Aktuelle Veranstaltungen
Hier finden Sie das Angebot des Methodenzentrums zur überfachlichen Qualifizierung für Promovierende, Promovierte und JuniorProfessor*innen im Bereich der Forschungsmethoden. Derzeit bieten wir die beiden Säulen der quantitativen und qualitativen Methoden. Zukünftig wird dieses Angebot um die dritte Säule KI-Methoden erweitert.
Hinweis: Über die Newsbeiträge des Science Support Hubs und die Mailingsliste des Graduiertenzentrums werden Sie laufend über Veranstaltungsangebote informiert. Unten stehend auf dieser Seite finden Sie das ausführliche Veranstaltungsangebot mit Ankündigungstexten. Hier finden Sie die direkte Anmeldung. Das Archiv der Vergangenen Veranstaltungen vom MZ listet ältere Angebote auf.
Workshops vom Methodenzentrum
Quantitative Methoden
1. Halbjahr 2026 - Januar bis Juni
ONLINE | Forschungswerkstatt: Theoriebasierte Fragebogenkonstruktion | am 9./10. März | für Docs, Postdocs, (Jun)Profs, weitere Interessierte
Beschreibung:
Fragebögen werden am häufigsten zur Datenerhebung bei Umfragen eingesetzt. Wenngleich ein Fragebogen vermeintlich einfach zu erstellen ist, entscheidet die Qualität des Fragebogens über die Güte der Fragebogenergebnisse.
In dem praxisorientierten Online-Workshop erhalten die Teilnehmenden zunächst ein fundiertes theoretisches Wissen und kognitionspsychologische und kommunikationstheoretische Grundlagen zur Entwicklung von validen Fragebögen.
Anhand von Beispielen wird des Weiteren herausgearbeitet, welche Prinzipien der Konstruktion wie Formate, Skalentypen, Formulierungen und Layouts die geeignetsten sind.
Am zweiten Workshop-Tag werden die Prinzipien der Konstruktion weitergeführt in Bezug auf Operationalisierung, fremdsprachige Items, Dramaturgie und Layout von Fragebögen. Anschließend erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, während praktischer Gruppen- und Einzelarbeitsphasen, eine individuelle Beratung und professionelles Feedback zu Ihren (bereit im Vorfeld) erstellten Fragebögen zu bekommen. Halten Sie daher gerne Ihren Fragebogen(entwurf) für den Workshop bereit!
Agenda
• Theoretische Inputs zur Fragebogenerstellung (Kognitionspsychologische und kommunikationstheoretische Grundlagen, Skalentypen, Formulierungen, Operationalisierung, Dramaturgie und Layouts)
• Anwendungsbeispiele und praktische Einzel- und Gruppenübungen
• Erste Analyse und Überarbeitung bzw. Entwicklung der Fragebögen von Teilnehmenden mit Einzelberatung und professionellem Feedback
Teilnahmevoraussetzungen: Eigener Fragebogen oder Fragebogenentwurf/-idee und Interesse am Thema.
Workshopleitung:
Dr. Angelika Wolf ist als Inhaberin von MethoDactics auf die methodische Beratung und didaktische Begleitung von wissenschaftlichen Forschungsprojekten spezialisiert. Ihr Arbeitsprofil umfasst die Durchführung von Workshops und Einzelberatungen zu Themen wie Projektmanagement, Fragebogenkonstruktion sowie quantitative Datenanalyse mit SPSS. Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf der Unterstützung von Promovierenden bei der strukturierten Umsetzung ihrer empirischen Forschungsvorhaben und der Vorbereitung auf Disputationen.
