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Dekobild im Seitenkopf Rechte im Übergang – Die Begleitung und Beteiligung von Care Leavern
 

Rechte im Übergang – Die Begleitung und Beteiligung von Care Leavern

Projektlaufzeit: Juni 2014 – Mai 2016

Care Leaver sind junge Erwachsene, die einen Teil ihres Lebens in stationären Erziehungshilfen verbracht haben und von dort aus den Weg in ein eigenständiges Leben beginnen. In dem Projekt Rechte im Übergang gehen wir der Frage nach, wie Care Leaver diesen Weg in ein eigenständiges Leben erleben. Dazu werden junge Menschen, die die stationäre Erziehungshilfe bereits verlassen haben, in leitfadengestützten Interviews zu ihren Erfahrungen befragt.

Weitere Informationen zum Projekt

gefördert durch:

            

http://www.jugendmarke.de/

 

Aktuelles und Termine

 

Broschüre „Durchblick, Infos für deinen Weg aus der Jugendhilfe ins Erwachsenenleben“

Weitere Informationen für den Übergang von Care Leavern finden Sie auf der Internetseite www.careleaver-online.de

 

Britta Sievers/Severine Thomas/ Maren Zeller

Jugendhilfe – und dann?
Ein Arbeitsbuch

Das Buch stellt die Situation von jungen Menschen im Übergang aus stationären Erziehungshilfen ins Erwachsenenleben dar und diskutiert Praxisbeispiele guter Übergangsbegleitung.

Inzwischen erschienen,
erhältlich über die Internationale Gesellschaft für Erzieherische Hilfen (IGfH) e.V. und im Buchhandel

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Informationen zum Projekt

Eine Hauptaufgabe im Projekt Rechte im Übergang ist die bundesweite Befragung von Care Leavern. Außerdem werden die Bedingungen des Übergangs aus der stationären Jugendhilfe ins Erwachsenenleben im Rahmen von Beteiligungsworkshops gemeinsam mit betroffenen jungen Menschen analysiert. Dabei geht es insbesondere um die Frage, welche Unterstützung Care Leaver in dieser Lebensphase von Institutionen und im privaten Umfeld erhalten haben und welche Hilfen sie sich u. U. darüber hinaus gewünscht hätten.

Ziel der Projektarbeit ist es, Informationsmaterialien für Care Leaver und die Fachpraxis zu entwickeln, die über Rechte, Unterstützungsmöglichkeiten und vorhandene Infrastrukturen aufklären. Unter Mitarbeit interessierter Care Leaver wird hierzu eine Info-Broschüre erstellt und eine Internetseite aufgebaut. Hiermit soll die Adressat_innenperspektive stärker in den Fachdiskurs eingebracht und die Beteiligung von Care Leaver an der Wahrnehmung ihrer Rechte unterstützt werden. Mit dem gleichen Ziel wird ein Hearing mit Vertretern aus der Fachpraxis und Politik durchgeführt, das Care Leavern die Möglichkeit gibt, in diesem Rahmen ihre Perspektive und Anliegen stärker zu verdeutlichen.

 

Personen in dem Projekt

Projektleitung:
Prof. Dr. Wolfgang Schröer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt:
Dr. Severine Thomas
Dipl. Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin, Diplom Sozialmanagement
Arbeitsschwerpunkte:
Organisationsforschung in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Professionsforschung in sozialpädagogischen Handlungsfeldern, Familienerziehung und ihre Schnittstellen zu öffentlicher Erziehung

 

Kooperationspartner:

http://www.igfh.de/

Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen
Joseph Koch (Geschäftsführer IGfH)
Dirk Nüsken (EFH Bochum, Vorstand IGfH)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt für die IGfH:
Britta Sievers
Dipl.-Sozialarbeiterin (FH)
MA Comparative European Social Studies (University of North London)
Arbeitsschwerpunkte:
Grenzüberschreitende und international vergleichende Aspekte der Kinder- und Jugendhilfe, Kinderschutz / Migration

 

http://www.uni-trier.de

JProf. Dr. Maren Zeller
Abteilung Sozialpädagogik III
im Fach Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Trier

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Broschüre „Durchblick, Infos für deinen Weg aus der Jugendhilfe ins Erwachsenenleben“

Im Rahmen des Projekts „Rechte im Übergang – die Begleitung und Beteiligung von Care Leavern“, das von IGfH und der Universität Hildesheim durchgeführt wird, wurde eine Informationsbroschüre für junge Menschen in stationären Hilfen erstellt, die sich auf das Hilfeende bzw. den Auszug vorbereiten.

