Alexandra Damm

Arbeitsbereiche und Forschungsschwerpunkte

  • Biographieforschung

  • Professionsforschung
  • Forschendes Lernen in der Lehrer*innenbildung, Gender und Sexualität als Querschnittsthemen in der Lehrer*innenbildung, inklusive Lehrer*innenbildung
  • qualitativ-rekonstruktive Forschungsmethoden, insbesondere Dokumentarische Methode

Werdegang

  • seit 2014: Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Stiftung Universität Hildesheim am Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilung Angewandte Erziehungswissenschaft
  • seit 2008: freiberufliche Beraterin beim thimm - Institut für Bildungs- und Karriereberatung in Schwerte zum Übergang Schule-Beruf
  • 2016-2018: Projektmitarbeiterin an der Stiftung Universität Hildesheim im Projekt „Inklusive Lehrer_innenbildung“
  • 2013-2014: Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln am Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften im Projekt „Let’s talk about sex sexuelle Vielfalt, schulische Sexualerziehung und forschendes Lernen in der Lehrer_innenbildung“.
  • Wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität zu Köln am Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften im Projekt „Feminisierung des Lehrberufs. Eine These und ihre Bedeutung für die aktuelle Krise der Schule sowie Herausforderungen für die LehrerInnenbildung“.
  • Abschluss als Diplom-Pädagogin (mit Auszeichnung) mit einer Diplomarbeit zum Thema „Kompetenzen älterer Migrant_innen“ im Rahmen des Projektes „Competencies in Later Life“ am Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) in Bonn
  • Tätigkeiten als Praktikantin bzw. studentische Hilfskraft u.a. beim Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Grundsatzabteilung Bildung und Schule) und dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) in Bonn (Nachhaltige Bildung exklusionsbedrohter Menschen, Kompetenzforschung, Inklusion, Lernen im Quartier)
  • Stipendiatin des EU-Programms SOKRATES / ERASMUS, Studium an der Helsingin Yliopisto, Helsinki
  • Studium im Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft (Studienrichtung: Erwachsenenbildung/Weiterbildung; Studienschwerpunkt: Allgemeine Erwachsenenbildung/Bildungsberatung), Universität Duisburg-Essen

Mitgliedschaften und hochschulpolitisches Engagement

  • Mitglied der Koordinierungsgruppe des Netzwerkes Dokumentarische Schulforschung (NeDoS), seit 01/2020 von der DFG gefördert
  • Mitglied der Interpretationswerkstatt ‚Dokumentarische Methode’ (AgDM) der Initiative ‚Wissenschaftler*innen in Qualifizierungsphasen’ der DGfE-Sektion Schulpädagogik
  • Engagement in der Initiative ‚Wissenschaftler*innen in Qualifizierungsphasen’ der DGfE-Sektion Schulpädagogik
  • Assoziiertes Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)
  • Mitglied des Berufsverbands der Erziehungswissenschaftlerinnen und Erziehungswissenschaftler (BV-Päd.)
  • Mitglied des Sprecher*innenteams der Künstlerischen und Wissenschaftlichen Mitarbeitenden (KWM) der Stiftung Universität Hildesheim (bis zum Sommersemester 2018)
  • Vertreterin der Gruppe der Wissenschaftlichen Mitarbeitenden für die Ständige Senatskommission Lehramt (SKoLA) der Stiftung Universität Hildesheim (bis zum Sommersemester 2019)
  • Stellvertreterin der Gruppe der Wissenschaftlichen Mitarbeitenden im Wahlausschuss für die Kollegialorgane der Stiftung Universität Hildesheim (bis zum Wintersemester 2018/19)