Infobox
| Datum: 09.-10.03.2026 Uhrzeit: 09:00-15:00 Uhr Format: Online-Workshop (max. 15 Plätze) Raum: Zugangsdaten nach Anmeldung Zielgruppe: Docs, Postdocs Sprache: Deutsch Anmeldung: HIER |
ONLINE | DSGVO-konforme KI-Tools für die Audio-Transkription | am 17. März | für Docs, Postdocs, (Jun)Profs, weitere Interessierte
Beschreibung
Der Workshop bietet eine praxisnahe Einführung in die Tools aTrain und noscribe, die explizit anhand von Anwendungsbeispielen vorgestellt und im Hinblick auf ihre Leistungsfähigkeit getestet werden. Ergänzend wird die Nutzung von ChatAI der GWDG im wissenschaftlichen Kontext analysiert, wobei insbesondere die technischen Hintergründe und die Funktionsweise der zugrunde liegenden KI-Modelle im Fokus stehen. Die Teilnehmenden erlernen dabei, die technischen Möglichkeiten und Einschränkungen dieser Werkzeuge hinsichtlich Transkriptionsgenauigkeit, Stil und Prozessierungsgeschwindigkeit fundiert einzuschätzen. Im praktischen Teil werden automatische Transkriptionen direkt durchgeführt und Methoden zur systematischen Nachbearbeitung vermittelt. Ein zentraler Bestandteil des Kurses ist die Vermittlung von Kenntnissen zur durchgehend DSGVO-konformen Verarbeitung von Daten innerhalb dieser Programme.
Workshopleitung
Thomas Schmidt ist als Referent für Forschungsdatenmanagement an der Universität Mannheim auf die Förderung von Data Literacy und die Beratung zum Umgang mit wissenschaftlichen Daten spezialisiert. In seiner Rolle als Koordinator des ExpLAB (Experimental Laboratory) betreut er die infrastrukturelle und methodische Umsetzung experimenteller Forschungsprojekte.
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| Datum: 17.03.2026 Uhrzeit: 10 - 12 Uhr Format: Online-Workshop (max. 30 Plätze) Raum: Zugangsdaten via Zoom nach Anmeldung Zielgruppe: Docs, Postdocs Sprache: Deutsch Anmeldung: HIER |
PRÄSENZ | Aktuelle Debatten der Regressionsanalyse | am 18./19. März | für Docs, Postdocs, (Jun)Profs, weitere Interessierte
Beschreibung
Der Workshop behandelt neben einer fokussierten Einführung in die theoretischen und praktischen Grundlagen der multiplen linearen und binär-logistischen Regressionsanalyse auch aktuelle Debatten. Diese umfassen:
- die auf Basis unterschiedlicher Forschungsziele (Deskription, Prädiktion und kausale Inferenz) angepasste Anwendung der Regressionsanalyse mit Fokus auf theoriegeleitete, hypothesenprüfende Forschung,
- die Unterscheidung zwischen substanzieller Signifikanz und Effektgröße im Vergleich zur bloßen statistischen Signifikanz,
- die Auswahl und Spezifikation von Kontrollvariablen sowie der adäquate Modellaufbau,
- die richtige Spezifikation und Interpretation von Interaktionseffekten in linearen und binär-logistischen Regressionsmodellen und
- die Verwendung von Average Marginal Effects als Alternative zu Logit-Koeffizienten und Odds Ratios im binär-logistischen Regressionsmodell.
Der Schwerpunkt des Workshops liegt weniger auf den detaillierten mathematisch-statistischen Hintergründen als auf der forschungspraktischen Anwendung. Die Grundlagen und Debatten werden durch engmaschig begleitende Übungseinheiten praxisnah illustriert. Die Übungseinheiten mit dem Statistikprogramm Stata werden anhand klarer Fragestellungen und mithilfe von Querschnittsdaten umgesetzt. Auf Wunsch werden die Unterlagen auch in R bereitgestellt. Der Fokus liegt hierbei auf der korrekten Interpretation der Ergebnisse der Regressionsanalyse gemäß dem aktuellen Stand der Debatten.
Workshopleitung
Prof. Dr. Prof. h.c. Michael Gebel ist Inhaber des Lehrstuhls für Soziologie, insbesondere Methoden der empirischen Sozialforschung, an der Universität Bamberg sowie seit 2025 Forschungsdekan und Ehrenprofessor der Universität Tallinn. Sein Arbeitsprofil konzentriert sich auf die international vergleichende Lebensverlaufsforschung mit Schwerpunkten auf dem Übergang von der Ausbildung in den Arbeitsmarkt, atypischer Beschäftigung sowie sozialer Ungleichheit. In der Lehre und Forschung spezialisiert er sich auf komplexe Analyseverfahren wie die moderne Kausalanalyse, Längsschnittdaten- und Mehrebenenanalysen. Er gibt seit über 15 Jahren Workshops für GESIS.
