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Forschungs- und Transferstelle Migrationspolitik

Zum 01.01.2019 wurde am Institut für Sozialwissenschaften und dem Zentrum für Bildungsintegration der Universität Hildesheim eine Forschungs- und Transferstelle Migrationspolitik eingerichtet. Sie basiert auf der Wahrnehmung, dass einerseits das Thema Migration aktuell in der Öffentlichkeit stark diskutiert wird und dass dabei andererseits wissenschaftliche Erkenntnisse nicht immer Eingang in politische Prozesse und gesellschaftliche Debatten finden. Daher ist das Ziel der Transferstelle, den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis im Bereich der Migrationspolitik zu verbessern.

Hierfür werden lokale, regionale und nationale Kooperationen mit Vertreter*innen aus Politik und Praxis aufgebaut, gemeinsame Veranstaltungen und Projekte entwickelt und der wechselseitige Austausch durch regelmäßige Kommunikation verstärkt. Die verschiedenen Formate zielen darauf ab, einerseits wissenschaftliche Erkenntnisse so aufzubereiten, dass sie für Praktiker*innen eine effektive Hilfestellung bieten können. Andererseits sollen sie dazu dienen, Impulse aus der Praxis aufzugreifen und in die Wissenschaft einzuspeisen, um praxisrelevante Forschung im Bereich der Migrationspolitik voranzutreiben.


Aktuelle Projekte

Workshop zu kommunaler Migrationsarbeit

Am 27. und 28.09. veranstaltet der Arbeitskreis Transfer im Netzwerk Fluchtforschung gemeinsam mit dem Arbeitskreis Lokale Flüchtlingspolitik und dem Verbund der soziokulturellen Migrantenvereine in Dortmund e.V. (VMDO) einen Workshop zum Thema "Miteinander, nebeneinander oder gegeneinander? Ausländerbehörden und Integrationsstrukturen als Akteure in der kommunalen Migrationsarbeit". Eine Teilnahme ist auch für Personen ohne eigenen Beitrag möglich. Nähere Informationen zur Anmeldung werden in Kürze hier veröffentlicht.

Sammelband: Wissensmobilisierung und Transfer in der Fluchtforschung

Das Buch wurde gemeinsam von Monika Gonser, Karin Zimmer, Nicola Mühlhäußer und Danielle Gluns herausgegeben und ist kostenfrei online verfügbar (Open Access).

Der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis wird aktuell häufig thematisiert: Wie lässt sich Transfer konzeptualisieren und systematisieren? Wie kann ein solcher Transfer konkret aussehen? Was sind Beispiele für Transfer in der Fluchtforschung und was wird aus Beispielfällen sowohl für die Wissenschaft als auch für die Praxis ersichtlich?
In diesem Buch wird Transfer zunächst im Sinne einer Wissensmobilisierung konzeptualisiert: als Kommunikation, Beratung oder kooperatives Handeln und Forschen. Daran anschließend greift der Band die Fluchtforschung als Themenbereich heraus und die Autorinnen und Autoren diskutieren Transfer etwa aus Sicht der verschiedenen Bildungsbereiche, der Sozialen Arbeit und der öffentlichen Verwaltung. Fallbeispiele und Erläuterungen bieten einen Einstieg in das Thema und machen Transfer auch außerhalb der eigenen Fachperspektive verständlich. Interviews mit Akteur*innen aus der praktischen Arbeit ergänzen die Beiträge.
Der Sammelband richtet sich an alle, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit dem Themenkreisen Transfer und dem Ankommen und der Teilhabe von Geflüchteten beschäftigen – an Entscheidungstragende in den Kommunen und Ländern, Forschende und Forschungsfördernde, Geflüchtete, Ehrenamtliche und Akteur*innen aus der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft.

Eine Rezension des Buches finden Sie hier: https://www.klinkhardt.de/ewr/978383094237.html


Kontakt

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich an Dr. Danielle Gluns, Leiterin der Forschungs- und Transferstelle Migrationspolitik, E-Mail: danielle.gluns [at] uni-hildesheim.de | Telefon: +49-5121-883-10776