Qualitative Untersuchung der Beratungspraxis von getrenntlebenden Eltern in Beratungsstellen; in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut München (DJI)

Projektlaufzeit: 07.2020 - 14.02.2021

Projektbeschreibung

Mit der qualitativen Untersuchung der Beratungspraxis von getrenntlebenden Eltern mit gemeinsamer Sorge durch Fachkräfte in Beratungsstellen sollen dringend benötigte Einblicke an dieser Nahtstelle von Familienrecht und Beratungspraxis durch Fachkräfte in Familienberatungsstellen gewonnen werden. Die Beratungspraxis ist in gewisser Hinsicht ein Dunkelfeld, denn es fehlen Erkenntnisse zum Verständnis gemeinsamer Sorge der beratenden Fachkräfte und ihrer interaktiven Herstellung im Beratungsprozess. Durch eine rechtssoziologisch und empirisch-sozialwissenschaftliche explorative Studie soll an fünf regional verschiedenen Standorten in Deutschland mit Fachkräften aus Beratungsstellen die Beratungspraxis beim Elternkonflikten in Fokusgruppen diskutiert werden. In den Fokusgruppe sollen v. a. Leitfragen der Forschung und Fallvignetten diskutiert werden. Dieses methodische Vorgehen ermöglicht einen guten Zugang zu den fehlenden und benötigten Informationen darüber, wie Fachkräfte in Beratungsstellen getrenntlebende Eltern im Elternkonflikt beraten und welche Rechtsvorstellungen und Konstruktionen gemeinsamer Sorge in der Elternberatung sie haben. Untersucht werden soll auch, welche Fallkonstellationen des Elternkonflikts bei der Ausübung gemeinsamer Sorge häufig in der Beratung vorkommen und was die Gelingensbedingungen einer Beratung sind bzw. wann eine Beratung abgebrochen wird oder scheitert.

Kooperation

DJI München - Deutsches Jugendinstitut e.V.

Kontakt

Prof. Dr. Kirsten Scheiwe und Sevda Evcil