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| Datum: 18.- 19.03. Uhrzeit: 9:00- 16:30 Uhr Format: Präsenz-Workshop Raum: HC.G.1.07 Zielgruppe: Docs, Postdocs, (Junior-)Professor:innen und Interessierte Sprache: Deutsch Anmeldung: abgesagt |
PRÄSENZ | Erhebung und Auswertung von Geschlecht in der quantitativ-empirischen Sozialforschung | am 21. April | für Docs, Postdocs, (Jun)Profs, weitere Interessierte
Beschreibung:
Das Methodenzentrum kooperiert mit der Genderwerkstatt für diese Veranstaltung.
Spätestens seit der Einführung des Geschlechtseintrags „divers“ im Personenstandsrecht im Jahr 2018 steht die quantitativ-empirische Sozialforschung kollektiv vor der Herausforderung, wie Geschlecht in Befragungen erhoben werden soll. In diesem Workshop setzen wir uns kritisch mit der aktuellen Erhebungspraxis auseinander und untersuchen, wie Geschlecht konzeptionell trennscharf und empirisch valide erhoben werden kann. Dabei erörtern wir Geschlecht als mehrdimensionales Konzept und leiten daraus Konsequenzen für die quantitativ-empirische Sozialforschung ab. Anhand von Praxisbeispielen vergleichen wir verschiedene Methoden zur Erhebung von Geschlechtsidentität hinsichtlich ihrer Eignung zur Abbildung geschlechtlicher Vielfalt und diskutieren Möglichkeiten und Perspektiven einer vielfaltssensiblen Erhebung von Geschlecht.
Workshopleitung
Dr. Lisa de Vries, deren Forschungsprofil durch eine fundierte Auseinandersetzung mit der Operationalisierung von Geschlecht und Diversität in großen Datensätzen geprägt ist, führt in die Thematik ein.
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| Datum: 21.04.2026 Uhrzeit: 16:00 - 18:00 Uhr Format: Präsenz-Workshop Raum: HC.G.2.04 Zielgruppe: Docs, Postdocs, (Junior-)Professor:innen und Interessierte Sprache: Deutsch Anmeldung: HIER |
PRÄSENZ | AI and Data-Fair | am 8. Mai | für Docs, Postdocs, (Jun)Profs, weitere Interessierte
Prof. Dr. Lena Ulbricht, Prof. Dr. Michael Corsten und Prof. Dr. Tom Hanika (Institut für Informatik) laden ein zu einem universitätsweiten Austausch zum Einsatz von KI und Software-Entwicklung in der Forschung am 8. Mai 2026 von 10-15 Uhr.
Viele von uns beschäftigen sich aktuell mit der Frage, ob und wie KI-Verfahren und moderne Software-Konzepte sinnvoll für Forschung genutzt werden können. In einigen Instituten liegen umfangreiche Datenbestände und komplexe Fragestellungen vor, in anderen bestehen bereits wertvolle Erfahrungen mit Methoden, Architekturen und Analyseverfahren. Beides möchten wir zusammenbringen, Wissen bündeln und universitätsintern Kontakte, Tandems sowie im besten Fall kleine Arbeitsgruppen anbahnen, die sich gegenseitig unterstützen und weiterentwickeln können. Das Treffen ist als erster Auftakt gedacht und gliedert sich in zwei Teile:
Im ersten Abschnitt wird es mehrere Input-Vorträge von Kolleginnen und Kollegen aus der Informatik über KI und Engineering-Ansätze für Forschungszwecke geben. Diese Beiträge sind bewusst für ein breites Publikum konzipiert.
