Neuerscheinungen

Iller, Carola; Dörner, Olaf; Schüßler, Ingeborg; von Felden, Heide & Lerch, Sebastian (Hrsg.)(2019): Erwachsenenbildung und Lernen in Zeiten von Globalisierung, Transformation und Entgrenzung. Verlag Barbara Budrich: Opladen, Berlin, Toronto

Schriftenreihe der Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft

 

Ausgehend von Gesellschaftsanalysen zu Transformation, reflexiver Modernisierung und flüchtiger Moderne ist die Erwachsenenbildung gefordert, sich den gesellschaftlichen Veränderungs- und Wandlungsprozessen, Entgrenzungen und strukturellen Umbrüchen zu stellen. In welchem Verhältnis wird Erwachsenenbildung zu diesen Bedingungen gesehen? Inwieweit sind welche Veränderungen in Struktur und Praxis der Bildung und des Lernens von Erwachsenen zu beobachten? Der Band versammelt Beiträge, die sich Phänomenen von Globalisierung, Transformation und Entgrenzung und deren Auswirkungen auf die Erwachsenenbildung und insbesondere auf das Lernen von Erwachsenen widmen.

Im Zuge von Globalisierung und Transnationalisierung werden auf gesellschaftlicher Ebene einerseits Phänomene der Globalisierung direkter auf die Nationalstaaten konstatiert, andererseits verlieren nationalstaatliche Grenzen an Bedeutung, eine Entgrenzung der Arbeits- und Wissensgesellschaft ist die Folge. Zu beobachten ist, dass neoliberales und ökonomisches Denken in unterschiedlichsten Debatten an Bedeutung gewinnen und Steuerungsprozesse in kulturellen und sozialen Bereichen prägen oder auch dominieren. Gleichzeitig gewinnt die Ressource „Wissen“ im Zuge des Wandels von der Produktions- zur Dienstleistungs- und schließlich zur Wissensgesellschaft eine erhöhte Bedeutung, wodurch die persönlichen Lernanstrengungen bei gleichzeitig kürzerer Halbwertzeit des Wissens auf den einzelnen einen zusätzlichen Druck ausüben. In weitgehender Übereinstimmung gehen Prognosen zum zukünftigen Qualifikationsbedarf davon aus, dass kreatives, vernetztes Denken und ein hohes Maß an Selbstregulation für die Bewältigung der Arbeitsanforderungen erforderlich sind. Erwartet wird vor allem die Kenntnis und Gestaltungskompetenz von arbeitsplatzübergreifenden Zusammenhängen und der zunehmenden Abhängigkeit von Prozessen. Gleichzeitig fördern geringere finanzielle Ressourcen eine zunehmende Marktorientierung auf Kosten der Wohlfahrtsstaatlichkeit im Bereich der Bildung, insbesondere der Weiterbildung. Zudem ist der demografische Wandel, insbesondere die Auswirkungen einer zunehmenden Langlebigkeit (alternde Gesellschaft), auch in der Erwachsenenbildung mit neuen Herausforderungen verbunden. In welchem Verhältnis wird Erwachsenenbildung zu diesen Bedingungen gesehen? Inwieweit sind welche Veränderungen in Struktur und Praxis der Bildung und des Lernens von Erwachsenen zu beobachten? Um diese und ähnliche Fragen ging es auf der Jahrestagung der Sektion Erwachsenenbildung der DGFE 2018 in Mainz. Der Band versammelt Beiträge, die sich Phänomenen von Globalisierung, Transformation und Entgrenzung und deren Auswirkungen auf die Erwachsenenbildung und insbesondere auf das Lernen von Erwachsenen widmen.

Erwachsenenbildung und Lernen in Zeiten von Globalisierung, Transformation und Entgrenzung. Schriftenreihe der Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft

 

 

Volker Schubert: Der Pädagoge als Ingenieur. Erziehungswissenschaft bei Bernfeld, Makarenko und Dewey. Weinheim: Beltz Juventa, 2019.

Rationalisierung der Erziehung, pädagogische Produktion, Organisation von Demokratie als Lebensform: Das sind Stichworte, die eine Pädagogik charakterisieren, die sich ausdrücklich auf die Herausforderungen und Möglichkeiten der hochindustrialisierten Gesellschaften des 20. Jahrhunderts einlässt. Indem Erziehung als immer auch technisch-organisatorische Aufgabe verstanden und untersucht wird, lassen sich eine Reihe von Grundfragen neu bearbeiten: Was ist Erziehung? Was macht pädagogisches Handeln aus? Was ist dessen Gegenstand? Was bedeutet demokratische Erziehung in modernen Massengesellschaften?

