Generation Corona? Biographische Zukunftsperspektiven und Distant Socializing in der ersten vollen Social-Web-Generation

Wenn Sie Interesse haben mit uns ein Interview zu führen, wenden Sie sich jederzeit gerne über die folgende Mail-Adresse an uns: generationcorona(at)uni-hildesheim.de 
Wir vereinbaren dann mit Ihnen einen Termin für ein Online- oder Telefon-Interview.

Hier noch einige Erläuterungen zum Interview und zu unserer Fragestellung

Befragungsverfahren:

Beim qualitativen Interview handelt es sich um eine spezielle Form der wissenschaftlichen Befragung. Anders als in quantitativen Fragebögen, die dazu dienen, Statistiken zu erstellen, geht es im qualitativen Interview darum, im Detail zu erfahren, was Menschen antreibt, was Ihnen im Leben bedeutsam erscheint und welche Erfahrungen Sie im Leben gemacht haben. Uns interessiert Ihre ganz persönliche und subjektive Sichtweise auf die Dinge. Von Ihnen werden dabei keine besonderen Kenntnisse oder Kompetenzen erwartet. Lediglich zwei Dinge sollten beachtet werden: wir wünschen uns, dass Sie so ausführlich antworten, wie Sie es für nötig halten – es geht also keineswegs darum, möglichst knappe und eindeutige Antworten zu formulieren. Zweitens sollten Sie immer aus Ihrer Perspektive antworten und keine Rücksicht darauf nehmen, was Sie glauben, was wir hören wollen. Inhaltlich sind wir an Ihren Lebensentwürfen und Perspektiven interessiert und wie sich diese in den letzten Monaten verändert haben. Wir werden uns im Interview auch zurückhalten und vor allem auf das Fragen beschränken. 

Das gesamte Interview wird online stattfinden über den Konferenzdienst des Deutschen Forschungsnetzes und wird aufgezeichnet werden. Sie werden von uns hierzu einen Link erhalten. Eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht erforderlich. Auch über Ihre Anonymität brauchen Sie sich keine Sorgen machen – alle Angaben werden streng vertraulich behandelt und natürlich keine personenbezogenen Daten herausgegeben. Die Daten werden auf einem sicheren Server verwaltet und nicht an Dritte weitergegeben.

Mehr zur Durchführung des Interviews finden Sie hier:
Ausführliche Beschreibung des Interviewverfahrens

Kurzbeschreibung der Projektfragestellung:

Die Krise der COVID-19-Pandemie gehört zu den schärfsten zeitgeschichtlichen Zäsuren seit dem 2. Weltkrieg. Weltweit führte sie in kürzester Zeit zu erheblichen Veränderungen des Alltags und der Lebenssituation durch den „Lockdown“ und die Verhaltensnormen des „Social Distancing“. Unser Forschungsprojekt interessiert sich besonders dafür, wie die Krise sich auf die Wahrnehmung der nahen Zukunft auswirkt, die sich Personen ausgemalt haben. Die eigenen Lebensentwürfe lassen sich im Rahmen der Krise unterschiedlich ‚leicht‘ bzw. ‚schwer‘ verwirklichen. Von welchen Bedingungen und Gegebenheiten sind die Perspektiven der Menschen in unserer Gesellschaft abhängig? Spielt hierbei die Lebensphase eine besonders wichtige Rolle? Fällt es jungen Erwachsenen, die mit Digitalen Medien und dem Social Web aufgewachsen sind, leichter, auf die Veränderungen der Kontaktpflege zu reagieren?

Um dies herauszufinden, streben wir in unserem Forschungsprojekt an, möglichst viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Gruppen in einem offenen Gespräch online oder telefonisch zu befragen. Mehr zu unserem Forschungsprojekt finden Sie hier:

Ausführliche Projektbeschreibung

 

Hier finden Sie noch Angaben zu den Leuten im Projektteam

Team: Michael Corsten, Sascha Oswald, Tobias Wittchen

Projektassistenz: Deike Clasen, Mara Wagner, Finja Wentzki

Dr. Michael Corsten ist seit 2008 Professor für Soziologie an der Universität Hildesheim. Während seiner Laufbahn hat er sich immer wieder in einer Vielzahl von empirischen Projekten mit Aspekten der Lebenslauf- und Generationsforschung beschäftigt.

Dr. Sascha Oswald forscht und lehrt seit 2014 an der Universität Hildesheim. Einer seiner Schwerpunkte sind die qualitative Forschug sowie die Themen Mediennutzung, Kommunikation und Identität.

Tobias Wittchen M.A. forscht und lehrt seit 2016 an der Universität Hildesheim. Seine Forschungsschwerpunkte liegen u.a. in der qualitativen Untersuchung digitaler Medienpraktiken.

Deike Clasen, Finja Wentzki, und Mara Wagner studieren im vierten Semester Sozial- und Organisationspädagogik. Dabei haben sie sich auf die qualitative empirische Sozialforschung fokussiert und u.a. bereits zum Thema Machtverhältnisse in Freundschaften zwischen Sportler*innen geforscht.