Forschungsprojekte und Dissertationen

Laufende Forschungsprojekte

Forschungsgruppe Projektband

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Melanie Fabel-Lamla, Prof. Dr. Peter Frei, Prof. Dr. Katrin Hauenschild, Prof. Dr. Barbara Schmidt-Thieme, Dr. Ulrike Schütte, Dr. Dennis Wolff

Laufzeit: seit 2016
Projektförderung: Eigenmittel des CeLeB

Publikationen:
Fabel-Lamla, Melanie/Hauenschild, Katrin/Wolff, Dennis: Forschendes Lernen – zwischen Professionalisierungserwartungen und studentischen Nutzungskalkülen. In: Basten, M./Mertens, C./ Schöning, A./Wolf, E. (Hrsg.): Forschendes Lernen in der Lehrer/innenbildung. Implikationen für Wissenschaft und Praxis. Münster/New York: Waxmann 2020, S. 263-270. (Zugriff unter: https://www.waxmann.com/index.php?eID=download&buchnr=4154)

Fabel-Lamla, Melanie/ Schütte, Ulrike/ Frei, Peter/ Hauenschild, Katrin/ Schmidt-Thieme, Barbara/ Wolff, Dennis: Forschendes Lernen im Praxissemester. Vorstellungen und Potentiale aus Sicht von Studierenden. In: Neuber, N./ Paravicini, W./ Stein, M. (Hrsg.): Forschendes Lernen. The Wider View. Eine Tagung des Zentrums für Lehrerbildung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster vom 25. bis 27.09.2017 (= Schriften zur Allgemeinen Hochschuldidaktik, Band 3). Münster: WTM-Verlag 2018, S. 339-342.

Praktiken der Reflexion in Unterrichtsnachbesprechungen der Schulpraktischen Studien

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Melanie Fabel-Lamla, Dr. Marlene Kowalski, Dr. Anca Leuthold-Wergin

Laufzeit: seit 2020

Projektförderung: Eigenmittel/CeLeB

Publikationen:

Fabel-Lamla, Melanie/Kowalski, Marlene/Leuthold-Wergin, Anca: Schulpraktische Studien im Kontext der Forderung nach Kohärenz. Empirische Analysen zum Adressierungsgeschehen in Unterrichtsnachbesprechungen. In: Reintjes, C./Idel, T.-S./Bellenberg, G./Thönes, K. V. (Hrsg.): Schulpraktische Studien und Professionalisierung: Kohärenzambitionen und alternative Zugänge zum Lehrberuf (= 6. Band der Schriftenreihe der IGSP: Schulpraktische Studien und Professionalisierung). Münster/New York: Waxmann 2021, S. 69-84. 

Fabel-Lamla, Melanie/Kowalski, Marlene/Leuthold-Wergin, Anca: Schulpraktische Studien zwischen Gestaltung von Lernanlässen und (Selbst)Bestätigung der Berufswahl. Empirische Analysen zum Adressierungsgeschehen in Unterrichtsnachbesprechungen. In: Kowalski, M./Leuthold-Wergin, A./Fabel-Lamla, M./Frei, P./Uhlig, B. (Hrsg.): Professionalisierung in der Studieneingangsphase der Lehrer*innenbildung. Theoretische Perspektiven und empirische Befunde. Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2024, S. 207-227. https://doi.org/10.25656/01:28354

Fabel-Lamla, Melanie/Leuthold-Wergin, Anca: Sprechen über Unterricht als kollektive Praxis in Schulpraktischen Studien in der Studieneingangsphase. In: Bauer, A./Schmidt, M. (Hrsg.): Den eigenen Unterricht in den Blick nehmen. Theoretische, methodologische und empirische Perspektiven auf Unterrichtsreflexionen. Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2024 (in Vorbereitung)

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Cumulativer und curricular vernetzter Aufbau digitalisierungsbezogener Kompetenzen zukünftiger Lehrkräfte (Cu2RVE)

Teilprojekt Pädagogik

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Christof Wecker, Prof. Dr. Melanie Fabel-Lamla

Laufzeit: 2020-2023

Projektförderung: BMBF (Qualitätsoffensive Lehrerbildung)

Publikationen: 