 

Der Pädagoge als Ingenieur
Erziehungswissenschaft bei Bernfeld, Makarenko und Dewey

Carola Iller, Thomas Geisen, Steffen Kleint, Freimut Schirrmacher (Hrsg.): Familienbildung in der Migrationsgesellschaft. Interdisziplinäre Praxisforschung. Waxmann Verlag. 2019.

Durch die Flucht- und Migrationsbewegungen der letzten Jahre rückt ein Bildungsbereich besonders in den gesellschaftspolitischen Blickpunkt: die öffentliche Erwachsenen- und Weiterbildung. Mittlerweile werden nicht nur den vielen Integrations- und Sprachkursen, sondern zunehmend auch den Regelangeboten der familienbezogenen Bildung eine langfristige integrationspolitische Bedeutung beigemessen. Bislang aber werden dieses familienbezogene Programmplanungshandeln und das diesbezügliche Angebotsspektrum weitgehend ohne wissenschaftliche Fundierung und Bezüge diskutiert. Die in Praxis und Politik beschworene Verbindung von Integration – Familienleben – Bildungsangeboten ist nach wie vor Forschungsdesiderat.

Dieser Band bringt aktuelle Entwicklungen und Ergebnisse an der Nahtstelle von Migrations-, Familien- und Weiterbildungsforschung ins Gespräch und stärkt damit die fachliche Profilierung der familienbezogenen Bildungsanbietenden und ihrer Verbände.

Er ist entstanden aus Anregungen der Fachgruppe Familienbezogene Erwachsenenbildung der DEAE und des Comenius-Instituts.

Familienbildung in der Migrationsgesellschaft
Interdisziplinäre Praxisforschung

 

 

Dr. Jan-Henrik Friedrichs: „‚Was verstehen Sie unter Klassenkampf?‘ Wissensproduktion und Disziplinierung im Kontext des ‚Radikalenerlasses‘“, Sozial.Geschichte Online 24 (2019), S. 67-102.

Dr. Jan-Henrik Friedrichs: „‚Freie Zärtlichkeit für Kinder‘. Gewalt, Fürsorgeerziehung und Pädophiliedebatte in der Bundesrepublik der 1970er Jahre“, Geschichte und Gesellschaft, Nr. 44 (2018), S. 554-585.

Cindy Mieth unter Mitarbeit von Jill Baier, Monika Buhl, Tanya Freytag, Carola Iller Hildesheim: Organisationsentwicklung in Kitas – Beispiele gelungener Praxis. Universitätsverlag Hildesheim. - 2018. - 87 S.

 

ISBN 978-3-934105-98-0 (Print)

 

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Mit welchen Anforderungen werden Kitas heute konfrontiert?
Wie verändert sich die Kita als Organisation und welche Erfahrungen haben Kitas mit der Organisationsentwicklung gemacht?

Mit diesen Fragen sind wir in Fallstudien an verschiedene Einrichtungen der Elementarpädagogik herangetreten. Die Antworten aus der Praxis sind in diesem Buch präsentiert und so aufbereitet, dass sie für die Reflexion der Arbeit in Kitas genutzt werden können, Anregungen und Beispiele für die Weiterentwicklung der eigenen Einrichtung geben. Thematisiert werden aktuelle Arbeitsfelder und Herausforderungen des Elementarbereichs. Konkret sind dies die Partizipation der Kinder und Beteiligung der Eltern, verschiedene Perspektiven des Leitungshandelns, Fragen der Personalentwicklung sowie Herausforderungen, die sich durch das stetige Wachstum dieses Bildungsbereichs ergeben. Diese Themen werden praxisnah mit vielen Beispielen und Zitaten präsentiert und durch Reflexionsfragen ergänzt. Auf dem online-Portal werden darüber hinaus Materialien, wie Ablaufpläne und Checklisten, zur Verfügung gestellt.

Das Buch kann sowohl zur Lektüre genutzt werden. Gleichzeitig können in Fortbildungen, Teamsitzungen oder anderen Entwicklungskontexten auch nur einzelne Themen, Fallbeispiele, Reflexionsfragen oder Materialien herangezogen werden. Entsprechend richtet sich die Publikation an alle, die die Themen und Fallbeispiele in ihre Arbeit einfließen lassen können, sowie an alle in der Praxis Tätigen, die Organisationsprozesse in Kitas anstoßen und begleiten.

