Forschungsprojekte

1. Imagination, Geschichtskultur und historisches Lernen im digitalen Zeitalter

Teilprojekte 1: Imagination empirisch erforschen.

Die historische Imagination ist der mentale Prozess der Vergegenwärtigung von vergangenen, nicht selbst erfahrenen Wirklichkeiten . Historische Erfahrung und Zukunftsorientierung sind elementar auf Imagination angewiesen. Bis heute fehlt eine empirische Erforschung dieser Zentralkategorie historischer Erkenntnis. Dieses Teilprojekt entwickelt eine Theorie der historischen Imagination auf der Grundlage neuerer geschichtsdidaktischer Forschung zu Emotionen, Diversität und Subjektorientierung. Anhand von audiovisuell essays, einer digitalen Form historischer Narrationen soll Imagination zunächst von Studierenden dann von Schüler*innen untersucht und zu einem neuen Schlüsselprinzip historischen Lernens elaboriert werden.

Projektverantwortlich: Juliane Brauer

 

Teilprojekt 2: Historisches Lernen im Hochbildformat – Eine vergleichende Analyse videobasierter Online-Formate der historischen Begegnung.

Seit 2019 sind auf Instagram und YouTube drei videobasierte Online-Formate der historischen Begegnung entstanden, die sich in Darstellung und Medialität stark ähneln: Eva Stories, #throwback89 sowie das Videotagebuch der Anne Frank. Die Form der Erzählung zielt darauf ab, emotionale Reize wie Empathie und Ergriffenheit beim Publikum auszulösen. Durch diese neu entstehenden Formate der historischen Begegnung befindet sich die Geschichtskultur in einem grundlegenden Wandel. Im Rahmen des Promotionsprojektes sollen diese Online-Formate anhand der Analyseebenen Emotion, Narration und Imagination vergleichend untersucht werden.

Projektverantwortlich: Dario Treiber

 

Teilprojekt 3 (in Vorbereitung): Encouraging Critical Engagement through Audiovisual Storytelling: New Ways of Digital Learning about History and Democratic Participation

The COVID-19 pandemic poses significant challenges on the education system with its new formats of (distanced) learning, and on democratic culture, challenged by conspiracy theories and new forms of antisemitism, and therefore on our understanding of the 20th century history of dictatorship, racism and mass murder. Modulating a new format, the historical audiovisual essay (AVE), which combines digital technology, archival sources and complex storytelling in a unique way, our project offers innovative theoretical, methodological and practical approaches for digital learning about the history of the Holocaust and democratic participation.

Projektverantwortlich: Juliane Brauer

Kooperationspartner: Tobias Ebbrecht-Hartman (Hebrew University, Jerusalem)

 

 

2. Heimatgefühle in Geschichte und Gegenwart

Konferenzbericht

(Weitere Informationen folgen in Kürze)