Lehr- und Forschungscluster Digitalisierung

Digitalisierungsprozesse erfahren aktuell auch im Kontext der Sozial- und Organisationspädagogik immer mehr an Bedeutung: Soziale Dienste greifen in ihrer alltäglichen Arbeit zunehmend und in vielfältiger Weise auf digitale Lösungen zurück – sowohl im Kontext ihrer fachlichen Arbeit bzw. unmittelbaren Dienstleistungserbringung als auch in der Ausgestaltung ihrer organisationalen Prozesse und Strukturen. Digitale Medien sind längst Alltag der Adressat_innen vieler sozial- und organisationspädagogischer Angebote und Dienstleistungen und auch in der Aus- und Weiterbildung von Studierenden und Fachkräften gewinnen digitale Lehr- und Lernmethoden immer mehr an Relevanz.

Um Studierende zukunftsfähig auf die komplexen Tätigkeiten in sozialen Dienstleistungsorganisationen  vorzubereiten, gilt es deshalb, bereits im Studium das (Erfahrungs-)Wissen um soziale Medien und die nötigen digitalen Kompetenzen zur Nutzung entsprechender Plattformen zu vermitteln. So braucht es heute nicht nur eine Pädagogik der Digitalisierung, sondern auch ein Hochschulwesen, welches es sich zur Aufgabe macht, die Lernenden so auszubilden und zu qualifizieren, dass diese in Zeiten des digitalen Wandels als formative Akteur_innen wirken können.

Das Lehr- und Forschungscluster Digitalisierung beschäftigt sich deshalb mit den Chancen und Herausforderungen, die diese vielschichtigen Digitalisierungsprozesse mit sich bringen. Die Arbeitsgruppe versteht sich derzeit als eine Peer-to-Peer-Beratung: In unseren regelmäßigen Treffen beraten und informieren wir uns gegenseitig über digitale Tools sowie Lehr- und Lernmethoden, planen die Digitalisierung von Lehrangeboten, diskutieren Projektanträge, die sich mit Digitalisierungsprozessen in Lehrkontexten ebenso wie in sozialen Diensten beschäftigen und berichten über Informationen, Erkenntnisse und Trends von Tagungen.

Zudem planen wir, diese Beratung für das Institut zu öffnen und Institutsmitglieder hinsichtlich ihrer Fragen zu Digitalisierung, z. B. zum Einsatz digitaler Formate in der Lehre, praxisorientiert zu beraten. Darüber hinaus sollen Forschungsanträge um Fragen der Digitalisierung in der Sozial- und Organisationspädagogik entwickelt werden.

Mitglieder

Agnetha Bartels
Theresa Brust
Marion Kamphans
Svea Korff
Claudia Muche
Birgit Oelker
Carolin Oppermann
Tanja Rusack
Inga Truschkat
Sabrina Volk

Blog „We love digital“

Über aktuelle Entwicklungen, Tools, Tagungen etc. berichten wir in unserem Blog http://welovedigital.blog.uni-hildesheim.de.

Forschungsprojekte

  • Europäischer Sozialfond (Förderprogramm „Öffnung von Hochschulen“, über N-Bank Niedersachsen): Pflege- und Versorgungsorganisation (PVO). Digitales Qualifizierungsangebot; 09.2018-08.2020 (24 Monate), gefördert mit 279.300€

  • BMBF-Förderung: Begleitete und unbegleitete geflüchtete Minderjährige - Rahmenbedingungen und Schutz in Organisationen, Verständnis für Traumafolgen und psychische Belastungen. Safety & Help for Early adverse Life events and Traumatic Experiences in minor Refugees (Shelter) – Kurs: Schutzkonzepte für Organisationen, die Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrungen betreuen; in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Ulm, der Hochschule Landshut und der Universität Bielefeld, 09.2016-08.2019 (36 Monate), gefördert mit 161.000€ in Hildesheim [mehr]

  • BMBF-Förderung: Entwicklung eines vertiefenden E-Learning Curriculums zur ergänzenden Qualifikation in Traumapädagogik, Traumatherapie und Entwicklung von Schutzkonzepten und Analyse von Gefährdungsrisiken in Institutionen (ECQAT); in Kooperation mit den Universitäten Ulm, Bielefeld und Landshut, 2014-2017 (36 Monate), gefördert mit 137.000€ in Hildesheim

  • BMBF-Förderung: DigiCare – Ein Konzept zur Digitalisierung von Pflegedingen; in Kooperation mit der Charité Berlin, 02.2017-10.2017, gefördert mit 32.000€ in Hildesheim

  • E-Learning-Programm zu Gender Mainstreaming und der Prüfung der Auswirkungen auf Familien - unter Berücksichtigung von Barrierefreiheit (2007, in Kooperation mit dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit)