Förderung durch Erasmus+

"Geschichte und Gegenwart der europäischen Union im Kontext der Imperiendebatte"

Fördernummer: 574858-EPP-1-2016-1-DE-EPPJMO-Chair

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Projektbeschreibung

Das Institut für Geschichte der Universität Hildesheim hat den Schwerpunkt auf „Vergleichende neuere und neueste europäische Geschichte“ gelegt. Die Lehrangebote waren auf Ideen- und Institutionengeschichte  ausgerichtet. Das neue Motto der universitären Lehre für 2016-2019 lautet „Geschichte und Gegenwart der EU im Kontext der Imperiendebatte“. Dabei geht es um die Frage, ob die EU ein postmodernes und postnationales Imperium sui generis sein könnte. In der Methodik des Vergleichs mit neuzeitlichen Imperien (Heiliges Römisches Reich, Zarenreich, Osmanisches Reich) und Imperien der Zeitgeschichte (faschistisches Italien, „Dritte Reich“, UdSSR) ist die EU kein Imperium im klassisch-traditionellen Sinne. Es handelte sich bei der EWG und EG um eine Regionalmacht mit hegemonialen Zügen und bei ihrer Fortentwicklung zur EU um eine globale Hegemonialmacht mit postmodernen Zügen. Basierend auf Forschung und unter Nutzung moderner Lehr- und Lernmethoden wird die Vermittlung europäischer Geschichte am Beispiel der EU auf die Empire-Debatte ausgeweitet. Ergänzend zur Hauptvorlesung und zum Seminar wird als Zusatzprogramm die mit Videofilmen aufgezeichnete öffentliche Vortragsreihe „Europagespräche“ unter Beteiligung von internationalen wissenschaftlichen Experten, Praktikern und Zeitzeugen mit neuen Analyse- und Interpretationsmethoden (Internet, E-Learning, Learnweb) angeboten. Neuerdings werden neben den Studierenden und der Bürgergesellschaft auch Lehrkräfte von Hildesheimer Schulen sowie Schüler/innen im Rahmen einer neuen Kooperation mit dem Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB) und dem neu zu errichtenden Weiterbildungscampus der Universität Hildesheim als Zielgruppe einbezogen. Die Erkenntnisse dieses Vorhabens fließen in den European Navigator (ENA) des CVCE  und des HISTCOMM 3-Projekts zur Darstellung der Geschichte der EU-Kommission ein. Zur Horizonterweiterung trägt eine Konferenz zum neuen Thema „Aspekte und Dimensionen zur Weltgesellschaft“ bei. 

 

Summary

The Institute of History at the University of Hildesheim emphasis' has been placed on “comparative modern and contemporary European history” with a view towards dimensions of the history of ideas and institutions. Now it will be discussed whether the EU is a postmodern and post-national empire of its own kind. The new motto of the academic teaching of the next three years (2016-2019) is to be characterized as “The History and Current Status of the EU in the light of the empire debate”. In comparison to empires of the Modern Era (Holy Roman Empire, Russian Tsardom, Ottoman Empire) and those of contemporary history (Fascist Italy, “Third Reich”, USSR) the EU is not an empire in the classic, traditional sense. The EEC and the EC consisted of a regional power with hegemonic traits and, with its further development into the EU, a global hegemonic power with postmodern traits. Based on original research in academic lessons and seminars the knowledge is to be extended to the EU in the context of the empire debate by new modern learning and teaching methods. An additional programme will be offered also with the video-documented public lecture series “Discussions on Europe” including international scholars, practitioners and eye-witnesses with the application of new analysis- and interpretation-methods (by use of Internet, E-Learning, Learnweb). Beside students and civic society members also teachers from schools in Hildesheim and their pupils will be the main recipients within the framework of the Center of Teacher Education and Education Research as well as  the new planned Campus of Further Education at the University of Hildesheim. The European Navigator (ENA) of the CVCE and the HISTCOMM3-Project documenting the history of the EU-Commission will profit from the results of this project. Broadening the horizons will be reached by a conference on the new topic „Aspects and Dimensions of the World Society“. 

Das detaillierte Konzept für "Geschichte und Gegenwart der europäischen Union im Kontext der Imperiendebatte" finden Sie hier.

 

 

Ansprechpartner und Kontakt:

Prof. Dr. Michael Gehler

Universitätsplatz 1

31141 Hildesheim