Schütte, Ulrike/Bürger, Nicoletta/Fabel-Lamla, Melanie/Frei, Peter/Hauenschild, K./Menthe, J./Schmidt-Thieme, B./Wecker, Christof (Hrsg.): Digitalisierungsbezogene Kompetenzen fördern – Herausforderungen, Ansätze und Entwicklungsfelder im Kontext von Schule und Hochschule. Hildesheim: Universitätsverlag Hildesheim 2022. https://doi.org/10.18442/hibsu-s-2

Inklusive Lehrer_innenbildung (iLeB)

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Melanie Fabel-Lamla, Dr. Gianna Wilm

Laufzeit: 2019-2021

Projektförderung: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Publikationen:

Koßmann, Raphael/Wilm, Gianna/Böse, Sarah/Fabel-Lamla, Melanie/Meyer-Jain Cara: Inklusiver Unterricht als Gegenstand videographischer Forschung. Eine Einleitung. In: Wilm, G./Koßmann, R./Böse, S./Fabel-Lamla, M./Meyer-Jain, C. (Hrsg.): Videographische Forschung zu inklusivem Unterricht: erziehungswissenschaftliche und fachdidaktische Perspektiven – Eine Einleitung. Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2024 (im Erscheinen)

Fabel-Lamla, Melanie/Meyer-Jain, Cara: Multiprofessionelle Kooperation im inklusiven Unterricht. Eine videobasierte Analyse von Interaktions- und Zuständigkeitsordnungen. In: Wilm, G./Koßmann, R./Böse, S./Fabel-Lamla, M./Meyer-Jain, C. (Hrsg.): Videographische Forschung zu inklusivem Unterricht: erziehungswissenschaftliche und fachdidaktische Perspektiven. Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2024 (im Erscheinen)

Böse, Sarah/Fabel-Lamla, Melanie/Meyer-Jain Cara/Wilm, Gianna: Videobasierte Fallarbeit zur multiprofessionellen Kooperation im Unterricht als Ansatz einer inklusiven Lehrer:innenbildung. In: Greiten, S. et al. (Hrsg.): Lehrer:innenbildung für Inklusion. Hochschuldidaktische Konzepte und Perspektiven. Weinheim: Beltz Juventa 2024 (im Erscheinen)

 

Inklusive Lehrer_innenbildung entwickeln, implementieren und evaluieren (iLeb)

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Melanie Fabel-Lamla, Dr. Anna Moldenhauer
Laufzeit: 2015-2016 (12 Monate)
Projektförderung: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Inklusive Lehrer_innenbildung 3.0 – MitSprache im Fach (iLeb 3.0)

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Melanie Fabel-Lamla, Prof. Dr. Oliver Musenberg, Prof. Dr. Barbara Schmidt-Thieme, Dr. Ulrike Schütte
Laufzeit: 2017-2018 (12 Monate)
Projektförderung: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
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Publikationen:

Fabel-Lamla, Melanie/Kunze, Katharina/Moldenhauer, Anna/Rabenstein, Kerstin (Hrsg.): Kasuistik – Lehrer*innenbildung – Inklusion. Empirische und theoretische Verhältnisbestimmungen. Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2020.

Moldenhauer, Anna/Rabenstein, Kerstin/Kunze, Katharina/Fabel-Lamla, Melanie: Kasuistik und Lehrer*innenbildung angesichts inklusiver Schul- und Unterrichtsentwicklung. Verhältnisbestimmungen, Modellierungen und Empirie der Praxis kasuistischer Lehre. In: Fabel-Lamla, M./Kunze, K./Moldenhauer, A./Rabenstein, K. (Hrsg.): Kasuistik – Lehrer*innenbildung – Inklusion. Empirische und theoretische Verhältnisbestimmungen. Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2020, S. 9-28.

Steinwand, Julia/Damm, Alexandra/Fabel-Lamla, Melanie: Re-/Produktion von Differenzen im inklusiven Unterricht. Empirische Befunde zum Einsatz videobasierter kasuistischer Lehreinheiten in der Lehrer*innenbildung. In: Fabel-Lamla, M./Kunze, K./Moldenhauer, A./Rabenstein, K. (Hrsg.): Kasuistik – Lehrer*innenbildung – Inklusion. Empirische und theoretische Verhältnisbestimmungen. Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2020, S. 200-216.