Dr. Jan-Henrik Friedrichs: Delinquenz, Geschlecht und die Grenzen des Sagbaren. Sexualwissenschaftliche Diskursstränge zur Pädophilie, 1960-1995“, Zeitschrift für Sexualforschung, Nr. 2 (2017), S. 161-182.

Volker Schubert; Dagmar-Beatrice Gaedtke-Eckardt; Monika Miller; Blanka Sophie Siebner; Reinhard Spieler (Hrsg.): Zeichnen als Kulturtechnik. München 2017 kopaed

In dem durch den Bildungsauftrag der Schule und die allgemeine Schulpflicht gesetzlich abgesteckten Rahmen scheint das Zeichnen nicht recht zu passen. In Verbindung mit Schule ist die Assoziation zum Kunstunterricht naheliegend – selbst wenn das Zeichnen kaum als dominante Komponente dieses Schulfachs zu bezeichnen ist. In dieser verengten, auf ein Fach bezogenen Form ist Zeichnen eine reine Technik. Zeichnen als Kulturtechnik muss weit darüber hinausreichen, muss wie die anderen Kulturtechniken übergeordnete und übergreifende Funktion besitzen.
Mit den Beiträgen in dieser Publikation sollen einige Funktionen des Zeichnens verdeutlicht werden.

http://www.kopaed.de/kopaedshop/index.php?pg=1_10&pid=1084

Meike Sophia Baader, Petra Götte, Wolfgang Gippert (Hrsg.): Migration und Familie. Historische und aktuelle Analysen. Wiesbaden 2018

Der Band präsentiert Untersuchungen zum Zusammenhang von Familie und Migration in aktueller und historischer Perspektive. Er gibt einen Einblick in neue Erkenntnisse zu Familie, Religion und Migration im 18. Jahrhundert, zu historischen Zäsuren und Migrationswellen im 19. und 20. Jahrhundert, zu Umstrukturierungen und (intergenerativem) Wandel von Familie, zu Migrationsprozessen und pädagogischen Organisationen sowie zu Fragen von Geschlecht, Recht und Politik.

Welche Rolle spielen Familien, Verwandtschaften und ihre Netzwerke in allen Stadien des Migrationsprozesses? Migration ist häufig ein Familienprojekt, familiale Netzwerke können Formen der Unterstützung bereitstellen, aber Familien werden durch Migrationsprozesse auch auseinander gerissen und zerstört. Diese Fragen werden in aktuellen und historischen Perspektiven vom 18. Jahrhundert bis heute in interdisziplinären Perspektiven beleuchtet.

http://www.springer.com/de/book/9783658150204

Meike Sophia Baader: Vätertagebücher. "Meine Altsche glücklich von einem allerliebsten, fetten Mädchen genas". In: Eltern. Nr. 8, August 2017, S. 40-44

Meike Sophia Baader/Daniela Böhringer/Svea Korff und Navina Roman. Equal opportunities in the postdoctoral phase in Germany? In: European Educational Research Journal. 16. Vol., h. 2/3 2017, pp. 277-298.

This paper discusses results of a research project on equal opportunities between women and men in the postdoctoral phase in German universities. It illustrates how the funding system is organized and whether this contributes to more equal opportunities for men and women, especially concerning the work–life interference. Although the system loses women after the doctorial phase, equal opportunity is not a core issue in the promotion of postdoctoral researchers in Germany. Instead, it tends to be addressed indirectly via an array of different compensatory support programmes. One key finding is that certain programmes, such as ‘coaching’, ‘networking’, ‘mentoring’ or financial support, are not offered everywhere, and therefore many postdoctoral researchers do not have the opportunity to utilize them. Furthermore, we found evidence of a gender-specific demand for support programmes. Another finding was that work–life interferences in scientific careers are not addressed by support programmes. The organization of everyday life is not taken into account. Given the context of uncertain career paths in Germany and the unequal working conditions of women and men in academia in Germany, it becomes clear that equal opportunities cannot be realized by ignoring the informal and gendered handling of work-life-balance.

http://journals.sagepub.com/toc/eera/current

https://hochschuleundbildung.de/2017/05/23/druckfrisch-equal-opportunities-in-the-postdoctoral-phase-in-germany/

Meike Sophia Baader: Pädosexualität. Kindheit und Geschlecht im wissenschaftlichen Diskurs. In: WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung. 14. Jg., H. 1, 2017, S. 3-19.

