Masterstudiengang Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Sport, Gesundheit und Leistung in der Lebensspanne

Überblick

Bezeichnung:
Masterstudiengang Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Sport, Gesundheit und Leistung in der Lebensspanne (konsekutiver Studiengang)

Abschluss:
Master of Science (M.Sc.)

Umfang:
120 Leistungspunkte, aufgeteilt auf zehn Module (inklusive einer einsemestrigen Praxisphase sowie der Phase der Masterarbeit) - siehe auch: Aufbau des Studiums

Dauer:
4 Semester

Studienbeginn:
jeweils zum Sommer- und Wintersemester

Bewerbungsfrist:
gemäß der Fristsetzung des Immatrikulationsamtes

Zulassung und Voraussetzungen:
Bachelorabschluss (oder gleichwertiger Abschluss) im Fach "Sportwissenschaft" oder in einer fachlich eng verwandten Disziplin.

Studienprofil

Der Studiengang "Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Sport, Gesundheit und Leistung in der Lebensspanne (M. Sc.)" wird vom Institut für Sportwissenschaft des Fachbereichs 1 (Erziehungs- und Sozialwissenschaften) der Stiftung Universität Hildesheim angeboten.

Im Anschluss an einen Bachelorabschluss in "Sportwissenschaft", einen Bachelorabschluss, der das Fach Sport beinhaltet, oder einen fachlich eng verwandten Studiengang mit entsprechender Ausrichtung, bietet der Studiengang die Möglichkeit einen erweiterten und profilierten sportwissenschaftlichen Abschluss erlangen.

Die Leitidee des Masterstudiengangs liegt darin, die beiden zentralen und sehr umfassend zu verstehenden sportwissenschaftlichen Kategorien "Gesundheit" und "Leistung" auf unterschiedliche Phasen des Lebensverlaufes zu beziehen. Der Studiengang verortet sich in seiner grundsätzlichen Ausrichtung im Schnittbereich eines nachhaltigen Anwendungsbezugs und einer Forschungsorientierung. Jeweils mit Blick auf leitende Fragen zu Gesundheit und Leistung werden unterschiedliche soziale und biografisch gefasste Kontexte unserer Zeit fokussiert, so z.B. die Bedeutung von Gesundheit für Kinder und Jugendliche oder aber der Leistungsgedanke im fortgeschrittenen Erwachsenenalter.

Ein besonderes Merkmal des Studiengangs ist die einsemestrige Praxisphase, welche eine Brückenfunktion zwischen Studium und Berufstätigkeit erfüllt. Die Studierenden können hier in potentiellen Berufsfeldern umfangreiche Erfahrungen sammeln und gleichzeitig sportwissenschaftliches und methodologisches Wissen auf eben diese Handlungsfelder beziehen. Zudem bietet das Praxissemester die Möglichkeit, vertieft forschungsorientierte Kompetenzen auszubilden, in dem sie in diesem Semester eigene Forschungsprojekte planen, durchführen und auswerten. Wichtige Kooperationspartner des Institutes für Sportwissenschaft sind in diesem Zusammenhang z.B. der Landessportbund Niedersachsen und der angegliederte Olympiastützpunkt Niedersachsen, die Medizinische Hochschule Hannover und die Rehabilitationsklinik Fallingbostel.

Berufsfelder und Chancen

Im Zuge der demografischen Entwicklung und der damit angestrebten Steigerung der Lebensqualität Älterer bis hin zu einer Neubewertung der Lebensphase "Alter" kommt es zu wesentlichen Umbrüchen im Gesundheits- und Freizeitsektor. Sport- und Bewegungsaktivitäten gewinnen dadurch, aber auch durch den gesellschaftlichen Wandel und die damit verbundenen Bedingungen des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen zunehmend an Bedeutung. Die grundlegende Perspektive, Gesundheitsförderung als lebensbegleitende, zu individualisierende und über die gesamte Lebensspanne mit Beginn in der frühkindlichen Förderung angelegte Maßnahme zu begreifen, ist bei dieser Vielfalt der Bezugsgruppen unerlässlich. Auch den Leistungsbegriff gilt es vor diesem Hintergrund jeweils spezifisch auszudeuten.