Im zweiten Abschnitt planen wir einen „Markt der Ideen“. Hier sind Sie eingeladen, in kurzen Statements vorzustellen, mit welchen Daten Sie arbeiten (oder arbeiten möchten), welche Analysen Sie interessieren und wo konkreter Kooperationsbedarf oder spannende methodische Herausforderungen bestehen. Ziel ist es, anschließend in kleineren Runden weiter ins Gespräch zu kommen und von Kolleginnen und Kollegen mit entsprechender Erfahrung konstruktives Feedback zu erhalten sowie gemeinsame Anknüpfungspunkte zu identifizieren.
Termin: 8. Mai 2026, 10.00-15.00 (Mittagspause 12.00-13.00),
Raum: HC.N.4.26
Wir freuen uns über alle, die Interesse haben, sich einzubringen sowie den Austausch mitzugestalten und bitten um Anmeldung bis zum 24. April 2026 per Mail an:
soz-wiss(at)uni-hildesheim.de
Qualitative Methoden
1. Halbjahr 2026 - Januar bis Juni
PRÄSENZ | Einführung in die Autoethnografie | am 11. Februar
Referentin: Dr. Melanie Pierburg
Raum: HC.N.3.30.
Uhrzeit: 10-16 Uhr.
PRÄSENZ | Anwendung von generativer KI in der qualitativen Forschung | am 25./26. März
Referentin: Susanne Friese
Raum: N332
Uhrzeit: 9-16 Uhr
ONLINE | Qualitative Datenanalyse mit KI: Einführung in MAXQDA AI Assist | am 19. Juni | für Docs, Postdocs
Beschreibung:
Der Workshop bietet eine praxisorientierte Einführung in MAXQDA, eine Software zur Analyse qualitativer und Mixed-Methods-Daten. Teilnehmende lernen, wie MAXQDA KI-gestützte Funktionen nutzt, um Textdaten effizient zu analysieren – von automatischen Zusammenfassungen über Kategorienvorschläge bis hin zum interaktiven Datenchat. In einer Mischung aus Demonstration und angeleiteten Übungen erlangen die Teilnehmenden praktische Erfahrungen und erkunden die Möglichkeiten sowie Grenzen der KI-Funktionen.
Die Inhalte im Überblick:
- Übersicht über die Basisfunktionen von MAXQDA
- KI-Funktionen im Detail
- Automatische Zusammenfassungen
- Vorschläge für Kategorien
- Automatisches Codieren
- Interaktiver Datenchat und effektives Prompting
- Zusammenspiel von manuellen und automatischen Funktionen
- Hinweise zu Technologien und Datenschutz
- Ausblick auf zukünftige KI-Funktionen
Workshopleitung:
Dr. Stefan Rädiker ist Experte für qualitative und quantitative Datenanalyse und arbeitet seit über 20 Jahren mit MAXQDA. Er hat zahlreiche Lehrbücher zur Analyse qualitativer, quantitativer und Mixed-Methods-Daten verfasst und mehrere Hundert Forschende und Studierende geschult. Dr. Rädiker hat MAXQDA in vielen Forschungsprojekten genutzt und unterstützt VERBI bei der Weiterentwicklung der Software. Sein Ziel ist es, MAXQDA praxisnah und verständlich zu vermitteln.
Infobox
| Datum: 19.06.2026 Uhrzeit: 09:00 - 13:00 Uhr Format: Online-Workshop (max. 20 Plätze) Raum: Zugangsdaten nach Anmeldung Zielgruppe: Docs, Postdocs Sprache: Deutsch Anmeldung: HIER |
Kooperationspartner*innen an der Universität
ONLINE | Begutachtung unter Berücksichtigung der Geschlechterperspektive | am 15. Mai
Das Methodenzentrum empfiehlt diese Veranstaltung der Genderwerkstatt.