Meike Sophia Baader; Tatjana Freytag (Hrsg.): Bildung und Ungleichheit in Deutschland. Wiesbaden 2017

Anliegen des Bandes ist es, aufzuzeigen, wie multifaktoriell Bildungsungleichheit ist. Er kann auch als ein Beitrag der Bildungsforschung zur aktuellen Rückkehr der Kategorie der sozialen Ungleichheit angesichts unübersehbarer gesellschaftlicher Abkoppelungsprozesse gesehen werden. Die herausragende Bedeutung von Bildung für die Lebensperspektiven junger Menschen in Deutschland ist unbestritten. Der Erwerb schulischer und beruflicher Bildungsqualifikationen spielt eine Schlüsselrolle im sozialen Integrationsprozess. Bildungsabschlüsse sind entscheidend für die Chancen auf gesellschaftlich anerkannte Positionen, auch wenn Bildung allein längst kein Garant mehr dafür darstellt. Da sich die Auswirkungen von sozialer Benachteiligung jeweils kumulativ-kontextuell darstellen, werden die Bereiche Familie und Kindheit, Schule und Hochschule sowie außerschulische Bildung und Weiterbildung in den Blick genommen und es wird nach Durchquerungen, Genderaspekten, Intersektionalität und Inklusion gefragt.

 

Meike Sophia Baader, Christian Jansen, Julia König und Christin Sager (Hrsg.): Tabubruch und Entgrenzung. Kindheit und Sexualität nach 1968. Köln/Weimar/Wien 2017

Die Aufdeckung der Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule und in katholischen Internaten im Jahr 2010 sowie die Debatten um Daniel Cohn-Bendits Buch "Der Große Basar" 2013 führten zu einem öffentlichen Interesse an den Diskursen über die Befreiung der Sexualität in den 1970er und 1980er Jahren. Diese werden in diesem Sammelband in breitere historische und politisch-kulturelle Kontexte eingeordnet, dabei wird auch die Geschichte des Verhältnisses von kindlicher und erwachsener Sexualität sowie der Wandel generationaler Ordnungen in den Blick genommen. Rekonstruiert werden die Auseinandersetzungen um Pädosexualität innerhalb der Sexualwissenschaft und der Erziehungswissenschaft, die Geschichte der Pädophilie-Bewegungen in nationaler und internationaler Perspektive, die Positionen der GRÜNEN, die Praktiken in antiautoritären Kinderläden, die Geschichte der Beratungsstellen sowie die sexualrechtlichen Rahmungen und Veränderungen jener Jahre. Fokussiert werden darüber hinaus auch theoretische Bezüge um 1968 sowie Diskurse über sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Dies leisten international ausgewiesene Wissenschaftler_innen der Erziehungswissenschaft, der Psychoanalyse, der Geschichts- und Politikwissenschaft, der Soziologie und der Gender studies in inter- und transnationaler Perspektive.

http://www.boehlau-verlag.com/978-3-412-50793-0.html

Uwe Bittlingmayer, Alex Demirovic, Tatjana Freytag (Hrsg.): Handbuch Kritische Theorie. Wiesbaden 2016ff.

"Wissensgesellschaft" fungiert im politischen Diskurs als Zeit- und Zukunftsdiagnose, die auf die Vorstellung verweist, dass sich Gegenwartsgesellschaften zu wissens- und forschungsabhängigen Ökonomien entwickeln. Eine "kritische Theorie" der Wissensgesellschaft begleitet weniger den Prozess der Politisierung des sozialwissenschaftlichen Konzepts, vielmehr rückt die Kritik am Gebrauch des Terminus ins Zentrum, weil er Herrschaftsdimensionen moderner Gessellschaften ignoriert und verschleiert. In diesem Beitrag soll die Entwicklung des Begriffs "Wissensgesellschaft" zuerst ideengeschichtlich nachvollzogen werden, um ihn anschließend ideologiekritisch auf seinen emanzipativen Gehalt zu befragen.

https://link.springer.com/referencework/10.1007%2F978-3-658-12707-7

Florian Esser; Meike Sophia Baader; Tanja Betz; Beatrice Hungerland (Hrsg.): Reconceptualising Agency and Childhood: New Perspectives in Childhood Studies. Oxfordshire 2016

By regarding children as actors and conducting empirical research on children’s agency, Childhood Studies have gained significant influence on a wide range of different academic disciplines. This has made agency one of the key concepts of Childhood Studies, with articles on the subject featured in handbooks and encyclopaedias.

