein Mikrofon und eine möglichst stabile Internetverbindung. Zu Beginn des virtuellen Treffens ist der Elternteil anwesend. Für das Interview des Kindes selbst möchten wir den Elternteil gern bitten, den Raum zu verlassen, aber für Fragen ansprechbar zu bleiben und für eine möglichst ablenkungsfreie Durchführung zu sorgen. Die gezeigten Bilder erzeugen in der Regel bei den Kindern keine dauerhaften negativen Gefühle. Die Kinder berichten, dass ihnen das Interview Spaß mache und es schön wäre, selbst zu ihrer Meinung gefragt zu werden. Dennoch wäre es vorteilhaft, wenn sich der Elternteil für den Fall des Gesprächsbedarfs im Anschluss an das Interview noch Zeit für eine Nachbesprechung mit dem Kind einplanen könnte.

Einverständniserklärung & Datenschutz

Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Bei Anmeldung zur Studie erhalten Sie vorab ausführliche Informationen zur Durchführung und zum Umgang mit den Daten und unterschreiben dann eine Einverständniserklärung. Elternteil und Kind können jederzeit und ohne Angabe von Gründen die Teilnahme an dieser Studie beenden, ohne dass ihnen daraus Nachteile entstehen. Dies gilt auch noch, wenn bereits die Online-Befragung durchgeführt wurde. Vor dem Interview wird das Kind auch noch einmal explizit gefragt, ob es zur Teilnahme an der Studie bereit ist und informiert, dass es jederzeit die Teilnahme beenden kann ohne Angabe von Gründen.

Die im Rahmen dieser Studie erhobenen Daten werden vertraulich behandelt. Ebenso unterliegen diejenigen Studienmitarbeitenden, die durch direkten Kontakt mit Elternteil und Kind über personenbezogene Daten verfügen, der Schweigepflicht. Die Erhebung und Veröffentlichung der Daten erfolgt vollständig anonymisiert. Die anonymisierten Daten werden mindestens 10 Jahre gespeichert. Bei der Erhebung wird ein Anonymisierungscode generiert, der nur vom Teilnehmenden reproduziert werden kann. Anhand des Codes kann bis zum Abschluss der Datenerhebung die Löschung der vom Teilnehmenden erhobenen Daten verlangt werden. Dafür wird der Anonymisierungscode benötigt.

Team:

Dr. Cathleen Kappes, Marie von Seeler

Studentische Hilfskräfte: Birte Dreßler, Lena Melzner, Cedric Meyer

 

(2) Instrumentenentwicklung zur Erfassung der raumbezogenen Sicherheitsbelange von Kindern und Jugendlichen (INERSIKI) (Laufzeit: 2019 - 2021)

BMBF-Verbundprojekt: "Instrumentenentwicklung zur Erfassung der raumbezogenen Sicherheitsbelange von Kindern und Jugendlichen (INERSIKI)". Teilprojektvorhaben "Kriminalitätsbezogenes Unsicherheitsempfinden von Kindern sowie bestehende Ansätze und Strategien zu seiner Erfassung"

Kooperationspartner: Landeskriminalamt Berlin, Zentralstelle für Prävention, Städtebauliche Kriminalprävention, Deutsches Institut für Urbanistik, Kinder- und Jugendbüro Berlin Steglitz-Zehlendorf, Bezirksamt Steglitz-ZehlendorfMitantragsteller.

Team: Dr. Cathleen Kappes, Marie von Seeler