Erfahrungsaustausch zu Begutachtungspraxis. Einige Fördermittelgeber wie die DFG fordern von Antragsteller*innen die Berücksichtigung von Geschlechterdimensionen in ihren Anträgen. Anders als bei der Bewertung von Gleichstellungsfragen, wie beispielsweise der Diversität innerhalb eines Forschungsteams, ist hier die inhaltliche Auseinandersetzung und Reflexion des Forschungsvorhabens notwendig. Zunehmend sind auch Gutachter*innen dazu angehalten Stellung zu nehmen und die Berücksichtigung von Geschlechterdimensionen im geplanten Forschungsvorhaben mit in die Bewertung einfließen zu lassen. Wie als Gutachter*in damit umgehen? Wie können Forschungsanträge und Paper auf Geschlechterdimensionen hin beurteilt werden? Wie können Geschlechterdimensionen beurteilt werden, wenn die Gutachtenden selbst keine Expert*innen der Geschlechterforschung sind? Wie lässt sich die Relevanz von Geschlechterdimensionen feststellen?
Der Roundtable will keine Antworten liefern, sondern einen Raum für Erfahrungsaustausch, Inspiration und Möglichkeiten öffnen. Die eingeladenen Expert*innen Prof. Dr. Kerstin Palm und Prof. Dr. Alexandra Scheele geben Einblicke in ihre Erfahrungen als Gutachterinnen und Herausgeberinnen. Im Anschluss wird die Diskussion für Beiträge aus dem Publikum geöffnet. Moderiert wird die Veranstaltung von PD Dr. Elena Köster (Uni Bayreuth) und Simone Tichter (Uni Hildesheim).
Prof. Dr. Kerstin Palm bringt umfangreiche Erfahrung im Bereich wissenschaftlicher Begutachtung mit: Sie ist Gutachterin für zahlreiche Fachzeitschriften, darunter Gender, Feministische Studien, Genealogy & Critique, L’Homme, somatotechnics, Zemo und das Bundesgesundheitsblatt. Darüber hinaus war sie mehrfach an Begutachtungsrunden der österreichischen Initiative „Sparkling Science“ beteiligt und ist in der Redaktion des open gender journal tätig, wo sie unter anderem Peer-Review-Verfahren koordiniert. Prof. Dr. Kerstin Palm ist Biologin, Kulturwissenschaftlerin und Genderforscherin. Derzeit leitet sie den Sonderforschungsbereich „Sexdiversity“, ein interdisziplinärer Forschungsverbund an der Universität zu Lübeck, der sich mit den Determinanten und Bedeutungen von Geschlechtervielfalt in soziokulturellen, medizinischen und biologischen Kontexten befasst.
Prof. Dr. Alexandra Scheele verfügt über umfangreiche Erfahrung als Gutachterin für Fachzeitschriften wie Social Science Research (Elsevier), Gender, Work & Organization (Wiley), Gender (Barbara Budrich), Gender and Research, Arbeit (Lucius & Lucius) sowie Industrielle Beziehungen (Hamburg Verlag). Darüber hinaus begutachtet sie für Institutionen wie das österreichische BMWF sowie für wissenschaftliche Buchreihen, etwa bei Peter Lang. Ihre Expertise im Bereich Peer Review wird durch ihre langjährige Herausgeberinnentätigkeit unterstrichen: Seit vielen Jahren ist sie Mitherausgeberin der Femina Politica (Double Blind Peer Review) und seit 2022 geschäftsführende Herausgeberin der Zeitschrift für Soziologie (ebenfalls Double Blind Peer Review). Bereits in ihrer frühen wissenschaftlichen Laufbahn setzte sie sich mit Fragen wissenschaftlicher Repräsentation auseinander, etwa in ihrer Magisterarbeit zur Präsenz von Frauen und feministischen Themen in sozialwissenschaftlichen Fachzeitschriften. Sie hat eine Professur für Arbeits- und Wirtschaftssoziologie an der Universität Bielefeld inne.
Im Anschluss an die Veranstaltung wird ein Leitfaden erarbeitet, der interessierte Gutachtende bei der Integration von Geschlechterdimensionen in die Bewertung unterstützen soll. Der Leitfaden wird an alle Teilnehmenden verschickt und im Anschluss öffentlich zum Download bereitgestellt.