Die Broschüre „Durchblick, Infos für deinen Weg aus der Jugendhilfe ins Erwachsenenleben“ richtet sich direkt an Jugendliche und junge Erwachsene, die in Wohngruppen, Pflegefamilien oder anderen stationären Hilfeformen leben. Die Broschüre kann auch gut von Fachkräften genutzt werden, denn sie bietet in 9 Kapiteln einen systematischen Überblick über wichtige Themenfelder, die in der Übergangsbegleitung eine Rolle spielen. Sie kann dazu beitragen, den jungen Menschen Orientierung im Prozess des Übergangs zu geben. Dazu vermittelt die Broschüre in kurzen Texten eine Vielzahl wichtiger Informationen und gibt Hinweise zu weiterführenden Materialien wie Anträgen, Formularen, Links und Apps.

Inhalt:

  1. Erwachsen werden in der Wohngruppe / Pflegefamilie (Übergangsvorbereitung, betreute Wohnformen, Hilfe für junge Volljährige etc.)

  2. Endlich 18! (Rechtliche Änderungen mit der Volljährigkeit)

  3. Wohnen (Infos rund um die Wohnungssuche; Mietvertrag, Umzug etc.)

  4. Geld (Umgang mit Geld, eigenes Konto, Leistungsansprüche zur Existenzsicherung)

  5. Versicherungen (Kranken- und Haftpflichtversicherung)

  6. Schule (Schulabschlüsse, alternative Wege zum Abschluss)

  7. Ausbildung / Trainings / Studium (Berufsorientierung, Ausbildungsplatzsuche, Bewerbungen, Studium etc.)

  8. Weitere Hilfen (Info zu Ombudsstellen, Übersicht über Beratungs- und Hilfsangebote)

  9. Mein Leben (Gesundheit, Ernährung, Sexualität, Medien, Beziehungen etc.)

Die Broschüre kann gegen Versandkosten bei der IGfH bestellt werden (Online-Bestellung möglich unter www.igfh.de/Publikationen/Informationsbroschüren).

Im Rahmen des o.g. Projektes wurde zudem die Homepage www.careleaver-online.de erstellt. Diese enthält neben dem Inhalt der Broschüre weitere und detaillierte Informationen und ermöglicht über Links einen direkten Zugang z.B. zu Musteranträgen oder Checklisten. Auf der Homepage besteht auch die Möglichkeit zum kostenlosen Download der Broschüre „Durchblick“.

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Arbeitsbuch

Britta Sievers/Severine Thomas/ Maren Zeller

     Jugendhilfe – und dann?

     Zur Gestaltung der Übergänge junger Erwachsener
     aus stationären Erziehungshilfen
     Ein Arbeitsbuch

 

 

Junge Menschen, die einen Teil ihres Lebens in stationären Erziehungshilfen verbracht haben und sich am Übergang in ein eigenständiges Leben befinden, sehen sich besonderen Herausforderungen gegenüber. Die Begleitung ins Erwachsenenleben bildet dabei selbst eine strukturelle Hürde: Die Dauer der Hilfe ist stark begrenzt und die Gewährung von Anschlusshilfen in anderen Unterstützungssystemen ist ungewiss.

Das vorliegende Arbeitsbuch basiert auf Erkenntnissen aus dem Praxisforschungsprojekt „Nach der stationären Erziehungshilfe – Care Leaver in Deutschland“, welches die IGfH in Kooperation mit der Universität Hildesheim durchgeführt hat. In dem Buch wird die Situation von jungen Menschen im Übergang aus stationären Erziehungshilfen ins Erwachsenenleben dargestellt und nationale wie internationale Praxisbeispiele guter Übergangsbegleitung vorgestellt und diskutiert.

Das Buch bietet insbesondere Anregungen für die Fachpraxis, aber auch für die Ausbildung und Lehre. Es verfügt über zahlreiche Praxisbeispiele, Materialien, Literaturhinweise sowie Links zu weitergehenden Informationen zur Übergangsbegleitung im In- und Ausland.

