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Pflege und Versorgungsorganisation PVO (Nursing and Care Organisation)

Aufgrund demografischer, epidemiologischer, gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen steigt nicht nur die Fallzahl der Betroffenen, sondern es verändern sich auch Versorgungsprozesse und deren komplexe Organisationsstrukturen. So haben hilfe- oder pflegeabhängige Menschen mitunter einen multiplen Versorgungsbedarf und können parallel oder nacheinander präventive, kurative, rehabilitative, palliative und soziale Leistungen benötigen. Gesundheit macht dabei nicht an Grenzen halt, und zwar weder an Disziplingrenzen noch an Sektoren, regionalen oder Ländergrenzen. Vielmehr erfordert die zukunftsfähige Organisation sozialer Dienstleistungen mit Blick auf die Herausforderungen eine Berücksichtigung von Fragen der Pflege und Versorgung vor dem Hintergrund zunehmender kultureller, sozialer und regionaler Diversitäten. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit und Organisation sozialer Dienstleistungen ist nicht nur wünschenswert, sondern geboten!

Um eine zukünftig noch angemessene(re) gesundheitliche Versorgung zu gewährleisten, ist es auch erforderlich, die informellen Versorgungsstrukturen zu stärken, als auch neue wirksame Rollenbilder und Handlungsfelder zu erschließen, insbesondere unter Einbeziehung sinnvoll eingesetzter, also lebensdienlicher Technik. Ferner ist es notwendig, vorhandene Versorgungsstrukturen und Konzepte zu optimieren als auch innovative und visionäre versorgungseffektive Pfade und Organisationsstrukturen zu gestalten, zu erforschen und letztlich adäquat Funktionierendes nachhaltig zu verstetigen.

Im Kontext der Ausgangslage fokussiert das PVO-Cluster auf eine theoretisch und empirisch begründete Gestaltung einer lebensdienlichen Pflege- und Versorgungsorganisation (PVO). Das Institut für Sozial- und Organisationspädagogik ist in Forschung und Lehre in diesem Bereich regional und überregional seit Jahren aktiv und fachlich ausgewiesen. Mit dem Lehr- und Forschungscluster wird dieser Schwerpunkt ausgebaut und deutlicher sichtbar.

Angestrebt wird auch eine Öffnung des Clusters mit dem Ziel der international orientierten interdisziplinären Vernetzung mit Expert:innen im Gesundheits- und Sozialwesen.