Moderationen

Im Rahmen von Referaten oder bei anderen Anlässen (z.B. Gruppenarbeit im Seminar) sind Sie nicht nur aufgefordert, Inhalte zu präsentieren, Sie müssen auch die Kommunikation und Kooperation in Gruppen moderieren. Verlauf und Ertrag der Zusammenarbeit in Gruppen sind nicht die bloße Summe der Beiträge der einzelnen Gruppenmitglieder, sie entwickeln sich in sozialen Prozessen eigener Qualität. Diesen Prozessen können Sie Impulse und eine unterstützende Rahmung geben. Achten Sie dabei auf die folgenden Punkte.

Visualisierung

  • Durch Visualisierung können sie Beiträge sammeln, einzelne Aspekte und Zusammenhänge veranschaulichen, Gruppenmitglieder zu eigenen Beiträgen anregen und die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit im Seminar festhalten.
  • Nutzen Sie verschiedene Möglichkeiten aus der breiten Palette an Visualisierungsformen: Handout, Folie, Powerpointpräsentation,Wandzeitung, Tafelbilder. (Achtung: Führen sie keine „Zettelschlachten“!)
  • Beschränken Sie die Informationstiefe! Die Visualisierung sollte nur die wichtigsten Informationen enthalten.
  • Denken Sie daran, die Schriftgrößen an die jeweiligen Bedingungen des Seminarraumes anzupassen.

Fragen

  • Stellen Sie offene und anregende Fragen.
  • Vermeiden Sie zu enge, suggestive oder rhetorische Fragen.

Gruppenprozesse

  • Achten Sie auf eine gleichmäßige Beteiligung aller Gruppenmitglieder.
  • Geben Sie der Arbeit in Gruppen oder im Plenum eine Dramaturgie (Einstieg, Vertiefung, Ergebnissicherung).
  • Greifen sie auf die Vielfältigkeit der Palette an Moderationstechniken zurück! Sie können durch einen Wechsel der Moderationstechniken eine aktive Beteiligung der Studierenden anregen.
  • Stellen Sie sich die Frage: Würde ich an der von mir moderierten Seminarsitzung teilnehmen, fände ich dann meine Seminarsitzung informativ und interessant?

Organisation

  • Klären Sie zu Beginn Zielsetzung, Ablauf und Zeitplanung und machen sie diese den Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmern transparent.