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| Datum: 15.05.2026 Uhrzeit: 11:00 - 12:30 Uhr Format: Online-Veranstaltung Zielgruppe: Docs, Postdocs, (Junior-)Professor:innen und Interessierte Sprache: Deutsch Anmeldung: HIER |
PRÄSENZ | Geschlecht und Nachhaltigkeit. Kritisch-emanzipatorische Perspektiven auf Natur- und Gesellschaftsverhältnisse im (eigenen) Forschungsprozess | am 23. Juni
Das Methodenzentrum empfiehlt diese Veranstaltung der Genderwerkstatt.
In der aktuellen Debatte um die multiplen Krisen des 21. Jahrhunderts – vom Klimawandel bis zum Artensterben – ist das Sprechen über Natur ohne das Sprechen über Geschlecht kaum möglich. Positionierungen zur Natur
sind immer auch Positionierungen im Feld der Geschlechterforschung. Eine Analyse ökologischer Krisen bleibt unvollständig, wenn soziale Macht- und Herrschaftsverhältnisse einschließlich Fragen nach Geschlechtergerechtigkeit ausgeblendet werden. In diesem Kontext lädt die Gender-Werkstatt in Kooperation mit dem Green Office zu einem Gastvortrag von Prof. Dr. Daniela Gottschlich ein. Die Veranstaltung setzt sich kritisch mit der Frage auseinander, inwiefern Geschlechterverhältnisse und ökologische Krisen untrennbar miteinander verwoben sind und welche Rolle die Dualität von Natur und Kultur (noch) spielt.
Prof. Dr. Daniela Gottschlich wird zu einem kritischen Austausch zum vorherrschenden Verständnis der vermeintlichen Trennung von Natur (als Objekt der Beherrschung) und (männlich und subjekthaft konnotierter) Kultur anregen. Ein Fokus liegt auf der Frage, inwiefern diese Spannungsfelder für Forschende konstruktiv zu verhandeln sind. Welche Rolle spielen Geschlechteraspekte in der Nachhaltigkeitsforschung und warum sind sie für eine nachhaltige Entwicklung unverzichtbar? Wie reproduzieren sich tradierte Vorstellungen von Geschlecht im Kontext von Natur- und Kulturverhältnissen aber auch in Nachhaltigkeitsdebatten, und wie können Forschende der Reproduktion dieser Hierarchien entgegenwirken? Inwiefern sind die sich daraus ergebenden Erkenntnisse für Forschungspraxen unterschiedlicher Disziplinen anschlussfähig? Was folgt daraus sowohl für die Etablierung und Stärkung kritisch-emanzipatorischer Transformations-/Nachhaltigkeitsforschung als auch für die eigene Forschungshaltung?
Prof. Dr. Daniela Gottschlich ist Professorin für Nachhaltigkeit und Gesellschaftsgestaltung an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung (HfGG) in Koblenz. Sie ist Expertin für Politische Ökologie, feministische Ökonomik und Demokratisierung gesellschaftlicher Naturverhältnisse. Im Anschluss an ihr langjähriges Wirkens in Lüneburg – unter anderem als Leiterin der sozial-ökologischen Gruppe „PoNa – Politiken der Naturgestaltung“ und des Verbundprojektes „CaGE – Care, Gender und Green Economy“ – hatte sie Vertretungsprofessuren in Hamburg, Berlin und Trier inne. Zu ihren letzten Veröffentlichungen gehören u.a. Artikel zu „Care“, „Feministischer Politische Ökologie“, „Gerechtigkeit“ im von ihr mitherausgegebenen Handbuch Politische Ökologie (2022), „Transformativ. Nur durch Geschlechtergerechtigkeit“ (2023), „Wi(e)der die Natur?“ (2025), eine Expertise für den vierten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung (2025), „Räume für mehr Gerechtigkeit: Zur Bedeutung von Beziehungsgerechtigkeit für die sozialökologische Transformation bei Avantgardist*innen der Landnutzung“ (2025) sowie „Störung und Dynamik als Normalfall: Was bedeutet das für Natur- und Geschlechterverhältnisse?“ (2026).