ISBN 978-3-925146-85-5
2015, 224 Seiten, br.
19,90 €

 

Prof. Dr. Dr. h. c. Reinhard Wiesner,
Hilfen für junge Volljährige. Rechtliche Ausgangssituation
[pdf]

 

Positionspapier

Positionspapier Care Leaver

 

Publikationen

Sievers, Britta/ Thomas, Severine/ Zeller, Maren (2015): Jugendhilfe – und dann? Zur Gestaltung der Übergänge junger Erwachsener aus stationären Erziehungshilfen. Ein Arbeitsbuch, IGfH, Frankfurt am Main

Schröer, Wolfgang/ Thomas, Severine (2014): Das “Ende” der Vollzeitpflege … Übergänge, junges Erwachsenenalter und Pflegefamilien. In: Pflegekinderhilfe im Aufbruch – Aktuelle Entwicklungen und neue Herausforderungen in der Vollzeitpflege, Beltz Juventa, Weinheim, S. 174-184

Thomas, Severine (2014): Wie kommen Pflegekinder gut ins Erwachsenenleben? In: Pflegekinder heute, netz – Fachzeitschrift Pflegekinder und Kindesschutz, 02/2014, S. 9-11

Zeller, Maren (2014): Übergänge unterstützen – internationale Inspirationen. In: Forum Erziehungshilfen, 20. Jahrgang 2014, Heft 3, Beltz Juventa Weinheim, S. 152-154

Thomas, Severine/ Sievers, Britta (2014): Übergangsbegleitung aus stationären Erziehungshilfen – ein Blick in die Praxis. In: Forum Erziehungshilfen, 20. Jahrgang 2014, Heft 3, Beltz Juventa Weinheim, S. 147-151

Strahl, Benjamin/ Thomas, Severine (2014): (Er)wachsen ohne Wurzeln? Der Weg aus stationären Erziehungshilfen. In: Forum Erziehungshilfen, 20. Jahrgang 2014, Heft 3, Beltz Juventa Weinheim, S. 132-137

Thomas, Severine (2013): Hilfe am Ende? - Erwachsenwerden in stationären Erziehungshilfen. In: PFAD 4, S. 12-13

Sievers, Britta (2013): Die Care Leavers Association in Grobritannien. In: Forum Erziehungshilfen, 19. Jahrgang, Heft 3, Bletz Juventa, Weinheim

Sievers, Britta/Thomas, Severine (2013): Tagungsberichte Internationaler und nationaler Expertenworkshop. In: Forum Erziehungshilfen, 19. Jahrgang, Heft 4, Beltz Juventa, Weinheim, S. 227-229

Thomas, Severine (2013): Keine Zeit für Abenteuer . In: Sozial Extra 9/10, S. 43-46

Zeller, Maren/Mangold, Katharina/Thomas, Severine (2013): Briefing Paper 6 Education, SOS Childrensvillages international, S. 14-17

Strahl, Benjamin/Thomas, Severine (2013): Care Leavers. In: Unsere Jugend, 1 (2013), S. 2-11  

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Abgeschlossenes Projekt 2012-2014

Projekt „Nach der stationären Erziehungshilfe – Care Leaver in Deutschland“

Die stationären Erziehungshilfen genießen in Deutschland einen ambivalenten gesellschaftlichen Stellenwert. Einerseits verbirgt sich dahinter eine Vielfalt an Hilfeformen – von Heimgruppen über Wohngruppen, Pflegefamilien, Erziehungsstellen und anderen, andererseits wird diese Vielfalt häufig unter der Formel „Stationäre Jugendhilfe als ultima ratio“, als Restkategorie gegenüber den ambulanten Hilfen vereinfachend subsummiert. Diese Perspektive verstellt den Blick auf eine differenzierte Analyse dessen, was stationäre Erziehungshilfen zu leisten vermögen und welchen Herausforderungen sie hinsichtlich ihrer Anschlussfähigkeit an eine gelingende, selbstständige, sozial integrierte Lebensführung gegenüberstehen.

Festzuhalten ist – und dies wird auch in internationalen Studien bestätigt – dass Kinder- und Jugendliche, die im Rahmen von öffentlichen Hilfen zur Erziehung betreut werden, besonderen ökonomischen und sozialen Benachteiligungen sowie auch Barrieren im  Bildungssystem ausgesetzt sind. Diese Problematik erfährt dadurch zusätzliche Brisanz, dass Kinder und Jugendliche, die in stationären Erziehungshilfen aufwachsen, außerdem im Vergleich zu denen, die in ihrer Herkunftsfamilie leben, deutlich früher in den Prozess der Verselbstständigung eintreten (müssen). Damit erfahren die Jugendlichen nicht nur biografisch bedingte, sondern auch mit der stationären Erziehungshilfe korrespondierende strukturelle Benachteiligungen.