Publikationen

  • Matthes, Dominique/Damm Alexandra (i. V.): Berufskampagnen als empirisches Datum von Bildern zum Lehrerwerden und Lehrersein – dokumentarische Analyse und professionstheoretische Diskussion von Lehrerbildern in Gratispostkarten. In: Zeitschrift für interpretative Schul- und Unterrichtsforschung (ZISU), 9. Jg.
  • Hinzke, Jan-Hendrik/Damm, Alexandra/Geber, Georg/Matthes, Dominique/Bauer, Tobias/Kahlau, Joana (i. E.): Schlüsselkompetenzen durch Forschendes Lernen in der Lehrer*innenbildung? Perspektiven von Studierenden und Universitätsdozierenden. In: Albrecht, Felix/Kunz, Alexa Maria/Mey, Günter/Raab, Jürgen (Hrsg.): Qualitativ Forschen als Schlüsselqualifikation. Prämissen – Praktiken – Perspektiven. Weinheim: Beltz Juventa. o.S.
  • Damm, Alexandra/Fabel-Lamla, Melanie/Steinwand, Julia (i. E.): Herausforderungen und Spannungsfelder beim praktischen Einsatz videobasierter kasuistischer Lehr-Lernformate zum Thema Differenz in der inklusiven Lehrer*innenbildung. In: Fabel-Lamla, Melanie/Kunze, Katharina/Moldenhauer, Anna/Rabenstein, Kerstin (Hrsg.): Kasuistik – Lehrer_innenbildung – Inklusion. Empirische und theoretische Verhältnisbestimmungen. Bad Heilbrunn: Klinkhardt. o.S.
  • Damm, Alexandra/Fabel-Lamla, Melanie/Moldenhauer, Anna/Steinwand, Julia (i. E.): Zu Praktiken des Sprechens über Forschendes Lernen. In: Herausgeber*innenteam (Hrsg.): Zur Erforschung Forschenden Lernens. Weinheim. o.S.
  • Damm, Alexandra/Moldenhauer, Anna/Steinwand, Julia (2019): Wessen Deutung setzt sich durch? Anforderungen an eine kasuistische Lehrer*innenbildung und empirische Befunde zur Durchsetzung von Geltungsansprüchen in der universitären Lehre. In: Zeitschrift für interpretative Schul- und Unterrichtsforschung. Thema: Die Praxis der Lehrer*innenbildung: Ansätze – Erträge – Perspektiven. Heft 8/2019, 8. Jahrgang. S. 37-50.
  • Bossen, Andrea/Damm, Alexandra/Fabel-Lamla, Melanie/Steinwand, Julia/Musenberg, Oliver (2019): Herausforderungen und Spannungsfelder beim praktischen Einsatz videobasierter kasuistischer Lehr-Lernformate in der inklusiven Lehrer*innenbildung. In: Schomaker, Claudia/Oldenburg, Maren (Hrsg.): Forschendes Lernen im Kontext diversitätssensibler Hochschulbildung. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, S. 213-222.
  • Damm, Alexandra (2018): Rezension von: Strehle, Thomas: Wandel der Schule – Wandel der professionellen Deutungsmuster? Eine qualitative Studie im Rahmen des Transformationsprozesses zur Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt 2017. In: EWR 17 (2018), Nr. 1 (Veröffentlicht am 26.02.2018), URL: www.klinkhardt.de/ewr/978378152182.html
  • Damm, Alexandra/Denninger, Anika (2012): Herausforderungen des demografischen Wandels in Erziehung und Pflege. In: DIE. Zeitschrift für Erwachsenenbildung, Jg. 19 (2012) Nr. 2, S. 10.
  • Damm, Alexandra/Knauber, Carolin (2012): Financing further education in Germany. In: LLinE. Lifelong Learning in Europe, Jg. 17 (2012) Nr. 2, S. 11-16.

Vorträge

Inquiry-Based Learning As A Challenge For Teacher Students.

Gemeinsamer Vortrag zusammen mit Jan-Hendrik Hinzke, Georg Geber, Zhanna Gevorgyan, Dominique Matthes und Jana Schröder im Rahmen der ECER 2019 in Hamburg (angenommen).

Forschungsorientierung als ‚weitere‘ Professionalisierungsstrategie? Potenziale einer qualitativen Forschungspraxis und Methodenarbeit für die Lehrer*innenbildung.

Gemeinsamer Vortrag mit Dominique Matthes, Tobias Bauer und Jan-Hendrik Hinzke im Rahmen der Tagung „Flickenteppich Lehrerbildung? Professionalisierungsstrategien in Forschung und Praxis“ am 02.04.2019 an der Tübingen School of Education.

Studierende sprechen über Forschendes Lernen.

Gemeinsamer Vortrag mit Melanie Fabel-Lamla, Anna Moldenhauer und Julia Steinwand im Rahmen der Fachtagung „Zur Erforschung Forschenden Lernens“ am 14.02.2019 an der Universität Bielefeld.

Schulpädagogik meets Dokumentarische Methode: Method(olog)ische Reflexionen aus schulpädagogischer Perspektive.
Posterbeitrag mit Dominique Matthes, Jan-Hendrik Hinzke, Tobias Bauer, Georg Geber und Sophie-Cathérine Görtler im Rahmendes des DGfE-Workshops "Zur Lage der postgradualen Methodenausbildung in Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung" am 9.11.2018 in Berlin.

Zur Praxis kasuistischer Arbeit mit Unterrichtsvideos – Interaktionsmuster im Vergleich. Gemeinsamer Workshop mit Anna Moldenhauer und Julia Steinwand im Rahmen der 7. Arbeitstagung der AG Kasuistik „Zwischen zweckmäßiger Arbeitshaltung und Reflexion – Bewältigung von Fallarbeit in der Lehrer_innenbildung“ am 06.10.2017 an der Universität Kassel.

Berufsbiografische Potenziale und Grenzen alternativer Wege ins Lehramt.

Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der DGfE-Kommission Professionsforschung und Lehrerbildung am 07.09.2017 an der Pädagogischen Hochschule FHNW in Solothurn.

