Teilstudienordnung und Modellstudienplan Bachelorstudium

Vorläufige Teilstudienordnung für das Fach Katholische Theologie

1. Zweck der Studienordnung

Diese Studienordnung regelt das ordnungsgemäße Studium der Katholischen Theologie im Sinne der Prüfungsordnung für den Bachelor of Arts (BA) im Studiengang Geistes-, Sprach-, Kultur- und Sportwissenschaften (GSKS).

 

2. Dauer und Gliederung des Studiums

Dauer und Gliederung des Studiums entsprechen § 3 der Prüfungsordnung für den Bachelor of Arts im Studiengang Geistes-, Sprach-, Kultur- und Sportwissenschaften (GSKS)

Es wird empfohlen, das Studium entsprechend dem Modellstudienplan in Anlage III zu organisieren. Die Aufbau- und Vertiefungsmodule können erst nach dem erfolgreichen Abschluss des Basismoduls gewählt werden.

 

3. Studienvoraussetzungen

Für eine angestrebte Erteilung der kirchlichen Lehrerlaubnis (‚missio canonica’) ist die Zugehörigkeit zur römisch-katholischen Kirche erforderlich.

Zum Theologiestudium gehören eine persönliche Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben und die Bereitschaft, problembewusst zu studieren und das eigene Glaubensverständnis kritisch zu reflektieren.

 

4. Sprachkenntnisse

Sprachkenntnisse in Hebräisch (der Sprache des größten Teils des Alten Testaments), Griechisch (der Sprache vor allem des Neuen Testaments, aber auch der frühen Kirchenväter) und Latein (der Sprache der westlichen Kirche und ihrer Tradition) sind erwünscht, werden aber nicht vorausgesetzt.

 

5. Ziele und Inhalte des Studiums

Das Studium der Katholischen Theologie will unter ökumenischer Perspektive und im Kontext gegenwärtiger kultureller, kirchlicher und gesellschaftlicher Fragestellungen in die wichtigsten Disziplinen der Katholischen Theologie mit ihren fachspezifisch zentralen Sachverhalten und Methoden einführen.

Das Studium soll in wissenschaftlicher Reflexion und persönlicher Auseinandersetzung mit den normativen Ursprüngen, den geschichtlichen Gestalten, systematischen Begründungen und Prozessen der Vermittlung des christlichen Glaubens sowie einer ethischen Lebenspraxis im Horizont dieses Glaubens zu eigenständigen, verantworteten Einsichten sowie zur Qualifikation verhelfen, diese in den vielfältigen Zeitgesprächen und unterschiedlichen Berufsfeldern zu behaupten.

Studierende sollen lernen, wissenschaftliche Erkenntnisse auf die Lebens- und Berufspraxis zu beziehen und umgekehrt Erfahrungen und Fragen der Lebens- und Berufswelt so wahrzunehmen und zu transformieren, dass sie wissenschaftlicher Betrachtung zugänglich werden.

 

6. Studienbereiche

Das Studium der Katholischen Theologie umfasst folgende Teilbereiche:

            Biblische Theologie:

                        Exegese des Alten Testament

                        Exegese des Neuen Testaments

            Historische Theologie:

                        Kirchengeschichte

            Systematische Theologie:

                        Fundamentaltheologie/Dogmatik

                        Ethik/Sozialethik

                        Theologie der Religionen/Religionswissenschaft

            PraktischeTheologie:         

                        Religionspädagogik

                        Fachdidaktik

 

7. Studieninhalte

Die Studieninhalte sind den folgenden Anlagen zu entnehmen.

Module (Anlage I)

Modulbeschreibungen (Anlage II)

Modellstudienplan (Anlage III)

 

8. Lehrveranstaltungsformen

Die Lehrveranstaltungsformen ergeben sich aus der Beschreibung der einzelnen Module in Anlage II.

 

9. Ökumenische Lehrveranstaltungen

Mindestens eine der Veranstaltungen des Studiums muss eine ökumenische, d.h. von Dozierenden beider theologischen Institute des Fachbereichs geleitete Veranstaltung sein.

 

10. Prüfungsleistungen

Die Prüfungsleistungen ergeben sich aus der Beschreibung der einzelnen Module in Anlage II. In welcher Lehrveranstaltung eines Moduls eine Prüfungsleistung erbracht werden muss, wird zu Beginn des Semesters von den Dozenten festgelegt.

 

11. Wiederholung von Prüfungsleistungen

Prüfungen können gemäß § 15 der Prüfungsordnung für den Bachelor of Arts Geistes-, Sprach-, Kultur- und Sportwissenschaften (GSKS) im Rahmen des Freiversuchs wiederholt werden.

 

12. Studienberatung

Das Institut für Katholische Theologie führt die studienbegleitende Fachberatung im Fach Katholische Theologie durch.

Es wird empfohlen, regelmäßig, besonders zu Beginn des Studiums, im Interesse einer optimalen Organisation und Durchführung des Studiums Beratung in Anspruch zu nehmen (vgl. § 6 der Prüfungsordnung).

 

Anlagen:     

            I.  Module

            II. Modulbeschreibungen

            III. Modellstudienplan

 

Anlage I: Module

Modul

Titel

Credits

SWS

Basismodul (BM)

Theologie – Reflexion des Glaubens

12

8

Aufbaumodul

(AM 1)

Jesus Christus – Quelle christlichen Glaubens

9

6

Aufbaumodul

(AM 2)

Glauben – Medium persönlicher und kirchlicher Identität

6

4

Vertiefungs-modul (VM 1)

Gott im Plural von Traditionen und Religionen

9

6

Vertiefungs-

modul (VM 2)

 

Transzendenz – Wahrheit – Verantwortung

9

6

Vertiefungs-modul (VM 3)

Didaktik religiöser Bildung

9

6

Summe credits /SWS

 

54

36

Alle Module werden jährlich angeboten.

Anlage II: BA Katholische Theologie Modulbeschreibungen

Abkürzungen

  • Cr (Credits)
  • S (Seminar)
  • SWS (Semesterwochenstunde)
  • WL (Workload) Arbeitsaufwand

Basismodul

Lehrinhalte und Lernziele des Moduls und seiner Veranstaltungen

Studienleistungen

Prüfungsleistungen

Cr

SWS

WL

Basismodul (BM):

Theologie – Reflexion des Glaubens

 

Das Basismodul führt in die Theologie als die wissenschaftliche Reflexion des christlichen Glaubens ein: als Reflexion des Ursprungs, der Geschichte, der Begründung und der Praxis des Glaubens.

Das Basismodul macht mit den unterschiedlichen Methoden und mit Basiswissen der verschiedenen theologischen Disziplinen vertraut.

 

Lektüre als Vor- und Nachbereitung

1 Kurzreferat,

2 Protokolle Bibliographieren, Übungen

1 Test von 90 Minuten Dauer

12

8

360

 

 

Seminar BM a:

Der Glaube der Christen und die wissenschaftliche Theologie

Einführung in die Theologie und das wissenschaftliche Arbeiten

s. o.

 

 

1 S

 

Seminar BM b:

Die normativen Ursprünge christlichen Glaubens

 

Grundkurs biblische Theologie

s.o.

 

 

2 S

 

Seminar BM c:

In der Geschichte gelebter Glaube der Christen

Grundkurs historische Theologie

s.o.

 

 

2 S

 

Seminar BM d:

Kritischer Kommentar der Glaubenserfahrung, -inhalte, -und

-praxis

Grundkurs systematische Theologie

s.o.

 

 

2 S

 

Seminar BM e:

Ethische Fragen und Methoden im Horizont christlichen Glaubens

Grundkurs (theologische) Ethik

s.o.

 

 

1 S

 

Summe Cr/ SWS/ WL des Basismoduls

 

 

 

12

8

360

 

 

Aufbaumodule

Lehrinhalte und Lernziele des Moduls und seiner Veranstaltungen

Studienleistungen

Prüfungsleistungen

Cr

SWS

WL

Aufbaumodul (AM) 1:

Jesus Christus – Quelle christlichen Glaubens

Das Aufbaumodul 1 nimmt Jesus Christus als den bleibend normativen Bezugspunkt christlicher Theologie in den Blick.

Es vermittelt inhaltliche Kriterien stimmiger christlicher Theologie.

 

1 Kurzreferat

 

Schriftliche Hausarbeit

(ca. 10 Seiten)

9

6

270

Seminar AM 1a:

Jesus im jüdischen Kontext seiner Zeit und die Anfänge der Kirche

 

s.o.

 

 

2 S

 

Seminar AM 1b:

Christologische Theologie des Neuen Testaments

 

s.o.

 

 

2 S

 

Seminar AM 1 c:

Anfänge und Geschichte der Christologie

 

s.o.

 

 

2 S

 

 

 

Aufbaumodul (AM) 2:

Glauben – Medium persönlicher und kirchlicher Identität

Das Aufbaumodul 2 hat Vermittlungsprozesse des Glaubens in Theorie und Praxis, den Zusammenhang von Glauben und persönlicher Identität zum Gegenstand.

Es befähigt dazu, Religion als biographisches, kulturelles, geschichtliches und gesellschaftliches Phänomen wahrzunehmen und zu reflektieren

Kurzinterviews,

1 Kurzreferat

Kolloquium

(20 Minuten Dauer)

6

4

180

Seminar AM 2 a:

Religion in biographischer Sozialisation

 

s.o.

 

 

1 S

 

Seminar AM 2 b:

Religion in kirchlicher und gesellschaftlicher Zeitgenossenschaft

 

s.o.

 

 

1 S

 

Seminar AM 2 c:

Die historische Gestalt des christlichen Glaubens I

 

s.o.

 

 

2 S

 

 

Summe CR/SWS/WL der Aufbaumodule

 

 

 

15

10

450

 

 

Vertiefungsmodule

Lehrinhalte und Lernziele des Moduls und seiner Veranstaltungen

Studienleistungen

Prüfungsleistungen

Cr

SWS

WL

Vertiefungsmodul (VM) 1:

Gott im Plural von Traditionen und Religionen

Das Vertiefungsmodul 1 reflektiert die faktische Pluralität von Glaubensgestalten in unterschiedlichen Kulturen, Traditionen und Religionen.

Es macht sensibel für die kulturellen und geschichtlichen Bedingungen und so für den Plural authentischer Glaubensgestalten

Interpretations-arbeit an Texten,

1 Kurzreferat oder Protokoll

Schriftliche Hausarbeit (ca. 10 Seiten)

9

6

270

Seminar VM 1 a:

Gott im Zeugnis des Alten und Neuen Testaments

 

s.o.

 

 

2 S

 

Seminar VM 1 b:

Gott im Plural der Religionen

 

s.o.

 

 

2 S

 

Seminar VM 1 c:

Die historische Gestalt des christlichen Glaubens II

 

s.o.

 

 

2 S

 

 

 

Vertiefungsmodul (VM) 2:

Transzendenz – Wahrheit - Verantwortung

Das Vertiefungsmodul 2 thematisiert Fragen nach Transzendenz, Wahrheit und Verantwortung in biblischer, systematischer und ethischer Perspektive.

Es lehrt, große, nie endgültig zu beantwortende und doch unabweisbare Fragen zu stellen und sich ihnen in intellektueller Redlichkeit zu stellen.

1 Kurzreferat

Klausur (120 Minuten)

9

6

270

Seminar VM 2 a:

Theologische Anthropologie I

 

s.o.

 

 

1 S

 

Seminar VM 2 b:

Theologische Anthropologie II

 

s.o.

 

 

2 S

 

Seminar VM 2 c:

Interpretation zentraler biblischer Themen und Texte

 

s.o.

 

 

1 S

 

Seminar VM 2 d:

Ethik – verantwortliche Gestaltung des persönlichen, sozialen und gesellschaftlichen Lebens

 

s.o.

 

 

2 S

 

 

 

Vertiefungsmodul (VM) 3:

Didaktik religiöser Bildung

Das Vertiefungsmodul 3 stellt Formen allgemeiner Religionsdidaktik vor im Blick auf unterschiedliche Lernorte.

Es lehrt, religiöse Bildungsprozesse in verschiedenen Lernfeldern anzubahnen, zu unterstützen und zu reflektieren

1 Kurzreferat

Schriftliche Hausarbeit

(ca. 10 Seiten)

9

6

270

Seminar VM 3 a:

Ein Buch mit sieben Siegeln – Didaktische Zugänge zur Bibel

 

s.o.

 

 

2 S

 

Seminar VM 3 b:

Was sollen wir tun? – Einführung in eine Didaktik der Ethik

 

s.o.

 

 

2 S

 

Seminar VM 3 c:

Kommt der Glaube nur vom Hören? – Ästhetik und Religion

 

s.o.

 

 

2 S

 

Summe Cr/ SWS/ WL der Vertiefungsmodule

 

 

 

27

18

810

Anlage III: Modellstudienplan im Fach Katholische Theologie

1. WiSe:        

  • BM a: Der Glaube der Christen und die wissenschaftliche Theologie
  • BM b: Die normativen Ursprünge christlichen Glaubens
  • BM c: In der Geschichte gelebter Glaube der Christen
  • BM d: Kritischer Kommentar der Glaubenserfahrung, -inhalte und  -praxis            
  • BM e: Ethische Fragen und Methoden im Horizont christlichen  Glaubens

2. SoSe:       

  • AM 1a: Jesus im jüdischen Kontext seiner Zeit und die Anfänge der Kirche
  • AM 1b: Christologische Theologie des Neuen Testaments
  • AM 1c: Anfänge und Geschichte der Christologie 

3. WiSe:        

  • AM 2c: Die historische Gestalt des christlichen Glaubens I
  • VM 1a: Gott im Zeugnis des Alten und Neuen Testaments
  • VM 1b: Gott im Plural der Religionen      

4. SoSe:       

  • AM 2a: Religion in biographischer Sozialisation
  • AM 2b: Religion in kirchlicher und gesellschaftlicher Zeitgenossenschaft           
  • VM 1c: Die historische Gestalt des christlichen Glaubens II 

5. WiSe:        

  • VM 2a: Theologische Anthropologie I
  • VM 2c: Interpretation zentraler biblischer Themen und Texte
  • VM 3a: Ein Buch mit sieben Siegeln – Didaktische Zugänge zur Bibel
  • VM 3b: Was sollen wir tun? – Einführung in eine Didaktik der Ethik

6. SoSe:        

  • VM 2b: Theologische Anthropologie II
  • VM 2d: Ethik – verantwortete Gestaltung des persönlichen, sozialen und gesellschaftlichen Lebens
  • VM 3c: Kommt der Glaube nur vom Hören? – Ästhetik und Religion