Damm, Alexandra/Fabel-Lamla, Melanie/Moldenhauer, Anna/Steinwand, Julia: Zu Praktiken des Sprechens von Studierenden über Forschendes Lernen. In: Basten, M./Mertens, C./ Schöning, A./Wolf, E. (Hrsg.): Forschendes Lernen in der Lehrer/innenbildung. Implikationen für Wissenschaft und Praxis. Münster/New York: Waxmann 2020, S. 255-261. (Zugriff unter: https://www.waxmann.com/index.php?eID=download&buchnr=4154)

Bossen, Andrea/Damm, Alexandra/Fabel-Lamla, Melanie/Steinwand, Julia/Musenberg, Oliver: Herausforderungen und Spannungsfelder beim praktischen Einsatz videobasierter kasuistischer Lehr-Lernformate in der inklusiven Lehrer*innenbildung. In: Schomaker, C./Oldenburg, M. (Hrsg.): Forschen, Reflektieren, Bilden: Forschendes Lernen in der diversitätssensiblen Hochschulbildung. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2019, S. 213-222.

Inklusive Schulsozialarbeit: Organisationale und professionelle Herausforderungen der Sozialen Arbeit in der inklusiven Schule (ISSA)

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Melanie Fabel-Lamla, Prof. Dr. Wolfgang Schröer
Projektmitarbeiterinnen: Christin Haude, Dr. Sabrina Volk
Laufzeit: 2014-2016
Projektförderung: PRO*Niedersachsen – Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
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Publikationen:
Haude, Christin/ Volk, Sabrina/ Fabel-Lamla, Melanie: Schulsozialarbeit inklusive. Ein Werkbuch. Göttingen: Vandenhoeck + Ruprecht Verlag 2018
Fabel-Lamla, Melanie/ Haude, Christin/ Volk, Sabrina: Schulsozialarbeit an inklusiven Schulen: (Neu-)Positionierungen und Zuständigkeitsklärungen in der multiprofessionellen Teamarbeit. In: Cloos, P./ Fabel-Lamla, M./ Kunze, K./ Lochner, B. (Hrsg.): Pädagogische Teamgespräche. Methodische und theoretische Perspektiven eines neuen Forschungsfelds. Weinheim/ Basel: Beltz Juventa 2019, S. 225-246.
Volk, Sabrina/ Haude, Christin/ Fabel-Lamla, Melanie: Kooperation mit Lehrpersonen und multiprofessionelle Zusammenarbeit. In: Ahmed, S./ Baier, F./ Fischer, M. (Hrsg.): Schulsozialarbeit an Grundschulen. Konzepte und Methoden für eine kooperative Praxis mit Kindern, Eltern und Schule. Opladen/Berlin/Toronto: Verlag Barbara Budrich 2018, S. 111-122.
Fabel-Lamla, Melanie/ Christin Haude: Multiprofessionelle Zusammenarbeit im Kontext inklusiver Schulsozialarbeit - Schritte und Potentiale der qualitativen Netzwerkanalyse an einem Fallbeispiel. In: Lähnemann, C./ Leuthold-Wergin, A./ Hagelgans, H./ Ritschel, L. (Hrsg.): Professionelle Kooperation in und mit der Schule - Erkenntnisse aus der Praxisforschung (= Schriftenreihe. Forschungspraxis Praxisforschung, Band 5). Münster: MV-Wissenschaft 2016, S. 81-98

Dissertationen

"Der berufsbiographische ‚Spurwechsel’ ins Lehramt – Professionelles Handeln von Seiten- und Quereinsteigenden"

Alexandra Damm

Das Dissertationsvorhaben fokussiert Lehrer*innen an allgemeinbildenden Schulen, welche kein Lehramtsstudium absolviert haben. Der professionsspezifische, bildungspolitische wie auch mediale Diskurs zu diesen sogenannten Seiten- bzw. Quereinsteigenden fällt kontrovers aus, die empirische Forschung jedoch leistet bisher kaum einen Beitrag.