„Aber ich finde es auch lustig wie viel man eigentlich kritisieren kann“. Erfahrungen Studierender mit Forschendem Lernen im Kontext inklusiver Lehrer_innenbildung. Gemeinsamer Vortrag mit Anna Moldenhauer im Rahmen der Jahrestagung der DGfE-Kommission Professionsforschung und Lehrerbildung am 07.09.2017 an der Pädagogischen Hochschule FHNW in Solothurn.

Berufsbiografische Bestimmungen zum Seiteneinstieg in das Lehramt: Informelles und formelles Lernen in Professionalisierungsprozessen.

Vortrag im Rahmen des internationalen Abschlusssymposiums des Promotionskollegs "Bildung als Landschaft" am 3. 12.2016 an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Forschendes Lernen als Ansatz inklusiver Lehrer_innenbildung - Erfahrungen und Perspektiven.
Gemeinsamer Vortrag mit Anna Moldenhauer im Rahmen der Tagung „LehrerInnenbildung für Inklusion - Hochschuldidaktische Fragen und Konzepte“ am 06.10.2016 an der Universität Siegen.

Bedeutung von Differenz im Kontext der Hochschullehre.

Gemeinsamer Vortrag mit Julietta Adorno im Rahmen der Vortragsreihe „Pädagogische Praxis, Differenz und soziale Ungleichheit“ am 20.04.2016 an der Universität zu Köln.

Eingeworbene Drittmittel

1/2020-6/2022: „Netzwerk Dokumentarische Schulforschung (NeDoS). Wissenschaftliche Erschließung von Schule auf Basis der Praxeologischen Wissenssoziologie“. Projektleitung: Dr. Jan-Hendrik Hinzke. Stellvertretende Projektleitung: Dominique Matthes. Gemeinsame Antragstellung mit Alexandra Damm, Sophie-Cathérine Görtler und Tobias Bauer. Wissenschaftliches Netzwerk, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Das „Netzwerk Dokumentarische Schulforschung (NeDoS) – Wissenschaftliche Erschließung von Schule auf Basis der Praxeologischen Wissenssoziologie“ verfolgt das Ziel, das Konzept einer Dokumentarischen Schulforschung zu erarbeiten. Damit ist eine auf der Praxeologischen Wissenssoziologie basierende und mit der Dokumentarischen Methode operierende Forschungsrichtung gemeint, die verschiedene schulpädagogische Forschungsgegenstände wie Schule als Organisation, Schulkultur, Schulentwicklung, Unterricht, Professionalität und Professionalisierung (insbes. von Lehrpersonen und Schulleitungen) und weitere Akteursgruppen innerhalb von Schule (insbes. Schüler*innen und Eltern) in den Blick nimmt und sich dabei sowohl gegenstandsbezogenen als auch methodologisch-methodischen Fragen und Leerstellen widmet. In schulpädagogischer bzw. auf Schule bezogener Forschung kommt seit einigen Jahren die Dokumentarische Methode vermehrt zum Einsatz. Dabei zeigt sich erstens, dass die Praxeologische Wissenssoziologie den Forschungsgegenstand mitkonstituiert, d. h. mitdefiniert, was überhaupt unter Schule gefasst wird. Zweitens wird sichtbar, dass auch die Forschung im schulischen Feld auf die Praxeologische Wissenssoziologie einwirkt, denn die praxeologisch-wissenssoziologischen Kategorien können sich durch die Reflexion von Forschungsprozessen an Schulen ebenso konstituieren wie die Dokumentarische Methode. Das Netzwerk nimmt diese Verwobenheit von gegenstandsbezogenen Erkenntnissen einerseits, grundlagentheoretischen, methodologischen und methodischen Zugängen anderseits in ihrer gegenseitigen Verschränkung in den Blick. Vor dem Hintergrund der angeführten schulpädagogischen Forschungsgegenstände werden methodologische und methodische Fragen und Leerstellen, die sich sowohl aus einer Sichtung einschlägiger Literatur als auch aus der gemeinsamen Interpretation eigenen Datenmaterials ergeben, identifiziert und behandelt.
Im Ergebnis bietet das zu erarbeitende Konzept einer Dokumentarischen Schulforschung erstens einen systematischen Überblick über den Stand praxeologisch-wissenssoziologisch angelegter schulbezogener Forschung. Das Konzept bildet zweitens die Grundlage für eine Diskussion darüber, welche Potentiale und welche Begrenzungen sich für die wissenschaftliche Erschließung des Forschungsfeldes Schule abzeichnen, wenn dieses mit den Kategorien der Praxeologischen Wissenssoziologie und unter Nutzung der Dokumentarischen Methode ausgeleuchtet wird. Dabei werden Möglichkeiten, aber auch Fragen und Leerstellen für eine künftige qualitativ ausgerichtete Schulforschung identifiziert und unter Einbezug eigener Studien konturiert.