Institut für Evangelische Theologie

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Studienreise nach Israel

Studentinnen und Studenten des Lehramtsfaches evangelische Theologie haben gemeinsam mit Hochschulpastorin Uta Giesel während einer „Springschool“ bedeutsame theologische und historische Orte in Israel besucht.

Die vierwöchige „Springschool“ wurde von der Hildesheimer Hochschulpastorin Uta Giesel für das landeskirchliche Mentorat zur Begleitung von Lehramtsstudierenden im Fach Evangelische Religion konzipiert und von der Landeskirche Hannovers, den Sprengeln Osnabrück und Hildesheim-Göttingen, der Evangelischen Erwachsenenbildung Hannover-Hildesheim, Brot für die Welt und den Stiftungen Axel und Friede Springer gefördert.

Uta Giesel hat den Kontakt zu Professorinnen und Professoren und Lehrenden während eines Studiensemesters vor zwei Jahren in Jerusalem geknüpft, um zukünftigen Religionslehrerinnen und Religionslehrern den Besuch theologischer und historischer Stätten in Israel zu ermöglichen. Im Frühjahr 2018 gingen nun 25 Studierende der Universitäten Göttingen, Osnabrück, Hannover, Hildesheim und Lüneburg für vier Wochen gemeinsam auf Reisen und nahmen an deutsch- und englischsprachigen Vorträgen teil. „Die Studierenden fanden sich schnell zu einer Gruppe zusammen, zeigten Teamfähigkeit, Aufgeschlossenheit und soziale Kompetenz“, sagt Hochschulpastorin Uta Giesel.

Das Programm des vierwöchigen Studienaufenthaltes war eng gestrickt, schildert Giesel: „Vier Tage Geschichte Israels und Jerusalems und christliche Konfessionen wurden zunächst in Jerusalem selbst gelehrt, dann ging es nach Galiläa, um einiges über die israelische Gesellschaft zu lernen. Nächste Station war der See Genezareth, von wo aus biblische Spuren der Jesusüberlieferungen und des alten Nordreichs Israel aufgesucht wurden. Bis an die Grenze zum Libanon und zu Syrien führten die Wege und lösten auch einiges an Gesprächsbedarf aus. Durch das Jordanbecken ging es wieder gen Süden. Am Toten Meer wurde den Studierenden die Problematik der Wasserversorgung im Nahen Osten erläutert. Zurück in Jerusalem begann die mehrtägige Studieneinheit ‚Judentum‘; gleichzeitig wurde das jüdische Purimfest mit gefeiert. Es folgten neun Tage Leben und Lernen in Palästina mit den Studieneinheiten Gesellschaft und Politik, christliche kontextuelle Theologie und Islam. Drei Schulbesuche und dortige Gespräche gaben Einblick in die Bildungssituation. Die Studierenden setzten sich mit der politischen und Menschenrechtslage in den besetzten Gebieten auseinander.“

Das Institut für Evangelische Theologie der Universität Hildesheim erkennt die Studienleistungen im Rahmen der „Springschool“ der Landeskirche an, so der Theologe Professor Martin Schreiner. Die Studierenden wurden vom Institut finanziell bezuschusst.

„Exkursionen sind eine große Chance. Ich konnte in Israel die Orte erleben, über die ich bisher nur etwas gelesen habe. Ich habe in den zahlreichen Begegnungen unterschiedliche Perspektiven gehört und viel gelernt, historisch, religiös und über die politische Lage“, sagt der Student Robert Rathke. Er hat Hochschulpastorin Uta Giesel bei der Organisation der Studienreise unterstützt. Rathke schließt aktuell sein Masterstudium mit den Fächern Wirtschaft und Geschichte an der Universität in Hildesheim ab und besucht parallel Seminare der evangelischen Theologie. Sein Ziel: Mit den pädagogischen Erfahrungen aus dem Lehramtsstudium möchte Robert Rathke den Schritt in die Theologie wagen und nach einem Vollzeitstudium der Theologie künftig als Pastor arbeiten. „Die Erfahrungen aus dem Lehramtsstudium an der Universität Hildesheim sind für meinen künftigen Berufsalltag als Pastor eine ideale Grundlage, denn ich werde täglich Menschen begegnen und habe in den schulpraktischen Studien gelernt, wie man mit Gruppen umgeht und den Einzelnen stärkt und auf Menschen zugeht. Die Praxiserfahrungen an Schulen, seit dem ersten Studienjahr, sind sehr bereichernd – Hildesheim hat eine der besten Lehramtsausbildungen landesweit“, meint der Student.

Die Organisatoren hoffen, dass aus dem einmaligen Projekt eine jährliche Studienreise entstehen kann und somit Lehramtsstudierende des Faches evangelische Theologie in ihrem Studium an die Orte der Geschehnisse der Bibel reisen können. Eine vergleichbare Studienreise existiert bisher nicht für Lehramtsstudierende. „Die Springschool hat auf alle Teilnehmenden nachhaltigen Eindruck gemacht. Ich hoffe, dass weitere angehende Religionslehrkräfte diese Erfahrung machen können“, so Giesel

Wer mehr über die „Springschool“ erfahren möchte, erreicht Hochschulpastorin Uta Giesel unter giesel@esg-khg-hildesheim.de.

Von: Pressestelle, Isa Lange

Aktuelles Prof. Dr. Maren Bienert - DFG-Netzwerk „Confessio im Konflikt. Religiöse Selbst- und Fremdwahrnehmung im 17. Jahrhundert

Vom 22. bis 24. März 2018 fand die vierte DFG-Netzwerktagung "Organisierte Confessio. Institutionalisierung religiöser Wahrnehmung im 17. Jahrhundert" an der Universität Hildesheim statt. Das Tagungsprogramm finden Sie hier.

Theologe und Religionspädagoge Martin Schreiner übernimmt Vorstandsvorsitz

Martin Schreiner, Professor für Evangelische Theologie, und Barbara Lambrecht-Schadeberg. Porträtfoto: Paul Olfermann

Professor Martin Schreiner von der Universität Hildesheim hat den Vorstandsvorsitz der Barbara-Schadeberg-Stiftung übernommen, die Schulen in Deutschland und Europa unterstützt. Der Theologieprofessor gilt deutschlandweit als Experte für Theorie und Praxis evangelischer Schulen.

Der Hildesheimer Professor für Evangelische Theologie und Religionspädagogik habilitierte sich 1995 an der LMU München mit einer Arbeit über evangelische Schulen und gilt als Experte für Theorie und Praxis evangelischer Schulen. Seit 2013 ist er Vizepräsident für Stiftungsentwicklung an der Stiftung Universität Hildesheim. Er sagt: „An evangelischen Schulen ist religiöse Bildung selbstverständlicher Teil allgemeiner Bildung. Evangelische Schulen resignieren nicht, sondern prosignieren: Sie stehen für etwas ein, nämlich für die Erfahrbarkeit der Menschenfreundlichkeit des christlichen Gottes. Sie bieten Ermöglichungsräume für eine religionssensible Schulkultur inklusive interkultureller und interreligiöser Bildung.“ Evangelische Schulen leisten einen wichtigen Beitrag zur Achtung der menschlichen Würde und zum Gemeinwohl, indem sie bestrebt sind, eine Kultur der Hoffnung, des Dienstes am Anderen und der Entfaltung eines und einer jeden zu entwickeln. Dadurch sollen die Lehrkräfte und die Lernenden in die Lage versetzt werden, mit Zuversicht in die Zukunft zu gehen. Forschungsschwerpunkte des Hildesheimer Professors liegen in den Bereichen Theorie und Praxis Evangelischer Schulen, Theologisieren mit Kindern und Jugendlichen, religiöse Lehr-Lern-Prozesse und religiöse Bildung in Zeiten religiöser Indifferenz sowie Gottesbilder von Kindern und Jugendlichen heute.

Die Barbara-Schadeberg-Stiftung wurde 1994 aus dem privaten Vermögen der Unternehmerin Barbara Lambrecht-Schadeberg nach dem Stiftungsrecht der Evangelischen Kirche von Westfalen errichtet. Die Stiftung verfolgt das Ziel, im Evangelium begründete Bildung und Erziehung zu fördern. Die Fördermittel dienen evangelischen Schulen, Internaten und Schulneugründungen, der Lehrerfortbildung und der Wissenschaft.

Seit ihrer Gründung konnte die Barbara-Schadeberg-Stiftung Schulen in Deutschland, Polen, Lettland, der Slowakei, Tschechien, Rumänien, Ungarn und Österreich mit insgesamt 2.7 Millionen Euro unterstützen.

Nach beinahe 25jährigem Engagement als Vorstandsvorsitzende hat die Stifterin Barbara Lambrecht-Schadeberg die Leitung der Förderarbeit für evangelische Schulen in Deutschland und Europa an ihren Nachfolger Professor Martin Schreiner übergeben.