Das Dissertationsvorhaben stellt die Frage danach, welche Orientierungen dem professionellen Handeln der Seiten- bzw. Quereinsteigenden zugrunde liegen. Unter Rückgriff auf Konzepte und Ansätze der Biographie- wie der Professionsforschung (vgl. u.a. Fabel-Lamla 2006; Fabel & Tiefel 2004; Hericks & Stelmaszyk 2010; Nittel 2006; Nittel & Seltrecht 2016; Terhart 1995, 2004) folgt das Forschungsvorhaben der Annahme, dass sowohl individuelle biographische Ressourcen (vgl. Bartmann 2006) als auch kollektive Wissensbestände handlungsleitend für die Seiteneinsteigenden sind. Inwiefern der modus operandi der ‚beruflichen Herkunft’ und die Sinngebung und Haltung der Seiteneinsteigenden eine ‚Brechung’ durch die Tätigkeit als Lehrer*in erfahren und welche Orientierungen letztlich handlungsleitend sind im Feld Schule steht im Fokus des Dissertationsprojekts. 

Mit der Dokumentarischen Methode soll die Regelhaftigkeit sozialen Handelns offengelegt werden. Da biographische Anteile allein durch Beobachtung des Tuns jedoch nicht erschließbar sind, wurden für das Forschungsvorhaben narrativ fundierte Interviews geführt. Die Herstellung sozialer Praxis wird demnach mittels des ‚Sprechens über’ – im Sinne der dokumentarischen Interviewinterpretation (vgl. Nohl 2017) – rekonstruiert.

Biographie – Leistung – Schule. Biographische Leistungskonstruktion bei Lehrerinnen und Lehrern und die Aufgabe der schulischen Leistungsbewertung.

Franziska Piva

Mit dem Konzept der Biografie als Zugang zu Professionalisierungsprozessen von Lehrerinnen und Lehrern reiht sich das Dissertationsvorhaben in eine Reihe von qualitativ-rekonstruktiven Studien aus der Lehrer*innenbiografieforschung ein, die in der Rekonstruktion von subjektiven Bildungs-, Entwicklungs-, und Lerngeschichten den Blick auf die gesamte Berufs- und Lebensbiographie richten und das Wechselverhältnis zwischen (Berufs-)Biografie und Profession(-alisierung) genauer untersuchen (vgl. Dirks 1999, 2000; Fabel-Lamla 2004; Köhler 2000; Meister 1999, 2005; Reh 2003,1999; Volkmann 2008; Kunze 2013; Ernst 2018; Hörnlein 2019) Im Dissertationsvorhaben wird dieses Wechselverhältnis zwischen biografischen Erfahrungen und pädagogischen Orientierungssystem in Hinblick auf die Aufgabe der schulischen Leistungsbewertung weiter konturiert und die dem Lehrerhandeln attestierte Eigenlogik im Rahmen der schulischen Leistungsbewertung (vgl. Zaborowski et al. 2011; Rabenstein/Strauß 2018) hinsichtlich der Relevanz biografischer Erfahrungen empirisch fassbar gemacht.

Hierfür werden narrativ-biographische Interviews mit Lehrerinnen und Lehrern unter Rückgriff auf das narrationsstrukturelle Verfahren nach Fritz Schütze analysiert, um die Herausbildung eines über den Verlauf der Biografie erworbenen biografischen Leistungsverständnisses nachzuzeichnen, um dann über die Rekonstruktion des pädagogischen Orientierungssystem im Rahmen der Aufgabe der Leistungsbewertung mögliche Strukturanalogien zwischen gegenwärtigen Orientierungssystem und einem biografischen Leistungsverständnis herausarbeiten zu können.

"Förderschule oder inklusive Grundschule? Eine qualitative Studie zu Schulwahlentscheidungsprozessen aus Elternsicht"

Elisabeth Rasche

In meinem Dissertationsprojekt beschäftige ich mich mit Schulwahlentscheidungen von Eltern, die beim Übergang ihrer Kinder mit besonderen Förderbedarfen in das Schulsystem hinein zwischen einer Förderschule und einer inklusiven Grundschule wählen können. Ich untersuche die Entscheidungsfindung aus der Perspektive der Eltern in ihrer Qualität als dynamischer Prozess, der sich zwischen den an der Schulwahl beteiligten Akteuren abspielt und zugleich aus der Familienbiographie heraus zu begreifen ist. Über die Rekonstruktion der Erfahrungsräume der Eltern sowie der familialen Aushandlungsprozesse arbeite ich neben den expliziten Beweggründen auch deren habituelle Orientierungs- und Entscheidungsmuster in Bezug auf die Schulwahl heraus.