Reconceptualising Agency and Childhood is the first collection devoted to the central concept of agency in Childhood Studies. With contributions from experts in the field, the chapters cover theoretical, practical, historical, transnational and institutional dimensions of agency, rekindling discussion and introducing fundamental and contemporary sociological perspectives to the field of research. Particular attention is paid to connecting agency in the social sciences with Childhood Studies, considering both the theoretical foundations and the practice of research into agency. Empirical case studies are also explored, which focus upon child protection, schools and childcare at a variety of institutions worldwide.

This book is an essential reference for students and scholars of Childhood Studies, and is also relevant to Sociology, Social Work, Education, Early Childhood Education and Care (ECEC) and Geography.

https://www.routledge.com/Reconceptualising-Agency-and-Childhood-New-perspectives-in-Childhood-Studies/Esser-Baader-Betz-Hungerland/p/book/9781138854192

Meike Baader im Interview mit Rembert Unterstell (Redakteur des DFG-Magazins „forschung“): Lost Illusions. Anti-authoritarian education movement. In: german research. Magazine of the Deutsche Forschungsgemeinschaft. 3/2016, S. 21-23

 Lost Illusions.

Dr. Jan-Henrik Friedrichs: “Mapping Kreuzberg – Karten als Quelle der Bewegungsgeschichte“, WerkstattGeschichte, Nr. 70 (2015), S. 89-102.

Meike Sophia Baader; Tatjana Freytag (Hrsg.): Erinnerungskulturen: eine pädagogische und bildungspolitische Herausforderung. Köln / Weimar / Wien 2015

Wie kann Gedenken mit zunehmendem Abstand zum historischen Ereignis praktiziert werden? Welche Formen kann Erinnerung annehmen, die immer weniger auf Zeitzeugenschaft setzen kann? Welchen Herausforderungen ist Erinnerungskultur in einer Einwanderungsgesellschaft mit heterogenen Erinnerungskulturen ausgesetzt?
Diese Fragen werden im vorliegenden Band von internationalen Expertinnen und Experten reflektiert. Dabei werden Aspekte des Generationenverhältnisses, der familialen Tradierungen, der Erinnerung im Kontext von Migrationsgesellschaft, der genderreflektierten Gedenkstättenpädagogik, der Shoah im Spielfilm sowie der Instrumentalisierung der Erinnerung in den Blick genommen. Der Band setzt Impulse, um über die pädagogischen und bildungspolitischen Dimensionen des Themas nachzudenken.

http://www.boehlau-verlag.com/978-3-412-22183-6.html 

Christin Sager: Das aufgeklärte Kind.Zur Geschichte der bundesrepublikanischen Sexualaufklärung (1950-2010). Bielefeld 2015

Die Notwendigkeit, Kinder sexuell aufzuklären, wird spätestens seit dem 18. Jahrhundert nicht mehr in Frage gestellt. Dennoch herrscht Uneinigkeit über die Inhalte und die pädagogische Umsetzung der Aufklärung.

Anhand von (west-)deutschen Sexualaufklärungsbüchern für Kinder und Familien (1950-2010) und der darin enthaltenen Konstruktionen von kindlicher Sexualität rekonstruiert Christin Sager den Wandel von gesellschaftlichen Normstrukturen und von pädagogischen Debatten über kindliche Sexualität und Aufklärungspraxis: Welche Familien- und Geschlechterkonstruktionen, sexuelle Normen und Diversitätsvorstellungen sowie Diskurse über sexualisierte Gewalt manifestieren sich in den Aufklärungsbüchern?

http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-2950-7/das-aufgeklaerte-kind 

Volker Schubert; Dorle Klika: Einführung in die Allgemeine Erziehungswissenschaft. Erziehung und Bildung in einer globalisierten Welt. Weinheim: Beltz Juventa, 2013.