Bestehende Kooperationen mit potenziellen Arbeitgebern (Trainingstherapieeinrichtungen, Landessportbund Niedersachsen, Olympiastützpunkt Niedersachsen, Medizinische Hochschule Hannover, Klinik Fallingbostel) fördern eine studierendenzentrierte und individuelle Profilbildung, z. B. in den folgenden Bereichen:

  • Trainingstherapeutische Institutionen
  • Akademien des Sports,
  • Olympiastützpunkte,
  • Gesundheitssportanbieter,
  • (Sport-)Vereine,
  • Fitnessbranche,
  • Krankenkassen,
  • Fachhochschulen, Universitäten.

Aufbau des Studiums

Der Umfang des sportwissenschaftlichen Studienganges "Sport, Gesundheit und Leistung in der Lebensspanne" beträgt 120 Leistungspunkte(LP). Das Studium setzt sich aus zehn Modulen zusammen, die sich in Teilmodule (TM) gliedern können.

Insgesamt umfasst der Studiengang folgende Module:

  • Modul 1:"Homo movendus" - Bewegung als zentrale Leistung des Menschen (9 LP)
  • Modul 2: Gesundheit und Gesunderhaltung in der menschlichen Entwicklung (9 LP)
  • Modul 3: Leistung und Inklusion: Trainings- und Anpassungsprozesse gestalten und innovieren (9 LP)
  • Modul 4: Forschung verstehen, konzipieren, durchführen und reflektieren (9 LP)
  • Modul 5: Soziale Diskurse im Sport: Integration, Inklusion, Geschlecht (6 LP)
  • Modul 6: "Outdoor Education" und Inklusion an alternativen Lernorten (Exkursionsmodul, 9 LP)
  • Modul 7: Sportpraktische Anwendung und Vertiefung (6 LP)
  • Modul 8: Individueller Profilierungsbereich (6 LP)
  • Modul 9: Praxis erforschen - forschende Praxis (einsemestrige Praxisphase, 27 LP)
  • Modul 10: Masterarbeit und -kolloquium (30 LP)

Die Inhalte der Module sind interdisziplinär und multiperspektivisch ausgerichtet. Dies spiegelt sich in der Ausrichtung der Module als solche einerseits, aber auch innerhalb der einzelnen Module, so dass sich z.B. hinter der Modulbezeichnung "Homo movendus" - Bewegung als zentrale Leistung des Menschen sowohl anthropologische, sportmotorische als auch bewegungsanalytische Zugänge verbergen. In Modul 2 geht es dann nicht nur um eine trainingswissenschaftliche Betrachtungsweise von Gesundheit, sondern auch um eine sozialwissenschaftliche oder aber eine gesundheitspolitische.

Neben Modul 9 (Praxisphase), bietet auch Modul 8 Individueller Profilierungsbereich Spielräume für die individuelle Ausgestaltung des eigenen Studienprofils. Hier können aus dem gesamten Lehrangebot der Universität Veranstaltungen ausgewählt werden, um das eigene Portfolio zu ergänzen (z.B. Englisch, psychologische Seminare oder auch Rhetorikveranstaltungen).

Darüber hinaus fordert die strukturelle Verankerung eigener Forschungsaktivitäten im Lehrangebot des Studiengangs zu einer kritisch konstruktiven Auseinandersetzung mit aktuellen Problemlagen der Sportwissenschaft auf.

Studierende erhalten in diesem Studiengang die Möglichkeit, sich entsprechend ihren Interessen und mit Blick auf potenzielle Arbeitsfelder in unterschiedlichen Bereichen ein sehr breites Wissen und Können anzueignen und eine individuelle Spezialisierung zu wählen.