"Elternbeteiligung als Herausforderung für die Organisation Schule und ihre Akteure. Veränderungen in Beziehung und Zusammenarbeit von Eltern und Schule in einem Demokratischen Schulentwicklungsprozess"

Anna Katjuscha von Werthern-Katzenbach

Mein Dissertationsprojekt untersucht den Entwicklungsprozess einer Grundschule, die 2003 im Rahmen des BLK (Bund-Länder-Kommission)-Programms „Demokratie lernen und leben“ einen zunächst extern begleiteten Prozess der Demokratischen Schulentwicklung (Schütze & Hildebrandt 2006) begonnen hat. Mit Hilfe der Rekonstruktion und Analyse des mittlerweile fünfzehn Jahre andauernden Prozesses, sowie durch die qualitative Befragung von am Prozess beteiligten Akteur*innen werden Beteiligungsmöglichkeiten ausgelotet und die Grenzen einer Demokratisierung von Schule analysiert. Der Fokus lag dabei zu Beginn des Forschungsprojekts auf der Beteiligung von Eltern mit Migrationshintergrund, da diese Gruppe von Eltern vermeintlich besonders schwer durch Schule zu erreichen ist. Durch die Beschäftigung mit dem bisher erhobenen Material hat sich dieser Fokus verändert. Von Interesse ist nun allgemein der Blick auf Eltern und ihre Kategorisierung durch die befragten Schulakteur*innen. 

Das Forschungsprojekt soll dadurch zu drei relevanten Bereichen der wissenschaftlichen, politischen und praxisorientierten Debatte beitragen: zu den (Un)Möglichkeiten und Bedingungen der Demokratisierung der Institution Schule, zu verschiedenen Formen der Elternbeteiligung, sowie zum häufig als besonders schwierig beschriebenen Verhältnis zwischen Schule und Eltern.

Außerschulische Lernorte im Zeitalter der Digitalisierung. Eine wissenschaftliche Erhebung digitaler Angebote zur Vor- und Nachbereitung von Besuchen in deutschsprachigen Schulmuseen mit Schulklassen der Primarstufe und Sekundarstufe I.“

Kira Willms

Sowohl im unterrichtlichen als auch im außerschulischen Bereich verändert sich die Lernwelt von Schüler*innen vom analogen zum digitalen Lernen. Ein Beispiel für außerschulische Lernorte sind Schulmuseen und Heimatmuseen mit Schulstuben. Sie haben ihren thematischen Schwerpunkt auf die historische Entwicklung von Schule und Unterricht gelegt und vermitteln deren Geschichte. Neben Workshops, die Museen für ihre Besucher*innengruppen anbieten, gibt es auch unterschiedliche Angebote, die der Vor- und Nachbereitung eines Besuches dienen. Allerdings stellen längst nicht alle Museen ein digitales Angebot für Lehrer*innen und Schulklassen zur Vor- und Nachbereitung von Museumsbesuchen zur Verfügung, obwohl dieses Material den Vorteil hat, Besucher*innengruppen den Besuch des Museums reizvoller zu präsentieren und ergiebiger werden zu lassen. Damit wäre Lehrkräften die Möglichkeit geboten, ihre Schulklassen gezielter auf die Exkursion vorzubereiten und im Nachhinein diese nachhaltiger zu reflektieren.

Ziel der Arbeit ist, im Rahmen einer wissenschaftlichen Erhebung den grundlegenden Stand zur Bereitstellung von digitalen Materialien zur Vor- und Nachbereitung für Schüler*innengruppen der Schulmuseen im deutschsprachigen Raum zu analysieren. Im Rahmen des Dissertationsprojektes werden Portfolios zu den untersuchten Museen, Interviewleitfäden sowie Evaluierungs- und Vorbereitungsbögen für Schulmuseen erstellt, die ihre eigenen digitalen Angebote prüfen möchten bzw. beabsichtigen, digitales Material für die unterrichtliche Vor- und Nachbereitung zu erarbeiten.