Dieses Buch bietet eine verständliche und problemorientierte Einführung in Grundbegriffe der Allgemeinen Erziehungswissenschaft (wie Erziehung, Bildung, Lernen, Sozialisation). Des Weiteren wird die praktische Bedeutung der Erziehungswissenschaft angesichts globalisierter Erziehungs- und Bildungsverhältnisse diskutiert, einen Überblick über Formen der Institutionalisierung von Erziehung sowie eine einführende Diskussion der Bedeutung der neueren Ungleichheitsforschung für die Erziehungswissenschaft und die praktische pädagogische Arbeit geboten.

https://www.beltz.de/produkt_produktdetails/6383-einfuehrung_in_die_allgemeine_erziehungswissenschaft.html

Volker Schubert; Cornelie Dietrich; Dominik Krinninger: Einführung in die ästhetische Bildung. Weinheim: Beltz Juventa, 2012 (2., durchgesehene Auflage 2013)

Das Buch bietet einen hervorragenden Einstieg in die wesentlichen Elemente der ästhetischen Bildung. Aufgezeigt werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen ästhetischer Erfahrung, ästhetischer Erziehung und Bildung. Neben zentralen Begründungsfiguren (Schiller und Dewey) werden aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen sowie exemplarische didaktische Arrangements dargestellt.

http://www.beltz.de/fachmedien/erziehungs_und_sozialwissenschaften/buecher/produkt_produktdetails/7168-einfuehrung_in_die_aesthetische_bildung.html

Cloos, Peter/Schulz, Marc (2011): Kindliches Tun beobachten und dokumentieren. Perspektiven auf die Bildungsbegleitung von Kindern in Kindertageseinrichtungen. Juventa, Weinheim und München

Die Beobachtung und Dokumentation kindlicher Tätigkeiten wird immer bedeutsamer. Gleichzeitig ist jedoch festzustellen, dass eine an erziehungswissenschaftlichen Diskussionsständen anschlussfähige Auseinandersetzung mit diesen Verfahren und den damit verbundenen frühpädagogischen, aber auch bildungspolitischen Intentionen kaum geschieht. In diesem Buch werden daher die Grundzüge der Verfahren, die eine (bildungs-) prozessorientierte Beobachtung und Dokumentation kindlicher Tätigkeiten in Kindertageseinrichtungen ermöglichen sollen, skizziert. Anschließend werden Lücken der frühpädagogischen Diskussion um die Verfahren benannt, die sich aus einer beobachtungs-, bildungs- und professionstheoretischen Perspektive ergeben.

Oehlmann, Sylvia/Manning-Chlechowitz, Yvonne/Sitter, Miriam (Hrsg.) (2011): Frühpädagogische Übergangsforschung. Von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule. Weinheim/München

In den letzten Jahren sind Übergänge im kindlichen Lebenslauf stärker ins Blickfeld wissenschaftlicher, bildungs- und sozialpolitischer sowie professionspädagogischer Diskussionen gerückt. Dieser Band greift die aktuelle und interdisziplinär geführte Auseinandersetzung um das Thema des Übergangs unter dem Gesichtspunkt frühpädagogischer Übergangsforschung auf und stellt dabei die aktuellen Programmvorhaben und Evaluationskonzepte der unterschiedlichen Modellprojekte vor. Einführend werden grundlegende theoretische sowie interdisziplinäre Zugänge zum Übergang vom Kindergarten in die Grundschule thematisiert. Ein Fokus liegt im Weiteren auf den aktuellen Programmvorhaben zur Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule. Hier werden zentrale Ergebnisse aus den unterschiedlichen Modellprojekten einzelner Bundesländer gebündelt vorgestellt. Ebenso werden weitere Forschungsperspektiven eingeführt, mit denen der theoretische sowie empirische Blick auf institutionelle Übergänge und ihre Gestaltung erweitert werden könnte. Dazu werden die pädagogischen Prinzipien zur Rechtfertigung von Kontinuität in den Bildungsverläufen der Kinder hinterfragt und elementarpädagogische Übergangsmaßnahmen unter einer wissenssoziologischen Diskursperspektive betrachtet.

Mit Beiträgen von
Barbara Berthold, Ursula Carle, Peter Cloos, Rainer Dollase, Ulrike Freund, Lilian Fried, Wilfried Griebel, Patrick Isele, Ludwig Liegle, Yvonne Manning-Chlechowitz, Sylvia Oehlmann, Hans-Günther Roßbach, Miriam Sitter, Sybille Stöbe-Blossey, Juliane Stude, Wolfgang Schröer und Bea Zumwald.