Datum: 23.06.2026
Uhrzeit: 16:00 - 18:00 Uhr
Format: Präsenz-Veranstaltung
Raum: HC.G.2.04
Sprache: Deutsch
Anmeldung: HIER
PRÄSENZ | Methode Macht Geschlecht: Qualitative Interviews unter der Lupe | am 07. Juli | für Wissenschaftler*innen in Qualifikationsphasen
Das Methodenzentrum empfiehlt diese Veranstaltung der Genderwerkstatt.
In der Datensitzung werden vorerst die theoretischen Grundlagen vermittelt, die uns befähigen im zweiten Teil der Sitzung das eigene mitgebrachte Material zu analysieren. Wir werden uns anschauen, an welchen Stellen in Interviewsituationen Kategorien wie zum Beispiel Geschlecht und Status sowohl der Interviewer*in als auch der Interviewpartner*innen relevant werden können und welche Auswirkungen sich daraus auf die Interviewsituation ergeben. Wir lernen wie wir im Interview auf Machtgefälle in beiden Richtungen reagieren und sie uns sogar zu Nutze machen können. Zusätzlich widmen wir uns Möglichkeiten in der Auswertung mit solchen Situationen umzugehen.
Die Data Session richtet sich an Wissenschaftler*innen in Qualifikationsphasen, die Interviews durchführen wollen oder bereits durchgeführt haben. Sofern vorhanden, kann das eigene Material als Analysegrundlage mitgebracht werden. Es steht aber auch exemplarisches Anschauungsmaterial zur Verfügung.
Simone Tichter, M.A. koordiniert die Gender-Werkstatt der Uni Hildesheim. Sie hat Kulturwissenschaften studiert und promoviert in der Soziologie zu Benachteiligung in akademischen Peer Review Verfahren. Für ihr Promotionsprojekt hat sie unter anderem Expert*inneninterviews durchgeführt.
Datum: 07.07.2026
Uhrzeit: 16:00 - 18:00 Uhr
Format: Präsenz-Veranstaltung
Raum: HC.G.3.09
Zielgruppe: Wissenschaftler*innen in Qualifikationsphasen, die Interviews durchführen wollen oder bereits durchgeführt haben
Sprache: Deutsch
Anmeldung: HIER
Externes Angebot
Quantitatives Angebot
Summer Schools 2026
Unter dem Link finden Sie eine Serie von Summer Schools mit Empfehlungen für kommende Veranstaltungen.
GESIS Training
Das Angebot von GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften konzentriert sich im Bereich der quantitativen Methodik auf den gesamten Survey-Lifecycle sowie fortgeschrittene statistische Analyseverfahren. Die Formate umfassen spezialisierte Workshops zu Themen wie Stichprobendesign, Kausalanalyse mit Paneldaten, Item-Response-Theorie und computergestützten Verfahren der Social Data Science. Durch die Verbindung von theoretischer Fundierung und praktischer Anwendung in Softwareumgebungen wie R oder Stata richtet sich das Programm an Forschende, die valide quantitative Erhebungsinstrumente entwickeln und komplexe Datensätze auswerten möchten.
Website: GESIS Training
Instats
Instats ist eine spezialisierte Plattform für die quantitative methodische Weiterbildung und bietet ein umfassendes Spektrum an Kursen zu modernen statistischen Modellierungen und Data Science an. Das Portfolio umfasst Themenbereiche wie strukturgleichungsbasierte Analysen, bayesianische Statistik, Mehrebenenmodelle sowie maschinelles Lernen und KI-gestützte Datenverarbeitung. Die Seminare werden von international führenden Fachexperten geleitet und vermitteln sowohl die mathematischen Grundlagen als auch die softwareseitige Umsetzung quantitativer Forschungsdesigns für die akademische Forschung.
Website: Instats
Kontakt quantitatives Angebot
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Dr. Per HolderbergUniversitätsplatz 1, D-31141 HildesheimI003Quantitative Anfragen via Terminvereinbarung per Email+49 (0)5121 883-10718
Kontakt qualitatives Angebot
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Privatdozentin Dr. Melanie PierburgUniversitätsplatz 1, D-31141 HildesheimHC.I.0.03+49(0)5121-883-10724+49(0)5121-883-10725