Die besondere Situation dieser sogenannten Care Leavers 1 – wird in der Jugendpolitik aber bisher kaum zur Kenntnis genommen. Zudem wird die damit verbundene Herausforderung vielfach auch nicht als Aufgabe des Bildungssystems, sondern als Herausforderung der Kinder- und Jugendhilfe angesehen. Obwohl das Kinder- und Jugendhilfegesetz weitere Angebote für junge Volljährige ermöglichen würde, sehen viele Akteure in der Kinder- und Jugendhilfe ihre Verantwortung für diese jungen Menschen mit dem Erreichen der Volljährigkeit oder dem Verlassen der jeweiligen Einrichtungen als beendet an.

Insgesamt sind auf internationaler Ebene eine Reihe von Aktivitäten zu erkennen, durch die der Übergang ins Erwachsenenalter von Care Leavers verbessert werden soll. So hat beispielsweise die Organisation „SOS-Kinderdörfer International“ eine Studie „Ageing out of Care“ vorgelegt, in der die Übergänge ins Erwachsenenalter von Care Leavers vor allem in osteuropäischen Ländern analysiert werden.

Das Projekt Nach der stationären Erziehungshilfe – Care Leaver in Deutschland der IGfH und der Universität Hildesheim zielt deshalb darauf ab, die Lebenssituation von Care Leavers stärker ins Blickfeld der europäischen Sozialpolitik zu rücken (vgl. Lerch/Stein 2010).Vor diesem Hintergrund sollen durch das Projekt die verschiedenen Maßnahmen, Angeboten und Unterstützungsstrukturen, die in den unterschiedlichen Ländern bereits existieren, systematisiert verglichen, Formen guter Praxis identifiziert, Transfermöglichkeiten beschrieben und Notwendigkeiten der Adaption diskutiert werden.

Ziel des Projektes Nach der Erziehungshilfe – Care Leaver in Deutschland ist es darum:

  • die Situation von Care Leavers in Deutschland im internationalen Vergleich zu betrachten und dabei die Schnittstellen zu anderen sozialstaatlichen Stützungssystemen in den Blick zu nehmen;
  • Strukturen „Guter Praxis“ in Deutschland herauszuarbeiten, diese mit Angeboten und Maßnahmen aus dem europäischen Ausland zu vergleichen und für den Transfer aufzubereiten;
  • in Workshops mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Ländern über die Erfahrungen in der Umsetzung der Angebotsstruktur zu diskutieren, sowie den möglichen Transfer in die Kinder- und Jugendhilfelandschaft in Deutschland mit freien und öffentlichen Trägern zu prüfen;
  • ein Arbeitsbuch (Workbook) für die Kinder- und Jugendhilfepraxis zu erarbeiten, in dem für Träger und Kommunen bzw. auch für Jugendämter die internationalen Erfahrungen und mögliche Angebote übersichtlich dargestellt werden.

Projektleitung:
Prof. Dr. Wolfgang Schröer
Dr. Maren Zeller
Dr. Stefan Köngeter

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt:
Dr. Severine Thomas



Kooperationspartner:

http://www.igfh.de/

Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen
Joseph Koch (Geschäftsführer IGfH)
Dirk Nüsken (EFH Bochum, Vorstand IGfH)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt für die IGfH:
Britta Sievers

 


1 Unter Care Leavers werden im anglo-amerikanischen Sprachgebrauch Erwachsene verstanden, die als Kinder und/oder Jugendliche zumindest zeitweilig in einer öffentlich verantworteten, stationären Form der Erziehungshilfen außerhalb ihrer Herkunftsfamilie aufgewachsenen sind (vgl. auch www.careleavers.com)

 

careLeaver

 

 

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Institut

Institut für Sozial- und Organisationspädagogik
Universitätsplatz 1
D-31141 Hildesheim

Telefon Sekretariat:
+49 (0)5121 - 883 11700

Telefax Sekretariat:
+49 (0)5121 - 883 11701
E-Mail zum Sekretariat (Frau Laus)

Anfahrt

 

Kontakt

Dr. Severine Thomas
Institut für Sozial- und Organisationspädagogik
Universitätsplatz 1
D-31141 Hildesheim
Telefon: +49 5121 883-11728
E-Mail: severine.thomasuni-hildesheim.de    

 
 
Letzte Änderung: 27.06.2016